Produktbild: Der Steinacker

Der Steinacker Tove Janssons später Roman über Verlust und Versöhnung

8

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

30.08.2024

Verlag

Verlag Urachhaus

Seitenzahl

95 (Printausgabe)

Dateigröße

828 KB

Übersetzt von

Birgitta Kicherer

Sprache

Deutsch

EAN

9783825162719

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

30.08.2024

Verlag

Verlag Urachhaus

Seitenzahl

95 (Printausgabe)

Dateigröße

828 KB

Übersetzt von

Birgitta Kicherer

Sprache

Deutsch

EAN

9783825162719

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  • drawe

    aus Landau

    5/5

    19.10.2024

    eBook (ePUB 3)

    Ein Schärensommer

    Jonas, ein pensionierter Journalist, soll im Ruhestand eine Biografie über Y schreiben. Jonas mag Y nicht, er bezeichnet ihn als „Dreckskerl“, weil er unachtsam mit der Sprache umgegangen sei und sie für billige und sentimentale Themen missbraucht habe. Für Jonas dagegen kann ein Wort eine Waffe sein, es kann Spuren hinterlassen, aber er muss erleben, dass sich seine Worte im Lauf seiner Berufsjahre abgenutzt haben. Seine Töchter erkennen seine Situation und laden ihn in ihr gemietetes Sommerhaus auf einer Schäre ein. Jonas wohnt direkt am Wasser, aber die Probleme mit Y bleiben bestehen. Aber im Unterschied zu früher lernt er hier die Freundlichkeit seiner Mitmenschen kennen. Da ist der Nachbar, der ihm Alkohol besorgt und ihm das Angeln als Stresslöser anbietet, oder der Nachbarsjunge, der ihm seinen Aufsatz vorliest. Vor allem sind seine Töchter da, die es ihm das fehlende Familienleben in ihrer Kindheit nicht nachtragen. In der Nähe des Sommerhauses befindet sich ein Steinacker, eine lokale Sehenswürdigkeit, und an diesem Steinacker arbeitet Jonas sich nun ab. Er empfindet den Steinacker, einen unfruchtbaren und abweisenden Ort, als Bild für sein Leben und sein Scheitern: konkret für sein Scheitern beim Schreiben der Biographie und erst recht für sein Scheitern als Ehemann und Vater, das ihm nun deutlich wird. Das Bewegen der Steine macht ihm seine Vereinzelung deutlich, aber setzt auch eine Veränderung in ihm in Gang. Tove Janssons Sprache hat die Eigenschaften, die Jonas ersehnt: sie ist klar und eindeutig, auf das Wesentliche beschränkt und gerade deswegen so ausdrucksstark. Die Autorin beobachtet ihre Mitmenschen und deren Verhalten sehr genau, aber ihr Blick ist in diesem kleinen Roman wieder der neugierige, eher versöhnliche Blick auf einen Mitmenschen, der nicht unbedingt ein Sympathieträger ist. Sie wertet nicht und verurteilt auch nicht, so wie es auch Jonas‘ Töchter nicht tun. „Wir haben Zeit“, sagt eine der Töchter, und diese Zeit gibt die Autorin auch ihrer Figur, um ihre Vergangenheit zu klären und die familiäre Gemeinschaft zuzulassen.

  • Bewertung

    aus Horn-Bad Meinberg

    5/5

    28.06.2025

    Buch (Paperback)

    War es das wert?

    Mit "Der Steinacker" liegt ein Buch über die Macht der Sprache, versäumte Möglichkeiten und die Auseinandersetzung mit sich selber vor. Im Mittelpunkt steht der pensionierte Journalist Jonas, der von seinen beiden Töchtern zu einem Sommerurlaub im Schärengarten eingeladen wird. Jonas verliert immer mehr an seinen kognitiven Fähigkeiten, versucht immer noch intensiv sich mit dem richtigen Gebrauch der Sprache auseinanderzusetzen und muss im Laufe der Geschichte immer mehr erkennen, wie er nie einen Kontakt auf Augenhöhe zu seinen beiden Kindern und seiner Frau aufbauen konnte. Im Mittelpunkt stand immer nur die Arbeit, seine einzige Währung zur Bedürfnisbefriedigung seiner Familie war das Geld. "Im Steinacker" ist ein trauriges Buch, in dem die Hauptperson sich selbst gegenübersteht und erkennen muss, was sie alles falsch gemacht hat. Es ist ein Buch über die Macht der Sprache und auch eines über Verletzungen und Nicht-Gesehen werden. Die Schreibweise ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, wer sich aber drauf einlässt, kann ganz viel daraus ziehen.

  • Jürg K.

    5/5

    01.11.2024

    Buch (Paperback)

    Schonungslos offen und mit Tiefgang

    Jonas ist ein pensionierter Journalist. Auf Einladung seiner Töchter verbringt er einen Teil des Sommers mit ihnen im Schärengarten. Hier soll er an der Biografie eines Zeitungsmagnaten arbeiten. Er nennt in der Einfachheit halber nur «Y». Ein nahegelegener Steinacker zur Metapher seiner Arbeit. Hier liest man eine etwas scharfsinnige und ergreifende Novelle. Beim Lesen wird offenkundig ein schonungsloses Porträt von Jonas geschildert und schildert die familiären Beziehungen und die tiefgreifende Wirkung von Worten. Man wird auf eine Reise der Selbstfindung und Versöhnung mitgenommen. Das Lesen hat mich an vielen Stellen Nachdenklich gemacht. Ein Buch das mich überrascht hat. Ich kann es empfehlen.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    09.10.2024

    Buch (Paperback)

    Tiefsinnig

    Die Schwedisch finnische Schriftstellerin Tove Jansson war auch Illustratorin und Malerin. Sie schrieb und illustrierte Bücher und Komik für Kinder. Sie lebte Von 1914 bis 2001. Ihr Roman Steinacker erschien in den zwei letzten Jahren ihres Lebens. Da verfasste sie Romane für Erwachsene. Sie zeigt das altern und die Starrköpfigkeit des Journalten Jonas. Es ist eine interessante Lektüre über Töchter und ihren alternden Vater. Der Roman ist klug und brillant. Eine gute Unterhaltung.

  • Seitenrascheln

    5/5

    09.10.2024

    Buch (Paperback)

    Ein empfehlenswerter Kurzroman

    Erster Satz: „Das erste Grün des langen Frühlings hatte im Esplanade-Park ausgeschlagen.“ Tove Jansson habe ich durch ihre Romane „Das Sommerhaus“ und „Die Tochter des Bildhauers“ kennen und lieben gelernt. So war ich äußerst neugierig auf diesen Kurzroman gewesen. Vorab ich fand ihn sehr gelungen. Tove Jansson hat mir diesen Mann nahegebracht. Jonas, der so mit Worten ringt, immer darauf bedacht ist auf den Punkt zu kommen und viel Wert auf Präzision legt. Ein Mann, der eigentlich nichts über seine Familie weiß. Zu sehr ist er mit Worten beschäftigt. Im Laufe der Erzählung nähert er sich langsam seinen Töchtern. Zwar mag Jonas wortgewandt sein was seine Arbeit als Journalist betrifft, aber ihm fehlt das Vermögen sich auf seine Mitmenschen einzulassen. Mehr mag ich an dieser Stelle nicht verraten. Man denkt noch lange über Jonas, seiner Frau und den Töchtern nach. Fazit: Ein empfehlenswerter Kurzroman, der mich begeistern konnte. Tove Jansson hat so einen wunderbaren und freundlichen Blick auf ihre Protagonisten. Ich rate allerdings dazu das Vorwort erst im Anschluss der Lektüre zu lesen. Anna-Lena Laurén hat eine wundervolle Analyse und Ergänzung zum Roman geschrieben, aber für das eigene Lesen und selbst entdecken wollen etwas zu viel vorwegnehmend. Die sehr gelungene Übersetzung ist von Birgitta Kicherer.

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