Leo hat ein Problem mit Türen. Öffnet er eine Tür und geht hindurch, kann es sein, dass er nicht im Zimmer dahinter landet, sondern ganz woanders. Und das kann dann schon mal peinlich sein, wenn man beispielsweise plötzlich als Frontmann einer Band auf der Bühne steht, aber gar nicht singen kann. Diesmal scheint Leo mehr Glück zu haben: Er will nur ins Bad – und landet in einer riesigen Villa mit Swimmingpool und allerlei teurem Schnickschnack. Es dauert einen Moment, bis er kapiert, dass er unvorstellbar reich ist. Also so richtig reich! Leo und sein Freund Murat schmeißen in der nächsten Zeit mit dem Geld nur so um sich. Doch so viel Geld zu haben, kann auch ganz schön gefährlich sein. Das merkt Leo schneller als ihm lieb ist: Er wird entführt und eingesperrt. Und die Täter fordern Lösegeld! Dumm gelaufen. Denn der Trick mit den Türen funktioniert jetzt plötzlich nicht mehr ...
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Wer wäre nicht gerne Millionär…
SternchenBlau am 11.03.2020
Bewertungsnummer: 2762064
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wer wäre nicht gerne Millionär? Aber das hat auch seine Schattenseiten – lernt man in diesem witzigen Kinderbuch mit Comic-Elementen. Mein 8jähriger Sohn meint: Leo ist ein Türreisender. Ganz oft, wenn er eine Tür öffnet, reist er an andere Orte oder in eine andere Zeit, weil er in Parallelwelten springt. Einmal wollte er unbedingt noch eine Zeitlang in so einer Welt beiben, aber dann denkt er „Oh, nein!“, weil er eine Tür geöffnet hat. Manchmal landet er dann nochmal ganz woanders, aber wenn er wieder in seine eigene Welt zurückkommt, ist da keine Zeit vergangen. „Plötzlich Millionär“, schon der Titel hat bei mir eine innerliche Aufregung ausgelöst, was das Buch nochmal spannender gemacht hat. Das Buch war genauso schön und spannend, wie ich bei dem Titel erwartet habe. Darum vergebe ich 5 Sterne. Meine Erwachsenen-Meinung: „Echt cool“, hat mein Sohn schon nach wenigen Seiten gesagt und bei dieser Meinung sind wir beide auch geblieben. Autor Rüdiger Bertram und Illustrator Heribert Schulmeyer kennen wir schon von „Voll super, Helden“. Und wieder konnten wir hier ein witziges Kinderbuch mit tollen Comic-Elementen lesen. Bertram sucht sich immer wieder popkulturelle Themen und Motive – hier die Parallelweltreisen – und bringt sie in eine kindgerechte Form, die uns Eltern ebenso gut unterhält wie unseren Sohn. Wir sind regelrecht durch die Seiten geflogen und mussten sehr viel kichern. Schon die ersten Seiten führen uns als Lesende grandios in Leos Türreisen-Phänomen und die daraus entstehenden Probleme ein. Dann folgte eine recht rasche Abfolge von verschiedenen Welten, einige kurze, zwei längere. Danach ist klar: Die Millionärsvilla, in der Leo landet, stellt dagegen den absoluten Hauptgewinn aller Parallelwelten dar. Oder vielleicht doch nicht? Da kommt durchaus Kapitalismuskritik durch und auch Kritik am Mäzenatentum, dass durch die Oligarchen immer mehr voranschreitet. Denn selbst als Leo erkennt, dass Geld nicht glücklich macht, kann er es nicht einfach verschenken, so stellt er fest: „‚Ich wusste nicht, dass es so schwierig ist, Gutes zu tun‘, sage ich. ‚Das ist überhaupt das Allerschwierigste‘, erwiderte Ludwig.“ Die obercoolen Pseudobeschimpungen zwischen den beiden besten Freunden fand ich etwas viel. Bei den Mädchen-Figuren könnte es einfach noch mehr geben, dafür ist Eva sehr souverän und sozial engagiert. Und Bertram punktet dafür bei einem anderen Diversity-Aspekt richtig gut: Leos bester Freund Masud (Tarek in der Parallelwelt) genauso arm bzw. reich sein darf wie Leo. Und er erkennt einen falschen Genitiv-Apostroph, das freut das Literaten-Herz. Fazit: Witzig und sogar noch mit Tiefgang. 4,5 von 5 Sternen, die wir gerne aufrunden, während wir uns auf den zweiten Band freuen, der im Herbst erscheinen soll.
Wer wäre nicht gerne Millionär? Aber das hat auch seine Schattenseiten – lernt man in diesem witzigen Kinderbuch mit Comic-Elementen.
SternchenBlau am 11.03.2020
Bewertungsnummer: 1302607
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Mein 8jähriger Sohn meint:
Leo ist ein Türreisender. Ganz oft, wenn er eine Tür öffnet, reist er an andere Orte oder in eine andere Zeit, weil er in Parallelwelten springt. Einmal wollte er unbedingt noch eine Zeitlang in so einer Welt beiben, aber dann denkt er „Oh, nein!“, weil er eine Tür geöffnet hat. Manchmal landet er dann nochmal ganz woanders, aber wenn er wieder in seine eigene Welt zurückkommt, ist da keine Zeit vergangen.
„Plötzlich Millionär“, schon der Titel hat bei mir eine innerliche Aufregung ausgelöst, was das Buch nochmal spannender gemacht hat. Das Buch war genauso schön und spannend, wie ich bei dem Titel erwartet habe. Darum vergebe ich 5 Sterne.
Meine Erwachsenen-Meinung:
„Echt cool“, hat mein Sohn schon nach wenigen Seiten gesagt und bei dieser Meinung sind wir beide auch geblieben. Autor Rüdiger Bertram und Illustrator Heribert Schulmeyer kennen wir schon von „Voll super, Helden“. Und wieder konnten wir hier ein witziges Kinderbuch mit tollen Comic-Elementen lesen. Bertram sucht sich immer wieder popkulturelle Themen und Motive – hier die Parallelweltreisen – und bringt sie in eine kindgerechte Form, die uns Eltern ebenso gut unterhält wie unseren Sohn. Wir sind regelrecht durch die Seiten geflogen und mussten sehr viel kichern.
Schon die ersten Seiten führen uns als Lesende grandios in Leos Türreisen-Phänomen und die daraus entstehenden Probleme ein. Dann folgte eine recht rasche Abfolge von verschiedenen Welten, einige kurze, zwei längere. Danach ist klar: Die Millionärsvilla, in der Leo landet, stellt dagegen den absoluten Hauptgewinn aller Parallelwelten dar. Oder vielleicht doch nicht?
Da kommt durchaus Kapitalismuskritik durch und auch Kritik am Mäzenatentum, dass durch die Oligarchen immer mehr voranschreitet. Denn selbst als Leo erkennt, dass Geld nicht glücklich macht, kann er es nicht einfach verschenken, so stellt er fest:
„‚Ich wusste nicht, dass es so schwierig ist, Gutes zu tun‘, sage ich. ‚Das ist überhaupt das Allerschwierigste‘, erwiderte Ludwig.“
Die obercoolen Pseudobeschimpungen zwischen den beiden besten Freunden fand ich etwas viel. Bei den Mädchen-Figuren könnte es einfach noch mehr geben, dafür ist Eva sehr souverän und sozial engagiert. Und Bertram punktet dafür bei einem anderen Diversity-Aspekt richtig gut: Leos bester Freund Masud (Tarek in der Parallelwelt) genauso arm bzw. reich sein darf wie Leo. Und er erkennt einen falschen Genitiv-Apostroph, das freut das Literaten-Herz.
Fazit:
Witzig und sogar noch mit Tiefgang. 4,5 von 5 Sternen, die wir gerne aufrunden, während wir uns auf den zweiten Band freuen, der im Herbst erscheinen soll.
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