Eine herzerwärmendes Bilderbuch, das zeigt: Du bist gut, wie du bist – bleib dir selbst treu!
Herr Wilson von nebenan hat ein Geheimnis! Da ist sich Liz sicher. Er hat grüne Haut, nur drei Finger, einen verdächtig langen Hals, klumpige Füße und eine seltsame Vorliebe für grüne Blätter. Ist er vielleicht ein Dinosaurier?! Leider ist Liz nicht die Einzige, die das bemerkt. Als Herr Wilson von Wissenschaftlern entführt wird, muss Liz ihrem Freund helfen und ihn retten! Eine wunderschön illustrierte, einfühlsame und zugleich aufregend erzählt Dinosauriergeschichte über Akzeptanz, Toleranz und Freundschaft und darüber, Menschen so leben zu lassen, wie sie es sich selbst wünschen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Eva_G
5/5
08.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herr Wilson und sein großes Geheimnis
Liz hat eine große schwerwiegende Vermutung. Sie vermutet, dass ihr Nachbar Herr Wilson gar kein Mensch sondern ein Dinosaurier ist. Doch niemand glaubt ihr, denn schließlich geht Herr W. einer geregelten Arbeit als Kuchenbäcker nach, trägt normale, unauffällige Kleidung und benimmt sich wie ein Mensch. Aber für Liz gibt es keinen Zweifel mehr, weshalb sie ihm eines Tages folgt und doch tatsächlich von ihm mit zu seinen Dinosaurier-Freunden genommen hat. Allerdings hat Liz die Rechnung ohne die neugierige Paläontologin Mary gemacht, die ihnen ebenfalls gefolgt ist und Herr Wilson nun einfach mitnimmt. Als er dann auch noch auf einer großen Bühne als Attraktion vorgeführt wuird, hält Liz das alles nicht mehr aus und beginnt laut zu protestieren. Nun muss die Wissenschaftlerin ihre Entdeckung wieder gehen lassen und schon am nächsten Tag darf Herr W. wieder seine leckeren Kuchen backen und die Schlage vor der Bäckerei ist länger als sie jemals war.
David Litchfield hat in diesem Bilderbuch die wichtigen Themen Akzeptanz und Selbstliebe in den Mittelpunkt gesetzt. Denn Herr Wilson ist ein Teil der Gesellschaft, aber er unterscheidet sich deutlich von seinen Mitmenschen. Dennoch schätzen viele Menschen seine Kuchenkreationen und helfen ihm, als er von der Wissenschaft missbraucht werden soll. Da die Illustrationen gewohnt farbenfroh und bezaubernd schön gestaltet sind, ist das Buch auch ohne ein Lesen des Textes sehr unterhaltsam. Allerdings sind die Texte auch eher kurz und in einfacher Sprache gehalten, sodass Kinder ab vier Jahren keinerlei Verständnisprobleme haben.
Für mich gehört David Litchfield mittlerweile zu meinen Lieblingsillustratoren, denn sein Stil ist einzigartig und immer traumhaft schön. Auch dieses Bilderbuch hat mich deshalb vollkommen begeistert und wurde auch von meiner Tochter immer gerne und schon wirklich häufig gelesen.
Eva_G
5/5
08.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herr Wilson und sein großes…
Herr Wilson und sein großes Geheimnis Liz hat eine große schwerwiegende Vermutung. Sie vermutet, dass ihr Nachbar Herr Wilson gar kein Mensch sondern ein Dinosaurier ist. Doch niemand glaubt ihr, denn schließlich geht Herr W. einer geregelten Arbeit als Kuchenbäcker nach, trägt normale, unauffällige Kleidung und benimmt sich wie ein Mensch. Aber für Liz gibt es keinen Zweifel mehr, weshalb sie ihm eines Tages folgt und doch tatsächlich von ihm mit zu seinen Dinosaurier-Freunden genommen hat. Allerdings hat Liz die Rechnung ohne die neugierige Paläontologin Mary gemacht, die ihnen ebenfalls gefolgt ist und Herr Wilson nun einfach mitnimmt. Als er dann auch noch auf einer großen Bühne als Attraktion vorgeführt wuird, hält Liz das alles nicht mehr aus und beginnt laut zu protestieren. Nun muss die Wissenschaftlerin ihre Entdeckung wieder gehen lassen und schon am nächsten Tag darf Herr W. wieder seine leckeren Kuchen backen und die Schlage vor der Bäckerei ist länger als sie jemals war. David Litchfield hat in diesem Bilderbuch die wichtigen Themen Akzeptanz und Selbstliebe in den Mittelpunkt gesetzt. Denn Herr Wilson ist ein Teil der Gesellschaft, aber er unterscheidet sich deutlich von seinen Mitmenschen. Dennoch schätzen viele Menschen seine Kuchenkreationen und helfen ihm, als er von der Wissenschaft missbraucht werden soll. Da die Illustrationen gewohnt farbenfroh und bezaubernd schön gestaltet sind, ist das Buch auch ohne ein Lesen des Textes sehr unterhaltsam. Allerdings sind die Texte auch eher kurz und in einfacher Sprache gehalten, sodass Kinder ab vier Jahren keinerlei Verständnisprobleme haben. Für mich gehört David Litchfield mittlerweile zu meinen Lieblingsillustratoren, denn sein Stil ist einzigartig und immer traumhaft schön. Auch dieses Bilderbuch hat mich deshalb vollkommen begeistert und wurde auch von meiner Tochter immer gerne und schon wirklich häufig gelesen.
Bewertung
5/5
26.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine warmherzige Geschichte über Akzeptanz, Ausgrenzung, Freundschaft und den Mut, die eigene Stimme zu erheben.
Einer der Gründe, die Literatur für Kinder so so besonders machen ist, dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt werden. So ist es auch bei dem herzerwärmenden Buch „Der Dinosaurier von nebenan“ aus dem Knesebeck Verlag.
Die Handlung ist herrlich skurril: Herr Wilson, der Nachbar der kleinen Liz, ist begnadeter Zuckerbäcker und allseits beliebt. Er führt ein ruhiges und scheinbar unauffälliges Leben in der kleinen Stadt.
Aber Liz ist überzeugt: Herr Wilson ist kein gewöhnlicher Mensch. Grüne Haut, drei Finger, ein langer Hals und eine Vorliebe für grüne Blätter. Es kann sich bei dem lieben Nachbarn nur um einen Dinosaurier handeln. Als Liz unbeabsichtigt eine neugierige Wissenschaftlerin auf Herrn Wilson aufmerksam macht, spitzt sich die Lage zu. Liz muss all ihren Mut zusammen nehmen und ihren Mitmenschen klar machen, dass Herr Wilson auch als Dinosaurier ein Recht auf seinen Platz in der Gesellschaft hat.
Der Text ist unterhaltsam und von Beginn an fesselnd. Die Illustrationen sind farbenprächtig, stimmungsvoll und voller liebevoller Details.
Eine warmherzige Geschichte über Akzeptanz, Ausgrenzung, Freundschaft und den Mut, die eigene Stimme zu erheben. Und auch ein Impulsgeber, um mit größeren Kindern über die ethischen Grenzen der Wissenschaft zu sprechen.
CorniHolmes
5/5
15.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein herzerwärmendes & wunderschön illustriertes Bilderbuch mit einer wertvollen Botschaft!
Liz lebt in einer ganz normalen Gegend mit ganz normalen Nachbarn wie Herrn Wilson von nebenan. Nun ja, zumindest denken alle, dass Herr Wilson normal ist. Liz ist sich jedoch sicher, dass er in Wirklichkeit...ein Dinosaurier ist! Auf den ersten Blick mag er vielleicht normal wirken: Er wohnt in einem gewöhnlichen Haus, fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit und liebt es, in Beryls Bäckerei die fantastischsten Kuchen zu backen. Aber davon lässt sich Liz nicht täuschen. Denn Herr Wilson hat grüne Haut und nur drei Finger und sein Hals ist verdächtig lang...Es ist einfach so offensichtlich, dass er ein Dinosaurier ist, aber egal, wem Liz von ihrer Vermutung erzählt, ob ihrer Mutter, ihrer Lehrerin oder ihrer ganzen Klasse, niemand glaubt ihr. Auch die Wissenschaftlerin aus dem Museum hält Liz' Beobachtungen für Quatsch, Dinosaurier sind schließlich vor vielen Millionen Jahren ausgestorben. So nimmt Liz die Sache selbst in die Hand und folgt Herrn Wilson eines Tages heimlich. Doch leider ist sie nicht die Einzige, die ihm nachspioniert. Als Herr Wilson entführt wird, setzt Liz sofort alles daran, ihren neuen Freund zu retten.
Als großer David Litchfield-Fan freue ich mich jedes Mal wie ein Schnitzel, wenn ein neues Buch von ihm auf Deutsch erscheint. Die Bücher des preisgekrönten englischen Autors und Illustrators sind stets ein Fest für die Augen und voller Fantasie, vermitteln gleichzeitig aber auch wertvolle Lebenslektionen. Und „Der Dinosaurier von nebenan“ (übersetzt von Kathrin Köller) bildet da keine Ausnahme. Schon allein das Cover verzaubert auf den ersten Blick und macht neugierig auf das, was sich dahinter verbirgt.
Auf eine sanfte und zugleich aufregende Weise erzählt David Litchfield von der unverhofften Freundschaft zwischen Menschenmädchen Liz und Dinosaurier Herr Wilson und setzt damit ein Zeichen für Vielfalt, Offenheit und Toleranz. Die Geschichte fordert dazu auf, jeden so zu nehmen wie er oder sie ist und macht Mut, sich selbst treu zu bleiben. Darüber hinaus zeigt sie, dass es sich lohnt, auf Kinder zu hören – denn diese sehen vieles, was wir Erwachsenen verlernt haben zu sehen – oder nicht mehr sehen wollen. Es ist großartig mitzuerleben, wie sich Liz und Herr Wilson anfreunden und wie sich am Ende nicht nur sie für ihn einsetzt, sondern auch andere. Niemand stört sich daran, dass Herr Wilson anders ist. Sie lieben ihn – und seine superleckeren, spektakulären Torten (die sehen aber auch wirklich so köstlich aus!). Wir sind alle gut und genau richtig, wie wir sind und haben das Recht, so zu leben wie wir möchten. Eine ganz tolle und wichtige Botschaft, die man Kindern gar nicht früh genug mitgeben kann.
Die Illustrationen von David Litchfield stellen mal wieder ein besonderes Highlight dar. Mal großflächig, mal in comicartigen Panels ergänzen sie die kurzen Texte perfekt und schaffen eine wundervoll magische und warme Atmosphäre. Sie sind wie gewohnt ein leuchtend buntes Farbfeuerwerk und voller Detailliebe und laden zum Verweilen, Träumen und immer-wieder-Angucken ein.
Fazit: David Litchfield ist immer ein Garant für traumschönen Bilderbuchgenuss vom Feinsten, was er mit seinem neuen Werk erneut unter Beweis stellt. „Der Dinosaurier von nebenan“ ist eine warmherzige und spannende Dinosauriergeschichte über die Kraft der Freundschaft und Toleranz und darüber, andere so zu akzeptieren, wie sie sind. Ein ganz besonderes Bilderbuch ab 4 Jahren, das durch seine wunderschönen Illustrationen besticht und nicht nur Dinofans viel Freude bereitet. Ich bin total verliebt in dieses Schätzchen und kann es jedem nur ans Herz legen. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
Bewertung
1/5
13.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Problematisches Buch
Rezension zu „Der Dinosaurier von Nebenan“ von David Litchfield
Selten hat mich ein Kinderbuch so irritiert wie „Der Dinosaurier von Nebenan“. Umso mehr erstaunt mich, dass dieses Buch nahezu überall uneingeschränkt gefeiert wird. Die meisten Rezensionen loben die Botschaft über Toleranz, Anderssein und die Gefahr vorschneller Vorurteile. Das kann ich nachvollziehen – aber es greift aus meiner Sicht viel zu kurz.
Denn Erwachsene lesen die Geschichte häufig aus der Perspektive von Herrn Wilson. Kinder tun das vielleicht nicht. Kinder erleben die Geschichte durch Liz. Und genau aus dieser Perspektive halte ich die vermittelten Botschaften für äußerst problematisch.
Liz entdeckt etwas Ungewöhnliches und versucht, den Erwachsenen davon zu erzählen. Niemand glaubt ihr. Niemand nimmt sie ernst. In einer Zeit, in der wir Kindern mit großem Aufwand vermitteln, dass sie über ihre Beobachtungen, Sorgen und unguten Gefühle sprechen sollen, sendet dieses Buch eine fragwürdige Botschaft: Erwachsene hören ohnehin nicht zu.
Noch problematischer wird es, als Liz einem geheimnisvollen erwachsenen Nachbarn allein in den Wald folgt, ohne ihren Eltern Bescheid zu sagen. Während Eltern und Pädagogen Kindern täglich erklären, dass sie niemals einfach mit Erwachsenen mitgehen und immer sagen sollen, wohin sie gehen, wird genau dieses Verhalten hier zur Voraussetzung für das Abenteuer der Geschichte.
Am meisten irritiert mich jedoch das Ende. Liz bereut letztlich, ihre Entdeckung mit anderen geteilt zu haben, weil dies für Herrn Wilson negative Folgen hat. Die unterschwellige Botschaft lautet: Manchmal ist es besser, etwas für sich zu behalten, um jemanden zu schützen. Genau diese Denkweise steht jedoch im direkten Widerspruch zu moderner Präventionsarbeit. Kinder sollen lernen, dass Geheimnisse ausgesprochen werden dürfen und müssen – selbst dann, wenn sie Angst haben, jemand könnte dadurch Ärger bekommen.
Auch die oft gelobte Auflösung der Geschichte hat bei mir einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen. Nachdem Liz sich für Herrn Wilson einsetzt, scheint die gesamte Nachbarschaft plötzlich eine Erleuchtung zu erleben. Nun spielt es angeblich keine Rolle mehr, dass er ein Dinosaurier ist – oder sogar ein Alien sein könnte. Entscheidend sei nur, dass er freundlich ist und großartige Backwaren herstellt.
Natürlich soll dies die Botschaft vermitteln, dass innere Werte wichtiger sind als das Äußere. Dennoch frage ich mich, ob hier nicht eine Chance verschenkt wird. Echte Akzeptanz bedeutet doch nicht, Unterschiede zu übersehen oder für irrelevant zu erklären. Sie bedeutet, Unterschiede wahrzunehmen und trotzdem wertzuschätzen. Die Bewohner gelangen letztlich nicht zu der Erkenntnis: „Wie spannend, dass Herr Wilson ein Dinosaurier ist!“, sondern eher zu: „Uns ist egal, was du bist, solange du nett bist und gute Kuchen backst.“ Das wirkt auf mich weniger wie ein Feiern von Vielfalt als wie eine Form von Anpassung.
Natürlich glaube ich nicht, dass David Litchfield diese Botschaften bewusst vermitteln wollte. Die Geschichte möchte von Freundschaft, Akzeptanz und Mitgefühl erzählen. Dennoch zählt bei Kinderbüchern nicht nur die Absicht der Autorinnen und Autoren, sondern auch das, was bei Kindern tatsächlich ankommen könnte.
Die Illustrationen sind wunderschön, die Geschichte ist fantasievoll und die Grundidee berührend. Umso erstaunlicher finde ich, dass die problematischen Aspekte in den meisten Besprechungen kaum erwähnt werden. Für mich ist dieses Buch kein modernes Vorzeigebilderbuch, sondern eines, das dringend gemeinsames Gespräch und Einordnung durch Erwachsene benötigt.
Vielleicht ist Der Dinosaurier von Nebenan deshalb weniger ein Bilderbuch über Toleranz als ein Beispiel dafür, wie unterschiedlich Menschen dieselbe Geschichte lesen können. Während Erwachsene eine Botschaft über Vorurteile entdecken, erleben Kinder eine Heldin, der niemand glaubt, die heimlich mit einem Erwachsenen verschwindet und am Ende bereut, etwas erzählt zu haben. Und genau deshalb kann ich die nahezu durchweg begeisterten Rezensionen nicht nachvollziehen.
Vielleicht habe ich das Buch auch einfach falsch verstanden. Aber bei mir blieb am Ende vor allem folgende Botschaft hängen: Niemand glaubt dem Kind. Das Kind folgt einem geheimnisvollen Erwachsenen allein in den Wald. Das Kind bereut anschließend, etwas erzählt zu haben. Doch keine Sorge: Der Nachbar darf endlich sein, was er ist – Alien oder Dinosaurier - Was auch immer, denn er backt ausgezeichnete Kuchen! Was das Kind erlebt hat ist zweitrangig. Ende gut, alles gut.
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