Scheiß, scheiß, scheiß Liebe! Ohne die gäbe es da nämlich nicht diese riesengroße Lücke in Rosas Leben, seitdem ihre beste Freundin nur noch mit ihrem neuen Freund rumhängt. Doch dann ändert sich Rosas Leben schlagartig. Zum einen kommt Kim neu in ihre Klasse und Rosa ist von jetzt auf gleich fasziniert. Und Kim scheint es mit Rosa genauso zu gehen. Und dann ist da noch dieser Brief von Rosas unbekanntem Vater, der ihr einen verwilderten Garten schenkt. Rosa und Kim richten den Garten zu einem kleinen Paradies her, bauen Gemüse an, fühlen sich frei und unabhängig. Und Rosa spürt: Das zwischen ihr und Kim ist mehr als Freundschaft. Doch ist es normal, dass sie in Kim verliebt ist, wenn Kim sich weder als Junge noch als Mädchen fühlt? Ein bewegender Coming-of-Age-Roman über Pubertät, Identität, Queerness, Freundschaft, erster Liebe, Gemeinschaft - und Klimakrise
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Bewertung
Book Circle Community
5/5
22.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Cooles Buch über die wichtiges Thema
Ich mochte den Schreibstil auf Anhieb und habe es in einem Rutsch durchgelesen. Die Geschichte von Rosa und Kim ist eine gute Anleitung für mehr Toleranz, Akzeptanz und Herzenswärme für alle Menschen, egal, wie sie sich definieren. Wenn auch Rosa (und mit ihr die ganze Klasse) zuerst neugierig ist, ob Kim ein Junge oder ein Mädchen ist, ist es letztendlich egal, weil sie sich verbunden fühlen und sich verlieben.
Den einzigen Kritikpunkt, den ich erwähnen möchte, ist wohl, dass es im wirklichen Leben (leider) nicht immer so läuft. Aber es ist ein Roman, daher ist Optimismus angesagt und vielleicht auch eine Anleitung, wie man es denn im (wirklichen) Leben machen sollte.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
03.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Abwechslungsreiche Teenager-Liebesgeschichte
Im Rahmen einer Leserunde bin ich in den Genuss gekommen, diesen Roman lesen zu dürfen. Ansonsten hätte ich wohl nicht mehr zu einer Love-Story von einem 13-Jährigen Mädchen gegriffen.
Auch wenn ich nicht unnbedingt zur Zielgruppe zähle, konnte mich die Geschichte überzeugen. Es werden viele Themen angeschnitten: erste Liebe, Freundschaft, Geschlechtsidentität, Klimawandel, Scheidung,… ohne bei alledem zu sehr in die Tiefe zu gehen. Ich denke, für Lesende im Alter von jungen Teenagern wäre eine zu intenisive Thematisierung auch zu viel.
Hauptthema ist die sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Rosa und der neu in die Klasse gekommenen Kim - bei der man nicht weiss, ob sie nun ein Junge oder ein Mädchen ist. Und auch für "große Leser" ist das Thema spannend zu verfolgen, auch wenn natürlich alles etwas vereinfacht und leicht verdaulich dargestellt wird.
Ich wünsche jedenfalls allen Jungen und Alten viel Freude beim Lesen von diesem kurzweiligen Roman.
Daggy
5/5
27.10.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Jugendliche Gefühle
Rosa Eliza Retter hatte eine beste Freundin namens Fred, doch die hat jetzt die Liebe zu einem Jungen entdeckt, dessen Namen Rosa nicht aussprechen möchte. Deshalb hält Rosa Distanz zu Fred, selbst in der Schule spricht sie nicht mit ihr. Da kommt jemand Neues in die Klasse und Kim fasziniert Rosa von Anfang an. Nicht nur die Schönheit von Kim ist besonders, auch das Auftreten und die Schminkkunst ist perfekt. Kim definiert sich als keinem Geschlecht zugehörig und scheint aber Rosa gerne um sich haben zu wollen.
Rosa lebt mit ihrer Mutter zusammen, mit der sie sich sehr gut versteht und die ebenfalls die Dreizehnjährige gut versteht. Rosas Erzeuger ist schon vor ihrer Geburt ins Ausland gegangen und hat sich all sie Jahre nie gemeldet. Jetzt schenkt er ihr einen Garten, der hinter einer undurchdringlichen Hecke liegt. Dort verbringen Rosa und Kim ihre Osterferien und sie lieben es beide den Garten zu versorgen. Wird es bei der Freundschaft bleiben oder wird auch Rosa die Liebe kennenlernen?
Rosa erzählt uns von dieser Zeit im Frühling und so können wir ihre Gefühle kennenlernen und erleben, wie sie sich zaghaft den anderen gegenüber öffnet. Wie sie die Ablehnung durch ihre Vater überwindet und die Liebe entdeckt. Ungewöhnliche Protagonistinnen und eine gendergerechte Sprache machen dieses Buch sehr aktuell.
Bewertung
Book Circle Community
4/5
02.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Jugendbuch für alle Altersklassen
Das Buch „Korianderkuss“ von Antje Herden ist ein gelungenes Jugendbuch über die Themen Freundschaft, erste Liebe, Nonbinarität, gegenseitige Akzeptanz und Erwachsenwerden aus der Sicht einer 13-Jährigen.
Die Charaktere sind alle sehr authentisch beschrieben und die Hauptprotagonistin macht im Verlauf des Buches eine spannende Entwicklung durch.
Gewisse Themen wie z.B. der Klimawandel werden nur im Hintergrund behandelt. Auch wenn ich mir da mehr Tiefe gewünscht hätte, ist das doch auch passend dazu, dass dieses Thema immer im Hintergrund präsent ist und nur durch Wetterereignisse ins Bewusstsein gerät.
Das Buch liest sich leicht und regt zum Nachdenken an. Auch wenn es ein Jugendbuch ist, ist es für Lesende aller Altersklassen eine Bereicherung, gerade was das Auseinandersetzen mit dem Thema Nonbinarität angeht.
Bewertung
aus Essen
3/5
18.12.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Viel los, bei Rosa
Fred und Rosa sind schon ewig beste Freundinnen, doch Fred verliebt sich – ein Gefühl, mit dem Rosa bisher noch nicht viel anfangen kann. Jetzt entsteht eine Lücke in Rosas Leben: eine Fred-Lücke. Vor allem, weil sie außer Fred und ihrer Mutter kaum jemanden an sich heranlässt.
Doch dann kommt Kim neu in die Klasse, und Rosa ist plötzlich interessiert. Nicht wie alle anderen an Kims Geschlecht, denn Kim ist nicht binär, sondern an der Person selbst. Kim ist schlagfertig, klug und mysteriös – und vielleicht kann Rosa mit dem Verliebtsein ja doch etwas anfangen.
Es passiert irgendwie ziemlich viel in der Geschichte: Ein weiteres Thema ist Jonas Ritter, Rosas Vater, den sie nicht kennt. Er schickt ihr plötzlich einen Brief, in dem er mitteilt, dass er für immer nach Australien geht, aber noch einen Hinweis auf ein Gartengrundstück hinterlässt. Gemeinsam mit Kim macht Rosa sich auf die Suche und findet es tatsächlich. Diese Aktion von ihrem Vater bleibt aber letztlich recht bedeutungslos für die Handlung. Kim entpuppt sich zufällig als Gemüseexpert*in und scheint generell viel Ahnung von allem zu haben.
Fred ist ebenfalls noch präsent und versucht manchmal, das Gespräch mit Rosa zu suchen. Was mir persönlich jedoch gar nicht gefallen hat: Rosa reimt ständig vor sich hin. Sie sagt zwar selbst, dass sie keine Poetin ist, aber als Kim irgendwann meint, einige Reime seien „ziemlich gut“, halte ich das für eine glatte Lüge. Selbst wenn die Reime absichtlich „schlecht“ sein sollen, haben sie für die Geschichte keinerlei Mehrwert und waren eher unangenehm zu lesen.
Gegen Ende analysiert Kim Rosas Einzelgänger-Dasein und zieht daraus Schlüsse, die wohl alles zusammenführen sollen. Für mich blieben diese Erkenntnisse jedoch unverständlich, da die Textsignale dazu wohl an mir vorbeigegangen sind.
Was ich an Rosa mag, ist ihre Fähigkeit, Fehler einzugestehen. Perfekte Figuren sind schließlich nicht so interessant wie eine Rosa. Die Beziehung zwischen Kim und Rosa ist wirklich niedlich dargestellt, und die Szenen rund um ihre gemeinsame Gartenarbeit waren ebenfalls interessant.
Insgesamt war die Konstruktion der Handlung für mich nicht ganz klar, und sprachlich waren Rosas Gedichte definitiv ein Minuspunkt. Positiv hervorheben möchte ich jedoch den Umgang mit dem Thema Gendern. Hier werden viele praxisnahe Beispiele gezeigt, die gut funktionieren – zum Beispiel klingt „Blödmensch“ statt „Blödmann“ sogar richtig gut.
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