Wie konnte eine Feige einen Krieg auslösen? Welcher römische Kaiser wird von einem bedeutenden Rapper zitiert? Warum bedeutet es Schlechtes, wenn es heißt: "Hannibal ante portas"? Und warum rufen wir auch heute noch "Heureka!", wenn wir einen genialen Einfall haben? Die Antworten darauf finden sich in dieser originellen Zusammenstellung vieler lateinischer und und ein paar griechischer Redensarten, die zeigt: So verstaubt sind die Sprüche von damals gar nicht! Sei es das "Corpus delicti" im Lieblingskrimi oder das zeitlose Motto "Carpe Diem" auf der Geburtstagskarte - antike Sätze begegnen uns auch heute noch überall. Zuzanna Kisielewska spürt sie in Graffitis oder Songtexten auf und enthüllt die Herkunft alltäglicher Lebenswahrheiten. Hätten Sie's gewusst? Gerhard Garbers staubt seine Lateinkenntnisse ab und liest den unterhaltsamen Ratgeber für Jung und Alt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
lesenmitausblick
5/5
04.12.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend und lehrreich für Groß und Klein
Ob Carpe diem, Nomen est omen oder Corpus delicti – Latein ist in unserem Sprachgebrauch überall zu finden. Egal, ob wir uns im Lateinunterricht quälen mussten oder nicht. Jede*r kennt und nutzt die ein oder andere Redewendung dieser vermeintlich „toten“ Sprache. Als Amtssprache der Römischen Republik und dann des Römischen Reichs blieb Latein auch nach dem Untergang des Imperiums die Sprache der Wissenschaft und Literatur. Der Einfluss der Sprache ist bis heute von sehr großer Reichweite.
Deshalb musste ich „Von Carpe diem bis Post Scriptum – 100 (gar nicht so) antike Redewendungen und ihre Geschichten“ unbedingt für meine Leseecke in der Schule haben! Auch die polnische Autorin Zuzanna Kisielewska litt beim Deklinieren lateinischer Substantive vorn an der Tafel. Doch ihre Lehrerin hat es geschafft: sie hat ihre Schüler*innen für Latein begeistern können und ihnen bewusst gemacht, dass man alles, was man lernt, für sich selbst lernt. So ging Zuzanna Kisielewska mit offenen Augen durch unsere heutige Welt und trug lateinische Sentenzen zusammen, die uns in den verschiedensten Bereichen des Lebens begegnen, ob nun auf Grußkarten, in Graffitis, im Lieblingskrimi oder vor Gericht.
Begleitet werden die Redewendungen und Ausrufe von kontrastreichen farbigen Illustrationen aus der Feder der ebenfalls polnischen Illustratorinnen Agata Dudek und Malgorzata Nowak. Die Bilder erinnern an griechische Abbildungen aus alten Büchern. Aus dem Polnischen übersetzt hat Marta Kijowska. Das hochwertige Buch ist im Hanser Verlag erschienen. Neben der Bedeutung vieler geläufiger, mir aber zum Teil auch unbekannter Redewendungen, erfahren junge wie ältere interessierte Leser*innen auch einiges über historische Begebenheiten und Persönlichkeiten.
Unterteilt hat die Autorin nach berühmten Zitaten, Mottos und Devisen, Gebäuden (mit lateinischen Ausrufen), Lebenswahrheiten, guten Ratschlägen, Medizin, Geld, Zeit und Tod. Ihr seht, Latein ist in allen Bereichen unseres Lebens wieder zu finden.
Das Buch lädt dazu ein, mal hierhin, mal dahin zu blättern und hängen zu bleiben. Es kann aber auch von vorn bis hinten gelesen werden. Auf jeden Fall erweitert es den Horizont und trägt zur Allgemeinbildung bei. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es wie ein Nachschlagewerk fungieren kann.
Ich empfehle das Buch gern als Geschenk weiter. Man sollte jedoch beachten, dass der Wortschatz recht anspruchsvoll ist und jüngere Kinder (empfohlen wird das Buch ab 10 Jahren) Schwierigkeiten haben könnten, dem Inhalt zu folgen.
Dieses Buch ist originell und punktet mit spannenden Geschichten hinter den lateinischen und griechischen Redewendungen. Große Namen begegnen den Lesenden: Archimedes, Julius Cäsar, Ovid, Horaz oder Vergil. Zweifelsohne sollte ein gewisses Grundinteresse an historischen Hintergründen und an der Sprache Latein vorhanden sein, damit man mit „Von Carpe diem bis Post Scriptum“ interessante Lesestunden verbringen kann.
seschat
4/5
02.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Als studierte Altertumswissens…
Als studierte Altertumswissenschaftlerin und ehemalige Lateinschülerin liegt mir die Sprache der alten Römer einfach am Herzen. Sie lebt nicht nur in den sog. romanischen Sprachen fort, sondern auch in allseits bekannten Sprichwörtern bzw. Sentenzen. Die polnische Journalistin und Musikerin Zuzanna Kisielewska kam mit Latein ebenfalls erstmals in der Schule in Kontakt. Ihre Begeisterung für diese alte Sprache hat sie nun in modernes wie kunterbuntes Buch gepackt. Es enthält 100 antike Redewendungen, die aus Schriftquellen und Inschriften überliefert sind. Neben Cäsar kommen natürlich auch Cicero, Kaiser Vespasian und Descartes zu Wort. Zudem werden Bauinschriften, Liedtexte und Schriftzüge auf Geldscheinen gedeutet. Diese Sammlung an lateinischen Sinnsprüchen ist teilweise recht originell und hält selbst für Kenner ein bis zwei Überraschungen bereit. Der Großteil besteht als bildungsbürgerlichen Sprichwortmainstream wie "Veni, vidi, vici" oder "Cogito ergo sum". Vor allem die farbige Illustrationen und die konzisen Beschreibungen der Redewendungen haben mir gefallen. Diese führen dazu, dass man sehr gern im Buch einfach blättert und sich treiben lässt. Für Erwachsene mit etwas Vorbildung ist das Verständnis kein Problem. Hingegen werden einige Fachbegriffe und Sachverhalte angeführt, die 10-jährige Leser noch nicht verstehen bzw. für diese nicht geeignet sind. Ich habe z. B. das Wort "Parömien" gelernt. Ein Quellen- bzw. Literaturverzeichnis gab es leider nicht. Die Papierqualität der 112 Seiten ist außerordentlich gut. Man kann wegen der Griffigkeit des Papiers leicht umblättern. FAZIT Ein modern illustriertes Sachbuch, welches das Interesse an Latein auf jeden Fall weckt. Kurzweilig wird man zugleich in die Welt der antiken Römer entführt.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für dein Feedback
Wir nutzen dein Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte habe Verständnis, dass wir dir keine Rückmeldung geben können. Falls du Kontakt mit uns aufnehmen möchtest, kannst du dich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.