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Hamed Abdel-Samad

1. Der Preis der Freiheit

Der Preis der Freiheit Eine Warnung an den Westen

Gesprochen von
2

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Klaus B. Wolf

Spieldauer

8 Stunden und 29 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

17.10.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

20

Verlag

ABOD von RBmedia Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783987854835

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Klaus B. Wolf

Spieldauer

8 Stunden und 29 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Altersempfehlung

ab 18 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

17.10.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

20

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ABOD von RBmedia Verlag

Sprache

Deutsch

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9783987854835

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Wie immer aufrüttelnd

Mimi am 27.10.2024

Bewertungsnummer: 2326627

Bewertet: Hörbuch-Download

Habe mehrere Bücher von Hamed Abdel-Samad gelesen. Er greift gesellschaftliche Themen immer sehr differenziert auf und durchleuchtet verschiedene Perspektiven. Die Politik bleibt leider weiterhin blind, desinteressiert und taub. Ein ewiger Konkurrenzkampf verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen mit starren inneren Gruppenstrukturen, mit klaren Hierarchien und harter ideologischer Doktorin. Opfer werden zu Tätern und nutzen die Freiheit für die Einschränkung anderer Menschen. Sie gestehen anderen Menschen keine Freiheit zu. Die Demokratie und Verfassung sind leider verhandelbar. Grundrechte für alle?

Wie immer aufrüttelnd

Mimi am 27.10.2024
Bewertungsnummer: 2326627
Bewertet: Hörbuch-Download

Habe mehrere Bücher von Hamed Abdel-Samad gelesen. Er greift gesellschaftliche Themen immer sehr differenziert auf und durchleuchtet verschiedene Perspektiven. Die Politik bleibt leider weiterhin blind, desinteressiert und taub. Ein ewiger Konkurrenzkampf verschiedener gesellschaftlicher Gruppierungen mit starren inneren Gruppenstrukturen, mit klaren Hierarchien und harter ideologischer Doktorin. Opfer werden zu Tätern und nutzen die Freiheit für die Einschränkung anderer Menschen. Sie gestehen anderen Menschen keine Freiheit zu. Die Demokratie und Verfassung sind leider verhandelbar. Grundrechte für alle?

Mutig, berührend, nachdenklich

Bewertung am 11.07.2025

Bewertungsnummer: 2537043

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Freiheit, auf der einen Seite, und ihr entgegengesetzt, Kräfte, die die Freiheit bedrohen, das sind die großen Themen des neuen Buches von Hamed Abdel-Samad: „Der Preis der Freiheit. Eine Warnung an den Westen“. Im Westen und in Deutschland läuft etwas schief, und das schon seit Jahren, nicht nur im Umgang mit Islamisten sondern auch im Umgang mit Freiheit und Streitkultur, so die These des Autors. Hamed Abdel-Samad beschreibt, in welcher Gefahr sich offene Gesellschaften im Westen befinden. In mehreren Kapiteln mit jeweils unterschiedlichen Ansätzen und Lebensbezügen zeigt er auf, durch welche Faktoren liberale Demokratien und die Freiheit in unserem Rechtsstaat bedroht sind. Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer zur Verteidigung der Freiheit des Publizisten und Politikwissenschaftlers, der sich Deutschland in den 80-er Jahren als neue Heimat gewählt hat. Durch viele seiner Islamismus-kritischen Bücher hat er sich einen Namen gemacht. „Der Preis der Freiheit“ kann nach seinem autobiographischen Erstlingswerk „Mein Abschied vom Himmel“ als Ergänzung und Vertiefung seiner Gedanken und Erfahrungen angesehen werden. Abdel-Samad gelingt es, den Leser unmittelbar, durch die fesselnde Darstellung seiner persönlichen Bedrohung, zur Kernfrage zu führen: Wie kann es sein, dass er als freiheitsliebender und die Gesetze des Rechtsstaates achtender Bürger, in einem Land mit reicher Wissenskultur, bedroht ist, er seine Meinung nicht frei sagen kann, und jeder seiner Schritte in der Öffentlichkeit zu seinem Schutz vom LKA begleitet werden muss, währenddessen sich Kräfte, wie zum Beispiel bestimmte kriminelle Clans, in diesem Land freier bewegen können als er. So geschehen, als er vor einiger Zeit ein libanesisches Restaurant besuchen wollte. Auf seinen Besuch musste er verzichten, da ihm sein Polizeiteam davon abriet, nachdem es festgestellt hatte, dass sich dort bewaffnete Mitglieder eines kriminellen arabischen Clans aufhielten. In dieser Realität lebt der Autor: in einem Gesellschaftssystem, das bestimmten Gruppen ein freieres Leben gewährt, als jemandem, der für liberale Werte eintritt. Warum gelingt es demokratischen Parteien, auch der politischen Mitte nicht, Freiheit und Demokratie zu verteidigen? Warum in einem demokratischen Land wie Deutschland, dass durch die Schaffung freiheitlich rechtsstaatlicher Strukturen, durch Fortschritte in Wissenschaft und Technik, durch den Wettbewerb der Ideen doch günstige Voraussetzungen geschaffen hat, für die Freiheit und Entfaltung des Individuums zu sorgen. Warum ist der Freiheitsgedanke als Grundgedanke derart unattraktiv geworden? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, beschäftigt er sich auch mit seinen Wurzeln. Als Sohn eines Imams in Äegypten, in einer Welt mit engen Strukturen und Vorgaben aufgewachsen, mit Religion als bestimmendem Faktor, hat er den Islam kritisch hinterfragt.Ein Anliegen ist ihm auch, am Beispiel seiner Mutter, mit der er durch ein enges Band verbunden war, offenzulegen, was Stammesbewusstsein, Tribalismus, Gehorsam und. freiwillige Unterwerfung bedeuten. Er zeigt den Zusammenhang zwischen Religion und Unfreiheit auf, und wie ethnische, religiöse Minderheiten und Menschen konditioniert werden, um sie in ihrer Unfreiheit zu halten. Mit großer Offenheit schildert der Autor auch schmerzhafte persönliche Erfahrungen und sagt, wie er seine Traumata überwunden habe. Frei sei er erst geworden, als er sein inneres Gefängnis verlassen konnte. Er sagt: „Es sind die Mauern in uns, die wir niederreißen müssen.“ Nur durch kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Traumata und den zugrunde liegenden Gefühlen wie Wut, Angst und Scham könne es gelingen, diese zu überwinden und einen Prozess der inneren Heilung in Gang zu setzen. Das erfordert harte Arbeit und Willensstärke: „Freiheit ist ein täglicher Kampf jedes Individuums, auch und vor allem mit sich selbst. Sie ist aber auch eine tägliche Beglückung, denn ohne Freiheit, gibt es keine Würde, keine Erkenntnis, keine Selbstverwirklichung.“ Aus gesellschafts- und geopolitischer Sicht erläutert er, wie die Freiheit von außen und innen bedroht ist, und stellt dies anhand zahlreicher Beispiele dar. „Die Feinde der Freiheit sind Religionen, Dogmen, Ideologien, starre Identitäten und Clan-Kulturen, weil sie statisch sind und von uns Gehorsam und Konformität zu verlangen, um ihre Unbeweglichkeit zu sichern.“ In diesem Zusammenhang beleuchtet er auch das Spannungsfeld von Migration und Integration, und zeigt auf, weshalb falsch verstandene Toleranz das Problem verschärft. Dabei nimmt er auch den Multikulturalismus unter die Lupe. Er unterscheidet jedoch zwischen dem Begriff des Multikulturalismus und dem der Multikulturalität. Er schreibt: „Während Multikulturalität farbenblind ist und Menschen nicht nach Hautfarbe, Ethnie und Religion unterscheidet, betont Multikulturalismus Hautfarbe, Ethnie und Religion und erhebt sie zu politischen Kategorien. Somit ist er nichts anderes als ein Machtinstrument der neuen Linken zur Durchsetzung ihrer Agenda und zur Ausgrenzung ihrer politischen Gegner. Er nütze weder den Migranten noch den Opfern von Rassismus. Freiheit sei weder Motivation noch Ziel dieses Multikulturalismus. Multikulturalität dagegen fördere das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen, und sei eine wertvolle Errungenschaft der modernen, offenen Gesellschaft.“ Da der Staat keine klaren Regeln setzen kann, werden die Ränder gestärkt. Die Mitte der Gesellschaft schrumpft und durch autoritäres Denken unter dem Deckmantel der Progressivität verliert der Freiheitsgedanke an Bedeutung. Es entsteht Unsicherheit und der Staat ist nicht mehr in der Lage seinem Bürger attraktive Angebote zu machen, die zur Verbesserung seiner Lebensqualität beiträgt. Das alles stärke auch die rechten Ränder, Gruppierungen und Parteien wie die AFD. Abdel-Samad kritisiert eine zunehmend vergiftete Streitkultur und eine Empörungskultur: man sei eher gegen Etwas als für Etwas. „Jede Protestbewegung will etwas anderes, aber sie finden nicht zueinander und wollen auch nichts miteinander zu tun haben. Jede Gruppe hält sich für die Stimme des Volkes und kämpft mit heiligem Furor für ihre Interessen und gegen die Interessen der anderen.“ Er sieht auch die Rolle, die ein Teil der Medienvertreter dabei spielt, kritisch. Nicht allzu selten spielen die Mainstream-Medien den jeweils Herrschenden in die Karten, indem sie unter dem Deckmantel von unabhängigen Recherchen ihre eigene Ideologie kundtun. Statt kritischem Hinterfragen reden sie den politisch Verantwortlichen das Wort, drängen Andersdenkende an den Rand, oder bieten ihnen keine Bühne für ihre Ansichten. Diese Haltung spiegelt sich auch in Wirtschaft und selbst in Wissenschaft und Forschung wieder. In einem dringlichen Warnruf wendet er sich an den Leser: „Noch bevor die Mongolen unserer Zeit (China, Russland und der Islamismus) aktiv in den Westen einfallen, zersetzt sich der Westen von innen heraus und macht es den Angreifern leicht.“ Um den Herausforderungen, vor denen Politik und Gesellschaft stehen, und den Gefahren, denen sie dabei von innen wie von außen ausgesetzt sind, erfolgreich zu begegnen, sind Freiheit, Vernunft, Wissen, Bewusstsein und Empathie wegweisend. Der Kampf für die Freiheit ist in dieser entscheidenden Phase unser Geschichte unabdinglich wertvoll und notwendig. Ein absolut empfehlenswertes Buch. Scharf in der Analyse, differenziert, ideen- und kenntnisreich. Verdient von mir eine 5 Sterne Bewertung. Gerda Eisen

Mutig, berührend, nachdenklich

Bewertung am 11.07.2025
Bewertungsnummer: 2537043
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Freiheit, auf der einen Seite, und ihr entgegengesetzt, Kräfte, die die Freiheit bedrohen, das sind die großen Themen des neuen Buches von Hamed Abdel-Samad: „Der Preis der Freiheit. Eine Warnung an den Westen“. Im Westen und in Deutschland läuft etwas schief, und das schon seit Jahren, nicht nur im Umgang mit Islamisten sondern auch im Umgang mit Freiheit und Streitkultur, so die These des Autors. Hamed Abdel-Samad beschreibt, in welcher Gefahr sich offene Gesellschaften im Westen befinden. In mehreren Kapiteln mit jeweils unterschiedlichen Ansätzen und Lebensbezügen zeigt er auf, durch welche Faktoren liberale Demokratien und die Freiheit in unserem Rechtsstaat bedroht sind. Das Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer zur Verteidigung der Freiheit des Publizisten und Politikwissenschaftlers, der sich Deutschland in den 80-er Jahren als neue Heimat gewählt hat. Durch viele seiner Islamismus-kritischen Bücher hat er sich einen Namen gemacht. „Der Preis der Freiheit“ kann nach seinem autobiographischen Erstlingswerk „Mein Abschied vom Himmel“ als Ergänzung und Vertiefung seiner Gedanken und Erfahrungen angesehen werden. Abdel-Samad gelingt es, den Leser unmittelbar, durch die fesselnde Darstellung seiner persönlichen Bedrohung, zur Kernfrage zu führen: Wie kann es sein, dass er als freiheitsliebender und die Gesetze des Rechtsstaates achtender Bürger, in einem Land mit reicher Wissenskultur, bedroht ist, er seine Meinung nicht frei sagen kann, und jeder seiner Schritte in der Öffentlichkeit zu seinem Schutz vom LKA begleitet werden muss, währenddessen sich Kräfte, wie zum Beispiel bestimmte kriminelle Clans, in diesem Land freier bewegen können als er. So geschehen, als er vor einiger Zeit ein libanesisches Restaurant besuchen wollte. Auf seinen Besuch musste er verzichten, da ihm sein Polizeiteam davon abriet, nachdem es festgestellt hatte, dass sich dort bewaffnete Mitglieder eines kriminellen arabischen Clans aufhielten. In dieser Realität lebt der Autor: in einem Gesellschaftssystem, das bestimmten Gruppen ein freieres Leben gewährt, als jemandem, der für liberale Werte eintritt. Warum gelingt es demokratischen Parteien, auch der politischen Mitte nicht, Freiheit und Demokratie zu verteidigen? Warum in einem demokratischen Land wie Deutschland, dass durch die Schaffung freiheitlich rechtsstaatlicher Strukturen, durch Fortschritte in Wissenschaft und Technik, durch den Wettbewerb der Ideen doch günstige Voraussetzungen geschaffen hat, für die Freiheit und Entfaltung des Individuums zu sorgen. Warum ist der Freiheitsgedanke als Grundgedanke derart unattraktiv geworden? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, beschäftigt er sich auch mit seinen Wurzeln. Als Sohn eines Imams in Äegypten, in einer Welt mit engen Strukturen und Vorgaben aufgewachsen, mit Religion als bestimmendem Faktor, hat er den Islam kritisch hinterfragt.Ein Anliegen ist ihm auch, am Beispiel seiner Mutter, mit der er durch ein enges Band verbunden war, offenzulegen, was Stammesbewusstsein, Tribalismus, Gehorsam und. freiwillige Unterwerfung bedeuten. Er zeigt den Zusammenhang zwischen Religion und Unfreiheit auf, und wie ethnische, religiöse Minderheiten und Menschen konditioniert werden, um sie in ihrer Unfreiheit zu halten. Mit großer Offenheit schildert der Autor auch schmerzhafte persönliche Erfahrungen und sagt, wie er seine Traumata überwunden habe. Frei sei er erst geworden, als er sein inneres Gefängnis verlassen konnte. Er sagt: „Es sind die Mauern in uns, die wir niederreißen müssen.“ Nur durch kritische Auseinandersetzung mit den eigenen Traumata und den zugrunde liegenden Gefühlen wie Wut, Angst und Scham könne es gelingen, diese zu überwinden und einen Prozess der inneren Heilung in Gang zu setzen. Das erfordert harte Arbeit und Willensstärke: „Freiheit ist ein täglicher Kampf jedes Individuums, auch und vor allem mit sich selbst. Sie ist aber auch eine tägliche Beglückung, denn ohne Freiheit, gibt es keine Würde, keine Erkenntnis, keine Selbstverwirklichung.“ Aus gesellschafts- und geopolitischer Sicht erläutert er, wie die Freiheit von außen und innen bedroht ist, und stellt dies anhand zahlreicher Beispiele dar. „Die Feinde der Freiheit sind Religionen, Dogmen, Ideologien, starre Identitäten und Clan-Kulturen, weil sie statisch sind und von uns Gehorsam und Konformität zu verlangen, um ihre Unbeweglichkeit zu sichern.“ In diesem Zusammenhang beleuchtet er auch das Spannungsfeld von Migration und Integration, und zeigt auf, weshalb falsch verstandene Toleranz das Problem verschärft. Dabei nimmt er auch den Multikulturalismus unter die Lupe. Er unterscheidet jedoch zwischen dem Begriff des Multikulturalismus und dem der Multikulturalität. Er schreibt: „Während Multikulturalität farbenblind ist und Menschen nicht nach Hautfarbe, Ethnie und Religion unterscheidet, betont Multikulturalismus Hautfarbe, Ethnie und Religion und erhebt sie zu politischen Kategorien. Somit ist er nichts anderes als ein Machtinstrument der neuen Linken zur Durchsetzung ihrer Agenda und zur Ausgrenzung ihrer politischen Gegner. Er nütze weder den Migranten noch den Opfern von Rassismus. Freiheit sei weder Motivation noch Ziel dieses Multikulturalismus. Multikulturalität dagegen fördere das Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Kulturen, und sei eine wertvolle Errungenschaft der modernen, offenen Gesellschaft.“ Da der Staat keine klaren Regeln setzen kann, werden die Ränder gestärkt. Die Mitte der Gesellschaft schrumpft und durch autoritäres Denken unter dem Deckmantel der Progressivität verliert der Freiheitsgedanke an Bedeutung. Es entsteht Unsicherheit und der Staat ist nicht mehr in der Lage seinem Bürger attraktive Angebote zu machen, die zur Verbesserung seiner Lebensqualität beiträgt. Das alles stärke auch die rechten Ränder, Gruppierungen und Parteien wie die AFD. Abdel-Samad kritisiert eine zunehmend vergiftete Streitkultur und eine Empörungskultur: man sei eher gegen Etwas als für Etwas. „Jede Protestbewegung will etwas anderes, aber sie finden nicht zueinander und wollen auch nichts miteinander zu tun haben. Jede Gruppe hält sich für die Stimme des Volkes und kämpft mit heiligem Furor für ihre Interessen und gegen die Interessen der anderen.“ Er sieht auch die Rolle, die ein Teil der Medienvertreter dabei spielt, kritisch. Nicht allzu selten spielen die Mainstream-Medien den jeweils Herrschenden in die Karten, indem sie unter dem Deckmantel von unabhängigen Recherchen ihre eigene Ideologie kundtun. Statt kritischem Hinterfragen reden sie den politisch Verantwortlichen das Wort, drängen Andersdenkende an den Rand, oder bieten ihnen keine Bühne für ihre Ansichten. Diese Haltung spiegelt sich auch in Wirtschaft und selbst in Wissenschaft und Forschung wieder. In einem dringlichen Warnruf wendet er sich an den Leser: „Noch bevor die Mongolen unserer Zeit (China, Russland und der Islamismus) aktiv in den Westen einfallen, zersetzt sich der Westen von innen heraus und macht es den Angreifern leicht.“ Um den Herausforderungen, vor denen Politik und Gesellschaft stehen, und den Gefahren, denen sie dabei von innen wie von außen ausgesetzt sind, erfolgreich zu begegnen, sind Freiheit, Vernunft, Wissen, Bewusstsein und Empathie wegweisend. Der Kampf für die Freiheit ist in dieser entscheidenden Phase unser Geschichte unabdinglich wertvoll und notwendig. Ein absolut empfehlenswertes Buch. Scharf in der Analyse, differenziert, ideen- und kenntnisreich. 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