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Drei Wochen im August Roman | Über Macht- und Geschlechterverhältnisse, Lügen und Geheimnisse

65

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

317

Maße (L/B/H)

21,4/13,5/2,8 cm

Gewicht

416 g

Farbe

Beige / Tanne

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43221-1

Beschreibung

Rezension

»[Bußmann] weiß auch in ihrem vierten Roman zu beunruhigen und zugleich ein Stück Leben einzufangen, wie es doch selten so realistisch und unheimlich geschildert wird. ... [Ihr] Gespür für die kleinen Unstimmigkeiten und Unbehaglichkeiten in der Kommunikation ist immens und wie direkt aus dem Leben der Empfindlichen, Behutsamen, Schüchternen, Unsicheren, Aufgeklärten und überaus Bemühten mitgeschrieben.« ("Frankfurter Rundschau")
»Nina Bußmann inszeniert … ein leises und zugleich bedrohliches Kammerspiel aus Abhängigkeiten, Abneigungen und Eifersucht. « ("SWR Kultur")
»Nina Bußmann ist eine Meisterin des psychologischen Realismus ...« ("DIE ZEIT")
»[Ein] filigranes Prosageflecht ... Bußmann beweist Gespür für die Psyche ihrer schrecklich einsamen Heldinnen; der Text brilliert zwischendurch auch mit Naturbeschreibungen.« ("wochentaz")
»Bußmann fängt die Eigenschaften von Menschen, die verzweifelt nach Glück suchen, multiperspektivisch, und das heißt vor allem: psychologisch, ein. Drei Wochen im August ist grandios hintersinnig.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Ungewöhnlich und spannend.« ("myself")
»[Diesen Roman] legen Sie nicht mehr aus der Hand!« ("MDR")
»Bußmann erzählt ... in einer poetischen und dennoch wunderbar klaren Sprache, bei der sich die Stimmen von Elena und Eve wie in einem Dialog ergänzen. Bußmann hat ein genaues Gespür, etwa für Naturbeobachtungen und für menschliche Konfliktlagen, die sie hervorragend seziert.« ("SWR Kultur")
»Nina Bußmann hat ein fein gearbeitetes psychologisches Kammerspiel geschrieben ... Drei Wochen im August ist eine flirrende Feier des Dazwischen und ein präzise erzähltes Tableau all der schwer fassbaren Gefühlslagen, die unser Leben doch viel mehr prägen, als die eindeutigen.« ("WDR 3")
»In der Psychologie seiner Figuren überzeugt Nina Bußmanns Roman voll und ganz.« ("Ö1, Ex Libris")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

317

Maße (L/B/H)

21,4/13,5/2,8 cm

Gewicht

416 g

Farbe

Beige / Tanne

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43221-1

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    21.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Latente Bedrohung

    Das Buch wechselt permanent zwischen den Perspektiven von Elena und Eve, manche Abschnitte haben Kapitellänge, manche nur eine knappe Seite. So lernt man die Sicht der beiden kennen und die unterscheidet sich oftmals. Sie sind keine Freundinnen, auch wenn Elena das oft denkt. Sie konkurrieren um die bessere Beziehung zu Elenas Kindern. später konkurrieren sie auch um ihre Verbindungen zu den "Gästen". Die ganze Zeit ist die Atmosphäre unterschwellig unheimlich. Manches, was Personen sagen oder tun, wirkt irgendwie verdächtig, die Brände kommen immer näher, das Meer wirkt bedrohlich, der Junge balanciert in gefährlichen Höhen. Man rechnet permanent damit, das gleich etwas wirklich Schlimmes passiert, aber der Erwartung wird nicht entsprochen. Es gibt ungelöste Konflikte und Fragen, es gibt Beziehungen, in denen man nicht über die Probleme spicht, es gibt Misstrauen, Eifersucht, Unruhe, Angst. Es wird fast keine der beim Lesen entstehenden Fragen beantwortet , es wird keines der Probleme gelöst . Ich weiß nicht einmal, was das zentrale Thema des Buches ist, aber vielleicht ist das die Message: alle haben Probleme, alle sind permanenten Bedrohungen und Rätseln ausgesetzt, nichts ist lösbar und dennoch leben wir alle so weiter in dieser chaotischen und unverständlichen Welt. Vielleicht finde ich noch in Rezensionen zu diesem Buch eine Aussage, bei der mir dann klar wird, ja genau, das ist es, und wenn nicht, ist's auch egal. Eigentlich spricht gar nichts für das Buch, sondern eher alles dagegen, aber ich habe es sehr gerne gelesen und zwar von Anfang bis zum Ende. Ich war weder zwischendurch genervt, noch am Schluss enttäuscht.

  • Bewertung

    5/5

    20.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende Verstrickung menschlicher Beziehungen

    Drei Wochen im August bietet Lesegenuss für lange Winterabende. Die Reise an die französiche Atlantikküste ist für Elena, Eve, Linn und deren Freundin eine Belastungsprobe bei der alle an ihre Grenzen stoßen. Unausgesprochene Erwartungen und Gefühle liegen schwer in der sommerlichen Luft. Die drei Urlaubswochen gestalten sich als Machtprobe und -kämpfe auf allen psychologischen Ebenen. Durch das Auftauchen zweier ungebetener Gäste, die das halbwegs stabile Beziehungsgefüge erneut einbrechen lassen, werden schwelende Konflikte offensichtlich. Neben diesen Figuren spielt auch der Betreuer des Hauses eine undurchschaubare Rolle. Das Buch liefert alles, was unterhaltsame Lesestunden fordern. Eine bildreich erzählte Geschichte mit vielschichtigen Charakteren. Die wechselnde Erzählperspektive zwischen Elena und Eve gestaltet die Handlung sehr lebendig und locker. Die Spannung steigt von jedem Kapitel zum nächsten langsam an. Der einzig negative Aspekt der Lektüre war für mich das zeitweise Springen in den Dialogen, was den Lesefluss gestört hat. Trotzdem hat mich das Buch überzeugen können.

  • Bewertung

    5/5

    12.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischenmenschliches

    „Drei Wochen im August“ heißt dieser Roman, in dem es um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Vor allem geht es aber auch um die Abgründe, die sich innerhalb der einzelnen Figuren auftun, sich auf ihr Umfeld auswirken und die unterschiedlichen Beziehungsgeflechte belasten. Mit sehr feinem Gespür für Zwischentöne wird aus der wechselnden Perspektive von Elena und Eve erzählt. Schon diese Beziehung ist von Anfang an etwas dubios. Es geht um soziale Macht und um deren Verschiebungen. Die beiden Frauen konkurrieren teilweise darum, wer besser zu den Kindern Elenas durchdringt. Eve, das langjährige ehemalige Kindermädchen scheint ziemlich schnell Elena unterbewusst zu manipulieren. Im gemeinsamen Urlaub an der Atlantikküste müssen die zwei Frauen mit den beiden Kindern Elenas und einer Freundin der Tochter sich nicht nur inneren Zerreißproben, sondern auch der äußeren Bedrohung von Waldbränden stellen. Sie scheinen immer mehr einer großen Katastrophe entgegenzugehen.

  • Bewertung

    5/5

    12.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Sommerroman für den Winter

    Das Buch präsentiert sich mit einem ziemlich unbeschwerten Cover, zwei Frauen am Pool. Auf dem zweiten Bild sind sie näher beieinander. So ähnlich hat sich die Hauptperson Elena, eine der beiden Erzählerinnen das wohl vorgestellt, als sie ihr Kindermädchen Eve, die andere der beiden Erzählerinnen, bat, mit ihr und drei Kindern in ein Ferienhaus an der Atlantikküste zu fahren. Sie sieht Eve mehr wie eine Freundin. Tatsächlich werden die beiden im Lauf des Romans ganz subtil zu einer Art Konkurrentinnen. Es schweben dunkle Wolken über der Atlantikküste. Es gibt Großbrände ganz in der Nähe. Die Freundin, der das Ferienhaus gehört, liegt im Sterben. Die schrullige dreizehnjährige Tochter Linn mit ihrer ungleichen Freundin Noémie, an einem gemeinsamen Roman schreibend, heitern die Stimmung nicht auf. Sie kennen sich von einem Klinikaufenthalt. Selbst der kleine Bruder wird als Problemfall charakterisiert. Und dann gibt es noch den Hausmeister, auch ein enger Freund der Sterbenden. Zwei ungebetene Gäste tauchen auf, Franz mit der vierzehnjährigen Marla, die die Tochter einer früheren Freundin sein soll. Was genau hinter all dem steckt, weiß die Autorin sehr intensiv und atmosphärisch gelungen anzudeuten. Obwohl eine Handlung kaum vorhanden ist - Nicht-Weiterlesen wird an keinem Punkt zu einer Option. Welche Rolle spielt der zu Hause gebliebene Ehemann von Elena? Was genau sucht Elena? Was stimmt mit Linn nicht? Warum macht Eve hier überhaupt mit? Wie stehen Franz und Marla zueinander? Nicht auf alle Fragen finden sich Antworten. Im Verborgenen kreisen Gedanken, Emotionen, irgendwie brodelt die ganze Zeit über etwas, wie im Kopftopf der riesige Oktopus, gekocht von Franz, der dauernd Meeresbewohner kocht, und sich insgesamt als überraschend hilfreicher Mitbewohner erweist. Es ist schwierig, eine Zielgruppe für diesen Roman festzulegen. Der Begriff Sommerroman greift jedenfalls nicht, leicht ist hier gar nichts. Der Begriff Kammerspiel passt aber auch nicht, Dialoge stehen nicht im Vordergrund, eher innere Monologe von Elena und Eve. Für mich ist es das erste Buch von Nina Bussmann, es hat mir ein paar sehr gute Lesestunden bereitet. Ich empfehle es LeserInnen mit einem Interesse am Ungewöhnlichen, die gern hinter Kulissen schauen, aber auch nicht enttäuscht sind, wenn dahinter nur eine düstere Rumpelkammer ist.

  • Bewertung

    aus Luckenwalde

    4/5

    23.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr ruhige Erzählung

    „Drei Wochen im August“ von Nina Bußmann erzählt nicht nur von einer Beziehung oder Familie, sondern geht weit darüber hinaus. Elena reist mit ihren Kindern, einer Freundin der Tochter und dem Kindermädchen Eve in ein französisches Ferienhaus. Ihr Mann Kolja bleibt zurück – aus bestimmten Gründen. Die Geschichte wechselt zwischen Elenas und Eves Perspektive, zeigt ihre Gedanken und lässt uns ihre unterschiedlichen Sichtweisen erleben. Mal wirken diese Gedanken distanziert, mal bringen sie die Figuren näher. Die Stimmung ist angespannt, fast unheimlich, ohne dass man genau weiß, warum. Es ist eine Folge von Eindrücken und scheinbar unbedeutenden Ereignissen, von Besuchen und kleinen Katastrophen. Teilweise hat mir das Buch gut gefallen, doch irgendwie fehlte mir ein roter Faden. Wer gerne etwas spannenderes liest, für den ist das nicht so geeignet.

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