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Wolfgang Kohlhaase Von Solo Sunny bis Sommer vorm Balkon − ein Leben wie ein Film

1

25,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2026

Abbildungen

mit 23 Abbildungen

Verlag

Ch. Links Verlag

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/2,8 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96289-216-6

Beschreibung

Rezension

»Ein liebevolles Porträt und ein Stück Filmgeschichte zugleich.« ("Gong | Bild Funk | HÖRZU")
»Es ist gut, dass Bastienne Voss ein Buch über ihn geschrieben hat, damit Kohlhaase bleibt – als Erinnerung und mit seinen Filmen.« ("MDR artour")
»Bastienne Voss hat nun eine Würdigung Kohlhaases vorgelegt, die diesem vielseitigen Mann durchaus gerecht wird. [...] man spürt in jeder Zeile die Bewunderung und den Respekt« Martin Schwarz ("tip Berlin")
»Ein spannender Blick in sein Leben!« ("TV Hören und Sehen")
»einfühlsam und unterhaltsam« ("RBB Fernsehen")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2026

Abbildungen

mit 23 Abbildungen

Verlag

Ch. Links Verlag

Seitenzahl

264

Maße (L/B/H)

21,8/14,4/2,8 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Anthrazit / Messing

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96289-216-6

Herstelleradresse

Christoph Links Verlag
Prinzenstraße 85 D
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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Großer Künstler und ewiger Optimist

Bewertung aus Quickborn am 18.02.2026

Bewertungsnummer: 3050378

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Für mich ist Wolfgang Kohlhaase so etwas wie ein guter Verwandter, der mich durch meine Kindheit und Jugend begleitete. Als er 1954 seinen ersten Film dreht, werde ich gerade geboren, deshalb folgt für mich zuerst „Berlin Ecke Schönhauser“, ganz in der Nähe habe ich gewohnt. Meine Mutter arbeitete in der Filmbranche, so kam ich früh mit vielen Filmen auf Tuchfühlung, das hier im Kapitel „Denken ist wie Licht, es geht in jede Richtung“ von Bastienne Voss beschriebene Jahr 1966, das für Kunst und Kultur verheerende 11. Plenum des ZK der SED, verbotene Filme und kampfesmutige Filmemacher, all das ist mir lebhaft in Erinnerung. Auch, dies: „Für viele, vor allem politisch Denkende und Künstler, war die Bundesrepublik mit der gerade erst vergangenen Adenauer-Ära, mit den nur unbefriedigend aufgearbeiteten Verbrechen des Nationalsozialismus, mit ihrem Konservatismus und Katholizismus und dem ganzen verstaubten Heimatkitsch, keine Alternative.“ Das änderte sich erst nach der Ausbürgerung von Wolf Biermann drastisch. Der Film, der meine Jugend geprägt hat, wird hier in diesem Buch sehr ausführlich behandelt, „Ich war neunzehn“. Gedreht hat ihn Konrad Wolf, das war ein geniales Duo, der Dramaturg Kohlhaase und der Regisseur Wolf! In den 1980er Jahren folgte von beiden der legendäre Film „Solo Sunny“, und mit dem Regisseur Frank Beyer „Der Aufenthalt“ nach dem Roman von Hermann Kant. Kohlhaase dazu, Zitat: »Man darf sich nicht vorstellen, dass die Leute sich damals nur Unterhaltungsware ansehen wollten«, erzählt er. »Es gab ein Bedürfnis, wenigstens im Nachhinein zu verstehen, was mit den Deutschen passiert war. Wir suchten nach Geschichten, die nicht vergessen werden sollten.« Ja, genauso war es. So viele und ähnliche Erinnerungen habe auch ich an diese Kinozeiten vor 1989. Aber die Wende hat einiges durcheinandergewirbelt. Bewusst habe ich Kohlhaase dann erst wieder wahrgenommen, als „In Zeiten abnehmenden Lichts“ erschien, auch auf diesen Film, der 18 Jahre nach der Wende entstand, trifft ja das im letzten Absatz erwähnte Zitat auch zu. Unterdessen sind auch die DDR-Bürger um einiges klüger geworden, denn die inhaltlichen Beschränkungen der DDR-Zeit waren vorbei. Zumindest auf mich trifft das zu. Zitat: „Die Zeit“ schreibt (zu diesem Film): »Es gibt nicht so viele Filme, die den Osten mit seiner Steifheit, Verträumtheit, seinen Hoffnungen, seiner Sauffreude und leisem Humor glaubwürdig abgebildet haben. Dieser gehört definitiv dazu.« Was mich im ganzen Buch sehr erstaunt hat, ist der Optimismus von Kohlhaase und seine Unerschütterlichkeit, was die DDR anbelangt. Vielleicht war er durch seinen Status doch etwas weiter weg von den „Mühen der Ebene“ (siehe Brecht). Kohlhaase war mit Emöke Pöstenyi verheiratet, auch sie kannte ich, vom Berliner Friedrichstadtpalast und aus dem Fernsehen, dass sie seine Ehefrau war, hatte ich wohl vergessen. Erst im Buch habe ich wieder darüber gelesen. Sehr berührend beginnt es nämlich mit dem völlig unerwarteten Tot von Kohlhaase nach einem wunderbaren und gelungenen Abend. Da war er bereits 92 und hatte eigentlich noch viel vor. Das Buch wird vielleicht nicht jeden interessieren, aber ich empfehle es trotzdem jedem. So gebündelt findet man nicht viele, gut lesbare Sachbücher über die DDR-Kunst- und Kulturgeschichte. Wer diese Zeit miterlebt hat, kann einiges auffrischen, wer nicht viel davon weiß, lernt eine Menge dazu. Der Autorin Bastienne Voss spreche ich meinen Dank aus für die liebevolle Umsetzung ihrer sicher nicht einfachen Recherchen und (Er)-Kenntnisse. Und einen zusätzlichen Dank dafür, dass ich mich mit ihrer Hilfe an so viele, meist schöne Filmerlebnisse erinnert habe. Fazit: Eine interessante und aufschlussreiche Biografie zu einem hoffentlich noch lange in Erinnerung bleibenden Dramaturgen und den mit ihm entstandenen Filmikonen. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

Großer Künstler und ewiger Optimist

Bewertung aus Quickborn am 18.02.2026
Bewertungsnummer: 3050378
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Für mich ist Wolfgang Kohlhaase so etwas wie ein guter Verwandter, der mich durch meine Kindheit und Jugend begleitete. Als er 1954 seinen ersten Film dreht, werde ich gerade geboren, deshalb folgt für mich zuerst „Berlin Ecke Schönhauser“, ganz in der Nähe habe ich gewohnt. Meine Mutter arbeitete in der Filmbranche, so kam ich früh mit vielen Filmen auf Tuchfühlung, das hier im Kapitel „Denken ist wie Licht, es geht in jede Richtung“ von Bastienne Voss beschriebene Jahr 1966, das für Kunst und Kultur verheerende 11. Plenum des ZK der SED, verbotene Filme und kampfesmutige Filmemacher, all das ist mir lebhaft in Erinnerung. Auch, dies: „Für viele, vor allem politisch Denkende und Künstler, war die Bundesrepublik mit der gerade erst vergangenen Adenauer-Ära, mit den nur unbefriedigend aufgearbeiteten Verbrechen des Nationalsozialismus, mit ihrem Konservatismus und Katholizismus und dem ganzen verstaubten Heimatkitsch, keine Alternative.“ Das änderte sich erst nach der Ausbürgerung von Wolf Biermann drastisch. Der Film, der meine Jugend geprägt hat, wird hier in diesem Buch sehr ausführlich behandelt, „Ich war neunzehn“. Gedreht hat ihn Konrad Wolf, das war ein geniales Duo, der Dramaturg Kohlhaase und der Regisseur Wolf! In den 1980er Jahren folgte von beiden der legendäre Film „Solo Sunny“, und mit dem Regisseur Frank Beyer „Der Aufenthalt“ nach dem Roman von Hermann Kant. Kohlhaase dazu, Zitat: »Man darf sich nicht vorstellen, dass die Leute sich damals nur Unterhaltungsware ansehen wollten«, erzählt er. »Es gab ein Bedürfnis, wenigstens im Nachhinein zu verstehen, was mit den Deutschen passiert war. Wir suchten nach Geschichten, die nicht vergessen werden sollten.« Ja, genauso war es. So viele und ähnliche Erinnerungen habe auch ich an diese Kinozeiten vor 1989. Aber die Wende hat einiges durcheinandergewirbelt. Bewusst habe ich Kohlhaase dann erst wieder wahrgenommen, als „In Zeiten abnehmenden Lichts“ erschien, auch auf diesen Film, der 18 Jahre nach der Wende entstand, trifft ja das im letzten Absatz erwähnte Zitat auch zu. Unterdessen sind auch die DDR-Bürger um einiges klüger geworden, denn die inhaltlichen Beschränkungen der DDR-Zeit waren vorbei. Zumindest auf mich trifft das zu. Zitat: „Die Zeit“ schreibt (zu diesem Film): »Es gibt nicht so viele Filme, die den Osten mit seiner Steifheit, Verträumtheit, seinen Hoffnungen, seiner Sauffreude und leisem Humor glaubwürdig abgebildet haben. Dieser gehört definitiv dazu.« Was mich im ganzen Buch sehr erstaunt hat, ist der Optimismus von Kohlhaase und seine Unerschütterlichkeit, was die DDR anbelangt. Vielleicht war er durch seinen Status doch etwas weiter weg von den „Mühen der Ebene“ (siehe Brecht). Kohlhaase war mit Emöke Pöstenyi verheiratet, auch sie kannte ich, vom Berliner Friedrichstadtpalast und aus dem Fernsehen, dass sie seine Ehefrau war, hatte ich wohl vergessen. Erst im Buch habe ich wieder darüber gelesen. Sehr berührend beginnt es nämlich mit dem völlig unerwarteten Tot von Kohlhaase nach einem wunderbaren und gelungenen Abend. Da war er bereits 92 und hatte eigentlich noch viel vor. Das Buch wird vielleicht nicht jeden interessieren, aber ich empfehle es trotzdem jedem. So gebündelt findet man nicht viele, gut lesbare Sachbücher über die DDR-Kunst- und Kulturgeschichte. Wer diese Zeit miterlebt hat, kann einiges auffrischen, wer nicht viel davon weiß, lernt eine Menge dazu. Der Autorin Bastienne Voss spreche ich meinen Dank aus für die liebevolle Umsetzung ihrer sicher nicht einfachen Recherchen und (Er)-Kenntnisse. Und einen zusätzlichen Dank dafür, dass ich mich mit ihrer Hilfe an so viele, meist schöne Filmerlebnisse erinnert habe. Fazit: Eine interessante und aufschlussreiche Biografie zu einem hoffentlich noch lange in Erinnerung bleibenden Dramaturgen und den mit ihm entstandenen Filmikonen. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

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