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Produktbild: Ich lebe und ihr seid tot

Ich lebe und ihr seid tot Die Parallelwelten des Philip K. Dick

4

28,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.02.2025

Herausgeber

Claudia Hamm

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

364

Maße (L/B/H)

21,8/13,9/4 cm

Gewicht

580 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Je suis vivant et vous êtes morts

Übersetzt von

Claudia Hamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-881-5

Warnhinweis

Warnhinweis nicht erforderlich

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.02.2025

Herausgeber

Claudia Hamm

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

364

Maße (L/B/H)

21,8/13,9/4 cm

Gewicht

580 g

Farbe

Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Je suis vivant et vous êtes morts

Übersetzt von

Claudia Hamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95757-881-5

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

Email: info@matthes-seitz-berlin.de

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The Amazing Life Of Philip K. Dick: What A Ride!

Tobias Krieg am 10.06.2025

Bewertungsnummer: 2512814

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Würde es Philip K. Dick nicht geben, müsste man ihn erfinden." (frei nach Voltaire) "Ich lebe und ihr seid tot" ist eine Romanbiografie über das Leben des amerikanischen Science-Fiction-Autors Philip K. Dick geschrieben vom französischen Schriftsteller und Filmregisseur Emmanuel Carrère (geboren 1957 in Paris). Das Buch ist die erste Romanbiografie, die ich überhaupt gelesen habe. Dabei handelt es sich grundsätzlich um ein Sachbuch, doch die Art der Darstellung lässt Dicks Leben beinahe wie eine fiktive Erzählung erscheinen. Philip K. Dick lebte von 1928 bis 1982. Er hatte ein Leben, das mir wie eine Art Gegenpol zum Gedanken "Ich habe nie wirklich gelebt" erscheint. Seine Zwillingsschwester Jane starb einige Wochen nach ihrer Geburt und Phil wuchs bei seiner Mutter auf. Schon früh interessierte er sich intensiv für Musik und Literatur. Gesundheitliche Probleme begleiteten ihn sein ganzes Leben über. Mit 14 Jahren wurde er zum ersten Mal zu einem Psychiater in Therapie geschickt. Er litt an körperlichen und psychischen Problemen. Im Teenager-Alter begann er auch selbst mit dem Schreiben. Er las am liebsten Science-Fiction-Geschichten und wählte dieses Genre für seine eigenen Werke. Laut Wikipedia schrieb er im Laufe seines Lebens 118 Kurzgeschichten und 43 Romane. Lange Zeit verdiente er mit dem Schreiben nur wenig Geld, in späteren Jahren und mit zunehmender Anerkennung begannen aber die Tantiemen zu fließen. In Bezug auf Beziehungen schöpfte er aus dem Vollen. Er war insgesamt 5 Mal verheiratet und zeugte 3 Kinder. Keine seiner Beziehungen hielt wirklich lange, in seinen jeweiligen sozialen Netzen (u.a. in den 60er Jahren in Berkley!) erhielt er aber aufgrund seiner ungewöhnlichen Art und seiner Literatur oft große Anerkennung. Psychisch scheint er den Großteil seines Lebens im Grenzbereich der Psychose verbracht zu haben (was wahrscheinlich auch mit seinem langen Amphetamin- und Medikamentenmissbrauch zusammenhängt). Er unternahm zwei Selbstmordversuche und - schon immer von der Frage nach der wahren Realität besessen - haderte in seinen letzten Jahren mit der Vorstellung, ein von Jahwe ausgewählter Prophet zu sein (im Laufe des Lebens konvertierte er zum Christentum). Emmanuel Carrère kannte ich als Autor bisher noch nicht, aber ich werde mir jetzt seine Werke einmal genauer ansehen, denn "Ich lebe und ihr seid tot" hat mich sehr berührt und begeistert. Durch die romanartige Darstellung hatte ich das Gefühl, tief in das Leben bzw. in die Gedanken- und Gefühlswelt Philip K. Dicks eintauchen zu können. Auch wenn es abgedroschen klingt, erscheint mir Dicks Leben als eine wilde Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen. Die Fragen nach der wahren Realität der Welt und dem Wesen des Menschen beschäftigen ihn sein ganzes Leben über. Ich bin schon lange Fan seiner Literatur und habe einige der Werke gelesen, auf die Carrère speziell im Buch eingeht (z.B. "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?/Blade Runner" oder "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch"). Er schafft es dabei aus meiner Sicht besonders gut, Dicks Werke mit seiner jeweiligen Lebenssituation und seiner psychischen Verfassung während des Schreibens in Beziehung zu setzen. Dies empfinde ich als großen Mehrwert zur Lektüre von Dicks Romanen. Seine inneren Kämpfe werden sehr deutlich und streckenweise hatte ich fast das Gefühl, selbst in die Geisteswelt (Genius und Wahnsinn) von Philip K. Dick (bzw. in Carrères Darstellung davon) hineingezogen zu werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch vielen anderen - an Psychologie und Metaphysik interessierten - Lesern des Buches so ergehen wird. Zum Abschluss aus meiner Sicht noch wichtig zu erwähnen: das Buch ist nicht wirklich einfach zu lesen. Carrère (oder die Übersetzerin) neigt gelegentlich zu sehr langen und verschachtelten Sätzen und die Thematiken wie Sinnsuche, Gefangensein, Wahn oder Suizid können psychisch (und intellektuell) sehr herausfordernd sein.

The Amazing Life Of Philip K. Dick: What A Ride!

Tobias Krieg am 10.06.2025
Bewertungsnummer: 2512814
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"Würde es Philip K. Dick nicht geben, müsste man ihn erfinden." (frei nach Voltaire) "Ich lebe und ihr seid tot" ist eine Romanbiografie über das Leben des amerikanischen Science-Fiction-Autors Philip K. Dick geschrieben vom französischen Schriftsteller und Filmregisseur Emmanuel Carrère (geboren 1957 in Paris). Das Buch ist die erste Romanbiografie, die ich überhaupt gelesen habe. Dabei handelt es sich grundsätzlich um ein Sachbuch, doch die Art der Darstellung lässt Dicks Leben beinahe wie eine fiktive Erzählung erscheinen. Philip K. Dick lebte von 1928 bis 1982. Er hatte ein Leben, das mir wie eine Art Gegenpol zum Gedanken "Ich habe nie wirklich gelebt" erscheint. Seine Zwillingsschwester Jane starb einige Wochen nach ihrer Geburt und Phil wuchs bei seiner Mutter auf. Schon früh interessierte er sich intensiv für Musik und Literatur. Gesundheitliche Probleme begleiteten ihn sein ganzes Leben über. Mit 14 Jahren wurde er zum ersten Mal zu einem Psychiater in Therapie geschickt. Er litt an körperlichen und psychischen Problemen. Im Teenager-Alter begann er auch selbst mit dem Schreiben. Er las am liebsten Science-Fiction-Geschichten und wählte dieses Genre für seine eigenen Werke. Laut Wikipedia schrieb er im Laufe seines Lebens 118 Kurzgeschichten und 43 Romane. Lange Zeit verdiente er mit dem Schreiben nur wenig Geld, in späteren Jahren und mit zunehmender Anerkennung begannen aber die Tantiemen zu fließen. In Bezug auf Beziehungen schöpfte er aus dem Vollen. Er war insgesamt 5 Mal verheiratet und zeugte 3 Kinder. Keine seiner Beziehungen hielt wirklich lange, in seinen jeweiligen sozialen Netzen (u.a. in den 60er Jahren in Berkley!) erhielt er aber aufgrund seiner ungewöhnlichen Art und seiner Literatur oft große Anerkennung. Psychisch scheint er den Großteil seines Lebens im Grenzbereich der Psychose verbracht zu haben (was wahrscheinlich auch mit seinem langen Amphetamin- und Medikamentenmissbrauch zusammenhängt). Er unternahm zwei Selbstmordversuche und - schon immer von der Frage nach der wahren Realität besessen - haderte in seinen letzten Jahren mit der Vorstellung, ein von Jahwe ausgewählter Prophet zu sein (im Laufe des Lebens konvertierte er zum Christentum). Emmanuel Carrère kannte ich als Autor bisher noch nicht, aber ich werde mir jetzt seine Werke einmal genauer ansehen, denn "Ich lebe und ihr seid tot" hat mich sehr berührt und begeistert. Durch die romanartige Darstellung hatte ich das Gefühl, tief in das Leben bzw. in die Gedanken- und Gefühlswelt Philip K. Dicks eintauchen zu können. Auch wenn es abgedroschen klingt, erscheint mir Dicks Leben als eine wilde Achterbahnfahrt mit vielen Höhen und Tiefen. Die Fragen nach der wahren Realität der Welt und dem Wesen des Menschen beschäftigen ihn sein ganzes Leben über. Ich bin schon lange Fan seiner Literatur und habe einige der Werke gelesen, auf die Carrère speziell im Buch eingeht (z.B. "Träumen Androiden von elektrischen Schafen?/Blade Runner" oder "Die drei Stigmata des Palmer Eldritch"). Er schafft es dabei aus meiner Sicht besonders gut, Dicks Werke mit seiner jeweiligen Lebenssituation und seiner psychischen Verfassung während des Schreibens in Beziehung zu setzen. Dies empfinde ich als großen Mehrwert zur Lektüre von Dicks Romanen. Seine inneren Kämpfe werden sehr deutlich und streckenweise hatte ich fast das Gefühl, selbst in die Geisteswelt (Genius und Wahnsinn) von Philip K. Dick (bzw. in Carrères Darstellung davon) hineingezogen zu werden. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch vielen anderen - an Psychologie und Metaphysik interessierten - Lesern des Buches so ergehen wird. Zum Abschluss aus meiner Sicht noch wichtig zu erwähnen: das Buch ist nicht wirklich einfach zu lesen. Carrère (oder die Übersetzerin) neigt gelegentlich zu sehr langen und verschachtelten Sätzen und die Thematiken wie Sinnsuche, Gefangensein, Wahn oder Suizid können psychisch (und intellektuell) sehr herausfordernd sein.

Lesenswerter Einblick in die Gedankenwelt und das Leben von Phil Dick

Lust_auf_literatur am 06.03.2025

Bewertungsnummer: 2430862

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer war Phil Dick? Philip K. Dick, der oft auch unter Psydonymen veröffentlichte, war ein bekannte US-amerikanischer Science Fiction Autor, der immense viele Romane und Erzählungen veröffentlicht hat. Du bist mit seinem Werk bestimmt auch schon in Berührung gekommen, zumindest wenn du die Filme „Blade Runner“ oder „Total Recall“ kennst, die auf Geschichten von ihm basieren. Auch der Mega Blockbuster „Matrix“ und seine Prequels basiert auf seinen Ideen. Phil Dick kann als einer der großen Ideengeber für futuristische und philosophische Film-und Fernsehproduktionen gesehen werden. Wer aber war Phil Dick wirklich? Woher bezog er seine Ideen, wie hat er gelebt und wie sah seine Glaubenswelt aus? Der französische Journalist und Schriftsteller Emmanuel Carrère, den ich seit seiner Gerichtsreportage „V13 - Die Terroranschläge von Paris“ sehr bewundere, hat über diesen Menschen und sein Umfeld ein Buch geschrieben, das er selbst als Romanbiografie definiert. Ich persönlich finde, das Buch hat mehr einen Sachbuchcharakter, auch wenn Carrère einzelne Passagen aus Dicks Leben und Werken mit fiktionaler Freiheit erzählt. Das Krasse ist, dass das Buch in Frankreich bereits 1993 erschien und jetzt nach 32 Jahren (!!!) ins Deutsche übersetzt wurde. Das spricht für eine ungebrochen Faszination und einem Interessse an Phil Dick und seinen Fantasiewelten. Aber auch für die Kunst und das Talent von Carrère, denn beim Lesen dieser zeitlosen Biografie macht das Erscheinungsjahr keinen Unterschied. Carrère erzählt Dicks Leben chronologisch und beginnt mit seinem ersten einschneidenden und prägenden Ereignis nach seiner Geburt. Und das ist der Tod seiner nur wenige Monate alten Zwillingsschwester Jane unter tragischen Umständen. Dick wird Zeit seines Lebens von einer Art Parallelexistenz besessen sein, vom Glauben an eine Art gespiegelten Leben, das in den Erzählungen vom Tod seiner Schwester seinen Anfang nahm. Dick wächst in Berkeley, damals die rote Hauptstadt der USA und in einem von marxistischem Dialekt geprägten Umfeld, obwohl er als junger Erwachsener als Reaktionär gilt. 1952 veröffentlicht er seine erste Erzählung. Anfang der 60er entdeckt er die Pforten der Wahrnehmung. Es ist die Zeit der Bewusstseinserweiterung, die Ära von Huxley, LSD und Meskalin. „Lovecraft hatte gewarnt: Wenn wir alles wüssten, würden wir vor Entsetzen wahnsinnig werden.“ In den Werken von Phil Dick, der manchmal als Drogen-Autor beschrieben wurde, geht es viel um das Erkennen der „echten“ Wirklichkeit, sie sind demaskierend und desillusionierend und in der Handlungsführung mit komplexen und spannenden Aufbau. Dick wurde viel von den spirituellen Strömungen seiner Zeit geprägt, so befragte er zeitweise regelmäßig das I Ging, nicht nur für sein eigenes Leben sondern auch für die Weiterführung der Handlung in seinen Romanen. Oft habe ich mich beim Lesen gefragt, wie wohl die Entwicklungen unserer heutigen Zeit gerade im Bereich Künstliches Bewusstsein und Intelligenz auf Phil Dick gewirkt hätten. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass die Übersetzerin Claudia Hamm in einer Anmerkung von 2025 kurz darauf eingeht. Sie erwähnt auch, dass in Übereinstimmung mit Carrère einige Kürzungen vorgenommen wurden, was ich sehr begrüße, denn ich kann ich nicht leugnen, dass das immer noch 360 Seiten umfassende Buch für mich einige Längen aufwies und das Lesen einige Zeit in Anspruch nahm. Dennoch war „Ich lebe und ihr seid tot“ für mich eine sehr bereichernde und informative Lektüre war, die mir gut gefallen hat. Carrère gibt mit Phil Dicks Biografie nicht nur Einblicke in eine spannende Zeit in den USA, als vieles im Umbruch war, sondern auch in eine Gedankenwelt, die sowohl visionär als auch verwirrt war. Oder um es mit Phil Dicks Worten zu sagen: „Es ist manchmal eine angemessene Reaktion auf die Realität, verrückt zu werden.“

Lesenswerter Einblick in die Gedankenwelt und das Leben von Phil Dick

Lust_auf_literatur am 06.03.2025
Bewertungsnummer: 2430862
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer war Phil Dick? Philip K. Dick, der oft auch unter Psydonymen veröffentlichte, war ein bekannte US-amerikanischer Science Fiction Autor, der immense viele Romane und Erzählungen veröffentlicht hat. Du bist mit seinem Werk bestimmt auch schon in Berührung gekommen, zumindest wenn du die Filme „Blade Runner“ oder „Total Recall“ kennst, die auf Geschichten von ihm basieren. Auch der Mega Blockbuster „Matrix“ und seine Prequels basiert auf seinen Ideen. Phil Dick kann als einer der großen Ideengeber für futuristische und philosophische Film-und Fernsehproduktionen gesehen werden. Wer aber war Phil Dick wirklich? Woher bezog er seine Ideen, wie hat er gelebt und wie sah seine Glaubenswelt aus? Der französische Journalist und Schriftsteller Emmanuel Carrère, den ich seit seiner Gerichtsreportage „V13 - Die Terroranschläge von Paris“ sehr bewundere, hat über diesen Menschen und sein Umfeld ein Buch geschrieben, das er selbst als Romanbiografie definiert. Ich persönlich finde, das Buch hat mehr einen Sachbuchcharakter, auch wenn Carrère einzelne Passagen aus Dicks Leben und Werken mit fiktionaler Freiheit erzählt. Das Krasse ist, dass das Buch in Frankreich bereits 1993 erschien und jetzt nach 32 Jahren (!!!) ins Deutsche übersetzt wurde. Das spricht für eine ungebrochen Faszination und einem Interessse an Phil Dick und seinen Fantasiewelten. Aber auch für die Kunst und das Talent von Carrère, denn beim Lesen dieser zeitlosen Biografie macht das Erscheinungsjahr keinen Unterschied. Carrère erzählt Dicks Leben chronologisch und beginnt mit seinem ersten einschneidenden und prägenden Ereignis nach seiner Geburt. Und das ist der Tod seiner nur wenige Monate alten Zwillingsschwester Jane unter tragischen Umständen. Dick wird Zeit seines Lebens von einer Art Parallelexistenz besessen sein, vom Glauben an eine Art gespiegelten Leben, das in den Erzählungen vom Tod seiner Schwester seinen Anfang nahm. Dick wächst in Berkeley, damals die rote Hauptstadt der USA und in einem von marxistischem Dialekt geprägten Umfeld, obwohl er als junger Erwachsener als Reaktionär gilt. 1952 veröffentlicht er seine erste Erzählung. Anfang der 60er entdeckt er die Pforten der Wahrnehmung. Es ist die Zeit der Bewusstseinserweiterung, die Ära von Huxley, LSD und Meskalin. „Lovecraft hatte gewarnt: Wenn wir alles wüssten, würden wir vor Entsetzen wahnsinnig werden.“ In den Werken von Phil Dick, der manchmal als Drogen-Autor beschrieben wurde, geht es viel um das Erkennen der „echten“ Wirklichkeit, sie sind demaskierend und desillusionierend und in der Handlungsführung mit komplexen und spannenden Aufbau. Dick wurde viel von den spirituellen Strömungen seiner Zeit geprägt, so befragte er zeitweise regelmäßig das I Ging, nicht nur für sein eigenes Leben sondern auch für die Weiterführung der Handlung in seinen Romanen. Oft habe ich mich beim Lesen gefragt, wie wohl die Entwicklungen unserer heutigen Zeit gerade im Bereich Künstliches Bewusstsein und Intelligenz auf Phil Dick gewirkt hätten. Deswegen habe ich mich sehr gefreut, dass die Übersetzerin Claudia Hamm in einer Anmerkung von 2025 kurz darauf eingeht. Sie erwähnt auch, dass in Übereinstimmung mit Carrère einige Kürzungen vorgenommen wurden, was ich sehr begrüße, denn ich kann ich nicht leugnen, dass das immer noch 360 Seiten umfassende Buch für mich einige Längen aufwies und das Lesen einige Zeit in Anspruch nahm. Dennoch war „Ich lebe und ihr seid tot“ für mich eine sehr bereichernde und informative Lektüre war, die mir gut gefallen hat. Carrère gibt mit Phil Dicks Biografie nicht nur Einblicke in eine spannende Zeit in den USA, als vieles im Umbruch war, sondern auch in eine Gedankenwelt, die sowohl visionär als auch verwirrt war. Oder um es mit Phil Dicks Worten zu sagen: „Es ist manchmal eine angemessene Reaktion auf die Realität, verrückt zu werden.“

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Ich lebe und ihr seid tot

von Emmanuel Carrère

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