Eine beinahe unglaubliche wissenschaftliche Entdeckung, die verspricht, die Welt zu verändern. Doch zu welchem Preis?
Es fühlt sich an wie ein Urknall, als Zoe in einem Vorlesungssaal von Harvard auf Jack trifft. Von einer Sekunde auf die andere verändert sich alles: Zwischen den beiden entbrennt ein spielerischer Wettkampf, der schon bald von einer unbändigen Faszination füreinander abgelöst wird. Jack ist klug und ambitioniert, beinahe mühelos scheint ihm alles zu gelingen. Zoe ist wie elektrisiert, wenn sie zusammen sind. Eines Nachts machen sie eine Entdeckung, die niemand für möglich gehalten hätte: Sie knacken den Code der menschlichen Zellen, der fürs Altern verantwortlich ist. Die Unendlichkeit rückt in greifbare Nähe – kann es wirklich einen Anfang ohne Ende geben? »Das Gefühl von Unendlichkeit« ist ein kluger wie packender Roman über Versprechen und Verrat, Ehrgeiz und Erwartungen, Liebe und Vergänglichkeit.
Gekürzte Lesung mit Rike Schmid
9h 45min
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Liiiiiebs
Bewertung am 22.06.2026
Bewertungsnummer: 3174663
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Es war eine dieser Geschichten, die sich langsam in einem entfalten, Schicht für Schicht, bis man plötzlich merkt: Man fühlt mit, denkt mit, leidet mit – und wird dieses Buch so schnell nicht mehr vergessen.
Ein vielschichtiger Roman über Herkunft, Erfolg und das, was uns innerlich prägt
Im Zentrum der Geschichte stehen zwei sehr unterschiedliche Charaktere – und genau diese Gegensätze machen den Roman so stark. Die Hauptfiguren stammen aus völlig verschiedenen Welten: Die eine Seite geprägt von Sicherheit, Struktur und einem unterstützenden Umfeld; die andere von Verlust, Unsichtbarkeit, finanziellen Sorgen und emotionalen Wunden, die tief sitzen.
Die Autorin zeigt eindrucksvoll, wie stark die eigene Herkunft unsere Sicht auf die Welt prägt – selbst dann, wenn man auf den ersten Blick das Gleiche erlebt oder die gleichen Chancen bekommt. Was passiert, wenn man plötzlich im Rampenlicht steht, etwas Großes erreicht, aber die inneren Zweifel, das alte Selbstbild oder die „unsichtbare“ Geschichte einen immer wieder zurückzuziehen scheint? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch.
Charaktere, die im Kopf bleiben
Die Protagonistin (deren Name ich hier nicht spoilern möchte) ist ein echtes Kunstwerk: Sie wirkt nach außen stark, vielleicht sogar kühl – aber in ihrem Innersten tobt ein Sturm aus Erinnerungen, Selbstzweifeln und der Frage, ob sie sich diesen Erfolg überhaupt verdient hat. Sie trägt eine schwere Last mit sich, die sie nur selten nach außen zeigt. Ihre Entwicklung im Laufe des Romans ist schmerzhaft, ehrlich und zugleich unglaublich inspirierend.
Im Kontrast dazu steht eine Figur, die aus einer privilegierteren Welt stammt – deren Selbstverständnis von Erfolg, Zugehörigkeit und Stabilität ganz anders geprägt ist. Doch auch hier kratzt der Roman bewusst an der Oberfläche und zeigt: Auch dort, wo vermeintlich alles leicht aussieht, brodeln Ängste und Unsicherheiten.
Diese Gegenüberstellung ist niemals plakativ, sondern feinfühlig und tiefgründig erzählt. Man versteht beide Seiten – und erkennt, wie leicht Missverständnisse entstehen können, wenn man nicht hinter die Fassade blickt.
Wie unterschiedlich fühlt sich Erfolg an – je nachdem, woher man kommt?
Einer der zentralen Gedanken des Romans ist die Frage, wie sehr der eigene Hintergrund beeinflusst, wie man mit Erfolg umgeht. Für manche ist er ein natürlicher Schritt, eine logische Konsequenz. Für andere ist er mit Schuldgefühlen verbunden, mit Angst, den „falschen Leuten“ zu gefallen oder den alten Wurzeln zu entgleiten. Die Autorin zeigt diesen inneren Konflikt mit großer Sensibilität – und das macht das Buch so besonders.
Sprachlich stark und emotional tief
Was mich besonders beeindruckt hat, ist der Stil: Die Sprache ist mal nüchtern, mal poetisch, mal brutal ehrlich – je nachdem, was die Situation verlangt. Sie hat mich durch Höhen und Tiefen geführt, mich zum Nachdenken gebracht und an vielen Stellen tief bewegt. Manche Absätze habe ich mehrmals gelesen, weil sie so viel Wahrheit und Schmerz in sich trugen.
Fazit
„Das Gefühl von Unendlichkeit“ ist kein Buch, das man mal eben nebenbei liest. Es fordert, berührt und bleibt. Die Kontraste zwischen den Charakteren, die sozialen Unterschiede, die inneren Kämpfe – all das wird so fein und klug erzählt, dass man sich lange damit beschäftigen kann.
Zoe + Jack = Reaktion mit Nebenwirkungen
Bewertung am 29.07.2025
Bewertungsnummer: 2553473
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Was als Campus-Roman beginnt, entfaltet sich schnell zu einer vielschichtigen Geschichte über Leidenschaft – für Wissenschaft, für Träume und für einen Menschen, der einen komplett aus der Bahn wirft.
Zoe und Jack begegnen sich mit einem Knall: Zwei brillante Köpfe, die sich gegenseitig herausfordern, befeuern und tief berühren. Die Chemie zwischen ihnen ist nicht nur im Labor explosiv, sondern auch emotional. Die Szenen an der Uni – der intellektuelle Schlagabtausch, das gemeinsame Forschen, die Diskussionen über Ideen – machen richtig Spaß und wirken sehr authentisch.
Spannend wird es, als ihre wissenschaftliche Entdeckung plötzlich zum Politikum wird. Ruhm, öffentliche Aufmerksamkeit und Erwartungsdruck türmen sich auf – und langsam beginnt das Bild zu bröckeln. Die zweite Hälfte des Buchs driftet spürbar in dunklere, nachdenklichere Themen ab, was nicht jeder Leserin gefallen wird. Aber gerade das macht es realistisch: Denn nicht jede Liebesgeschichte überlebt den Sturm, selbst wenn sie mit einem Feuerwerk beginnt.
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