Produktbild: Der Eurasienkomplex

Der Eurasienkomplex Warum und wie dem Westen die Zukunft entgleitet

Aus der Reihe edition ost
3

20,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.01.2025

Verlag

Das Neue Berlin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,7/12,8/3 cm

Gewicht

322 g

Farbe

Grau / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02818-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.01.2025

Verlag

Das Neue Berlin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,7/12,8/3 cm

Gewicht

322 g

Farbe

Grau / Schwarz

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-360-02818-1

Herstelleradresse

Das Neue Berlin
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
DE

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  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    16.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Gekonnte Verknüpfung von persönlichen Erfahrungen und kompetenter Analyse

    Die beiden Autoren – selber jahrelang im Asiengeschäft unterwegs gewesen – stimmen nicht in die allgemeine Klage über die Verschlechterung der Geschäftsbedingungen ein. Sie lamentieren nicht über die ideologisch motivierte De-Cupling-Politik der Bundesregierung und nicht über die auf Konfrontation gerichtete Ost-Politik des Westens, wie es so viele tun. Leuschner/Fasbender verschweigen diesen Grundkonflikt nicht, fragen ebenfalls nach dessen Ursachen – aber zeigen vor allem, wie man aus diesem Dilemma herauskommt. Dazu verweisen sie auf die von ihnen in China und Russland gemachten Erfahrungen. Sie erzählen anekdotisch und durchaus unterhaltsam und ziehen daraus ihre Schlüsse. Eine gemeinsame Zukunft ist möglich und nötig – bei einer anderen Politik.

  • Manuela404

    5/5

    15.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    „Der Eurasienkomplex“ ein wichtiger Appell gegen die Entfremdung und die Feindschaft in der heutigen Zeit

    „Warum sollte ein Land wie China mit seiner viertausend Jahre alten Kultur sagen: 'Hey, komm, lass uns so werden wie der Westen.' Die ganze asiatische Welt fragt sich eher: 'Was ist da los mit dem Westen? Wie kann eine Minderheit von zwölf Prozent der Weltbevölkerung den Rest der Welt bevormunden wollen?'“ Dieses Zitat des Diplomaten und Politologen Kishore Mahbubani (Singapur), das sich in einem der ersten Kapitel des Buches findet, veranschaulicht recht gut, worum es in „Der Eurasienkomplex. Warum und wie dem Westen die Zukunft entgleitet“ geht. Uwe Leuschner und Thomas Fasbender hinterfragen und kritisieren darin die Unwissenheit und Arroganz des Westens in Bezug auf den Osten und argumentieren, dass diese Haltung dem Westen, dessen Größe sowohl hinsichtlich des Bevölkerungsanteils als auch der Wirtschaftskraft, des politischen Einflusses und auch der Deutungshoheit spürbar zurückgegangen ist und weiter schwindet, am Ende nur selbst schadet. Leuschner und Fasbender konstatieren nicht ohne Bedauern, dass der Westen es aus seiner Position der vermeintlichen Überlegenheit verpasst hat, das zu seinem Vorteil zu nutzen, was der Osten an Kompetenzen und Möglichkeiten mitbringt. Das stellen sie übrigens sowohl für den Osten im Sinne von Osteuropa und Asien als auch für den Osten Deutschlands nach der Wiedervereinigung fest. Die alte BRD habe den neuen Bundesländern ihre Lebensweise und ihr System übergestülpt, wobei sie den Errungenschaften der DDR, wie in der Bildung, der Gesundheitsversorgung oder in Sachen interkulturelle Kompetenzen keinerlei Wertschätzung entgegengebracht oder sie für sich genutzt habe. Damit seien im wiedervereinigten Deutschland viele Vorteile ungenutzt geblieben, zugleich hätten sich die beiden deutschen Völker bis heute nicht richtig angenähert. Immer schwingt eine Faszination für das Fremde mit, auch Bewunderung. Und die Einsicht, wie begrenzt und im Endeffekt schädlich eine eurozentristische Sicht ist.

  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    23.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    DER EURASIEN-KOMPLEX – Wichtige Denkanstöße zu einer verfehlten Politik

    „Manche reden die chinesischen Erfolge klein, andere denunzieren sie als Ergebnis illegitimer autoritärer Politik. Zum Dagegenhalten im Wettbewerb und zur Rückbesinnung auf europäische Tugenden wie Fleiß, Einsatzbereitschaft, Qualitätsbewusstsein und Initiative sind die wenigsten bereit. Da der chinesische Macht- und Erfolgsanspruch in Europa auf Misstrauen stößt, folgte auch auf Xi Jinpings 2013 verkündete Belt and Road Initiative bislang keine angemessene Antwort. … Natürlich können wir in Westeuropa China die kalte Schulter zeigen – wobei schon das einen erheblichen Wohlstandsverlust bedeutete. Aber könnten wir das Jahrhundertprojekt Neue Seidenstraße dadurch zum Einsturz bringen? Ein Blick auf die Realitäten genügt. Wollten wir wirklich unseren Wohlstand sichern, unsere Arbeitsmärkte und unsere Zukunftschancen, so müssten wir ausnahmslos sämtliche Win-win-Situationen nutzen und sämtliche Lose-lose-Situationen meiden. Doch weit gefehlt: Nur weil einige Länder die Großmachtinteressen der westlichen Führungsmacht USA stützen, kappen wir kostengünstige Lieferketten und stürzen uns in teure Sanktionsabenteuer. Statt kaufmännisch vernünftig entscheiden wir weltanschaulich verbohrt.“ (S. 130) Das lesenswerte Sachbuch DER EURASIEN-KOMPLEX trägt den treffenden Untertitel „Warum und wie dem Westen die Zukunft entgleitet“. Die eingangs zitierte Einschätzung der derzeitigen Situation liefert somit den perfekten Kommentar zu einer sich verselbständigenden Politik, die sich hinsichtlich wirtschaftlicher Realitäten beratungsresistent zeigt. Die Autoren Uwe Leuschner (*1960) und Thomas Fasbender (*1957) waren lange Zeit erfolgreich als Logistiker in Russland, Zentralasien und China bzw. als Manager und Unternehmer in Russland tätig. Sie haben damit die wirtschaftliche Entwicklung des eurasischen Raumes erlebt und daraus zahlreiche Lehren gezogen. In Fortführung der Gorbatschow-Vision eines „Europäischen Hauses“ tauchte bald der Gedanke an einen freizügigen Wirtschaftsraum von Lissabon bis Wladiwostok auf, der in transatlantischen Kreisen naturgemäß wenig Zustimmung fand. Und die jetzige politisch explosive Situation hat eben genau darin eine maßgebliche Ursache. „An die Stelle der Religion als Motiv zwischenstaatlicher Konflikte treten heute Ordnungsvorstellungen mit Heilsbringercharakter. Gesellschaftssysteme werden pseudoreligiös aufgeladen: die „guten“ Demokratien und die „bösen“ Autokratien und Diktaturen. Die Diskussion um den Ukrainekrieg zeigt, wie leicht es fällt, für die „guten“ Ziele Zehntausende sterben zu lassen. Das war im Dreißigjährigen Krieg nicht anders.“ (S. 242) Das in der edition ost erschienene Buch liefert wichtige Denkanstöße, die auch durch die Schilderung konkreter Situationen sehr anschaulich dargestellt werden. Leider ist anzunehmen, dass die für die verfehlte Politik Verantwortlichen diese in gewohnter Ignoranz nicht zur Kenntnis nehmen werden.

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