"Ich verschwendete Zeit, die wir nicht hatten, indem ich den verlorenen Tagen hinterhertrauerte, bevor sie vorbei waren." (Zitat)
Jule ist auf dem Weg zur Beerdigung ihrer besten Freundin, im Gepäck einen Berg Erinnerungen und zu wenig Kraft für zu viel Trauer. Ausgerechnet in diesem Moment trifft sie im Zug auf Hannes ‑ ihre erste große Liebe. Seinetwegen hat sie damals ihr Heimatdorf, ihre Freunde und ihre Familie verlassen. Nur um sich Jahre später allein in den Trümmern ihrer Beziehung wiederzufinden. Und jetzt? Nach einem Jahrzehnt Funkstille liegen plötzlich hunderte Kilometer vor und nur anderthalb Meter zwischen ihnen. Es beginnt eine siebenstündige Reise durch Vergangenheit und Gegenwart, auf der die beiden immer häufiger über die Frage stolpern, ob sie noch die sind, die sich damals verloren haben.
Eine Geschichte über die erste große Liebe im Schulterblick, über echte Freundschaft und über die Sehnsucht nach der Heimat.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Frauenprießnitz
5/5
13.02.2026
Hörbuch-Download (MP3)
sooooo schön
Ohje ist diese Geschichte schön. So emotional. Ich habe mehrmals geweint weil es mich so mitgenommen hat und während ich diese Rezi gerade schreibe, geht es mir wieder so, weil sie mich so beeindruckt hat. Die Sprecherin hat der Geschichte richtig leben eingehaucht und ich könnte die Geschichte noch mehr fühlen.
Jule sitzt in einem Zug auf den Weg zur Beerdigung ihrer besten Freundin. Sie erzählt von ihrer tiefen Freundschaft und was der Tod mit ihr gemacht hat. Sie hat es so getroffen das sie Panikattacken hat und auch im Zug eine erleidet ( ganz Klasse von der Sprecherin, ich habe sie gefühlt) .
Alles nicht genug, trifft sie auf ihren Ex, mit dem sie sich nie ausgesprochen hat. Doch im Zug haben sie Zeit einiges zu klären und abzuschließen.
Bewertung
aus Brunsbüttel
5/5
03.03.2026
eBook (ePUB)
eine Zugreise in die Vergangenheit
ein tolles, gefühlvolles Buch, klasse erzählt, authentisch, emotional, aus dem Leben gegriffen - und regt sehr zum Nachdenken an. wenn es doch mehr solcher Bücher geben würde :)
Smillasbooklove
5/5
02.02.2025
eBook (ePUB)
Taschentuch must habe❤️
Mein 2.tes Buch der Autorin .
Eine Zugfahrt aus der Zukunft in die Vergangenheit,oder umgekehrt . Eine lange Reise,zur Beerdigung eines Menschen der hätte nicht schon gehen sollen... Bepackt mit Schuldgefühlen und Ängsten,mit einem Fahrgast,der schon lange nicht mehr so weh tun sollte. Ein Spiel , lässt einen Vulkan hochgehen,bringt aber auch so viel Linderung. Ein Brief,der weher nicht tun könnte. Eine Freundschaft über den Tod hinaus. Ich glaube mit fehlen ein wenig die Worte um dieses unfassbar gute Buch zusammen zu fassen,dafür daß ich schon so viele geschrieben habe !
Besonders gefällt mir das die Protas in meinem Alter sind . Mir fällt es dadurch oft leichter in sie reinzuschlüpfen und verstehe so viel besser !!!
Ich kann hier eine klare Leseempfehlung abgeben!
Bewertung
5/5
01.02.2025
eBook (ePUB)
Wow, was für ein Buch!
Dieses Buch habe ich ziemlich schnell gelesen, weil es mich tief berührt hat. Es sind Tränen geflossen, aber ich habe auch zwischendurch viel gelacht und geschmunzelt. Es ist leicht geschrieben, hat aber zwischen den Zeilen viel Tiefgang … wie ich jetzt vom zweiten Buch weiß…. Typisch für Lene Jansen.
Eine wirkliche Herzensempfehlung!
Franci
aus Ilmenau
5/5
01.02.2025
eBook (ePUB)
Unglaublich intensiv.
Es gibt immer wieder Romane, bei denen es schwerfällt, die Empfindungen während und die Begeisterung nach dem Lesen in spoilerfreie Worte zu fassen. „In Richtung Stoppelfelder“ gehört für mich in diese Kategorie und zudem in jene, der besten Debüts, die ich bisher in die Hände bekommen habe.
Auf wenigen Seiten schafft es Lene Jansen wichtige, bewegende und relevante Themen aufzugreifen, nicht nur an der Oberfläche zu kratzen, sondern tief zu graben. Bedeutung und Schwere dieses Buchs sind unglaublich und ebenso wenig auszublenden wie die Enge in der Brust, der Knoten im Magen und der Nachklang, die diese Zugfahrt unweigerlich hinterlässt.
Eine Geschichte, die im ICE spielt? Klingt langweilig, eintönig, festgefahren? Die Gäste des Intercity-Express 512, die sich mit Jule und Hannes ein Abteil teilen, sehen das wahrscheinlich anders und erleben eine Reise, wie sie einmaliger und aufregender nicht sein könnte.
Lene erzählt in sepiafarbenen Erinnerungen von der Nostalgie einer unbeschwerten Kindheit, vom Verlust der ersten großen Liebe, einer Freundschaft, die intensiver und ehrlicher nicht sein könnte, von leisen Veränderungen und dem Wandel, den das Erwachsen werden mit sich bringt. In bunten Bildern sehen wir Städte vorbeirauschen, sind bruchstückhaft – dennoch nicht weniger intensiv – Teil eines aussichtslosen Kampfs, erleben Trauer und Verzweiflung, die auf Tod und Verlust folgt.
Während der Fahrt von München nach Münster fühlen wir die facettenreichen Arten von Schmerz, vor allem jenen, der bis ins Mark kriecht und „Zurückgelassenen“ den Boden raubt – das alles und viel mehr begleitet Jule auf dem Weg zum Abschied nehmen. Und uns.
Ein Wiedersehen nach zehn Jahren Funkstille und Schweigen, eine Fahrt nach Hause, der letzte Weg, den Jule zu Ehren ihrer Freundin auf sich nimmt. Als wären die letzten Wochen und Monate nicht Strafe genug, trifft sie auf Hannes, den feigen Verräter, ihre erste große Liebe, bis heute die einzige … Die nächsten sechseinhalb Stunden muss sie auf engstem Raum mit diesem „Lebenskünstler“ verbringen, eine Konfrontation mit der Vergangenheit, der sie sich in der Gegenwart nicht gewachsen fühlt. Denn hat Jule nicht gerade die platonische Liebe ihres Lebens, ihre Seelenverwandte, ihr Gegenstück verloren, ist erneut, unwiderruflich zerbrochen? Hält sich das Schicksal für so witzig?
Obgleich Jule innerlich tobt, ein Sturm aus den verschiedensten Gefühlen, Erinnerungen, Wünschen wütet, warten nach den Stunden im ICE, angekommen in der Heimat, nicht nur Tränen, Schreie und Schmerz, sondern auch Trost und Erkenntnis.
Ach, Lene, es war mir eine Freude in Deinen Zug zu steigen. Viele Rückblicke, Beschreibungen, die Sehnsucht nach „damals“ berührten mich, weil ich so vieles verstand, nachvollziehen konnte und mich durch Deine Worte an Haltestellen meines Lebens erinnerte. Ich ging in der Wut und Verzweiflung, den Schuldgefühlen und Tränen auf, musste durchatmen und dennoch, aufgrund humorvoller Dialoge, Kreativität und dem authentischen Schreibstil schmunzeln. Die Umschwünge der Stimmung sind unberechenbar – wie Flashbacks, Trauer und der Tod selbst.
Über einige Themen wird auf frische Art philosophiert, die Gedankenspiele ermöglichen einen neuen Blickwinkel auf das hier kreierte Geschehen sowie auf das eigene Leben. Die Szenarien, ganz gleich, ob die melancholischen Rückblicke oder die Skurrilität des Gesamten, sind lebendig und ausdrucksstark, Emotionen ergreifend und echt.
Die Autorin lässt auf unter 200 Seiten so viel von allen einfließen, wie es namhafte AutorInnen oft nicht in ausgewachsenen Romanen schaffen.
Poetisch, malerisch, ergreifend, im angenehmen Wechsel zwischen einfühlsam und impulsiv, zurückhaltend und voller Temperament vergeht die Zugfahrt viel zu schnell.
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