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Eine Frau Roman - Mit einem Nachwort von Elke Heidenreich | „Mutig und modern, kraftvoll und konsequent. Der Roman einer Befreiung.“ Maria-Christina Piwowarski

6

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.09.2025

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,6/12,3/2,7 cm

Gewicht

271 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Una donna

Übersetzt von

Ingrid Ickler

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-252-9

Beschreibung

Rezension

Sibilla Aleramo schrieb diesen Roman 1906. Auch wenn wir glauben, heute in puncto Feminismus weiter zu sein, stellt sie Fragen, die uns ebenso beschäftigen: Wer bestimmt über meinen Körper? Wie löse ich mich aus Beziehungen, die mir schaden? Ihr Mut, konsequent frei zu denken und zu leben, fasziniert und inspiriert. ("Myself")
Ein autobiographisch geprägter Roman, der in schnörkellos zeitloser Sprache und auf hohem literarischem Niveau für Gleichberechtigung einsteht. ("Büchermagazin")
Ein Meilenstein des italienischen Feminismus. ("Emma")
Ein erschütternder autobiografischer Einblick in die Anfänge der italienischen Frauenemanzipation. ("NZZ Bellevue")
Es ist ein Buch, das einen in ungeahnt vielen Momenten zum Erschaudern bringt. (…) Dieser wechselhafte Kampf mit sich selbst, von sozialem Dünkel zum sozialistischen Engagement, von falscher Romantik zur gnadenlosen Selbstanalyse ihrer Gefühle, von mütterlichen Instinkten zur schmerzhaften Befreiung, wird im Buch in faszinierenden Einsichten beschrieben. ("Die Presse")
Mutig und modern, kraftvoll und konsequent. Der Roman einer Befreiung. ("blauschwarzberlin – Der Literaturpodcast")
Das Buch springt uns direkt an als ein Leidensruf einer Frau, die lange braucht, um sich aus ihren Verhältnissen zu lösen. (…) Das hat uns auch heute noch was zu sagen. ("SR2 Kulturradio")
Dramatisch schildert die Autorin, wie sie innerlich mit sich kämpft, weil sie ihren Sohn zurücklassen muss, als sie ihren Mann verlässt. Dann wieder ist das Buch ganz Roman mit Dialogpassagen. Durch diese Mischform erhält der erzählerische Raum eine atemlose Dringlichkeit. ("SR2 Kulturradio")
‘Eine Frau‘ ist – gerade auch im Kontext zur zeitlichen Entstehung gesehen – ein sensationelles, ein schonungsloses und ein analytisch brillantes Buch, das auch heute – 115 Jahre nach seinem Entstehen – den Finger in Wunden legt. ("Kulturbowle")
Sibilla Aleramo spricht mit klarer, starker Stimme darüber, was es bedeutet, eine Frau zu sein. ("sololibri.net")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.09.2025

Verlag

Eisele Verlag

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

18,6/12,3/2,7 cm

Gewicht

271 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Una donna

Übersetzt von

Ingrid Ickler

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96161-252-9

Herstelleradresse

Julia Eisele Verlag GmbH
Lilienstraße 73
81669 München
DE

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    04.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    EINE FRAU – Ein zeitloser, feministischer Roman

    “Das war mein Leben. Behandelt zu werden wie ein Gegenstand, der zu gefallen hatte, meine Seele war gefangen. Und das jeden Tag, jede Nacht, eine Nacht der anderen, ohne Aussicht auf ein Ende.”   Der autobiografisch angehauchte Roman „Eine Frau“ von Sibilla Aleramo ((im Original unter dem Titel „Una Donna“ bereits aus dem Jahre 1906 erschienen) wurde in den 1970er Jahren schon einmal ins Deutsche übersetzt. Nun liegt er in einer etwas moderneren Neuübersetzung vor.  Der Roman beschreibt die ersten fünfundzwanzig Jahre eines Frauenlebens in Italien Ende des 19.Jahrhundert/Anfang des 20.Jahrhundert. Die Geschichte entspricht in etwa dem wahren Lebenslauf der Autorin. Es ist erschreckend, wie zeitlos aktuell die Geschichte immer noch ist. Auch das Nachwort von Elke Heidenreich ist sehr lesenswert. Ich kann das Buch unbedingt empfehlen.   “Eine gute Mutter darf kein Mensch sein, der sich völlig aufopfert, so wie es meine Mutter getan hat, sie muss eine Frau, ein menschliches Wesen bleiben.”   “Warum verehren wir an der Mutterschaft vor allem die Aufopferung? Woher kommt die Vorstellung, dass die Mutter sich opfern muss? Sie wird seit Jahrhunderten von der Mutter auf die Tochter übertragen. Eine grausame Kette. Wir alle sind uns an einem bestimmten Zeitpunkt unseres Lebens bewusst darüber, wen wir unser Leben verdanken, und uns plagt das schlechte Gewissen, dass wir die Aufopferung des geliebten Menschen nicht genug geschätzt haben. Deshalb übertragen wir auf unsere Kinder all das, was wir unseren Mütter nicht geben konnten, verleugnen uns selbst und zeigen erneut ein Beispiel der Demütigung und das Selbstverleugnung. Kann diese fatale Kette nicht endlich brechen, damit eine Mutter die Frau in sich nicht mehr vollständig unterdrücken muss und das Kind in ihr das Vorbild für ein Leben in Würde sehen kann? Dann würde man verstehen, dass die Pflicht der Eltern bereits vor der Geburt der Kinder beginnt, dass ihre Verantwortung bereits davor anfängt, gerade dann, wenn das egoistische, verführerische Leben am meisten drängt. Wenn ein Paar die charakterliche Reife besitzt, ein neues, starkes und lebenswertes Leben auf die Welt zu bringen, wird dieses Leben dann nicht von diesem Augenblick an ihr Schuldner sein?”

  • kaffeeelse

    aus D

    5/5

    23.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick auf die Weiblichkeit…

    Ein Blick auf die Weiblichkeit, ein Blick auf die Misogynie Der Roman „Eine Frau“ ist ein intensives Buch. Dieses Buch blickt auf ein Frauenleben in einer vergangenen Zeit, dieses Buch blickt auf ein Frauenleben in einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft. Frauen müssen ihre eigenen Wünsche aufgeben, gehören ihren Männern, sind ihnen ausgeliefert. Werden darüber krank, aber auch das interessiert nicht, nur der Mann steht im Fokus der Welt, die Männer für sich selbst erschaffen haben. Ein wütend machendes Buch. Aber auch ein nachdenklich machendes Buch. Denn manches Gestrige hier im Buch scheint gar nicht so fern und auch manches patriarchale Denken ist immer noch in so manch einem Kopf zu finden. In Köpfen von Männern, aber leider auch in den Köpfen von Frauen, Verräterinnen des eigenen Geschlechts, wie ich finde. Aber gut. Unsere heutige Freiheit haben wir mutigen Frauen zu verdanken, die feministische Sichten für sich und für andere erkämpften. Mutige Frauen, die dafür hohe Preise gezahlt haben. Wie Sibilla Aleramo. 1876 geboren, 1960 gestorben. Eine vollkommen andere Zeit. Eine Zeit in der ich feministisches Denken wenig verortete, obwohl die Suffragetten ja auch zeitlich in etwa hierhin gehören. Aber deren Tun sich ja hauptsächlich in Großbritannien und den USA abspielte und nicht in der italienischen Provinz, wie das Leben der Sibilla Aleramo. In Mailand geboren und aufgewachsen, zieht Sibilla mit ihrer Familie 1881 in die mittelitalienische Provinz, bis 1891/1893 hat sie noch ein recht gutes Leben, doch dann holt sie das Schicksal der italienischen Frauen ein und ihr Kampf beginnt. In dem Buch wunderbar beschrieben, sehr dunkel, sehr ergreifend, sehr traurig und absolut intensiv. Denn Sibilla hat ihren Willen und nach und nach findet sie Wege, die ihr helfen selbstbestimmt zu leben. Allerdings zahlt sie einen hohen Preis dafür! Ein Buch, welches ich dringend der Leserschaft ans Herz legen möchte. Ein Buch, von dem ich mir wünsche, dass es möglichst viele Leser erreicht. Denn es öffnet Augen und Hirn, gerade in der heutigen Zeit, in der rückwärtsgewandte Kräfte wieder versuchen uns Frauen einen Platz zuzuweisen, den wir nicht wollen!

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    18.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick auf die Weiblichkeit, ein Blick auf die Misogynie

    Der Roman „Eine Frau“ ist ein intensives Buch. Dieses Buch blickt auf ein Frauenleben in einer vergangenen Zeit, dieses Buch blickt auf ein Frauenleben in einer zutiefst patriarchalen Gesellschaft. Frauen müssen ihre eigenen Wünsche aufgeben, gehören ihren Männern, sind ihnen ausgeliefert. Werden darüber krank, aber auch das interessiert nicht, nur der Mann steht im Fokus der Welt, die Männer für sich selbst erschaffen haben. Ein wütend machendes Buch. Aber auch ein nachdenklich machendes Buch. Denn manches Gestrige hier im Buch scheint gar nicht so fern und auch manches patriarchale Denken ist immer noch in so manch einem Kopf zu finden. In Köpfen von Männern, aber leider auch in den Köpfen von Frauen, Verräterinnen des eigenen Geschlechts, wie ich finde. Aber gut.  Unsere heutige Freiheit haben wir mutigen Frauen zu verdanken, die feministische Sichten für sich und für andere erkämpften. Mutige Frauen, die dafür hohe Preise gezahlt haben. Wie Sibilla Aleramo. 1876 geboren, 1960 gestorben. Eine vollkommen andere Zeit. Eine Zeit in der ich feministisches Denken wenig verortete, obwohl die Suffragetten ja auch zeitlich in etwa hierhin gehören. Aber deren Tun sich ja hauptsächlich in Großbritannien und den USA abspielte und nicht in der italienischen Provinz, wie das Leben der Sibilla Aleramo. In Mailand geboren und aufgewachsen, zieht Sibilla mit ihrer Familie 1881 in die mittelitalienische Provinz, bis 1891/1893 hat sie noch ein recht gutes Leben, doch dann holt sie das Schicksal der italienischen Frauen ein und ihr Kampf beginnt. In dem Buch wunderbar beschrieben, sehr dunkel, sehr ergreifend, sehr traurig und absolut intensiv. Denn Sibilla hat ihren Willen und nach und nach findet sie Wege, die ihr helfen selbstbestimmt zu leben. Allerdings zahlt sie einen hohen Preis dafür! Ein Buch, welches ich dringend der Leserschaft ans Herz legen möchte. Ein Buch, von dem ich mir wünsche, dass es möglichst viele Leser erreicht. Denn es öffnet Augen und Hirn, gerade in der heutigen Zeit, in der rückwärtsgewandte Kräfte wieder versuchen uns Frauen einen Platz zuzuweisen, den wir nicht wollen!

  • Bewertung

    4/5

    03.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Befreiung einer jungen Frau

    Eine Frau - Sibilla Aleramo aus dem Italienischen von Ingrid Ickler mit einem Nachwort von Elke Heidenreich Der autobiografische Roman von Sibilla Aleramo wurde erstmals 1906 veröffentlicht, die Autorin gilt als Wegbereiterin des Feminismus in Italien. Sibilla wächst als ältestes von 4 Kindern in durchaus freien und privilegierten Verhältnissen auf, sie genießt Bildung und verehrt ihren Vater, einen Naturwissenschaftler. Durch den Umzug der Familie von Mailand nach Süditalien verändert sich das soziale Umfeld. Die Menschen in Süditalien halten an alten Traditionen fest, viele leben in einfachen Verhältnissen, es gibt kaum geistige Anregung für das junge Mädchen. Schon früh übernimmt sie Aufgaben in der Fabrik des Vaters. Das Verhältnis der Eltern zueinander wird immer angespannter, die Mutter wird depressiv, der Vater wendet sich einer anderen Frau zu. (Vielleicht in anderer Reihenfolge) In ihrer Einsamkeit und Suche nach Nähe: „Ich wollte an mein Glück glauben, an meine Gegenwart und meine Zukunft, ich wollte die große Liebe finden, diese Liebe mit sechzehn Jahren, die für ein junges Mädchen die geheimnisvolle Poesie des Lebens verkörpert.“, lässt sie den Kontakt eines jungen Fabrikarbeiters zu, der dies ausnutzt und sich gewaltsam ihren Körper nimmt. Sie geht die Ehe mit diesem Mann ein, der völlig unter ihrem Niveau ist und ihr aber seine Macht durch körperliche Gewalt beweist. „Indem ich eine Verbindung mit einem Menschen eingegangen war, der mich unterdrückt und klein gemacht hatte, als ich jung und ungeschützt war, hatte ich geglaubt, damit der Natur, meinem Schicksal als Frau zu gehorchen.“ In der lieblosen Ehe wird ein Sohn geboren, der der jungen Frau Kraft und Halt gibt. Und sie fängt an, sich mit gesellschaftspolitischen Themen und auch der Rolle der Frau zu beschäftigen, schonungslos, offen und ehrlich analysiert sie die Zustände der Gesellschaft und deren verlogene Moral. „Das war mein Leben. Behandelt zu werden wie ein Gegenstand, der zu gefallen hatte, meine Seele war gefangen.“ Sie möchte ausbrechen aus diesem Leben, schafft es über viele Jahre nicht, sich von dem brutalen Ehemann zu trennen, weil sie dann auf ihr Kind verzichten müsste. Sie ist erst 25 Jahre alt, als sie diese schwere Entscheidung trifft und ihr Kind nicht mehr sehen wird. Dieser Roman ist der Hilferuf einer jungen Frau, die unter Lieblosigkeit, Ausbeutung, Einsamkeit und Gewalt in der Ehe leidet. Die große Offenheit, die für die Zeit ungewöhnlichen Gedanken einer Frau über Freiheit, die Rollen von Mann und Frau sowie Liebe und Sexualität sind beeindruckend. Schonungslos analysiert sie schon früh ihre Situation, es ist ein langer, schwerer, schmerzhafter Prozess bis zu ihrer Befreiung. Die konservativen, patriarchalischen Verhältnisse zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Italien sind erschreckend und bleiben doch immer noch aktuell, überall in der Welt. Jeden Tag.

  • Sarah

    aus Chemnitz

    4/5

    25.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Intensive Leseerfahrung

    Der Roman „Una Donna“ (dtsch. Eine Frau) der italienischen Schriftstellerin Sibilla Aleramo erschien erstmalig 1906 und wurde nun vom Eisele Verlag neu verlegt. Es ist eine Biographie der jungen Jahre der Autorin, welche schockiert, aber auch Mut macht: Sibilla Aleramo, damals noch Marta Felicina Faccio, wird in Italien geboren und wächst die ersten Jahre relativ frei in Mailand auf. Ihr Verhältnis zum Vater ist sehr gut, er fördert ihren Intellekt. Das Verhältnis zur Mutter ist zeitlebens ambivalent. Zum einen verachtet sie sie für ihre Hilflosig- und Abhängigkeit, zum anderen überfällt sie ein starkes Verantwortungsgefühl ihr gegenüber. Als sie 12 Jahre alt ist, nimmt der Vater eine Stelle als Geschäftsführer einer Glasfabrik in einem kleinem Dorf an. Die ganze Familie muss umziehen, ihre Schulbildung ist damit beendet, die Verfassung der Mutter nimmt rapide ab, der Vater selbst wird immer unzufriedener und unberechenbarer. Sie arbeitet als Buchhalterin in der Firma, die ihr Vater leitet, lernt dort einen jungen Mann kennen, der sie später vergewaltigt und der noch später ihr Ehemann werden wird. Ihre romantische Vorstellung von Liebe wirft sie schnell über den Haufen und fügt sich ihrem Schicksal (was bleibt ihr auch anderes übrig). Erst mit der Geburt ihres Sohnes, lernt sie was bedingungslose Liebe bedeutet. Die Ehe ist geprägt von Erniedrigung, sexuellen Übergriffen und Gewalt. Ihr Mann ist krankhaft eifersüchtig und es gibt lange Phasen in denen sie nicht mal das Haus verlassen darf und eingeschlossen wird in einem Zimmer. Nicht selten erlebt sie starke depressive Episoden, unternimmt trotz der starken Liebe zu ihrem Sohn im Alter von 20 Jahren einen Suizidversuch. Immer wieder versucht sie ihren Mann zur Trennung zu überreden und verlässt ihn und den gemeinsamen Sohn 8 Jahre darauf endgültig. - Um zu verstehen wie viel Kraft und Mut in diesem Entschluss steckt, muss man sich die Stellung der Frau in der damaligen Zeit vor Augen führen. Ohne Mann war sie mittellos, hatte keinen Anspruch auf ihr Kind. Frauen hatten damals keinerlei Rechte und waren eigentlich gezwungen in solchen Ehen auszuharren. Vor allem die Entscheidung ihren Sohn zu verlassen, muss ihr wahnsinnig schwer gefallen sein und zeigt ihre Verzweiflung, aber auch ihre Erwartung an ein selbstbestimmtes Leben. Sie zählt nicht umsonst als eine der Wegbereiterinnen des Feminismus in Italien. Aleramo erzählt ihre Geschichte, aber es ist nicht nur ihre. Sie erzählt sie stellvertretend für so viele junge Frauen, die sich in gleichen oder ähnlicher Situation befanden und klagt damit auch das ganze patriarchale System an. Erschreckend ist, dass das Buch so zeitlos ist… Es wurde vor über 100 Jahren geschrieben und hat an Aktualität nicht verloren. Sicher ist gerade bei uns einiges passiert, wenn wir über die Rechte von Frauen sprechen, aber es gibt so wahnsinnig viele Frauen, die in genau solchen Konstrukten nach wie vor gefangen sind, sei es aus politischen Vorgaben oder gesellschaftlichen Anforderungen heraus, die kein selbstbestimmtes, sicheres, gewaltfreies Leben führen können oder dürfen. Und selbst viele derer, die ausbrechen könnten, tun es nicht, weil ihre Sozialisation und die inneren Mauern, die Generatioen davor aufgebaut wurden, es einfach nicht zulassen. Sibilla Aleramo hat mit diesem Werk ein sehr intensives und persönliches Buch geschrieben, welches die Lebensrealität einer Frau sichtbar macht und aufzeigt, dass der Weg zu Gleichberechtigung noch lange nicht zu Ende ist. Von mir gibts eine große Leseempfehlung.

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