Die Familien McCray und Savage freuen sich auf einen erholsamen Sommer in Beldame an der Golfküste von Alabama, wo drei viktorianische Villen am Strand stehen. Zwei der Häuser sind bewohnbar, während das dritte langsam und geheimnisvoll unter einer riesigen Düne aus feinem weißen Sand begraben wird.
Obwohl es schon lange sich selbst überlassen wurde, ist das Haus nicht ohne Leben. Drinnen lauert etwas Tödliches. Etwas, das die Erwachsenen schon erschreckt hat, als sie noch Kinder waren, und das sie immer noch in ihren Albträumen verfolgt …
The Elementals ist eine Geisterhausgeschichte wie keine andere. Der Autor Michael McDowell gilt als ein Meister des Southern-Gothic-Horror. Er wurde von Stephen King immer wieder hochgelobt.
Peter Straub: »Zweifellos einer der besten Horrorautoren in diesem oder jedem anderen Land.«
Poppy Z. Brite: »Mit Sicherheit einer der schaurigsten Romane, der jemals geschrieben wurde.«
Stephen King: »Der beste Autor von Unterhaltungsliteratur in Amerika.«
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Man legt das Buch nicht mehr aus der Hand
Bewertung am 10.01.2025
Bewertungsnummer: 2383335
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Hier war Spannung pur von der ersten Seite an. Es hat sich herrlich flüssig lesen lassen und nach jedem Kapitel war ich neugierig über den weiteren Verlauf der Geschichte. Schade, dass der Autor so früh verstorben ist. So muss ein Horror/Geisterroman sein!
Großartig, unheimlich - ein Klassiker!
Barbaras Bücherbox aus Niederbayern am 05.01.2025
Bewertungsnummer: 2379527
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Inhalt:
Nach dem Tod des Familienoberhaupts Marian Savage ziehen sich die Savage- und McCray-Familien zum Trauern auf Beldame zurück – drei viktorianische Villen in den Südstaaten, die bei Flut völlig von der Außenwelt abgeschnitten sind. Von den drei Villen bewohnen sie nur zwei: das Savage-Haus und das McCray-Haus. Das dritte wird schon seit Jahren von der Düne beansprucht, fast versunken im Sand hat es seit unzähligen Jahren niemand mehr betreten.
Versunken in Lethargie verbringen die Familien einige ereignislose Wochen des Nichtstuns. Bis einige Besucher die Ruhe auf Beldame stören und das, was die dritte Villa für sich beansprucht hat, mit dieser allein nicht mehr zufrieden zu sein scheint und seine Arme auch auf das Savage- und McCray-Haus auszustrecken beginnt …
Meine Meinung:
»Die Elementare« wird als der Klassiker der Southern-Gothic-Romane schlechthin bezeichnet. Zu faul, um es in Englisch zu lesen, aber immer neugierig, habe ich mich sehr über die Übersetzung gefreut (die, soweit ich weiß, auch die erste bisher ist). Das Buch ist ursprünglich in den 80ern erschienen – eine Hochzeit der Horror-Romane und eine, die wir offenbar nie mehr erreichen werden. Schade, denn das Buch hat, auch, wenn man ihm ein bisschen das Alter anmerkt, so viel zu bieten, was man so noch nicht gelesen hat.
Die Savage- und McCray-Familie sind nicht nur durch ihre gemeinsamen Häuser auf Beldame, sondern auch durch eine Heirat miteinander verbunden. Wo die einen das Leben reicher Südstaatler (mitsamt schwarzer Haushälterin) leben, hat es die Savage-Tochter ins Kloster und den McCray-Sohn nach New York verschlagen. Doch auf Beldame kommen alle zusammen: alle Generationen, alle unterschiedlichen Menschen.
India, Enkelin des McCray-Clans, ist zum ersten Mal auf Beldame und, obwohl New Yorkerin durch und durch, von der Südstaatenschönheit verzaubert. Besonders das dritte Haus, das zu einem großen Teil bereits vom Sand verschlungen wurde, fesselt ihr Interesse. Es dauert nicht lange, da erblickt India durch eines der Fenster Bewegung im Haus. Ist dort jemand? Oder etwas? Wenig später muss sie erfahren, dass alle Bewohner Beldames ihre eigene Vergangenheit mit dem dritten Haus haben, doch außer Odessa, der Haushälterin, scheint jeder die Gefahr, die davon ausgeht, irgendwie zu „vergessen“. Das Buch hat mit seiner Südstaaten-Hitze eine einzigartige Atmosphäre: ich musste an die Romane von Grady Hendrix denken, die ebenfalls im heißen Süden Amerikas spielen. Doch »Die Elementare« schafft es trotzdem, eine dunkle und gefährliche Atmosphäre zu zaubern, die man sonst nur mit alten, windigen englischen Herrenhäusern, umgeben von Sumpf und Moor, in Zusammenhang bringt.
Allerdings darf man nicht ganz vergessen, dass das Buch über vierzig Jahre alt ist. Teilweise hat es mich ein wenig gestört, dass Odessa dauernd als „schwarze Frau“ bezeichnet wird. Darauf hätte man nach dem ersten Mal verzichten können – es ist allen klar, man kann es sich auch nach dem ersten Mal merken. Zudem ist Odessa mehr oder weniger zusammen mit India die Heldin der Story, es ist also nicht so, dass sie nur eine Nebenfigur von vielen ist.
Was mir besonders gefallen hat waren die Dialoge: irgendwie sind sie ungewöhnlich und ein bisschen verrückt, aber ich habe alle Figuren so sehr lieben gelernt. Sei es Big Barbara mit ihrer Dramatik, oder auch Luker und India McCray, die eine äußerst seltsame Vater-Tochter-Beziehung haben.
Fazit:
Ein großartiges Buch, das in der Rückschau sogar immer besser wird. Lebendig durch die Figuren und zum Ende hin sehr creepy für mich tatsächlich ein Klassiker der Horror-Literatur.
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