Zwei Frauen, eine gemeinsame Obsession und eine Lüge, die die Macht hat, ihre Freundschaft zu retten oder zu zerstören. Für die Studentinnen Meadow und Carrie gibt es nichts Aufregenderes, als Filme zu drehen und sich damit die Welt und die Menschen in ihr zu erschließen. Und doch könnten ihre Ansichten über Kunst, Sex und Moral unterschiedlicher kaum sein. Die Filme der privilegiert aufgewachsenen Meadow sind autobiografisch und provokant, Carries sind leichte Komödien, ein Mittel, der Armut zu entkommen. Ihre Freundschaft ist schwierig, aber sie hält. Bis Meadow eine komplizierte Affäre mit einem berühmten älteren Filmemacher beginnt. Kurz vor seinem Tod bietet er Meadow an, ihre Beziehung öffentlich und ihren Namen in aller Welt bekannt zu machen. Empört lehnt Meadow ab. Und geht mit ihrem nächsten Film über eine Grenze des Gewissens, sodass auch Carrie ihr nicht mehr folgen kann.
Kundinnen und Kunden meinen
3.7/5.0
V
aus München
5/5
06.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Aktuelle Themen
Es ist das zweite Buch, dass ich von Diana Spiotta gelesen habe. Ein klug geschriebenes Buch zu einem wichtigen Thema - wie weit geht die Kunstfreiheit, wie kann man Beziehungen mit sehr ungleichen Machtverhältnissen beurteilen. Nicht ganz anspruchslos.
Jürg K.
4/5
22.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Freundschaft zweier Frauen
Es gibt für die beiden Studentinnen Meadow und Carrie nichts Besseres als Filme zu drehen. Doch unterschiedlicher können die Ansichten über Kunst, Sex und Moral der beiden nicht sein. Meadow Filme sind autobiografisch und provokant, Carries sind Komödien. Probleme entstehen als Meadow eine Affäre mit einem berühmten älteren Filmemacher beginnt. Er möchte ihre Beziehung kurz vor seinem Tode öffentlich machen, was sie ablehnt. Bei ihrem nächsten Film überschreitet sie eine Grenze, wo ihr Carrie nicht mehr folgen kann. In diesem sehr spannenden und interessanten Buch wird man als Leser mit zwei Frauen konfrontiert. Diese haben gemeinsame Obsession und eine Lüge, die ihre Freundschaft retten oder aber auch zerstören kann. Der Leser taucht ein in eine Welt ein in der die Themen wie Freundschaft, Obsession und die Kunst des Filmemachens packend erzählt wird. Mich hat diese Geschichte in den Bann gezogen. Nach dem Ende des Buches musste ich über vieles Nachdenken. Ein empfehlenswertes Buch.
yellowdog
4/5
18.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hommage an das Kino
Schon das Cover deutet auf die Freundschaft zweier Frauen an.
Beide beschäftigen sich mit Film, vielmehr, es ist ihr Lebensmittelpunkt.
Doch sie sind sehr unterschiedlich. Die Autorin präsentiert zwei Lebenswege.
Das macht sie auf komplexe, manchmal unnötig komplizierte Art.
Man sollte für das Buch ein Interesse an Film mitbringen, insbesondere auch an die Filmgeschichte. Man wird einiges wieder entdecken und vielleicht auch neues.
Ich muss gestehen, dass mich Dana Spiottas letzter Roman (Unberechenbar) mehr angesprochen hatte, aber auch Die schönere Lüge ist ein gutes Buch.
Bewertung
aus Leipzig
3/5
16.04.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Freundschaften
Freundschaften
Das Buch erzählt die Geschichte von Meadow und Carrie, zwei Frauen, deren Freundschaft auf einer tiefen, aber komplizierten Verbindung basiert. Beide drehen gern Filme - doch ist das schon fast die einzige Gemeinsamkeit. Die Filme der privilegiert aufgewachsenen Meadow sind autobiografisch und provokant, Carries sind leichte Komödien, ein Mittel, der Armut zu entkommen. Ihre Freundschaft ist schwierig, aber sie hält.
Als ich begonnen habe, das Buch zu lesen, war ich zuerst etwas verwirrt. Ich kannte zwar den Klappentext und auch die Leseprobe habe ich gelesen, aber so ganz konnte mein Kopf die Worte und Sätze nicht zu einem zusammenhängenden Text verarbeiten.
Ich weiß gar nicht so richtig, wie ich das Buch beschreiben soll. Es ist intensiv und man muss sich definitiv darauf einlassen. Man kann es nicht mal eben nebenbei lesen. Denn dann entgeht einem viel Subtext. Ich musste manche Sätze öfter lesen, um sie verstehen zu können.
Es ist nicht nur eine Geschichte über Freundschaft, sondern auch über die Kunst des Filmemachens und die Opfer, die man für Ruhm und Anerkennung bringt.
Die Charaktere sind vielschichtig, aber die Handlungen sind für mich nicht immer nachvollziehbar. Oft habe ich selbst das Gefühl in einem Film feststecken, der noch im Schnitt steckt und bei dem die Handlungen noch nicht vollständig miteinander verbunden wurden.
Es ist kein einfacher Roman, aber er regt zum Nachdenken an. Aber es ist mit Sicherheit keine leichte Urlaubslektüre. Ich empfehle hier wirklich, sich eine Leseprobe anzusehen und zu überlegen, ob das Buch etwas für einen ist.
ISBN: 978-3910372405
Umfang: 274 Seiten
Autor: Dana Spiotta
Verlag: Kjona
Erscheinungsdatum: 18.02.2025
MarieOn
3/5
19.02.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Geschmackssache
Meadow Mori lebt bei ihren Eltern in einem großen einstöckigen Neubau mit Pool. Sie steht wenige Wochen vor ihrem ersten Tag an der NY-University und wird heute, nicht zu ersten Mal, ihre Eltern anlügen. Sie erzählt von einer Reise, die sie mit ihrer besten Freundin Carrie plant. Sie sagt, sie wollen in Gloversville (das war ihr gerade eingefallen) mit einem Kollektiv, bestehend aus anderen Studenten aus der Branche Filme drehen. Nachdem sie ihre Eltern überzeugt hat, steigt sie in ihr dunkelblaues VW Käfer Cabriolet und fährt zu Orson Welles, dem mehrfach ausgezeichneten Filmregisseur. Sie sind seit kurzem ein Paar und er möchte, dass sie bei ihm wohnt. Meadow liebt den alten fetten Mann mit der vollen, kräftigen Stimme.
Wenn er essen geht, um sich mit Kollegen zu treffen, streift sie durch seinen Bungalow mit dem nierenförmigen Pool und den drei Schlafzimmern. Sie streicht über Türme von Drehbüchern und lässt sich inspirieren. In seinem Heimkino schaut sie sich alle an, die europäischen sowie die amerikanischen. Orsons berühmtesten Film, irgendeinen genialen Wunderkind-Kultfilm hat sie sich zwanzig Mal angesehen. Weil er sich angeblich Charlie Chaplins Lichter der Großstadt zwanzig Mal angesehen hatte und danach alles über das Filmen wusste. Er nahm sie nie mit, wenn er ausging, schrieb ihr aber Liebesbriefe und rezitierte aus Shakespeare. Neun Monate ging das so und dann verließ er sie.
Jelly hat Oz in einem Blindenzentrum kennengelernt. Er roch zart nach Nelke. Während sie noch schemenhaft sehen konnte, war er kindheitsblind. Er hatte sie angesprochen und ihr so lange Avancen gemacht, bis sie ihn in seiner Wohnung besuchte. Während sie sehr geruchsempfindlich war, hatte er das absolute Gehör und nutzte seine Gabe, um Telefonleitungen anzuzapfen. Eine Weile verstanden sie sich großartig, aber dann wurde Oz immer stiller. Er schien ihr zuzuhören, aber er antwortete kaum. Am Abend verließ er häufiger die Wohnung, ohne sie. Und am Ende verließ er sie ganz.
Fazit: Dana Spiotta hat einen arg umfangreichen Roman geschaffen, der mir seitenlang keinen Sinn offenbarte. Letztendlich aber schließt sich der Kreis und es wird ein Schuh draus. Die Geschichte ist aufgeteilt in Gegenwart, Vergangenheit und Gegenwart. Zwischenzeitlich spazieren Menschen ins Bild, deren Vorhandensein mir unklar bleibt. Ich mochte die Einsichten in die Filmbranche, vor allem die hinter der Kamera. Es ist mein zweites Buch der Autorin und der zweite nicht ganz saubere Charakter in der Hauptrolle. In diesem Buch fand ich die Antiheldin allerdings interessant ausgearbeitet. Ich habe mich mit der Vielzahl an Szenen schwergetan. Ein Zug, der in allen Facetten aufgenommen wird, erschließt sich mir, wenn man beruflich filmen möchte und es hat auch die Obsession gezeigt. Aber eine Jelly, die eigentlich Amy heißt und sich Nicole nennt, hat mich schweratmig gemacht. Was Jelly und Oz und Jack in der Geschichte zu suchen haben, findet sich am Schluss. Für meinen Geschmack hat die Autorin quasi zu viel geredet, das hatte was Erschlagendes, Ermüdendes. Zuviel fand ich auch die Selbstkasteiung der Antiheldin. Schon Dana Spiottas letztes Buch konnte mich nicht überzeugen und ein drittes würde ich nicht lesen. Das ist aber Geschmackssache. George Saunders, amerikanischer Bestsellerautor, den ich sehr schätze, hat dieses Buch gefeiert.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.