Als Juni ins Haus ihrer verstorbenen Großeltern auf der kleinen norwegischen Insel zurückkehrt, entdeckt sie ein Foto: Es zeigt ihre Großmutter Tekla als junge Frau mit einem deutschen Soldaten. Wer ist der unbekannte Mann? Juni kann niemanden mehr fragen. Die Suche nach der Wahrheit führt sie nach Berlin und in die kleine Stadt Demmin im Osten Deutschlands. Juni begreift, dass es um viel mehr geht als um eine verheimlichte Liebe. Und dass ihre Entdeckungen Konsequenzen haben für ihr eigenes Glück.
Eine starke Frau in dunklen Zeiten. Und eine junge Frau, die zurückschauen muss, um nach vorn blicken zu können.
‚Als Großmutter im Regen tanzte‘ erzählt davon, wie uns die Vergangenheit prägt bis in die Generationen der Töchter und Enkelinnen. Doch vor allem ist es eine Geschichte über die heilende Kraft der Liebe.
Drei Generationen, verbunden durch die Liebe und ein tragisches Geheimnis der Nachkriegszeit
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
02.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Unfassbar berührend!
Der Roman *Als Großmutter im Regen tanzte* erzählt eine bewegende Familiengeschichte, die Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise miteinander verbindet.
Im Mittelpunkt steht Juni, die nach dem Tod ihrer Großeltern auf Briefe und Dokumente stößt, die ein lange gehütetes Familiengeheimnis offenbaren. Nach und nach erfährt sie, welche Schicksalsschläge ihre Großmutter während des Zweiten Weltkriegs erleben musste.
Mich hat besonders die einfühlsame Erzählweise der Autorin beeindruckt. Man hat das Gefühl, man ist mitten drin in der Geschichte. Sie beschreibt die Gefühle der Figuren sehr authentisch. Durch die Einbindung von historischen Ereignissen, wird deutlich, wie Krieg, Verlust und Schuld auch spätere Generationen beeinflussen können.
Mich hat das Schicksal der Großmutter stark berührt... Trotz solcher schweren Schicksalsschläge und Erlebnisse hat sie den Lebensmut bewahrt.
Die Sprache ist leicht verständlic. Einige Szenen sind traurig und nachdenklich, doch gerade diese machen das Buch besonders berührend. Wer sich für Familiengeschichten und historische Romane interessiert, wird dieses Buch mit großem Interesse lesen.
Insgesamt ist das Buch ein tiefgründiger und bewegender Roman über Liebe, Verlust, Erinnerung und die Kraft der Wahrheit. Es regt zum Nachdenken an - über welche "Lapalien" wir uns in der heutigen Zeit eigentlich Gedanken machen... Und welche Erlebnisse unsere Vorfahren teilweise mit sich tragen müssen...
Bewertung
5/5
15.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Als Großmutter im Regen tanzte
Ein wunderbar, berührender Roman. Mein erster Roman der Autorin Trude Teige hat mich sehr angesprochen. Ich werde die beiden folgenden Romane „ Und Großvater atmet mit den Wellen“ und „ Wir sehen uns wieder am Meer“ ebenfalls lesen. Von mir eine absolute Leseempfehlung.
sleepwalker
5/5
15.12.2025
Buch (Taschenbuch)
„Als Großmutter im Regen…
„Als Großmutter im Regen tanzte“ ist das erste Buch der norwegischen Autorin Trude Teige, das ich gelesen habe. Es wird aber ganz sicher nicht mein letztes Buch von ihr sein. Eine fiktive Familiengeschichte trifft dort auf echte Geschichte und über allem hängen gut gehütete Familiengeheimnisse. Mittendrin flackert ein kleines Flämmchen der Liebe und der Regen, in dem die Großmutter tanzt, spendet Applaus. Mich hat das Buch gefesselt und begeistert. Aber von vorn. Junis Mutter ist kürzlich verstorben und die junge Frau hat ihr Haus auf einer abgelegenen norwegischen Insel geerbt. Als ihre Großeltern noch dort lebten, hat Juni ihre Kindheit bei ihnen verbracht. Jetzt zieht sie sich für eine Auszeit dahin zurück. Sie ist schwanger, kann sich aber nicht vorstellen, das Kind mit ihrem gewalttätigen Mann Jahn zu bekommen. Beim Aufräumen im Haus schwelgt Juni in Erinnerungen und findet ihr unbekannte Fotos. Eines der Bilder zeigt ihre Großmutter zusammen mit einem deutschen Soldaten. Nachdem sie die Hochzeitsbescheinigung der Großeltern gefunden hat, rechnet sie nach und stellt fest, dass ihre Mutter am Tag der Heirat bereits eineinhalb Jahre alt war. Auch sieht Lilla weder Tekla noch Konrad ähnlich, dem deutschen Soldaten allerdings auch nicht. Zwischen Juni und ihrer Mutter gab es ebenfalls Unausgesprochenes: Lilla hat ihrer Tochter nie erzählt, wer ihr Vater ist. Alfred, Junis einziger fester Nachbar auf der Insel, hüllt sich in Schweigen. Der frisch geschiedene Georg, der neu auf der Insel ist, ist hingegen sehr hilfreich. Er reist mit Juni nach Deutschland, um gemeinsam mit ihr Licht in ihre Familiengeschichte zu bringen. Ich habe schon einige Bücher zur Beziehung zwischen Norwegen und Deutschland im Zweiten Weltkrieg und danach gelesen, daher war mir die Thematik bekannt. Wie drastisch die Ächtung war, der sich die 30.000 bis 50.000 Norwegerinnen ausgesetzt sahen, die eine Beziehung zu einem Deutschen führten, war mir allerdings nicht bewusst. Die „tyskerjentene“ wurden von ihrem Umfeld, ihren Familien und auch von der norwegischen Regierung wie Aussätzige behandelt, konnten willkürlich verhaftet werden, oft verloren sie ihre Arbeit und, wenn sie die Deutschen geheiratet haben, auch ihre Staatsbürgerschaft. Trude Teiges Buch hat mich sehr berührt und auch sprachlich fand ich das Buch abgesehen von ein paar Schreibfehlern sehr ansprechend. Die Autorin verflicht inspiriert von realen Menschen Fiktion mit Realität. Die Charaktere fand ich gut beschrieben. Vermutlich wird jede Leserin und jeder Leser im Buch ein Pendant finden. Die Kriegsgeneration, die Kriegskinder und die Kriegsenkel werden ebenso dargestellt wie Außenstehende, die mehr oder weniger zur Geschichte beitragen. Auch ohne ausdrücklich ein „Frauenbuch“ zu sein, sieht man daran, dass die Zielgruppe wohl in der weiblichen Leserschaft liegt. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt, den im Hier und Jetzt mit Juni im Mittelpunkt und die Erlebnisse von Tekla in Jahren zwischen 1944 und 1948. Beide Stränge habe ich gern gelesen. Das viele Unausgesprochene, das sich quer durch die Generationen zieht, hat mich betroffen gemacht. Dunkle Familiengeheimnisse werden noch dunkler, wenn niemand mehr am Leben ist, der nach vielen Jahren hilft, Licht ins Dunkle zu bringen. Wie viele von uns haben von unseren Großeltern und Eltern immer wieder gehört „darüber reden wir, wenn du erwachsen bist“ – wie bei vielen kam auch bei Juni der Tag nie, denn als sie „erwachsen genug“ war, waren die anderen tot. Vieles im Buch ist sehr klischeehaft, manches kommt über Küchentischphilosophie nicht hinaus, und dennoch fand ich es sehr gut zu lesen und kämpfte an manchen Stellen mit feuchten Augen. Die schwierigen Mutter-Tochter-Beziehungen hat Trude Teige sehr treffend eingefangen. Am Schluss wäre das Buch dann beinahe doch noch ins Seichte abgerutscht, das konnte die Autorin aber erfreulicherweise gerade noch so vermeiden. Mich hat das Buch enorm berührt und ich freue mich schon auf „Und Großvater atmete mit den Wellen“. Ich vergebe fünf Sterne.
Bewertung
5/5
18.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Starke Frauen
Ich habe das Buch heute beendet.
Es hat mich erschüttert und gleichzeitig war es so eine warme Umarmung. Absolute Lese Empfehlung habe es in 2 Tagen gelesen. Einfach nur wundervoll geschrieben.
Bea
5/5
01.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Berührend und äußerst empfehlenswert
"Als Großmutter im Regen tanzte" von Trude Teige ist ein feinfühlig geschriebener Roman, der mich tief berührt hat. Die Autorin schafft es meisterhaft, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen und den Leser auf eine emotionale und historische Reise mitzunehmen.
Das Buch ist für alle, die sich gerne mit einem Stück deutscher Geschichte auseinandersetzen möchten. Es ist eine Geschichte über eine junge Frau, Juni, die in der Vergangenheit ihrer verstorbenen Großmutter forscht und dabei ein unbekanntes, verborgenes Kapitel entdeckt, das Licht auf die Ereignisse während des Zweiten Weltkriegs wirft.
Obwohl die Geschichte in verschiedenen Zeitebenen spielt, ist die Handlung dank Teiges feinfühligem Schreibstil immer nachvollziehbar und klar. Die Zeitsprünge sind nicht verwirrend, sondern tragen dazu bei, die emotionalen Zusammenhänge und die Entwicklung der Charaktere besser zu verstehen.
Das Buch hat eine tröstliche Wirkung. Es ist eine Geschichte über Liebe, Geheimnisse, Vergebung und die Suche nach dem eigenen Glück, die zeigt, dass die Vergangenheit, so schmerzhaft sie auch sein mag, auch den Weg in eine hoffnungsvolle Zukunft ebnen kann.
"Als Großmutter im Regen tanzte" ist ein bewegendes, schönes und klug erzähltes Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.
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