Produktbild: Die blutige Kammer

Die blutige Kammer Erzählungen | Das Kultbuch von der Godmother der feministischen (Horror-)Literatur

7

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.04.2025

Illustriert von

Julia Kissina

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

200 (Printausgabe)

Dateigröße

2523 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Bloody Chamber

Übersetzt von

Maren Kames

Sprache

Deutsch

EAN

9783518782033

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Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

16.04.2025

Illustriert von

Julia Kissina

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

200 (Printausgabe)

Dateigröße

2523 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Bloody Chamber

Übersetzt von

Maren Kames

Sprache

Deutsch

EAN

9783518782033

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  • Eskalina

    aus Hannover

    4/5

    09.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein moderner Klassiker, dessen Neuentdeckung sich auf jeden Fall lohnt...

    „Die Schöne und das Biest“, „Der Erlkönig“, „Der gestiefelten Kater“ - alles Märchen und Erzählungen, die wir meinen zu kennen und denken, ein weiterer Blick darauf lohnt nicht. Angela Carter hat zu ihrer Zeit eine Umdeutung gewagt und einen Perspektivwechsel vorgenommen. Erzählerinnen sind meist die betroffenen Frauen und deren Sicht auf die männlichen Verhaltensweisen und Verfehlungen in den Geschichten. Frauen teils in der Opferrolle, teils als dominanter Part. „Die blutige Kammer“ ist eine vielschichtige Darstellung von Frauen mit eigenen Wünschen und Lüsten, so wie sie zur Zeit der Erstveröffentlichung des Buches noch durchaus skandalös galt. Es handelt es sich nicht um ein harmloses erotisches Märchenbuch; dafür ist das Wechselspiel zwischen Liebe, Abscheu und Gewalt zu hintergründig, sind die Grenzen zwischen Täter und Opfer zu verschwommen. Es entzieht sich jeder klaren Deutung und bleibt immer ein wenig rätselhaft. Ich hatte beim Lesen häufig das Gefühl, eine Andeutung, einen Hinweis übersehen oder falsch interpretiert zu haben. Gerade das hat es aber letztlich für mich so faszinierend gemacht. Das geniale Nachwort von Mithu Sanyal hätte besser als Vorwort gepasst und wäre somit sehr hilfreich für diejenigen, die das Buch in keinen Kontext einordnen können, denn beginnt man dieses Buch unvorbereitet und ohne etwas über Angela Carter zu wissen, fragt man sich, ob man hier ein Werk aus dem 19. Jahrhundert vor sich hat und was es bezweckt. Die Sprache ist überladen mit Adjektiven und wirkt extrem altmodisch. Trotzdem haben ihre Märcheninterpretationen einen ganz eigenen Charme, wenn man sich denn auf sie einlässt und genau da sehe ich das Problem bei diesem Buch, denn an welche Zielgruppe richtet es sich? Die heutige Generation Z könnte sprachlich überfordert sein. Also nur ein Buch für Babyboomer und die Jahrgänge davor? Es wäre schade, würde es sich so entwickeln. Ich wünsche dem Buch einen beachteten Neustart; das hat es einfach verdient…

  • Bewertung

    Book Circle Community

    3/5

    30.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Entlarvt, aber nicht befreit

    Angela Carter schreibt mit einer Sprache, die trägt. Ihre Bilder sind dicht, sinnlich, düster, und sie versteht es, eine Gothic-Atmosphäre zu erschaffen, die zwischen Märchen und Albtraum schwebt. Man liest diese Erzählungen nicht nur, man bewegt sich durch sie: durch Wälder, Kammern, Schlösser, Körper und Blicke. Literarisch ist das stark, manchmal sogar überwältigend. Carter zieht den alten Märchen den Zuckerguss ab. Sie zeigt, was darunter liegt: Macht, Besitz, Begehren, Tausch. Väter verspielen Töchter, Männer begehren, Monster locken, Frauen überleben in Räumen, die nicht für sie gebaut wurden. In diesem Sinn sind die Texte schonungslos und ehrlich. Sie entlarven die kulturellen Fantasien, aus denen diese Geschichten seit Jahrhunderten gemacht sind. Was mich jedoch irritiert, ist das Etikett „feministisch“, das diesem Buch fast selbstverständlich beigegeben wird. Denn bei aller Entlarvung bleibt die Struktur erstaunlich stabil. Die Frauen gewinnen keine neue Welt, sie gewinnen eine Strategie. Sexualität wird zur Gegenmacht, zur Währung, zur Überlebensform – aber nicht zur Befreiung. Das Spiel ändert seine Regeln nicht, es wird nur auf einer anderen Ebene gespielt. Viele Geschichten folgen dabei einem ähnlichen Muster: jung, schön, begehrt, gefährdet. Die Kulissen wechseln – Schloss, Wald, Schnee, Vampirhaus – doch der Motor bleibt derselbe: Wunsch, Objekt, Annäherung, Verwandlung oder Verschwinden. Das ist klug, konsequent und irgendwann auch ermüdend. Ich lese Carter weniger als Autorin, die zeigt, wie es anders sein könnte, sondern als eine, die gnadenlos offenlegt, wie diese Geschichten – und vielleicht auch unsere Rollenbilder – tatsächlich funktionieren. Das ist ihre große Stärke. Aber es bleibt eine Entlarvung, kein Entwurf. Ein literarisch starkes, dunkles, wichtiges Buch. Nur für mich kein Text der Befreiung, sondern einer der schonungslosen Diagnose. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

  • Bewertung

    Book Circle Community

    3/5

    13.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Märchen und Albtraum

    Angela Carters Die blutige Kammer bietet eine faszinierende, düstere und feministisch geprägte Neuinterpretation klassischer Märchen. Die Geschichten sind sprachlich kraftvoll, oft poetisch, und stellen bekannte Figuren wie Rotkäppchen, Dornröschen oder die Vampirin in völlig neuem Licht dar. Besonders spannend fand ich, wie Carter traditionelle Rollenbilder aufbricht und den weiblichen Figuren Selbstbestimmung und Macht zuschreibt. Teilweise war ich jedoch auch irritiert: Manche Parallelen zu den Originalmärchen waren schwer erkennbar, oder die Symbolik blieb mir zu vage. Auch die Stimmung der Erzählungen – oft unheimlich, grotesk oder verstörend – hat mich manchmal eher befremdet als begeistert. Ob ich weitere Bücher von Angela Carter lesen möchte, weiss ich daher nicht genau. Ihr Stil ist aussergewöhnlich und definitiv lesenswert, aber nicht immer leicht zugänglich. Wer Freude an literarisch anspruchsvollen, feministischen Märchen hat, wird hier viel entdecken – für alle anderen kann es herausfordernd sein.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    3/5

    11.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neue Versionen bekannter Märchen

    In diesem Buch werden neue Versionen von bekannten Märchen erzählt. Das Grundgerüst der Märchen bleibt bestehen, so dass diese in der Regel sehr schnell erkannt werden. Erwartet man allerdings die Märchen und den bekannten Schreibstil von Märchen anzutreffen wird man überrascht sein, den dies ist nicht der Fall. Wer den Schreibstil von beispielsweise Emily Brontë mag wird Freude haben, den ähnliches wird man entdecken. Die Geschichten sind nicht immer einfach zu verstehen und stellen im tieferen Sinn die gesellschaftliche Anschauungen in Frage. Das die Geschichten feministischer sein sollen, ist nicht immer ersichtlich und nur mit zartem Hauch erkennbar. Ausser wen man nicht von der heutigen Zeit ausgeht sondern von der Zeit als das Buch ursprünglich geschrieben wurde. Persönlich hatte ich mehr vom Buch erwartet und war ein wenig enttäuscht. Wer klassische Märchen liebt inkl. den Happy Ends würde ich das Buch nicht empfehlen.

  • Lena

    Book Circle Community

    3/5

    10.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alte Märchen werden neu erzählt

    Ich fand das Buch so lala. Das Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichte, was erfrischend zum Lesen ist. Einzelne Märchen habe ich in den Geschichten direkt wiedererkannt, andere gar nicht, obwohl ich das Märchen davon kennen würde. Mit dem Schreibstil, der Autorin bin ich nicht recht warm geworden. Er ist teils sehr lyrisch formuliert und für meinen Geschmack nicht so spannend. Oder zu hochgestochen und komplex für mein Niveau! Für eine gemeinsame Lesung ist das Buch jedoch spannend. Da kann man sehr gut interpretieren und über die Änderung, Abweichungen und das Gleichbleiben von dem Geschichten diskutieren.

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Bewertungen (7)

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