Produktbild: Die Suche nach der eigenen Farbe - Das widersprüchliche Leben der Malerin Stephanie Hollenstein

Die Suche nach der eigenen Farbe - Das widersprüchliche Leben der Malerin Stephanie Hollenstein Roman

5

19,40 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.04.2025

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

20,5/13,7/4 cm

Gewicht

454 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

2025

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-0772-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.04.2025

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

20,5/13,7/4 cm

Gewicht

454 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

2025

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-0772-7

Herstelleradresse

Gmeiner Verlag
Im Ehnried 5
88605 Meßkirch
DE

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  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    16.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine wahnsinnig gute Romanbiografie

    Eine wunderbare Romanbiografie, die ich mit diesem Buch zum Leben der Malerin Stephanie Hollestein gelesen habe. Das vorweg. Die Autorin hat es von Beginn an geschafft, mich in das Buch hineinzuziehen. Alles Positive und Negative wird beherzt aufgegriffen und erzählt. Es erscheint mir tiefgründig recherchiert - auch vor dem historischen Hintergrund, der für das Leben dieser Malerin sehr wichtig ist, um zu begreifen, wie differenziert man sie betrachten muss. Ihre Rolle im NS-Regime z. B. wird betrachtet und natürlich die der Malerin ansich, aber auch die der lesbischen Person, die sie war. Das Buch ist in sechs Teile gegliedert, die jeweils nochmals untergliedert sind. Man kann sich sehr gut einlesen in die Lebensgeschichte und Entwicklung dieses Menschen. Mich hat das Buch fasziniert, ich finde es immer wieder sehr gut, dass solche Bücher geschrieben werden. Wahrscheinlich nicht einfach zu recherchieren, mit viel Arbeit im Vorfeld verbunden, umso mehr meine Hochachtung vor der Tiefsinnigkeit und den vielen Informationen, die an mich als Leserin sehr angenehm weiter gegeben wurden, ich habe das Buch sehr gern gelesen. #brigitteherrmann #diesuchenachdereigenenfarbe #gmeinerverlag #romanbiografie #heidizengerling #stephaniehollenstein

  • Susanne Meyer

    aus Brockhöfe

    5/5

    22.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Wunderschöner Roman

    „Die Suche nach der eigenen Farbe“ ist eine Romanbiografie über die österreichische Malerin Stephanie Hollenstein (*18.07.1886 – ✝ 24.05.1944). Sie hat wunderschöne Bilder geschaffen, obwohl ihr Leben alles andere als leicht war. Die Autorin hat es geschafft, mich mit ihrer Geschichte komplett in den Bann zu ziehen. Sie verwebt Realität und Fiktion so geschickt, dass ich tief in Stephanies Welt eintauchen konnte. Besonders gelungen fand ich, wie sie der Künstlerin Leben eingehaucht hat – ich konnte ihre Hoffnungen, Zweifel und Kämpfe förmlich spüren. Das Buch ist in sechs Abschnitte gegliedert, die die verschiedenen Lebensstationen der Malerin beleuchten. Der Prolog beginnt im Jahr 1971, dem Jahr, in dem Stephanie 85 Jahre alt geworden wäre. Sie hat ihrer Freundin Franziska Groß ihre Kladde hinterlassen – aus deren Perspektive wird die Geschichte teilweise erzählt. Stephanie wächst als jüngste Bauerstochter in Lustenau auf. Eigentlich wäre ihr Schicksal vorgezeichnet: Arbeit in der Fabrik, bis zur Heirat. Doch sie hat andere Träume – sie will unbedingt zur Kunstgewerbeschule. Widerwillig unterschreibt der Vater und sie bricht nach München auf. Dort eröffnet sich ihr eine völlig neue Welt, und sie verliebt sich in Laura. Die beiden verbringen eine glückliche Zeit, obwohl gleichgeschlechtliche Liebe damals ein Tabu war. Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs nimmt Stephanies Leben jedoch eine dramatische Wendung. Sie erlebt Leid und Verlust, kämpft sich mühsam ins Leben zurück, findet eine neue Liebe und behauptet sich mit viel Kraft und Ausdauer in der Künstlerwelt. Puh, was für ein Roman! Er ist wunderschön geschrieben, gleichzeitig aber auch erschütternd, weil er zeigt, wie schwer es Frauen und Andersdenkende damals hatten. Besonders die nationalsozialistische Zeit wird bedrückend deutlich. Mein Tipp: Lest unbedingt auch das Nachwort, um die Grenzen zwischen Fiktion und Realität besser einordnen zu können. Für mich eine absolute Leseempfehlung ❤️

  • Bewertung

    5/5

    25.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Sehr empfehlenswert!

    Mit „Die Suche nach der eigenen Farbe“ ist Brigitte Herrmann ein eindrucksvolles Debüt gelungen. Der Roman widmet sich der Malerin Stephanie Hollenstein. Anhand historischer Eckpunkte entwirft die Autorin ein lebendiges, literarisch gestaltetes Porträt, das nicht frei von künstlerischer Imagination ist. Besonders gelungen ist die Darstellung Hollensteins als vielschichtige Persönlichkeit: eine eigensinnige, mutige Frau, die Konventionen bricht, kompromisslos ihren Weg geht und dabei ihre Freiheit ebenso wie ihren Lebensentwurf verteidigt. Sie erscheint als jemand, der sich nicht entschuldigt, sondern einfach ist – und genau dadurch bis heute eine Projektionsfläche für Fragen nach weiblicher Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Anerkennung bleibt. Zugleich spart die Autorin die Schattenseiten dieser Figur nicht aus. Hollenstein war eine kontroverse Persönlichkeit, deren Nähe zum Nationalsozialismus unbestreitbar ist. Sie hat den Anfängen nicht gewehrt, sondern ist ohne kritische Reflexion auf den Zug aufgesprungen. Ebenso brisant ist, dass sie lesbisch lebte – ein mutiger Tabubruch in ihrer Zeit, der ihre emanzipatorische Seite unterstreicht, aber zugleich die Spannungen zu ihrem politischen Mitlaufen noch deutlicher macht. Gerade deshalb gewinnt die Romanform an Bedeutung: Sie erlaubt es, die Ambivalenz einer Künstlerin sichtbar zu machen, die einerseits emanzipatorisch wirkte und andererseits Teil eines Unrechtsregimes war. Die Bildbeschreibungen, die häufig als Kapitelauftakte fungieren, eröffnen einen eigenständigen Zugang zu Hollensteins Schaffen. Auch die Einbettung historischer Kontexte überzeugt: Die Autorin zeigt, wie Hollenstein in politischen Spannungsfeldern agierte, ohne dabei in Schuldzuweisungen oder Vereinfachungen zu verfallen. Die Figur der Franziska bringt eine zusätzliche Perspektive ein, die das Verständnis für Hollensteins widersprüchliche Rolle vertieft. Ebenso bereichern Nebenfiguren wie Bechtold und Wacker das Panorama, da ihre Lebenswege Verbindungen zwischen Industrie, Kunst und Gesellschaft sichtbar machen, die bis in die Gegenwart reichen. Stilistisch ist der Roman flüssig und gut lesbar. Man spürt die intensive Recherche, die nicht trocken bleibt, sondern in eine lebendige, spannende Erzählung verwandelt wurde. Insgesamt ist „Die Suche nach der eigenen Farbe“ ein facettenreicher, hervorragend geschriebener Roman, der nicht nur ein historisches Leben neu beleuchtet, sondern auch zentrale Fragen nach Identität, Freiheit, Verantwortung und den Möglichkeiten künstlerischen Schaffens thematisiert. Ein äußerst gelungenes Werk, das Lust auf weitere Bücher der Autorin macht.

  • Bewertung

    5/5

    20.06.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Sprachlich klar, unterhaltsam und eindringlich – die Geschichte der Stephanie Hollenstein

    Brigitte Herrmann lässt die eigenwillige österreichische Malerin (1886-1944) in dieser Romanbiografie lebendig werden. Das ist unterhaltsam und eindringlich zugleich. Man spürt den Ehrgeiz, der Stephanie Hollenstein zeitlebens angetrieben hat. Immer wieder muss sie kämpfen. Um ihre Kunst. Gegen Vorurteile. Ob ihre Ausbildung Anfang des 20. Jahrhunderts, Plätze in Ausstellungen, die Aufnahme in die Kunstszene, das Klischee, Männer seien die besseren Maler – das Leben macht es ihr nie leicht. Doch Stephanie ist eine Kämpferin. Steht wieder auf, wenn sie fällt. Zieht in den ersten Weltkrieg, als Mann verkleidet, malt Soldatenporträts und Zeichnungen von Schützenstellungen, erlebt das Grauen der Front aus nächster Nähe. In den kommenden Jahren entwickelt sie ihren Stil weiter. Erlebt Höhen und Tiefen, lässt sich nie unterkriegen, sondern geht ihren eigenen Weg. Stephanie hat einen Traum, ein Ziel, und das verfolgt sie – mitunter ohne Rücksicht auf nahestehende Menschen. Das zeigt sich auch in ihrem letzten Lebensabschnitt, den die Autorin schlicht „Einsam“ genannt hat. Nach einem Unfall kämpft die Malerin sich zurück ins Leben. An ihrer Seite Franziska, die zweite große Liebe in Stephanie Hollensteins Leben. Der Nationalsozialismus macht sich in Deutschland breit und schwappt auch nach Österreich über. Die Malerin muss sich entscheiden, an welchen Freundschaften sie festhält und wem sie vertraut. Mehr als einmal ist es der eigene Vorteil, von dem sie sich lenken lässt. Ein berührendes und gut recherchiertes Buch, das ich nicht nur Kunstinteressierten uneingeschränkt empfehlen kann.

  • Bewertung

    5/5

    06.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Unbedingt lesen

    Das Leben der Malerin Hollenstein beinhaltet einige spannende Stationen. Die Autorin hat einen Roman verfasst, der dies alles aufzeigt. Obwohl es eine wahre Lebensgeschichte erzählt, lässt die Autorin keinen Zweifel aufkommen, dass es sich um einen Roman handelt. Ein Vergnügen es zu lesen, noch spannender, wenn die Autorin bei einer Lesung daraus vorliesst.

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