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Wir Ostpreußen Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte | Ein bewegender Bericht von Flucht und Vertreibung 1945

9

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14621

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.05.2025

Abbildungen

6 schwarzweisse Abbildungen

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,2/12,2/3 cm

Gewicht

338 g

Farbe

Grau

Auflage

8. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28470-7

Beschreibung

Rezension

Jochen Buchsteiner protestiert, klärt auf, erzählt. Familiengeschichte, Weltgeschichte, Erinnerungskultur – großartig komponiert. Ach, Ostpreußen! ("Deutschlandfunk Kultur, Studio 9")
›Wir Ostpreußen‹ hat Buchsteiner sein Buch genannt. Tatsächlich hat er geschafft, aus der Kladde seiner Großmutter eine Geschichte über Deutschland zu machen, über eine Gesellschaft, die ihre Kriegsverletzungen bis heute mitschleppt. ("spiegel.de")
Selten hat mich in letzter Zeit die Lektüre eines Werkes zur deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts so bewegt wie diese. Die Aufzeichnungen der Großmutter sind ein wahres document humain. Überaus gelungen finde ich die Art und Weise, wie „Elses Bericht“ mit eigenen Reiseerlebnissen und überaus differenzierten Reflexionen zur Geschichte Ostpreußens, Preußens und Deutschlands verbunden wird. Entstanden ist ein faszinierendes Gesamtbild einer untergegangenen Welt, die es verdient, wiederentdeckt zu werden. ("Zitat")
Buchsteiner nennt sich in seinem Buch einen "Heimwehtouristen". Aber er ist natürlich viel mehr: Ein Glücksfall eines Autors, der mit einer Liebeserklärung an seine Heimat Geschichte aufleben lässt wie ein Kulturdenkmal ("welt.de")
Er verfolgt den Weg seiner Familie in den Westen und spürt dabei dem Verlust nach, der nicht nur den Betroffenen entstanden ist. Es entsteht ein Porträt der fast vergessenen deutschen Provinz, die in ihrer Tragik, aber auch in ihrer historischen und kulturellen Einzigartigkeit sichtbar wird. ("TV Berlin")
Geschrieben in einer klaren Sprache und gut komponiert, lässt Buchsteiner die Geschichte wohltuend vergangen sein. Er stellt aber unterhaltsam und fundiert das davon vor, was die Enkel und Urenkel der Flüchtlinge und Vertriebenen wissen möchten – und auch wissen sollten. ("Frankfurter Rundschau")
Was für ein Buch! ›Wir Ostpreußen‹ von Jochen Buchsteiner ist nicht einfach nur eine Familiengeschichte – es ist einleuchtendes, kraftvolles Erinnerungswerk, das ein lange übersehenes Stück deutscher Vergangenheit wieder zum Leben erweckt. ("bibliomaniacs.de")
Jochen Buchsteiner zeichnet die Geschichte seiner Familie nach. Und trifft damit einen Nerv.. ("Hildesheimer Allgemeine Zeitung")
20 Jahre brauchte Jochen Buchsteiner, um diese Aufzeichnungen zur Basis seines Buches zu machen, indem er die Geschichte dieser mutigen und starken Frau vermischt mit einem Essay über die Geschichte einer untergegangene Kultur, über Flucht und Vertreibung. Dabei gelingt es ihm, die besondere Schönheit und Eigenheit des ostpreußischen Lebens mit großen Gütern und deren Besitzerfamilien zu schildern. ("Politik & Kultur")
In seinem bewegenden Buch arbeitet Buchsteiner das Schicksal seiner vor wenigen Jahren im Alter von 100 Jahren verstorbenen Großmutter Else auf. ("Stuttgarter Zeitung")

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14621

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.05.2025

Abbildungen

6 schwarzweisse Abbildungen

Verlag

dtv

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

19,2/12,2/3 cm

Gewicht

338 g

Farbe

Grau

Auflage

8. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28470-7

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    04.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Außergewöhnlich bewegend - interessant und informativ

    Das Buch hat mich sehr in seinen Bann gezogen. Zwar kennt man viele Schicksalsschilderungen der Flucht, aber in diesem Buch ist es ganz anders. Da die Fluchterlebnisse sehr interessant und für mich neu und spannend in den historischen Kontext eingebunden werden, wird viel mehr daraus, als „nur“ eine Flüchtlingsgeschichte. Ich bin nachhaltig beeindruckt und dankbar für die umfassenden Schilderungen der Hintergründe. Es wird eines der ganz wenigen Bücher sein, das ich noch einmal lesen werde. Zudem deckt es sich teilweise tagesscharf mit den Schilderungen meiner Tante und damit meiner Vorfahren. Absolut empfehlenswert- auch für „Nicht-Ostpreußen-Nachkommen“!

  • Bewertung

    5/5

    13.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles und bewegendes Buch

    Ich kann dieses Buch Jedem empfehlen. Diese dramatischen Erlebnisse sollten mehr denn je in den Fokus kommen. Vielleicht empfindet man die Dinge, die im Moment mir einer anderen Sichtweise

  • Manfred Orlick

    aus Halle (Saale)

    5/5

    15.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Deutsche Familiengeschichte

    Am 12. Januar 1945 begann die große Winteroffensive der Roten Armee gegen die deutsche Ostfront. Das Ende des Zweiten Weltkrieges war absehbar. Ostpreußen, der nordöstlichste Teil des ehemaligen „Deutschen Reiches“, war lange von den Schrecken des Krieges verschont geblieben, doch die Offensive der Roten Armee brachte eine Fluchtwelle mit sich. Der FAZ-Autor Jochen Buchsteiner erzählt in „Wir Ostpreußen“ mit dem detaillierten Fluchtbericht seiner Großmutter im Januar 1945 eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte. Sachlich und unparteiisch schildert Buchsteiner die Flucht seiner Familie; dabei verwendet er neben den privaten Aufzeichnungen und Erinnerungen seiner Großmutter Else Buchsteiner, die aus einer Gutsbesitzerfamilie stammte, auch andere Quellen und Dokumentationen. So erfahren die Leser*innen neben der Familiengeschichte auch viel über die Geschichte Ostpreußens und die damaligen Zeitverhältnisse mit den furchtbaren Kriegserlebnissen. So spart Buchsteiner auch nicht aus, warum in Ostpreußen die Begeisterung für das nationalsozialistische Regime besonders groß war. Auch die Ankunft in Westdeutschland und der schwere Anfang hier werden beleuchtet. Fazit: Eine gelungene Neuerscheinung, die deutsche Geschichte erlebbar macht und versucht, der Vergessenheit zu entreißen.

  • Juma

    5/5

    15.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht nur 80 Jahre zurück…

    Nicht nur 80 Jahre zurück Jochen Buchsteiner, mir bekannt als Journalist, der viele interessante Themen bei der FAZ aufgreift, ist zurück in die Vergangenheit gereist mit seinen Gedanken. Die Aufzeichnungen seiner Großmutter bilden den privaten Rahmen für ein Buch, das weitaus umfangreicher über Ostpreußen berichtet als über die Familiengeschichte. So erfährt der Leser vieles über Ostpreußens Geschichte, Land und Leute, Dichter und Denker. Wer das Glück hat, überhaupt keine Vorfahren, die aus ihrer Heimat flüchten mussten oder vertrieben wurden, zu haben, der kann sich wohl glücklich schätzen. Denn die Traumata von Flucht, Vertreibung und Neuanfang belasten nicht nur diejenigen, die es direkt erlebt haben, die Traumata sind in den nachkommenden Generationen immer noch tief verwurzelt. Meine Vorfahren mussten Meseritz, das jetzt in Polen liegt verlassen, ich weiß, wovon Buchsteiner schreibt. In der DDR durften sie nur als Umsiedler bezeichnet werden. Eine sehr prosaische Umschreibung der Tatsachen. Dass Buchsteiners Großmutter Else eine so pragmatische und tapfere Frau war, hat nicht nur ihr und ihren Kindern, sondern auch vielen anderen das Leben gerettet. Wie schwer später der Neuanfang auch fiel, sie hatte überlebt und konnte noch im hohen Alter ihre Erinnerungen genau wiedergeben. Ein Glücksfall, nicht nur für den Autor, auch für die Leser dieses Buches. Buchsteiner hat sich mit der Materie sehr intensiv auseinandergesetzt, das merkt man mit jedem Kapitel mehr. Seine negativen Eindrücke vom „Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ kann ich nur bestätigen, ich empfand die Ausstellung als beschämend – gefördert von der Bundesregierung! –, beschämend ist vor allem die vorherrschende Distanz und Emotionslosigkeit im Bezug auf die Verluste und Opfer der deutschen Zivilbevölkerung. Sehr interessant sind die Erlebnisse des Autors in Polen, es ist vor Ort dann doch anders, als man es aus Büchern liest. Und die Kontakte zu jungen Polen, die zeitweise auch zu Missverständnissen führen und viele Vorbehalte zeigen sind etwas , dass ich aus der Familienforschung meines Mannes im Heimatkreis Schlochau kenne: Die Vorbehalte gegen Deutsche sind weitergegeben und „vererbt“, es geht schnell, dass die polnische Seite sich zurückzieht und sehr reserviert ist gegenüber den neugierigen Deutschen. Offenbar ist da auch immer noch die Angst, man könnte ihnen Vorhaltungen machen, weil sie jetzt im ehemaligen deutschen Gebiet leben. Sehr dünnes Eis, das merkte auch der Autor. Ganz am Ende in der Danksagung schreibt Buchsteiner, dass er bereits seit 1999 die Gedanken über dieses Buch mit sich trägt. Mich wundert das nicht, über die eigene Familie zu schreiben, bedeutet auch immer die Gefahr, sehr private Empfindungen, auch die eigenen, zu verletzen. Auch das kenne ich aus eigener Erfahrung. Das breite Repertoire an Quellen musste vom Autor für seine historischen Texte auch erst einmal studiert werden, Recherchen ziehen Recherchen nach sich, da dauert die Fertigstellung eines druckreifen Manuskriptes eben Jahre. Ich kann zum Ergebnis nur gratulieren. Dass mir trotz allen Lobs der Schreibstil nicht immer gut gefallen hat, ist eher subjektiv. Obwohl ich keine Vorfahren in Ostpreußen hatte, hat mich dieses Buch doch sehr gefesselt. Und ich habe meine Geschichtskenntnisse gut aufgefrischt. Insbesondere die Entwicklung der Stadt Königsberg, heute russisch Kaliningrad, der der totale Garaus gemacht wurde, wird umfassend betrachtet. Die Bezüge zur aktuellen Situation beiderseits der Grenze lassen nichts Gutes ahnen, man kann nur hoffen, dass die Nato russischen Attacken gewachsen ist. Insgesamt sage ich als Fazit: Leseempfehlung! Das Thema passt zum Tag der Befreiung, den wir gerade zum 80. Mal begangen haben. Ich freue mich, dass auch heute noch darüber so beherzt geschrieben wird und wünsche dem Buch viele Leser. Fünf von fünf Sternen sind ehrlich verdient.

  • wal.li

    4/5

    10.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Erzählung einer Familie

    Als sie schon hochbetagt ist, beginnt die Großmutter des Autors eine Lücke in der Familiengeschichte zu füllen. Nach dem Krieg hatte sie sich eine Existenz in Arolsen in der Nähe von Kassel aufgebaut. Ursprünglich stammte die Familie allerdings aus Ostpreußen. Dort bewirtschaftete sie ein großes Gut. Ende Januar 1945 rückte die Ostfront immer näher und Großmutter Else, die damals natürlich noch jung war, entschied, es sei an der Zeit zu gehen, bevor man nicht nur Hab und Gut, sondern auch Leib und Leben verliere. Else, deren Mann bereits gefallen war, stellte einen Treck aus über 80 Personen zusammen. Gemeinsam machten sie sich auf den beschwerlichen Weg in eine erhoffte Sicherheit. Großmutter Else verfasst einen ausführlichen Bericht, den der Autor und Enkel mit eigenen Worten und Einfügungen wiedergibt. Zusätzlich beschäftigt er sich selbst mit der Geschichte von Flucht und Vertreibung, was über den Rahmen, den die Großmutter gesetzt hat, hinausgeht. Er nimmt eine Einordnung aus heutiger Sicht vor, immer bedenkend, dass es das Leid nicht gegeben hätte, hätte Hitler sich nicht erdreistet, den Krieg vom Zaun zu brechen. Doch das Leid hat es gegeben. Aus Verantwortungsbewusstsein sah Großmutter Else keine andere Wahl als sich und die Bewohner des Gutes in Sicherheit zu bringen. Die Kinder waren schon vorausgeschickt worden. Auch wenn man selbst keinen Bezug zu Ostpreußen hat, kann man diesen Bericht mit großem Interesse lesen. Man stellt fest, dass doch etliches aus dem Geschichtsunterricht in Vergessenheit geraten ist. Viel wurde wohl auch nicht erwähnt. Von Flucht und Vertreibung war nicht viel die Rede, mal wollte in der neuen Nachkriegswelt ankommen. Und nun doch einmal darüber zu lesen, anzuerkennen, dass Flüchtlinge und Vertriebene es auch nicht einfach hatten, vervollständigt ein Bild, dessen wichtigere Teile vom Holocaust, von Überfällen und verdienter Niederlage künden. Als sehr lesenswert kann die Mischung zwischen authentischem Bericht und geschichtlicher Einordnung empfunden werden. Man merkt, dass ein versierter Journalist hier die Feder zur Hand genommen hat. Es ist an der Zeit sich erneut und immer wieder mit der Geschichte zu beschäftigen. 4,5 Sterne

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