September 1888. Der 29-jährige Arthur Conan Doyle erhält von der Metropolitan Police das Angebot, sie einen Monat lang als "Berater" bei der Jagd nach dem Serienmörder zu unterstützen, der bald unter dem Namen Jack the Ripper bekannt werden wird.
Doyle akzeptiert unter der Bedingung, dass sein ehemaliger Dozent für Chirurgie, Professor Joseph Bell - Doyles Inspiration für Sherlock Holmes - mit ihm zusammenarbeitet. Zu den beiden gesellt sich Miss Margaret Harkness, eine im East End lebende Schriftstellerin, die mit einer Pistole umzugehen weiß und die beiden als Führerin und Begleiterin unterstützt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
aus Apolda
5/5
04.04.2025
eBook (ePUB 3)
Fakten und Fiktion
„Dr. Doyle jagt Jack the Ripper“ von Bradley Harper ist ein fesselndes Werk, das die Grenzen zwischen Fiktion und Realität auf spannende Weise verwischt. Als Leser, der bereits zahlreiche Bücher über den berüchtigten Ripper verschlungen hat, war ich besonders beeindruckt von der kreativen Herangehensweise, die Harper gewählt hat, um die Geschichte neu zu interpretieren.
In dieser Erzählung wird der berühmte Arzt Dr. Arthur Conan Doyle, bekannt durch seine Sherlock-Holmes-Geschichten, von Dr. Bell eingeladen, um bei der Aufklärung der grausamen Morde an Frauen in Whitechapel zu helfen. Die Einbindung von realen historischen Figuren und Ereignissen verleiht der Geschichte eine authentische Note, während die fiktiven Elemente die Spannung aufrechterhalten.
Die Zusammenarbeit zwischen Dr. Doyle und der Schriftstellerin Margaret Harkness bringt eine interessante Dynamik in die Handlung, und es ist faszinierend zu sehen, wie die Charaktere in die düstere Atmosphäre des viktorianischen Londons eintauchen. Die zeitliche Einordnung des Buches nach Doyles erstem Roman fügt eine zusätzliche Schicht hinzu, die Fans seiner Werke sicherlich zu schätzen wissen.
Ein weiterer Pluspunkt sind die kurzen Kapitel, die das Lesen angenehm und spannend gestalten. Sie sorgen dafür, dass man immer wieder zum nächsten Abschnitt greifen möchte. Der informative Anhang bietet zudem wertvolle Einblicke und Hintergrundinformationen, die das Leseerlebnis abrunden.
Insgesamt ist „Dr. Doyle jagt Jack the Ripper“ ein gelungenes Buch, das sowohl Liebhaber von Kriminalgeschichten als auch Fans von historischen Fiktionen begeistern wird. Harper gelingt es, die Faszination für Jack the Ripper neu zu entfachen und gleichzeitig die Leser auf eine packende literarische Reise mitzunehmen.
Lia
5/5
22.12.2024
eBook (ePUB 3)
Spannung, Geschichte und starke Figuren
Bradley Harpers „Doktor Doyle jagt Jack the Ripper“ ist ein Krimi, der gekonnt Geschichte und Fiktion miteinander verbindet. Die Geschichte spielt im Jahr 1888, als der junge Arthur Conan Doyle – noch weit davon entfernt, durch Sherlock Holmes berühmt zu werden – in die Ermittlungen um die grausamen Morde von Jack the Ripper hineingezogen wird. An seiner Seite: sein Mentor, der scharfsinnige Professor Joseph Bell, und die schlagfertige Schriftstellerin Margaret Harkness, die als selbstbewusste Frau ordentlich frischen Wind in die Runde bringt.
Die Atmosphäre des Romans ist großartig. Man fühlt sich direkt in das neblige und düstere London des 19. Jahrhunderts versetzt. Besonders spannend ist, wie er echte historische Persönlichkeiten wie Doyle und Bell in die Geschichte einbaut. Auch die Figur von Harkness, die ebenfalls wirklich gelebt hat, bringt eine tolle Dynamik mit – sie ist klug, mutig und eine echte Bereicherung für die Story.
Das Buch ist spannend und unterhaltsam geschrieben, auch wenn es im Mittelteil ein bisschen gemächlicher wird. Aber dann kommt eine überraschende Wendung, die nochmal richtig Fahrt aufnimmt und einen bis zum Ende nicht mehr loslässt.
Alles in allem ist „Doktor Doyle jagt Jack the Ripper“ ein packender Krimi mit toller Atmosphäre und faszinierenden Figuren. Für Fans von historischen Krimis und gut erzählten Geschichten definitiv eine Empfehlung!
SonjasBookWorld
5/5
24.11.2024
eBook (ePUB 3)
Spannende Jagd nach dem berühmten Serienkiller
Inhalt:
Dr. Doyle, bekannt für sein Buch über den berühmtesten aller Detektive - Sherlock Holmes - wird kontaktiert um bei den Ermittlungen in grausamen Mordfällen an Prostituierten im Londoner East End zu ermitteln. Gemeinsam mit seinem alten Professor stellt er Nachforschungen an. Wird er der Polizei helfen können und den Morden ein Ende setzen?
Meinung:
Die Zeitreise ins viktorianische London hat mir wirklich gut gefallen! Es ist mein erstes Buch über den wohl berühmtesten aller Serienkiller gewesen. Die Thematik bietet von vorneherein eine düstere und beklemmende Grundstimmung und so fragte ich mich ständig, wann der Killer wohl wieder zuschlägt. Die Grausamkeit und Kaltschnäuzigkeit mit der er vorgeht ist unfassbar. Das Dr. Doyle in diesem Fall ermittelt, war eine gelungene Verwebung bekannter Figuren. Wir lernen auch Professor Bell kennen, der als Inspiration für die bemerkenswerte Beobachtungsgaben des berühmten Sherlock Holmes fungierte.
Zusammen mit Margret Harkness, die ebenfalls zu dieser Zeit lebte, bilden die drei ein wunderbares Ermittler-Trio.
Besonders beeindruckt haben mich die Beschreibungen der damaligen Lebensumstände der Menschen im Londoner East End. Absolut menschunwürdig!
Was hier auch sehr gut zum Vorschein kommt, ist wie wenig Rechte die Frauen zu dieser Zeit hatten. Zum Glück lässt sich Margret nichts gefallen.
Es war spannend gemeinsam mit den Dreien Jack the Ripper zu jagen. Dabei gab es auch einen für mich absolut überraschenden Plottwist. Ich fragte mich die ganze Zeit ob der Täter in der Geschichte entlarvt und verurteilt wird. Ob die sie es schaffen den Mörder zu entlarven und zu verhaften, müsst ihr aber selbst lesen.
Fazit: 5/5 Sternen
Ich gebe sehr gerne eine Lese-Empfehlung für diese spannende Geschichte!
annlu
5/5
23.11.2024
eBook (ePUB 3)
Jack the Ripper wird geboren
London, 1888: Doktor Arthur Conan Doyle wird nach London geladen um als Berater der Polizei zu arbeiten – und das nur, weil er der Autor des noch sehr unbekannten Sherlock Holmes ist. Er ist hin und hergerissen, entscheidet sich dann doch zu bleiben und die mysteriösen Morde an Prostituierten im East End zu untersuchen. Allerdings bittet er seinen ehemaligen Professor Joseph Bell an seine Seite auf dessen Fähigkeiten seine Romanfigur basiert. Zusammen mit unkonventionellen Journalistin Miss Harkness sind sie dem Mörder auf der Spur, der später als Jack the Ripper bekannt wird.
Ich habe schon einige Krimis rund um Jack the Ripper gelesen und stelle fest, dass er seine Faszination nicht verliert. Hier ist es nun Doktor Doyle, der ihm auf der Spur ist. Ich fand es interessant zu sehen, in wieweit der Autor von Sherlock Holmes hier seiner Romanfigur entsprach und wie oft eben auch nicht. Der Erzählstil jedenfalls erinnerte mich stark an die berühmten Romane. Doyle allerdings weniger – aber das ist ja auch so gewollt. Er ist ein einfacher Landdoktor, der eigentlich mit Ermittlungen und gewaltsamen Todesfällen wenig am Hut hat. Umso besser für ihn, dass er mit Bell einen analytischen und mit Harkness einen sehr freien Geist an seiner Seite hat.
Auch hier – wie in anderen Romanen rund um Jack the Ripper – werden historische Tatsachen mit Fiktivem verwoben. Das East End gibt natürlich auch Anlass zu einigen Gesellschaftsanalysen. Aufgefallen ist mir dabei, dass nicht nur der markante Unterschied zwischen Reich und Arm betont wird (das hatte ich erwartet), sondern auch der Antisemitismus und die Folgen, die es nach sich zieht, dass der Mörder lange Zeit als Jude gilt. Der Name Jack the Ripper taucht erst spät auf, lange ist er als „Lederschürze“ bekannt.
Fazit: Ich mochte auch diese Adaption des Themas. Die Spannung wird zwar erst langsam aber dafür stetig aufgebaut und die Auflösung des Falles fand ich passend.
Bewertung
5/5
15.11.2024
eBook (ePUB 3)
Spannend mit einer Prise Humor
"Jetzt ist er tot genug“ (Margaret auf S. 302)
Worum geht’s?
1988: Dr. Doyle erhält von einem Mr. Wilkins das Angebot, die Polizei auf der Jagd nach Jack the Ripper zu unterstützen. Dieser willigt ein, in beratender Funktion tätig zu werden unter der Voraussetzung, dass ihn sein ehemaliger Mentor Prof. Bell unterstützen wird.
Meine Meinung:
Mit „Doktor Doyle jagt Jack the Ripper“ schreibt Bradley Harper sein historisches Krimi-Debüt, das wirklich faszinierend ist. Ich muss zugeben, anfangs habe ich kurz gebraucht, um in seine Schriftsprache hineinzukommen, da diese etwas altertümlich anmutet. Das hat aber nur kurz gedauert und mich dann umso mehr fasziniert, weil man dadurch direkt in das 19. Jahrhundert hineinversetzt wurde. Zudem stellt das Buch einen Auszug aus dem Tagebuch von unserem Dr. Doyle dar, was es zusammen mit den eingeschobenen Briefen und Zeitungsartikel absolut authentisch wirken lässt.
Das Besondere an diesem Buch sind die Charaktere. Dr. Doyle, eigentlich ein Allgemeinmediziner und Autor, auf den Mr. Wilkins aufgrund seiner ersten Geschichte über Sherlock Holmes aufmerksam wurde. Prof. Bell, der ihm als Grundlage für Sherlock dient und auch sehr an diesen erinnert. Seine Auffassungsgabe und die Dinge, die er bemerkt und zuordnet, sind wirklich faszinierend. Aber meine eigentliche Heldin in diesem Buch ist Margaret – egal in welcher ihrer Rollen. Sie ist einfach eine Frau, die weiß was sie will und wie man seinen Mann steht.
Dann der Fall selbst: Jack the Ripper ist sicher jedem von uns ein Begriff. Nahe an den Fakten – sowohl was den Fall, auch was die Personen betrifft – lässt Herr Harper sein Trio ermitteln. Dabei bringt er natürlich auch einiges an Fiktion hinein, aber beim Lesen wirkt alles real und authentisch. Besonders spannend fand ich die Einblicke in die Polizeiarbeit mit den wenigen, damals zur Verfügung stehenden Mittel und in die Arbeit der Pathologen. Es ist faszinierend, mit wie wenig damals schon so viel herausgefunden werden konnte! Überhaupt war dieses Buch außergewöhnlich und fesselnd auf seine ganz eigene Art. Es war immer wieder spannend, es gab aber auch durchaus amüsante Szenen – insbesondere, wenn Margaret mit von der Partie war. Ebenso einige emotionale Momente. Zudem erhielten wir einen kleinen Einblick in die damalige Politik und den Unterschied zwischen den armen und reichen Bevölkerungsteilen. Besonders gut hat mit gefallen, wie Jack the Ripper Dr. Doyle an der Nase herumgeführt hat; und mich gleich mit! Es gab immer wieder Verfolgungsjagden, die mich den Atem anhalten ließen. Die Beschreibung der Orte und Szenerien war richtig atmosphärisch und der finale Showdown war fesselnd, rasant und hat mich, nachdem er vorbei war, auch ein bisschen schmunzeln lassen. Ein wirklich gelungener Einstieg in die Welt der Kriminalromane! Mich hat das Buch gut unterhalten kurzzeitig um etwas über 100 Jahre in die Vergangenheit reisen lassen. Ein historisches Lesevergnügen, das rasant, grausam, fesselnd und amüsant ist. Von mir eine klare Leseempfehlung und ich bin gespannt, was wir noch vom Autor und von Margaret hören werden!
Fazit:
Bradley Harpers Krimi-Debüt „Doktor Doyle jagt Jack the Ripper“ ist ein wirklich außergewöhnliches Buch. Wir lesen im Tagebuch von Dr. Doyle die Geschichte über seine Jagd auf Jack the Ripper. Die altertümlich anmutende Sprache versetzt einen dabei direkt hinein ins London des 19. Jahrhunderts. Wirklich grandios sind auch die Charaktere – am Besten gefiel mir Margarete, die absolut unberechenbar ist. Dann hatten wir jede Menge Spannung, einen perfekten Mix aus Fakt und Fiktion und einen Showdown, der es in sich hatte.
Mich hat das Buch perfekt unterhalten, gegruselt, amüsiert und gefesselt. 5 Sterne von mir!
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