Produktbild: Die doppelte Nacht

Die doppelte Nacht Eine Deutschlandreise im Jahr 1958

Aus der Reihe textura
1

9,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

28296

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

10.10.2024

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

651 KB

Übersetzt von

Martin Hallmannsecker

Sprache

Deutsch

EAN

9783406823701

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

28296

Erscheinungsdatum

10.10.2024

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

176 (Printausgabe)

Dateigröße

651 KB

Übersetzt von

Martin Hallmannsecker

Sprache

Deutsch

EAN

9783406823701

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  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    21.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Dunkeln lauert das Grauen

    Der Blick von außen kann entlarvend sein, nimmt er doch oft das wahr, was lieber im Verborgenen bleiben soll. Gleichzeitig benötigt er eine gewisse Unvoreingenommenheit, um sich nicht von eigenen Vorurteilen leiten zu lassen. Ob der italienische Schriftsteller, Arzt und Maler Carlo Levi einen gänzlich unbelasteten Blick auf Deutschland hatte, als er 1958 zu einer Reise dorthin aufbrach, darf bezweifelt werden, trotzdem ist sein Bericht davon absolut lesenswert, offenbart er doch die Abgründe der Gesellschaft, von denen die Menschen nichts mehr wissen wollten und deren Auswirkungen wir dennoch heute noch spüren. Levi, der von Mussolini als Regimegegner und Jude verhaftet und nach Süditalien in die Verbannung geschickt wurde, erkennt das Nichtsagbare hinter den glänzenden Fassaden der Neubauten, sieht Menschen mit leeren Gesichtern, die nicht mehr zurückschauen wollen, lieber ungehemmt Essen in sich hineinstopfen und so viel trinken, dass alles verschwimmt. Die rastlose Betriebsamkeit vieler Menschen ist für Levi ein Zeichen der verweigerten Vergangenheitsbewältigung der Deutschen, sie vertuscht die innere Abgestumpftheit und die fehlende Reue ob der eigenen Taten. Levi, unterwegs zu Vorträgen und Lesungen, beschreibt Begegnungen mit sogenannten einfachen Menschen, die er nachts im Bierkeller oder auf den Straßen trifft. Auch ein alter Weggefährte aus der Zeit der Pariser Emigration ist dabei, er, der nie wieder in Deutschland leben wollte, ist doch dorthin zurückgekehrt und versucht sich zu arrangieren. „Er hatte sich widerwillig niedergelassen und liebte es nun wie eine Zwangsheimat, wie ein Gefängnis, an das man sich gewöhnt hat.“ Levi erkundet München, Stuttgart und am Ende noch die beiden Teile Berlins: „Die gleiche fundamentale Entfremdung zeigt sich also, auf gegengleiche Art und Weise, im einen wie im anderen Berlin, mitleiderregende Schwestern der inneren Unfreiheit.“ Das Buch ist weniger ein akkurater Reisebericht als eine mitunter fantastisch wirkende Annäherung an ein Deutschland, das sich in meisterhafter Verdrängung übt. Doch auch wenn Levi nicht allen Figuren genau so begegnet sein mag, zeigt seine literarische Annäherung doch sehr genau, wie das Land auf ihn gewirkt hat. Und das scheint doch sehr nah an der Wirklichkeit gewesen zu sein, denn vieles ist genau so auch heute noch zu erkennen. Wer wegschaut, kann nichts aufarbeiten – doch genau das ist bitter nötig, um nicht in starren Ritualen zu verharren, sondern echte Trauer zu spüren und ausgehend von dieser die Zukunft zu gestalten. Ich finde so einen Blick von außen auf das eigene Land immer wieder erhellend, gerade wenn er aus einer ganz anderen Zeit stammt, denn oft wird dadurch deutlich, wie wenig sich doch in einigen Bereichen geändert hat. Große Leseempfehlung für eigentlich alle, aber vielleicht besonders für diejenigen, die gerade an Deutschland verzweifeln.

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