Entdecke den zeitlosen Klassiker der jüngsten Brontë-Schwester! Als Tochter eines verarmten Geistlichen wächst Agnes Grey mittellos, aber behütet in Nordengland auf. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, nimmt die junge Frau eine Stellung als Gouvernante an. Schnell wird ihre gutherzige Natur im Hause ihrer wohlhabenden Arbeitgeber auf eine harte Probe gestellt. Umgeben von verwöhnten Kindern und anspruchsvollen Eltern wird Agnes mit den starren gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit konfrontiert und muss um Respekt und Anerkennung kämpfen. Doch dann lernt sie den liebenswerten Pfarrer Mr. Weston kennen, für den sie zarte Gefühle entwickelt …
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
bluetenzeilen
4/5
17.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein schöner Klassiker, der in neuer Optik erstrahlt!
"Geduld, Entschiedenheit und Ausdauer waren meine einzigen Waffen, und ich war entschlossen, sie bis zum Äußersten zu gebrauchen."
Inhalt:
Nach den Erfolgstiteln Jane Eyre und Sturmhöhe folgt der bewegende Debütroman der jüngsten Brontë-Schwester Einzigartige Schmuckausgabe des Klassikers mit hochwertiger Veredelung: Titel-Etikett, Hochprägung, Folienprägung und Leseband
Mit 10 aufwendig gestalteten Extras: spannende Infos zu den Brontë-Schwestern, eine Einladung zum Debütantinnenball, ein Briefumschlag mit Inhalt u.v.m.
Einmalig schön illustriert von Marjolein Bastin
Als Tochter eines verarmten Geistlichen wächst Agnes Grey mittellos, aber behütet in Nordengland auf. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, nimmt die junge Frau eine Stellung als Gouvernante an. Schnell wird ihre gutherzige Natur im Hause ihrer wohlhabenden Arbeitgeber auf eine harte Probe gestellt. Umgeben von verwöhnten Kindern und anspruchsvollen Eltern wird Agnes mit den starren gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit konfrontiert und muss um Respekt und Anerkennung kämpfen. Doch dann lernt sie den liebenswerten Pfarrer Mr. Weston kennen, für den sie zarte Gefühle entwickelt …
Erleben Sie den bewegenden Debütroman der jüngsten Brontë-Schwester und lassen Sie sich von der zauberhaften Gestaltung und zehn aufwendigen Extras mitnehmen auf eine einmalige emotionale Reise in die Welt von Agnes Grey.
Meinung:
Ein schöner Klassiker, der in neuer Optik erstrahlt!
Diese Ausgabe ist dem Coppenrath Verlag wirklich unglaublich gelungen. Ich liebe einfach die vielen Blumen auf dem Cover, der einheitliche Stil und die elegante Schrift, die zusammen ein unheimlich harmonisches Gesamtbild schaffen. So würde ich mir diese Ausgabe auch nur aufgrund der Gestaltung direkt kaufen.
Zusammen mit den anderen Klassikern in meinem Regal ist das Buch einfach ein totales Highlight und super schön zu betrachten, mit den vielen Details und Besonderheiten.
Darüber hinaus ist aber vor allem die Innengestaltung hinsichtlich der vielen Briefe, Zeichnungen, Elementen und Ergänzungen mehr als großartig und wundervoll zu betrachten! Diese haben das Lesen zu einem absoluten Erlebnis gemacht. Denn man hat einfach auf jeder einzelnen Seite so viel entdecken können und ich wollte das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen.
Wobei ich sagen würde, dass sich der Titel trotz der älteren Sprache angenehm lesen ließ. Natürlich bin ich hier und da vielleicht auch über bestimmte Begriffe gestolpert, ich denke das ist nur normal. Für mich macht das aber auch den Charme eines Klassikers aus. Ich lese aber auch ehrlicherweise nicht ganz so oft in diesem Bereich, sodass ich vielleicht auch nicht so ganz daran gewöhnt bin.
Die Autorin beschönigt dabei nichts, sondern zeigt das harte Leben von Agnes Grey auf, die wir als Leser*innen Tag für Tag begleiten. So werden eben auch die positiven, genauso wie die negativen Aspekte angesprochen. Ich muss sagen, mir gefiel diese realistische Version sehr, weil sie auch Agnes zu einer interessanten Persönlichkeit gemacht hat. Ich verstand dabei all die Gefühle und Gedanken total und konnte mich auch ideal in sie hineinversetzen.
Gleichzeitig schafft es Anne Brontë, Agnes immer wieder mit Problemen herauszufordern. Sie hat es entsprechend definitiv nicht leicht, aber das gefiel mir hier und da sehr gut.
Wobei ich auch toll fand, die Entwicklung von Agnes zu beobachten und mehr und mehr zu erfahren, wie mutig und stark sie für die damalige Zeit war. Auch ihre Unabhängigkeit, die nicht normal für das 19. Jahrhundert ist, fand ich mehr als grandios und total gelungen dargestellt.
So hatte ich aber auch das Gefühl, als würde Anne Brontë die damalige Zeit einfach perfekt einfangen und ein gutes, realistisches Bild zeigen. Denn sind wir ehrlich, die gehobene Gesellschaft ist oft genau das, was die Autorin in diesem Buch abgebildet hat, unbeschönigt und voller greifbarer Details.
Aber auch das Setting in Nordengland war besonders! Ich liebe einfach diese wundervollen Häuser und die besonderen Beschreibungen, die auch sehr detailvoll ausgearbeitet wurden. So konnte ich gedanklich direkt dorthin reisen und in die vergangene Zeit einzutauchen.
Agnes ist dabei nicht nur in der Position, sich eine Arbeit suchen zu müssen, sondern war auch aufgrund des Ruins ihrer Familie in einer äußerst schwierigen Lage. All die Konflikte und Emotionen konnte ich dabei sehr gut greifen.
Auch wenn das Buch dennoch eine Seite zeigt, von der ich froh bin, dass es eine Veränderung hinsichtlich der Behandlung von Frauen im heutigen Jahrhundert gab. Ich denke, dass sollte man auf jeden Fall auch einmal reflektieren, wobei Agnes für damals doch auch sehr stark war.
So kann ich am Ende nur eine Leseempfehlung für diesen sehr besonderen Klassiker aussprechen und fand es wirklich toll, dieses Buch in einer unglaublich schönen Ausgabe zu lesen. Aus diesem Grund auf jeden Fall ein Titel, den ich sicherlich auch nicht mehr so schnell vergessen werde.
Bücherdrache
5/5
18.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Sehnsucht und Zerstörung
Sturmhöhe von Emily Brontë hat mich nicht behutsam empfangen, sondern unvermittelt in seine Welt geworfen.
Dieses Buch ist dunkel, unbequem und von einer spürbaren Kälte durchzogen. Und doch entfaltet es eine emotionale Intensität, der ich mich kaum entziehen konnte.
Besonders eindrücklich ist die Art des Erzählens. Die Geschichte erreicht uns nicht unmittelbar, sondern durch mehrere Stimmen gebrochen, vor allem durch Nelly Dean. Dadurch entsteht eine eigentümliche Distanz, die zugleich Nähe schafft, weil immer das Gefühl bleibt, dass sich unter der Oberfläche etwas entzieht. Man liest nicht passiv, man bewegt sich suchend durch den Text, zweifelt an dem, was erzählt wird, und versucht, sich einer Wahrheit anzunähern, die nie ganz greifbar ist.
Die Figuren sind schwer auszuhalten. Kaum jemand ist sympathisch, viele handeln rücksichtslos, verletzend oder grausam. Gerade darin entfaltet der Roman seine eigentliche Kraft.
Heathcliff und Catherine stehen im Zentrum dieser Wucht. Sie sind keine Figuren, die man bewundert, sondern solche, die man aushalten muss. Ihre Verbindung wirkt weniger wie Liebe als wie ein unauflösbares Band, das sie zugleich trägt und zerstört. Ich habe sie oft verurteilt und mich ihnen dennoch seltsam nah gefühlt. Diese Spannung macht das Lesen so eindringlich.
Der Stil ist dicht und von einer fast greifbaren Atmosphäre getragen. Die karge Landschaft Yorkshires durchzieht den Roman wie ein leiser Widerhall und spiegelt die innere Zerrissenheit der Figuren.
Brontës Sprache ist dabei klar und direkt, zugleich von einer Schonungslosigkeit, die ihre emotionale Wirkung erst voll entfaltet.
Dieses Buch war und ist kontrovers. Es widersetzt sich einfachen Einordnungen und verweigert jede Form von Trost. Stattdessen zeigt es, wie tief Verletzungen reichen und wie sehr Menschen einander prägen können. Es ist keine schöne Geschichte, aber eine von seltener Eindringlichkeit.
Für mich war es eine fordernde, stellenweise anstrengende, aber letztlich sehr intensive Leseerfahrung, die lange nachwirkt.
Bewertung
5/5
12.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Sturmhöhe
Diese Einsiedler kennen sich und schlagen Profit daraus, ist doch ihre gewohnheitsmäßige Bekanntschaft die einzige Daseinsberechtigung in diesem "ihrem" Haushalt. Was aber ist der Wert des Einzelnen - und kann man daraus etwas machen?
Bewertung
5/5
06.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Mein Lieblings-Klassiker
Die Handlung setzt ein, als der Pächter Mr. Lockwood seinen zurückgezogen lebenden Gutsherrn Heathcliff besucht. Ein Sturm zwingt ihn, die Nacht auf Wuthering Heights zu verbringen, wo sich rätselhafte Ereignisse ereignen. Zurück auf Thrushcross Grange erfährt er von seiner Haushälterin Nelly Dean die tragische Vergangenheit der Familien Earnshaw und Linton sowie die Lebensgeschichte Heathcliffs. Aus dieser rückblickenden Erzählung entfaltet sich eine komplexe Familiensaga über mehrere Generationen.
Ich liebe dieses Buch und habe es mittlerweile schon einige Male gelesen. Sowohl auf Deutsch wie auch auf Englisch. Entdeckt habe ich es, wie viele junge Frauen, über die Twilight Saga. Im Buch wurde es erwähnt, und aus Neugier habe ich schließlich selbst dazu gegriffen.
Seitdem hat mich der Roman von Emily Brontë nicht mehr losgelassen. Obwohl ich sonst nur selten klassische Literatur lese, ist dieses Buch bis heute der einzige Klassiker, der wirklich einen festen Platz in meinem Herzen gefunden hat.
Besonders faszinierend ist die Erzählstruktur. Obwohl Mr. Lockwood zunächst als Erzähler eingeführt wird, entsteht der Hauptteil der Geschichte durch die Erinnerungen Nelly Deans. Diese verschachtelte Perspektive verleiht dem Roman eine besondere Tiefe, verlangt aber auch Aufmerksamkeit, da mehrere Figuren ähnliche Namen tragen und verschiedene Erzählebenen ineinandergreifen.
Ein großer Teil der Wirkung des Romans liegt in seiner Atmosphäre. Die abgeschiedene Moorlandschaft zwischen den beiden Anwesen wirkt zugleich rau und poetisch. Die Stürme, die über die Anhöhen fegen, und die isolierte Lage der Häuser verstärken die düstere Stimmung, während die Natur gleichzeitig etwas Ruhiges und beinahe Verträumtes ausstrahlt. Diese Landschaft spiegelt auf eindrucksvolle Weise die emotionalen Extreme der Figuren wider.
Die Charaktere gehören zu den interessantesten Elementen des Romans. Sie sind komplex, widersprüchlich und weit davon entfernt, eindeutig sympathisch zu sein. Besonders bei Catherine Earnshaw und Heathcliff fiel es mir schwer zu entscheiden, ob ich sie mögen oder verurteilen sollte. Gerade dieser Zwiespalt macht ihre Figuren so faszinierend. Heathcliffs Entwicklung vom gedemütigten Außenseiter zu einem von Rache besessenen Mann gehört zu den zentralen und zugleich verstörendsten Aspekten der Geschichte.
Die Beziehungen zwischen den Figuren sind von einer außergewöhnlichen Intensität geprägt. Wenn Liebe thematisiert wird, geschieht das selten ruhig oder harmonisch, sondern meist leidenschaftlich, obsessiv und zerstörerisch. Einige Passagen wirken dadurch sehr poetisch und emotional dicht.
Natürlich hat der Roman auch Aspekte, die heutigen Leserinnen und Lesern fremd erscheinen können. Manche moralischen Vorstellungen wirken veraltet, einige Episoden sind sehr melodramatisch und bestimmte Abschnitte ziehen sich etwas in die Länge. Dennoch trägt gerade diese Mischung aus Intensität, Tragik und düsterer Romantik zur besonderen Wirkung des Buches bei.
Sturmhöhe ist kein leichtes oder harmonisches Buch. Es ist eine Geschichte voller Konflikte, Leidenschaften und zerstörerischer Gefühle. Gerade deshalb bleibt sie aber so eindrucksvoll. Der Roman kann schockieren, berühren, faszinieren und manchmal auch irritieren, doch genau diese emotionale Wucht macht ihn zu einem außergewöhnlichen literarischen Erlebnis.
Loly/ Book-Souls
Thalia Book Circle Community
5/5
05.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Bedingte Leidenschaft
Zum Inhalt:
Während eines Besuchs bei seinem weniger gastfreundlichen neuen Gutsherren Heathcliff bricht ein tobender Sturm aus, der Mr. Lockwood daran hindert, nach Thrushcross Grange zurückzukehren. In dieser Nachtgeschehen seltsame Dinge, die viele Fragen aufwerfen. Wieder in Thrushcross Grange angekommen, lässt sich Mr. Lockwood die geheimnisvolle Vergangenheit der beiden Anwesen, der Familien Linton und Earnshaw sowie die tragische Lebensgeschichte von Heathcliff erzählen. Was musste geschehen, um einen Mann so stark verbittern zu lassen?
Mein Eindruck:
Bevor ich angefangen habe, dieses Buch zu lesen, hatte ich einige Bedenken. Vor ein paar Jahren habe ich versucht, „Stolz und Vorurteil“ von Jane Austen zu lesen und es konnte mein Interesse nicht wecken. Ich hatte Angst, dass die Werke der Brontë Schwestern ähnlich sein würden. Doch mir wurde dieses Buch mit Nachdruck empfohlen und ich bin extrem froh darüber, denn es konnte mich mehr als überzeugen.
Ich habe das Buch passagenweise auf Englisch, aber größtenteils auf Deutsch gelesen und finde den Schreibstil, abgesehen von vereinzelten dialektalen Einschüben, flüssig und angenehm. Während der ersten Kapitel war ich nicht sicher, was mich erwarten würde, doch genau das hat es so spannend gemacht. Zusammen mit Mr. Lockwood stolpern wir in die Welt von Wuthering Heights und Thrushcross Grange. Allerdings erleben wir die Handlung selten aus seiner Perspektive, da sich der Hauptteil in den Erinnerungen seines Hausmädchens Nelly abspielt.
Die allgemeine Atmosphäre im Buch hat mich äußerst beeindruckt, zum einen, weil das Guts- und Herrenhaus mit dem dazwischen liegenden Moor, den Raum der Handlung einschränken und die auf der Anhöhe tobenden Stürme und weitere Ereignisse einen düsteren Eindruck hinterlassen. Zum anderen wirkt die abgeschiedene Gegend verträumt und friedlich, was in Kontrast zu dem ersten Punkt steht. Die Natur spielt außerdem eine bedeutende Rolle und die Liebe zu ihr wird nicht nur von einer Figur zum Ausdruck gebracht.
Emily Brontës Figuren sind vielschichtig, teilweise unberechenbar, definitiv nicht fehlerfrei und konnten sich in verschiedene Richtungen entwickeln, eine Eigenschaft, mit der sie spielerisch umgegangen ist. Besonders bei Catherine und Heathcliff, die beide tragende Rollen in der Handlung einnehmen, konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich sie sympathisch finden oder verachten soll. Diesen Zwiespalt fand ich sehr faszinierend und gleichermaßen verwirrend, weil es mir bei den anderen Figuren verhältnismäßig leicht fiel, diese Entscheidung zu treffen.
Am meisten hat mich wohl die Passion, die Emily Brontë in die Beziehungen der Figuren eingewoben hat, beeindruckt. Jedes Mal, wenn die Liebe thematisiert wurde, hat sich alles unbeschreiblich intensiv angefühlt und es ist mir schwer gefallen, mich auf ein Lieblingszitat für diese Rezension zu beschränken. Insbesondere diese Textpassagen haben sich ausgesprochen poetisch angefühlt und ich finde es schade, dass nur diese:„Whatever our souls are made of, his and mine are the same“ weit verbreitet ist.
Sturmhöhe ist ein Buch, das seine Leser mitreißen, rühren, erschrecken, schockieren, verärgern, träumen und so gut wie alle Emotionen fühlen lassen kann. Es ist symbolisch, poetisch und von Anfang bis Ende gut durchdacht, ohne zu vorhersehbar zu sein. Seine Charaktere sind einzigartig und ihre Interaktionen miteinander fühlen sich organisch an. Mich hat es sehr überrascht und ich werde es mit Sicherheit in einigen Jahren erneut in die Hand nehmen, um es zu lesen. Ich kann es wärmstens empfehlen.
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