Ein grausiger Fund, im Eisnebel verborgen. Ein Verbrechen, das sich wiederholt. Und eine Polizistin, die die Vergangenheit nicht ruhen lässt. Småland, März 1986. Eisnebel hängt über den beiden spiegelglatten Seen, die wie leblose Augen in der kargen Landschaft wirken. Bei ihrem Anblick fröstelt es die frisch zur Polizistin ausgebildete Sanna, denn zwei Jahre zuvor wurden genau hier die blutigen Überreste eines verschwundenen Mädchens in zwei weißen Koffern gefunden. Der grausame Mörder sitzt seitdem hinter Gittern – zumindest glauben das die Einwohner des Dorfes Augu. Als Sanna erfährt, dass erneut ein Mädchen aus dem Ort vermisst wird, stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an und stößt auf Unstimmigkeiten in der damaligen Beweisführung. Auch wenn die Einwohner ihr mit Misstrauen und Ablehnung begegnen, gibt sie nicht auf. Je mehr sie sich im Dickicht aus Lügen und Geheimnissen verfängt, desto entschlossener ist sie, die Wahrheit ans Licht zu zerren und das verschwundene Mädchen zu finden, bevor es erneut zu spät ist … »›Fuchsmädchen‹ ist zweifellos ein Thriller-Highlight des Jahres! Die Berling-und-Pedersen-Reihe im Überblick: 1. Fuchsmädchen 2. Rotwild 3. Krähentochter 4. Krakenkind
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Manuela
aus Schkeuditz
5/5
28.11.2024
Buch (Taschenbuch)
An einem Tag gelesen...
Ein sehr schönes Buch welches ich nur gelesen habe, weil ich mir diese Krähe tätowieren lasse. Aber es ist sehr kurzweilig geschrieben, die Charaktere werden einzeln erwähnt und beschrieben was in deren Leben los ist und am Ende ist man überrascht vom Täter gleich in 2 Fällen. Ich kann es jedem empfehlen, auch für Leute die wie ich noch nicht die anderen beiden Teile der Autorin gelesen haben, aber dieses Buch beschreibt die Anfänge der Polizistin und somit hat man keine Probleme, ganz im Gegenteil es ist vllt sogar von Vorteil erst dieses Buch zu lesen und dann die beiden anderen.
Im_Lesehimmel
aus Berlin
5/5
13.06.2024
Buch (Taschenbuch)
Sehr spannend
Mit „Krähentochter“ bewegt sich Maria Grund in der Berling-und-Pedersen-Reihe in der Zeit zurück, als Sanna Berling in den Polizeidienst eingetreten ist und der Mord am Ministerpräsidenten Olov Palme alles überschattet.
Bereits die Anfangssequenz war im wahrsten Sinne mörderisch. In welche Richtung die Story letztendlich führt, konnte ich lange nicht ahnen. Erst kurz vor Schluss hatte ich eine leise Ahnung, aber die Spannung war trotzdem durchweg vorhanden und teilweise fast unerträglich.
Oftmals herrscht das blanke Grauen und in solchen Momenten bin ich froh, dass die Phantasie nicht völlig mit mir durchgeht.
Es schwebt durchweg eine unheilvolle und düstere Atmosphäre über den Orten und den Protagonisten und es tauchen immer wieder neue suspekte Charaktere auf, die ich nicht einordnen konnte.
Man hangelt sich sozusagen von einer unerwarteten Wendung zur nächsten.
Auch Tiere spielen als Nebendarsteller eine Rolle, die bei mir für weitere schaurige Momente gesorgt haben.
Den Mord an Olof Palme hat die Autorin eher nebensächlich einfließen lassen, aber dafür war das Ende diesbezüglich sehr überraschend und hat mir fast den Atem verschlagen.
Die Polizistin Sanne kannte ich schon aus den Vorgängerbänden und ich konnte tatsächlich einen kleinen Unterschied in ihrem Verhalten feststellen, der gut zu ihrer weiteren Entwicklung im Polizeidienst passte. Hier beweist sie sich zum ersten Mal und tritt als kluge und mutige Polizistin auf.
Ich fand den Schreibstil flüssig lesbar und bin nur so durch das Buch gerauscht. Auch dieser Band ist sehr fesselnd und genauso großartig wie die Vorgänger. Eine Leseempfehlung!
Ivonne
5/5
24.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Fesselndes Lesevergnügen
Wow . .Es ist so spannend gewesen Krähen Tochter von Maria Grund zu lesen.
Es geht nach Smaland es ist der dritte Teil der
Berling und Pedersen Reihe
Ich habe mich gefreut auf den neuen Teil und wurde nicht enttäuscht.
Ein Buch was ich innerhalb von drei Tagen gelesen habe
Das Cover ist klasse und auch der Klappentext laden zum lesen ein .
Ein Thriller der wieder richtig packend gewesen ist ,die Seiten flogen durch die Spannung und den tollen flüssigen schreibstil nur vor sich dahin
Die settings sind super beschrieben sodass ich sie während des lesens bildlich vor Augen hatte auch die Handlungen sind klasse.
Etwas Gänsehaut ist mit dabei was ich ja total liebe .
Ich war von Kapitel zu Kapitel neugierig auf das was kommt und passiert.
Eine ganz klare Leseempfehlung
Dirk Knappe
aus Hagen
5/5
11.03.2024
Buch (Taschenbuch)
"Eine Wunde ist ein Ort, über den das Licht in Dich eindringt". | Rumi
Maria Grund setzt ihre wundervolle Thrillerserie mit dem Band "Krähentochter" als Rückblende fort.
Im vorliegenden Werk erzählt die auf Gotland lebende Autorin die Geschichte der Ermittlerin Sanna Berling am Beginn ihrer Karriere in den 80er Jahren - zu einer Zeit, als ganz Schweden geschockt war über den Mord an Ministerpräsident Olof Palme.
Die sepiafarbene und in dunklen Molltönen erzählte Geschichte entwickelt sich auf typische "Maria-Grund-Art". Langsam, beinahe in Zeitlupe, lernen wir Menschen und ihre Geschichte kennen. Gleichwohl ist das Storytelling alles andere als langweilig, denn der Grundtenor ist mysteriös, untergründig und unheilvoll.
Die von der Autorin konzipierte Dramaturgie beinhaltet überraschende Wendepunkte und der aufgebaute Spannungsbogen entfacht beim Lesen eine Sogwirkung. Quasi nebenbei wird ein interessanter Sidekick zum Thema Olof Palme präsentiert und in die Handlung eingebunden..., formidabel!
"Krähentochter" ist ein absolutes Highlight für Lesende, die Nordic Noir mögen. Liebe Maria Grund, bitte weiter so. Diese Unterhaltung auf hohem Niveau war absolut fesselnd!
Bewertung
Thalia Book Circle Community
4/5
23.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Sannas Vorgeschichte
Worum geht’s?
1986 wird Sanna als junge Polizistin in einen kleinen Ort geschickt. Dort wird ein Mädchen vermisst. Bei ihren Nachforschungen stößt Sanna auf Verbindungen zu einem zwei Jahre zurückliegenden Mordfall. Ist der damals verurteilte Täter doch nicht der Mörder?
Meine Meinung:
Die Berling-und-Pedersen-Reihe hat mich bislang wirklich überzeugt, also war die Vorfreude auf Band 3, „Krähentochter“ von Maria Grund, entsprechend groß. Und dann katapultiert uns die Autorin einfach mal komplett zurück ins Jahr 1986. Kein langsames Reingleiten, kein behutsamer Übergang. Zack, Vergangenheit. Der Schreibstil ist wie gewohnt atmosphärisch und lebendig. Man spürt die Kälte, die Enge des kleinen Ortes, das Misstrauen, das wie Nebel zwischen den Häusern hängt. Das Buch liest sich schnell, weil man permanent wissen will, was hinter all dem steckt.
Was mich allerdings irritiert hat: Ich habe die ganze Zeit damit gerechnet, dass wir irgendwann in die Gegenwart zurückspringen. Dass sich Vergangenheit und Jetzt verweben. Aber nein. Dieses Buch gehört ganz allein Sanna. Es erzählt ihre Anfänge, ihren Kampf darum, als junge Frau in einer männerdominierten Polizei ernst genommen zu werden. Eir habe ich ehrlich gesagt vermisst. Vor allem die besondere Dynamik zwischen den beiden. Die Verbindung zur eigentlichen Serie ist eher lose, fast wie ein eigenständiger Vorgeschmack auf das, was Sanna für die Zukunft prägt.
Inhaltlich geht es diesmal um verschwundene Jugendliche. Der Mord an Olof Palme wird am Rande erwähnt, bleibt aber eher Hintergrundrauschen. Das fand ich ein wenig schade, weil gerade diese politischen Verflechtungen die ersten beiden Bände für mich so besonders gemacht haben. Was mich dagegen absolut gepackt hat, waren die Ermittlungen mit den Mitteln der 80er. Keine digitalen Datenbanken, keine schnellen Abfragen, kein technischer Luxus. Nur Intuition, Gespräche, Beobachtungen und Hartnäckigkeit. Zu sehen, wie Sanna sich durch ein Geflecht aus Lügen, Schweigen und Halbwahrheiten arbeitet, war richtig stark.
Die Schauplätze sind düster und intensiv beschrieben, fast schon bedrückend. Die Figuren bleiben lange undurchsichtig, jeder scheint etwas zu verbergen. Und gegen Ende zieht das Tempo spürbar an. Die Wendungen kommen dichter, der Druck steigt – und das Finale? Unerwartet, erschreckend und gleichzeitig erschreckend logisch. Genau diese Mischung bleibt hängen. Und jetzt sitze ich hier und denke mir: Gut gespielt, Maria Grund. Wirklich gut gespielt. Gut, dass Band 4 schon vor der Türe steht.
Fazit:
„Krähentochter“ von Maria Grund ist kein klassischer Serienband, sondern eine intensive Reise in Sannas Vergangenheit. Wer eine direkte Fortsetzung der Berling-und-Pedersen-Dynamik erwartet, wird überrascht sein – im positiven wie im irritierenden Sinne. Der Roman punktet mit dichter Atmosphäre, starken Ermittlungsdetails aus den 80ern und einer spannenden Figurenentwicklung. Besonders Sannas Kampf um Anerkennung verleiht der Geschichte emotionale Tiefe. Trotz kleiner Abzüge wegen der losen Serienanbindung ist „Krähentochter“ ein packender, eigenständiger Thriller, der neugierig auf alles macht, was noch kommt.
4 Sterne von mir!
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