Wie schwer wiegt ein Geheimnis? Ein großer, sensibel erzählter Familienroman über Lebensentscheidungen, die uns auseinandertreiben können - oder für immer miteinander verbinden.
Enna und Jale sind in den Elbmarschen zu Hause. Sie leben im Rhythmus von Ebbe und Flut, beobachten Kormorane und Austernfischer - und zählen die Tage, bis ihre Mutter Alea aus der Haft entlassen wird. Doch als es endlich so weit ist, verschwindet nicht nur Alea spurlos, sondern auch Jale. Entschlossen durchkämmt Enna auf der Suche nach ihnen das Alte Land, ohne zu ahnen, dass dieser Weg sie für immer verändern wird.
Berührende Lesestunden mit Rebekka Frank:
Das Echo der Gezeiten
Stromlinien
Spiegelland
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
163 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Sterne
Generationengeschichte in den zauberhaften Elbmarschen
hapedah am 02.06.2026
Bewertungsnummer: 3156113
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Die siebzehnjährigen Zwillinge Enna und Jale sind in bei ihrer wortkargen Großmutter Ehmi aufgewachsen, ihre Mutter Alea kennen sie nur von den Besuchen im Gefängnis. Ihre Heimat sind die Elbmarschen, die Schwestern lieben es, mit ihrem kleinen Boot zu fahren und die einzigartige Natur zu entdecken. Seit Ewigkeiten zählen sie die Zeitabstände bis zu Aleas Entlassung - doch als der lang ersehnte Tag anbricht, ist Jale spurlos verschwunden. Und auch Alea taucht nicht auf, in den folgenden Tagen sucht Enna ununterbrochen nach ihrer Mutter und Schwester, unerwartete Unterstützung erhält sie dabei von ihrem Mitschüler Luca.
"Stromlinien" von Rebekka Frank ist trotz der spannenden Personensuche eine ruhig erzählte Geschichte, die mich unerwartet tief in ihren Bann gezogen und bis zum Schluss bezaubert hat. Selbst das Nachwort hat mich noch gefesselt, denn hier erklärt die Autorin, was in ihrem Buch auf wahren Begebenheiten beruht und wobei es sich um Fiktion handelt. Wieder einmal habe ich festgestellt, dass ich es beim Lesen mag, wenn die Kapitel zwischen verschiedenen Personen und Zeitebenen wechseln - wer sich mit solchen Sprüngen schwer tut, könnte hier leicht überfordert sein. Doch wer sich auf die diversen Protagonisten und Jahrzehnte einlassen kann, wird mit einem unvergleichlichen Lesevergnügen belohnt.
Der Schreibstil hat mich gefesselt, sowohl vom Hintergrund als auch von den Figuren hatte ich ein deutliches Bild vor Augen, die Naturverbundenheit der Autorin ist beinahe auf jeder Seite zu spüren. Das wunderbare Ambiente der Elbmarschen vermischt sich mit den mitreißenden Lebensgeschichten mehrerer Generationen zu einer in meinen Augen ganz besonderen Lektüre mit emotionalem Tiefgang. Obwohl dieser Roman weit entfernt von meinem üblichen Leseschema ist, habe ich jede einzelne Minute damit genossen und spreche aus tiefstem Herzen eine Leseempfehlung aus.
Fazit: Der Zauber der Elbmarschen und die Lebensgeschichten mehrerer Generationen vermischen sich zu einem fesselnden Lesevergnügen, das ich begeistert weiter empfehle.
Stromlinien
Bewertung am 01.06.2025
Bewertungsnummer: 2505075
Bewertet: eBook (ePUB 3)
xInhalt siehe Klappentext.
Ich habe von Rebekka Frank bereits „Das Echo der Gezeiten“ gehört, „Stromlinien“ ist somit ihr zweites Werk, das ich sehr genossen habe.
Das Titelbild zeigt das Boot von Alea, Enna und Jale, die „Sturmhöhe“, die das türkise Wasser teilt und ins blaue Wasser reinfährt.
Man liest in der Gegenwart, 2023, von den Zwillingen Enna und Jale, deren Mutter Alea 38 Jahre im Gefängnis saß und nun, nach der Entlassung verschwunden ist. Hat Jales plötzliches Verschwinden, ihr Eigenleben gegenüber der Zwillingsschwester, damit zu tun? In Rückblicken in die Vergangenheit, 1978 und 1984, geht es um die jüngere Alea, die sich mit Henri anfreundet, dem Sohn von Rudolf Wilke, der mit Gunnar in den 1920ern im Gefängnis war und dem er seine Stelle auf dem Schiff zu verdanken hat. Gunnar ist Ehmis Vater, Aleas Großvater; Ehmi ist die Grossmutter von Jale und Enna, sowie Aleas Mutter. Erst bei etwa 40% des Buches beginnt sich der Kreis langsam, aber noch nicht vollständig, zu schließen, wer in welcher Beziehung zu wem steht. Vorher waren es viele Namen, aber die Verbindung fehlte. Die Kapitel halten keine zeitliche Reihenfolge ein, das macht aber nichts, denn durch die Datumsangaben und die wechselnden Hauptpersonen kann man der Geschichte gut folgen.
Man erfährt viel über die „Sturmhöhe“, die schon einige Jahrzehnte hinter sich hat, über Wasser im Allgemeinen, die Elbe und die Lühe im Besonderen. Landschaftlich schön beschrieben, auch die Vielzahl an Wasserlebewesen und Vogelarten im Alten Land wird anschaulich dargestellt. Zum Ende hin wird es nochmal richtig spannend, als weitere Geheimnisse gelüftet werden und nichts scheint so zu sein, wie man dachte. Dass so viel Krimi dahintersteckt, hätte ich nicht gedacht, aber bin begeistert vom Buch. Es gab sympathische Personen, dann auch welche, die mich nicht so angezogen haben - am besten selbst lesen und sich ein Bild machen.
Sehr hilfreich, wichtig und lesenswert, am besten erst im Anschluss an die Geschichte, ist das Nachwort, dass nicht nur über die wahren Schiffsunglücke, sondern auch sonst über tatsächlich Stattgefundenes und Bestehendes berichtet und von persönlichen Erfahrungen der Autorin erweitert wird. Mir hat das Buch mit seinen 512 Seiten sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne mit 5 Sternen weiter.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.