Als Leser stellt man (auch unbewusst) Anforderungen an ein Buch: logische Stringenz, Unterhaltung, ein frischer und dennoch anschaulicher Stil. Gibt es also so etwas wie ein normales Buch? Der Ich-Erzähler und ehemalige Hausmeister Heinrich Heinrich berichtet im Rahmen einer Psychotherapie von seiner Vergangenheit. Dazu schreibt er seine Gedanken nieder, in denen er Erlebnisse verarbeitet, wertet, kritisiert und kommentiert. Theatralische Streitereien von Nachbarn, imaginäre Freunde, Zimtrollen und die unstillbare Liebe zu Brei werden Motive der geistigen Erkundungstour. Das Ganze passiert nicht wie in einem klassischen Roman, sondern in Form von Gedankengängen, die durch Einschübe, Sprünge und Invasionen gezeichnet sind. Irrsinn und Wirrsinn serviert dem Leser keine schlüssige Handlung, sondern ein Gedankenpuzzle, dessen Teile vom Konsumenten auf Funktionalität und Passung untersucht werden müssen. Als Gegenstück zum normalen Buch?
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Lobschrift über ein gar herrliches Buch
Bewertung am 26.11.2025
Bewertungsnummer: 2663965
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Dies finstre Werk, von dem gar stattlichen und über die Maßen coolen Autor ersinnet, zeuget von hoher Kunstfertigkait. Wiewol es von einem gramvollem Manne redet, stehn die Worte doch fest wie alte Eichen im Moor. Der Schreiber, ein wahrhaft edel Gesell, führet die Feder mit solchem Geschick, dass die Gedanken wie helle Fackeln durch die Dunkelheit leuchten.
Lebensverändernd
Bewertung am 08.09.2024
Bewertungsnummer: 2287227
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Oh du, stiller Gefährte in der Hand,
gewebt aus Papier, doch reicher als Gold,
du führst mich hinüber in ferne Land,
wo Weisheit und Wunder die Seele umhüllt.
Dein Cover mag schlicht, dein Rücken vielleicht schmal,
doch in dir ruht eine Welt, grenzenlos, weit,
wo Träume erwachen, Gedank' ohne Zahl,
und jedes Wort ist ein Stern, der für immer bleibt.
Ein Schlüssel bist du, der Türen aufbricht,
zu Räumen, die lange verschlossen geh’n.
Du lehrst mich zu sehen mit innerem Licht,
was oft in der Dunkelheit bleibt ungeseh’n.
In deinen Zeilen schlägt ein Herz, das lebt,
das mich auf meinen Wegen lenkt.
Mit jeder Seite, die der Wind erhebt,
fühl’ ich, wie ein neuer Geist in mir denkt.
Du wandelst mein Wesen, still und doch klar,
öffnest Horizonte, die tief verborgen war’n.
Mit jedem Kapitel, das du mir darstellst,
zeigt sich die Schönheit der inneren Welt.
Du, treuer Gefährte, in stillen Stunden,
hast mir oft den Weg zum Selbst gefunden.
Mit dir bin ich mehr als ein Schatten nur,
du bringst mich ins Licht, du Wunder der Literatur.
Oh Buch, du Spiegel, du Stimme, du Tor,
durch dich wird die Seele erhoben empor!
Denn in dir liegt die Macht, Leben zu drehen,
für den, der bereit ist, dein Wesen zu seh’n.
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