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  • Produktbild: Fischer, Perle, Walrosszahn – Das Meer im Mittelalter
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Fischer, Perle, Walrosszahn – Das Meer im Mittelalter Ein neuer Blick auf das Mittelalter

2

29,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.03.2025

Abbildungen

64, mit farbigen Abbildungen

Verlag

Propyläen

Seitenzahl

592

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

788 g

Farbe

Weiß / Kaffee

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-549-10084-4

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.03.2025

Abbildungen

64, mit farbigen Abbildungen

Verlag

Propyläen

Seitenzahl

592

Maße (B/H)

13,8/22 cm

Gewicht

788 g

Farbe

Weiß / Kaffee

Auflage

1. Auflage, Ungekürzte Ausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-549-10084-4

Herstelleradresse

Propyläen Verlag
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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  • Bewertung

    aus Eisenach

    4/5

    06.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kein Kaiser ohne Meerestiere

    Die mittelalterliche Geschichte Europas und des angrenzenden Mittel­meer­raums ist re­lativ gut be­kannt. Schon in der Schule lernt man einiges zu diesem Thema. Die Meere sind dabei aber meist nur so­weit von Be­lang, dass auf ihnen Ent­deckungs- und Handels­reisen statt­fanden. Die Fischerei und die sonstige Ge­winnung von Roh­stoffen aus dem Meer spielt da­gegen auch in der Ge­schichts­forschung nur eine unter­ge­ordnete Rolle. Genau an diesem Punkt setzt Nikolas Jaspert in diesem Buch an. Anhand von archäo­logischen Be­legen sowie Handels- und Zoll­auf­zeichnungen geht er der sich ent­wickelnden wirt­schaft­lichen Nutzung der Meere in dieser Zeit nach. Di­rekte Auf­zeichnungen zu dieser The­matik exis­tieren da­gegen nur in Aus­nahme­fällen. Der Fisch­fang ist in diesem Zu­sammen­hang na­türlich das nahe­liegendste Thema, dürfte er doch bei­nahe so alt wie die Ge­schichte der mensch­lichen Zivi­lisation sein. Auch die Jagd auf Meeres­säuge­tiere dürfte vielen in den Sinn kommen. Aber wer denkt schon spon­tan daran, dass auch zu dieser Zeit für die Mächtigen prak­tisch un­ver­zichtbare Luxus­güter wie der Duft­stoff Ambra oder die für das Färben herr­schaft­licher Ge­wänder er­forderliche Purpur-Schnecke aus dem Meer stammen? Bei einer ge­naueren Unter­suchung stellt sich heraus, dass das Wissen über die Lebe­wesen der Meere in der Zeit des Mittel­alters über­ra­schend um­fangreich war. Am Rande wird auch auf mythi­sche Meeres­wesen ein­ge­gangen. Ob­wohl sich die klas­sische Ge­schichts­forschung diesem Spezial­gebiet kaum widmet, wird klar, wie be­deutend die Nutzung von Meeres­orga­nismen für die Wirt­schaft dieser Zeit war – und das bis weit ins Binnen­land hinein. Der Autor, der gelegentlich leider auf Gender-Aufzählungen zurückgreift, bietet in seinem Buch einen über­ra­schenden Über­blick über die Be­deutung der Meere für die mittel­alter­liche Ge­sellschaft. Fazit: Schon im Mittelalter war die Nutzung der Meere und ihrer Bewohner von über­ra­schend großer Be­deutung für die mensch­liche Kultur.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    16.06.2025

    eBook (ePUB 3)

    Eine klare Leseempfehlung!

    Nikolas Jaspert nimmt uns mit auf seine Reise in das Mittelalter und dessen Beziehung zum Meer, worüber die meisten von uns wenig wissen. Je nach persönlichem Interesse haben wir in der Schule mehr oder weniger über das Meer im Mittelalter gelernt. Ja, die Hanse und ihr Handel war den Lehrkräften bedeutsam genug, hing doch der Reichtum von zahlreichen (Hanse)Städten von Hamburg bis Augsburg. Aber darüber hinaus? Wer die Menschen waren, die sich aufs Meer hinausgewagt haben, wie sie das Meer betrachtet oder welchen Nutzen sie daraus gezogen haben, wurde vernachlässigt. Diese Bildungslücken kann dieses interessante Sachbuch nun schließen. Anhand von Überlieferungen, Handels- und Zolldokumenten sowie archäologischen Artefakten und Befunden gelingt es ihm, die Bedeutung der Meere im Mittelalter abseits von Verkehrsflächen zu belegen. Auf knapp 600 Seiten erzählt über die faszinierende Beziehung zwischen Meer und Mensch. Mir haben die Kapitel über die Schätze des Meeres (Perlen, Muscheln, Korallen, Bernstein, Ambra und Salz) am besten gefallen. Oh ja, Salz zählt auch dazu. Als Österreicherin bin ich natürlich vom Salinensalz aus den Bergen verwöhnt. Dabei haben Salzgärten in der Bretagne oder Sizilien lange zur Gewinnung des lebenswichtigen Salzes lange Tradition. Das Buch liest sich trotz der Fülle an Informationen angenehm. Nach der Lektüre dieses Sachbuchs müssen wir unser Bild vom Mittelalter, das vor allem von Bauern, Rittern und Klöstern geprägt ist, revidieren. Auch Binnenländer wie Schweiz oder Österreich haben durch ihren Handel mit den Schätzen aus dem Meer Anteil am Mittelmeer oder Nord- und Ostsee. Der Autor ist Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität von Heidelberg und vergisst nicht, den sorgsamen Umgang mit den Meeren einzumahnen. So erwähnt er, dass Einschränkungen von Fangquoten bereits im Mittelalter verhängt worden sind, um dem Fischbestand Erholung zu gönnen. Fazit: Dieser Lektüre, die den Horizont erweitert gebe ich gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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