SIE GREIFT NACH DIR, DIE GRAUE STADT
MIT SCHWARZER SEELE
Ein toter Finanzbeamter liegt an der Bahnstrecke Heide-Büsum. War es wirklich Selbstmord? Der forschen Kommissarin Katja Greets kommen Zweifel. Zur Unterstützung schickt ihr das LKA Kiel den erfahrenen Ermittler Karsten Untiedt nach Dithmarschen. Ausgerechnet Dithmarschen! Schlimmer konnte es für Untiedt nicht kommen. Gemeinsam suchen sie nach einer heißen Spur. Aber wo? In den schlüpfrig-amourösen Abenteuern des Opfers, im staubtrockenen beruflichen Umfeld oder doch ganz woanders? Immer wieder führt sie die Suche auf die B 5 Richtung Norden nach Husum, in die graue Stadt mit schwarzer Seele. Schaffen sie es, Licht ins Dunkel am Meer zu bringen? Oder verschluckt der Blanke Hans alle Geheimnisse und reißt sie mit sich in die Tiefe der Nordsee?
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
der_bücherwurm
aus Bremen
5/5
05.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Krimi aus der Region
Selbstmord? Mord?
Eine berufliche Partnerschaft, die sich erstmal die sich aneinander gewöhnen muss.
Karsten vom LKA wird zum Tatort gerufen. Er soll die Kommisarin Katja unterstützen.
Ein Nordsee-Krimi, der mich gefesselt hat. Marschblut und Marschnacht waren meine ersten Bücher vom Autor und es hat sich sowas von gelohnt.
Der Schreibstil ist toll. Leich zu lesen und zu verstehen. Ich konnte die Geschichte mir so gut Vorstellen, als wäre ich dabei. Der Humor kommt hier aber auch nicht zu kurz. Ich habe versucht selbst zu ermitteln, es hat unheimlich Spass gemacht.
Empfehle ich gerne weiter.
Bewertung
5/5
20.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Absolute Spannung
⭐⭐⭐⭐⭐ Spannender Nordseekrimi mit starkem Küstenflair
Dieses Buch ist ein waschechter Nordseekrimi. Schon nach wenigen Seiten fühlt man sich direkt an die Küste versetzt: Wind, Meer, Hafenatmosphäre – und gedanklich sitzt man mit einem Fischbrötchen an der Nordsee, während um einen herum die Fischer mit nordischem Akzent sprechen.
Der Einstieg in die Geschichte fällt sehr leicht, ich war sofort gepackt von der Story. Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere und ihre Interaktionen. Das freche, direkte und teilweise vorlaute Auftreten macht sie sehr lebendig und authentisch.
Der Kriminalfall selbst ist durchgehend spannend. Man rätselt ständig mit, hinterfragt Zusammenhänge und möchte unbedingt wissen, wie alles miteinander verknüpft ist. Gegen Ende zieht die Spannung noch einmal deutlich an und es gab für mich einen echten Überraschungsmoment, mit dem ich so überhaupt nicht gerechnet hätte.
Barbara Diehl
5/5
15.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Untiedt ermittelt
An gleicher Stelle auf der Bahnstrecke Heide-Husum, an der sich vor zwei Wochen schon einmal jemand in suizidaler Absicht vor den Zug geworfen hat, wurde erneut eine Leiche gefunden bzw. das, was von einem Menschen übrig bleibt, wenn man sich vor einen Zug wirf. Da die Auffinde-Situation in diesem Fall aber eine andere ist, glaubt die Kriminaloberkommissarin Katja Greets nicht an einen Selbstmord und bittet beim LKA in Kiel um Unterstützung. Die bekommt sie in Form von Kriminalhauptkommissar Karsten Untiedt.
Karsten Untiedt hat so gar keinen Bock irgendwelchen Kollegen in Dithmarschen dabei zu helfen irgendwelche Fälle zu lösen. Lieber würde er in seinem eigenen Revier im Archiv Staub wischen als nach Dithmarschen zu fahren. Genau diese Einstellung lässt er auch seiner Kollegin Katja Greets gegenüber raushängen, die am Leichenfundort auf ihn wartet. Ihre Ausführungen, warum es sich ihrer Meinung nach nicht um einen Selbstmord handeln kann, sind jedoch einleuchtend und schnell wird klar, dass Untiedt nicht – wie er es eigentlich geplant hatte – am gleichen Abend wieder zurück in Kiel sein wird.
Bei dem Toten handelt es sich um Thoralf Hemke, der ein einfacher Finanzbeamter war. Warum sollte er sich umgebracht haben? Oder stimmt Greets Vermutung und jemand hat bei seinem „Selbstmord“ nachgeholfen?
Das herauszufinden ist der Job von KOK Katja Greets und KHK Karsten Untiedt.
Bei „Marschblut“ handelt es sich um das Krimi-Debüt des Autors Marco Schreiber. Er bedient sich eines lockeren und angenehmen Schreibstils und dieser unterschwellige Humor, der an manchen Stellen nur kurz aufblitzt, aber nicht wirklich offensichtlich wird, ist genau meine Kragenweite.
Auf den ersten Seiten dachte ich, dass das Un- in Untiedt für „Un-Sympath“ steht, dieser Eindruck täuscht jedoch, denn Karsten Untiedt entwickelt sich zu einem sehr sympathischen Ermittler, dem lediglich seine Vergangenheit im Weg steht. Deswegen möchte er auch um jeden Preis vermeiden, dass seine Kollegin Greets herausfindet, wo er nachts schläft. Greets gegenüber lässt er gerne den Boss raushängen und manchmal ranzt er sie an, Greets fühlt sich zu Anfang ungerecht behandelt, der Leser ist ihr da jedoch einen Schritt voraus; die beiden wachsen zu einem tollen Team zusammen.
Auch Greets wird von Anfang an als sympathischer Charakter gezeichnet, sie macht ihren Job gerne und das merkt man. Wie schon erwähnt ist Untiedt manchmal etwas ruppig zu ihr, aber nach anfänglichen Schwierigkeiten bietet sie ihm einfach Paroli.
„Haben wir die Hierarchien jetzt geklärt, Herr Kriminalhauptkommissar, oder brauchen Sie noch eine besondere Huldigung?“ (Seite 20)
„Marschblut“ ist ein ruhiger Krimi. Es gibt keine große Action, keine Verfolgungsjagden und kein übermäßiges Blutvergießen – die Spannung baut sich dadurch auf, dass man als Leser den Ermittlern ständig über die Schultern schaut. Die Geschichte um Hemkes Tod wird immer undurchsichtiger und je näher sich Greets und Untiedt der Aufklärung fühlen, desto enttäuschter müssen sie feststellen, dass ihre Spur – erneut – ins Leere führt. Immer wieder tauchen neue Indizien auf, die dem Fall eine andere Richtung geben und immer neue Charaktere rücken in den Fokus, während der Autor gekonnt mit der Fantasie des Lesers spielt und ihn immer wieder auf falsche Fährten lockt.
Die mir vorliegende Taschenbuch-Ausgabe umfasst 384 Seiten und die Geschichte ist in 56 Kapitel eingeteilt. Die Kapitel sind auf geschickte Art und Weise kurz gehalten, manchmal nur eine bis zwei Seiten, was dem Lesefluss Tempo verleiht, da man natürlich wissen möchte, wie es weitergeht. Erzählt wird – neben Greets und Untiedt – aus der Sicht von verschiedenen Personen, die in den Fall verstrickt sind, der direkte Zusammenhang zwischen den Personen offenbart sich aber erst im Laufe der Erzählung. Der Täter – eine Überraschung!
Für mich ein Krimi, wie er sein soll. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Ermittlungen, die Kommissare sind sympathisch, ich begleite sie gerne auf ihrer Recherche-Tour und es gibt Irrungen und Wirrungen, die den Leser nicht auf direkter Spur zum Täter führen. Ich erwähne ja selten ein Cover in meinen Rezensionen, weswegen es hier mal eine Ausnahme von der Regel gibt: Ich finde dieses Cover wirklich mega schön und ansprechend.
Für ein paar Stunden habe ich mich hier gut unterhalten gefühlt und ganz sicher werde ich „Marschnacht“, den 2. Fall von Untiedt verfolgen, der am 01.03.2024 veröffentlicht werden wird.
juttas_buecher
5/5
12.11.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein toller Nordseekrimi
Das LKA Kiel schickt seinen Ermittler Karsten Untiedt nach Dithmarschen, um dort Kommissarin Katja Greets zu unterstützen. Untiedt ist von dieser Abordnung absolut nicht begeistert und möchte seinen Aufenthalt so kurz wie möglich halten. Beging der Finanzbeamte auf der Bahnstrecke Heide-Büsum wirklich Selbstmord, oder wurde er doch umgebracht? Anfangs hakt die Zusammenarbeit mit seiner Kollegin noch etwas, da beide die Leitung des Falles übernehmen wollen, aber nach und nach klappt dies immer besser und die beiden werden ein eingespieltes Team. Für Karsten Untiedt persönlich birgt Dithmarschen dunkle Erinnerungen, über die er nicht reden möchte. Katja Geerts setzt aber alles daran, mehr über die Vergangenheit ihres Kollegen zu erfahren.
Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut und passt zur Geschichte.
Der Autor hat einen sehr flüssigen Schreibstil. Als Leser hat man das Gefühl mit den Ermittlern an der Nordsee zu sein, da die Örtlichkeiten sehr authentisch beschrieben und die einzelnen Charaktere gut dargestellt werden. Karsten Untiedt und Katja Geerts waren mir von Anfang an sehr sympathisch, da auch der Humor nicht zu kurz kam. Die Geschichte ist fesselnd geschrieben und birgt immer wieder Überraschungen. Marco Schreiber schafft es, die Spannung bis zum Ende des Buches hoch zu halten.
Für mich ist „Marschblut“ ein absolut gelungener Nordseekrimi und ein toller Reihenauftakt. Ich freue mich jetzt schon auf einen neuen Fall mit Karsten Untiedt und Katja Geerts, der nächstes Jahr im März erscheinen wird.
Bewertung
5/5
02.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Einfach super
Ab Seite eins war ich bereits gefesselt und konnte nicht aufhören zu lesen.
Es ist leicht zu lesen, dabei super spannend und humorvoll geschrieben. Ein sehr gutes Buch. Ich freue mich schon auf Teil zwei.
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