Auf der Suche nach Schönheit begibt sich ein Mann auf eine Reise durch die Jahrhunderte und lernt ihre Schrecken kennen. Ein anderer verliert sich in der Liebe und stößt doch nur auf ihre Unmöglichkeit. Und einen dritten lässt die Frage nach den letzten Dingen in den Abgrund blicken. Wie kaum ein anderer Schriftsteller der Gegenwart vermag Hartmut Lange unsere Nöte zu fassen, zu verdichten und dabei doch so drängend auf den Punkt zu bringen, dass man sich nicht entziehen kann.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Athanasius Pernath
5/5
06.05.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Literarisches Kleinod
Hartmut Lange schreibt seit Jahrzehnten besondere beeindruckende Bücher. Er ist - und bleibt - ein großer Meister. Auch diesmal nähert er sich unverwechselbar den großen Fragen des Lebens, immer im Gegenspiel von Vernunft und der Annäherung an das eigentlich Unsagbare. Nebenbei läßt er einige der schönsten Gedichte Stefan Georges einfließen und zitiert sich mit einem seiner unvergesslichen Sätze (die Ermüdung) selbst. Eine anspruchsvolle, anregende Lektüre
yellowdog
5/5
26.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das gedankliche Überschreiten des realen
Hartmut Lange ist Spezialist für Erzählungen und auch dieses Buch besteht aus 3 Erzählungen.
Wie immer schreibt der inzwischen 87jährige Schriftsteller sehr sorgfältig und genau und von enormer Dichte.
Zur Titelgeschichte:
Ein Mann von etwa vierzig Jahren steht an der Elbe, in Gedanken versunken, als er plötzlich eine Zeitreise antritt. Zunächst 2000 Jahre zurück. Dort ist er im Kolosseum, trifft später Seneca. Dann geht es Richtung Renaissance, die Zeit der Medici. Botticellis Kunst fasziniert ihn.
Dann das ausgehende 18 Jahrhundert in Weimar. Schließlich Versailles. Aber all das wird von Gewalt und Schrecken begleitet. Am Ende steht der schrecklichste Ort.
Doch der etwa vierzigjährige Mann sucht nach Kunst, nicht nach der Wirklichkeit.
Es folgt eine längere, sehr originelle Geschichte in Form eines Dramas und noch eine kürzere, sehr fein gemachte Story, in der ein philosophisches Gespräch geführt wird. Doch die Titelgeschichte hatte mich am meisten erreicht, da das gedankliche Überschreiten des realen faszinierend ist.
Alrik Gerlach
aus NordWestMecklenburg
4/5
19.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Novellen mit Nachhall – Kopfkino der anderen Art
Also, ich hab’s versucht, wirklich. Ich dachte: „Na komm, ein paar Novellen, bisschen Philosophie, bisschen Wahnsinn – was soll schon schiefgehen?“ Tja, jetzt sitze ich hier, gucke aus dem Fenster, und bin mir nicht mal mehr sicher, ob ich wirklich existiere oder nur Teil einer allegorischen Kurzgeschichte bin. Hartmut Lange zieht einen in seine Welt wie ein charmant-verrückter Hypnotiseur mit Germanistikabschluss. Der Mann hat’s drauf, existenzielle Fragen so in Sätze zu packen, dass man erst zwei Seiten später merkt, dass einem gerade der Boden unter den Füßen weggezogen wurde.
Die Geschichten sind alles andere als gefällig. Sie sind leise, langsam und irgendwie geisterhaft – aber nicht im Gruselkabinett-Stil, sondern eher wie ein verstohlener Blick in einen Spiegel, der zurückdenkt. Mal rennt jemand der Schönheit hinterher, als wär sie ein entlaufener Dackel. Mal verliebt sich wer so tief, dass er am Ende ganz woanders rauskommt. Und irgendwo dazwischen schaut ein anderer einfach zu lange in den Abgrund, bis der Abgrund zurückzwinkert.
Man muss ein bisschen schräg drauf sein, um das hier zu mögen – aber ich bin’s, also passt das. Der Stil ist hochliterarisch, aber nie angeberisch. Eher wie ein smarter Freund, der nie lauter wird, aber trotzdem alle zum Schweigen bringt. Ich gebe vier Sterne, weil ich manchmal echt dachte: Jetzt ein bisschen mehr Tempo oder ein Satz, der nicht gleich die Seele sezieren will, wär schon nett. Aber hey, das hier ist kein Pageturner – das ist Kopfkino mit Abgründen, die keine Pause kennen. Und genau dafür lohnt sich die Reise. Nur mit leichtem Gepäck, versteht sich.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.