Produktbild: Wegen damals und heute

Wegen damals und heute

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.06.2025

Verlag

Neues Leben

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,7 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Camel

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-355-01917-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.06.2025

Verlag

Neues Leben

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,7 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Camel

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-355-01917-0

Herstelleradresse

Neues Leben, Verlag
Märkisches Ufer 28
10179 Berlin
DE

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  • Gisela.1318

    5/5

    14.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überaus interessant und persönlich

    Es mag seltsam anmuten, die persönliche Korrespondenz eines Menschen zu lesen, den man nicht kennt. Gisela Steineckert kannte ich zuvor auch nicht als Schriftstellerin, Kulturschaffende und bekannte Persönlichkeit der DDR. Dennoch hat sie mich in den Briefen, die in diesem Band versammelt sind und kommentarlos hintereinander weg kommen, sofort abgeholt. Wo wir in der heutigen Kommunikation alles abkürzen und Emojis oft Worte ersetzen, nimmt Steineckert sich Zeit, egal, wem sie schreibt. Und beim Lesen gewinnt man den Eindruck, sie würde über jedes Wort nachdenken, die sprachlichen Bilder mit Sorgfalt und Liebe erschaffen. Einer Poetin gehen sie vielleicht leichter von der Hand, trotzdem fühlt man sich als Adressat – und in diesen versetzt man sich beim Lesen unweigerlich hinein – wertgeschätzt, als würde die Schreiberin in diesem Moment ganz und gar für einen da sein. Zugleich sind diese Briefe auch als Steineckerts Biografie zu lesen, schließlich verraten sie, wie sie denkt und fühlt und zu diesem oder jenen Menschen steht. Insgesamt eine sehr interessante Lektüre über eine interessante Persönlichkeit!

  • j.h.

    aus Berlin

    5/5

    29.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    WEGEN DAMALS UND HEUTE – Briefe von Gisela Steineckert zwischen 1999 und 2023

    WEGEN DAMALS UND HEUTE ist ein Sammelband von Briefen, die Gisela Steineckert (*1931) an Freunde und Wegbegleiter ebenso schrieb wie an Interpreten ihrer Texte oder Leser, die sich persönliche an sie gewandt haben. Die hier vorliegenden Briefe datieren zwischen 1999 und 2023 und sind chronologisch abgedruckt. Und Briefe sind eben vertraulich – womit die Anrede zumeist mit Du und Vorname erfolgt. Je mehr Wissen der Leser über Umfeld und Freunde der Autorin hat, kann eine direkte Zuordnung erfolgen. Und wie es mit Erinnerungen und Reflexionen so ist, gibt es einige Briefe, zu denen dem Leser durch fehlendes Hintergrundwissen der Zugang etwas schwer fällt. Dennoch beiten auch diese Raum für eigene Gedanken und Nachdenklichkeit über die Verläufe der Zeit. Neben zahlreichen Reflexionen aus dem persönlichen Bereich – insbesondere die anstrengende langjährige Pflege von Steineckerts Ehemann Wilhelm Penndorf betreffend – gibt es auch zahlreiche Erinnerungen an die „große“ Politik – hier beispielsweise in einem 2009 verfassten Brief an Egon Krenz: „Ich habe zweimal nicht unterschrieben, was ich unterschreiben sollte. Ich wollte Biermann nicht wiederhaben, weil ich mehr wusste als andere, ihn durchschaut hatte und seine Planung doch eigentlich klar vor Augen lag. Ich habe die Todsünde begangen, meine Meinung über den Bänkelsänger im Schriftstellerverband zu begründen. Dafür haben mich Heym, Krug, Bettina Wegener, Jacobs und andere, einige sogar, mit denen ich vorher gearbeitet habe, in der Öffentlichkeit vorgeführt, mein „unehrliches Gesicht“ etc. … Dann kam meine Verweigerung der zweiten Unterschrift, die ich als Präsidentin nach Meinung vieler Unterhaltungskünstler zu leisten gehabt hätte: unter die Resolution, im September 89. Diese Schrift war mit Frau Bohley verfasst worden, das hätte schon als Grund für mein Nein ausgereicht. Der Inhalt war nicht einmal falsch, gar nicht bösartig, aber der Text war kein Vorschlag für uns, nach innen, es war ein Papier nach draußen, es war – obgleich es nie so schien – verräterisch gemeint. Die wollten nicht ändern und verbessern, was sie danach immer behauptet haben, die wollten zerstören. Ich kann bis heute nicht an den Grad der Naivität glauben, sich so, über die Westmedien, an die eigene Regierung zu wenden.“ (S. 73 f.) So bietet Gisela Steineckert dem Leser mit geschliffener Sprache noch einmal Gelegenheit, persönlich mit der Distanz vieler Jahre über deutsche Zeitgeschichte und deren – wie sich gerade in jüngster Zeit anschaulich zeigt – nicht eben positive Entwicklung nachzudenken. Der im Verlag neues leben erschienene Sammelband ist ein lesenswertes Buch, das zu eigenen Reflexionen über Vergangenes und Gegenwärtiges zahlreiche Anregungen bietet – auch wenn dabei einige Erinnerungen aus dem sehr persönlichen Umfeld der Autorin unklar bleiben.

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