Ist es nie zu spät, um erwachsen zu werden?
Eigentlich ist Alexander Bengt mit seinem Leben zufrieden; seine Frau Tabea liebt ihn, genau wie seine beiden Kinder. Doch eines bereitet ihm Sorgen: sein nächster Geburtstag - der grausam runde Sechzigste. Ausgerechnet da zieht ein amerikanischer Songwriter in der Nachbarschaft ein, den Alexander bewundert und der ihn sogar auffordert, gemeinsam einen Song zu schreiben. Alexander hat das Gefühl, nun noch einmal richtig durchstarten zu können. Aber dann geschieht ein tragischer Unfall, und plötzlich sieht er sein ganzes Leben infrage gestellt.
Der neue Tom Liehr - ein Roman wie ein guter Song über Liebe, Leid und Glück.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Esther N.
Book Circle Community
4/5
14.06.2024
Hörbuch-Download
Eine Geschichte über das älter werden und das Leben
“Im wechselnden Licht der Jahre” ist mein erstes Buch vom Autoren Tom Liehr, das ich gehört habe. Darin erzählt die Hauptfigur, Alex Bengt, aus seinem Leben. Alex ist in Berlin aufgewachsen und hat sein ganzes Leben in dieser Stadt verbracht. Der Hauptteil der Gechichte spielt in der heutigen Zeit. Alex liebt seine Ehefrau und seine beiden Kinder. Er führt ein gutes Leben wird aber von vielen Ängsten geplagt. Er will sein Glück nicht verlieren und hat Mühe damit älter zu werden - sein sechzigster Geburtstag naht. Dann trifft ihn ein Schicksalsschlag.
Ich konnte Alex so sehr nachfühlen und fand es unglaublich interessant einen EInblick in sein Leben zu erhalten. Die Geschichte regte mich zum Nachdenken über viele verschiedene Themen an.
Ich mochte auch den Sprecher, Thomas Nicolai.
Der letzte Satz dieses Buches hat mich verärgert … das hätte nicht sein müssen.
KS
aus Rems-Murr-Kreis
4/5
01.06.2024
Hörbuch-Download
Die Angst vor dem 60. Geburtstag (Rezension Hörbuch)
Alexander Bengt hat seit Wochen die schlimmsten Befürchtungen vor diesem einschneidenden Tag.
Denn eines ist klar - danach ist man alt und alles nur noch schrecklich.
Bevor seine Angstspirale den Höhepunkt erreicht tritt das "wahre Leben" in Kraft.
Und das ziemlich geballt.
An allen Ecken und Enden gerät seine heile Welt in Gefahr.
Als Gipfel hat dann auch noch seine Frau Tabea einen Unfall und liegt im Koma.
Tabea, seine große Liebe.
In vielen Rückblenden erfahren wir vieles über diese Beziehung, über das Leben von Alex, sein Umfeld, seine Nachbarn, seinen Wünschen und Träumen, seinen Kindern und Freunden, dem Leben in Berlin,
Zum Glück ist das Schicksal nochmal gnädig mit ihm und vieles wendet sich wieder zum Guten oder sogar Besseren.
Die Story regt zum Nachdenken über das eigene Leben und darüber, was wirklich wichtig ist, an.
Den Sprecher fand ich ganz gut, nicht überragend, aber er hat das Buch unterhaltsam gelesen.
Für mich ein typisches Tom-Liehr-Buch mit den bekannten Anspielungen auf lebende Personen etc.
Manches kann ich unterschreiben, manches hat mir nicht so gut gefallen, manches hat mich sogar ein wenig genervt.
Aber lesens- oder hörenswert ist es auf jeden Fall.
Bewertung
aus Wiesbaden
2/5
16.06.2026
Hörbuch-Download
Langatmig /Hörbuch
Von der Beschreibung her, hätte ich mir mehr erwartet. Für mich war es eine Aneinanderreihung von verschiedenen Episoden eines Lebens. Manchmal aus dem Zusammenhang gerissen, es wurde zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und hergesprungen ohne das eine Verbindung zwischen den Episoden bestand. Ein ominöser, schwerer Unfall, der nicht wirklich aufgeklärt wurde bzw. nur am Rande und dann kam der 60igste, um den sich alles drehte. Dieser wurde dann kurz und knapp abgehandelt. Für mich war das Hörbuch langatmig, ja fast schon langweilig. 2 Punkte gibt es für den Sprecher, der mit seiner Stimme das hören erträglich machte.
Ben @Buchkomet
5/5
22.11.2024
Buch (Taschenbuch)
Wie gute Musik
Zitat:
„Scheiße, ich werde bald sterben. Ich habe nicht mehr lange, nur noch ein paar Jahre. Und es sind nicht die besten Jahre, die vor mir liegen, sondern eher die nicht mehr ganz so guten.“
Darum geht’s:
Alexander ist mit seinem Leben recht zufrieden. Doch der anstehende sechzigste Geburtstag bereitet ihm Sorgen. Als ein Songwriter in die Nachbarschaft einzieht, den Alexander bewundert, und dieser ihn sogar auffordert, gemeinsam einen Song zu schreiben, hat Alexander das Gefühl, noch einmal richtig durchzustarten. Doch dann geschieht ein tragischer Unfall, der alles infrage stellt …
So hat es mir gefallen:
Der Klappentext des Buches sagt: „Ein Roman wie ein guter Song über Liebe, Leid und Glück.“ Das würde ich genauso unterschreiben. Denn das Buch fühlt sich wie mein Lieblingssong an: mal leise und nachdenklich, mal kraftvoll und bewegend. Die Geschichte berührt auf eine Weise, die authentisch und nachvollziehbar ist: eben direkt aus dem Leben gegriffen. Liehr gelingt es, Alexander mit einer solchen Tiefe zu zeichnen, dass man ihn nicht nur versteht, sondern mit ihm mitfühlt. In seinen Sorgen, Hoffnungen und auch Zweifeln werden sich vermutlich viele Leser:innen wiederfinden können. Der Songwriter und die Tragödie in Alex' Leben geben der Erzählung eine ungeahnte Tiefe und schaffen den Spagat zwischen Höhenflügen und Tiefpunkten.
Tom Liehrs Schreibstil ist angenehm und leichtfüßig. Trotz der emotionalen Schwere macht dies das Buch zu einem Pageturner. Der Autor weiß einfach, wie man mit Worten Bilder entstehen lässt und Stimmungen einfängt, und genau das hebt den Roman von vielen anderen ab. Einen kleinen Kritikpunkt habe ich aber doch: die Darstellung der Nebenfiguren. Seine Familie wirkt manchmal ein wenig zu glatt. Hier hätte ich mir gewünscht, dass mehr Figuren ihr Päckchen zu tragen haben. Im Roman wirkt alles ein wenig zu perfekt, fast schon harmonisch, was den ansonsten so realistischen Tonfall der Geschichte stellenweise etwas untergräbt. Insgesamt tut dies dem Hauptplot freilich keinen Abbruch, dennoch hätte ich mir bei den Nebenfiguren etwas mehr „Drama“ gewünscht.
Im Gesamten ist das Buch ein wundervoller Roman über Liebe, Verlust und die Frage, was wirklich wichtig ist im Leben. Tom Liehr liefert eine tolle Antwort auf diese Frage. Ein gutes Werk, das nachhallt und sich wie ein Ohrwurm im Herzen festsetzt.
9/10 - Leseempfehlung
Bewertung
5/5
21.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Der Blick auf ein Leben
Es gibt Geburtstage und Lebensabschnitte die bedeutender wirken und zns stärker prägen als andere und ich fand die Idee des hadernden Protagonisten, der auf sein Leben schaut, zurückblickt und um die Zukunft bangt sehr nahbar und einnehmend. Ein Buch, über die Unwägbarkeit des Lebens, den ganz normalen Wahnsinns des Alltags und die Hoffnumgsschimmer, die das Leben so wahnsinnig lebenswert machen
Zum Inhalt: Alexander Bengt bewegt sich auf seinen 60. Geburtstag zu und blickt zurück auf sein Leben. Er hat es gut, seine Frau liebt ihn, seine Kinder sind gut geraten. Trotzdem fragt er sich, ob es das jetzt war. Als ein tragischer Unfall das Familienleben erschüttert, gerät plötzlich Alexanders solide aufgebautes Leben ins Wanken.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Neben der gegenwärtigen Haupthandlung gibt es zahlreiche Rückblicke in die Jugend und mittleren Lebensjahre des Protagonisten. So begleiten wir Alex durch die erste Liebe, den ersten Herzschmerz und das Wiedersehen mit einer Frau, die er verloren glaubte. Es ergibt sich eine stimmungsvolle, feinfühlige Lebensgeschichte, gezeichnet von Liebe und dem Gefühl es geschafft es geschafft zu haben. Doch was, wenn das plötzlich alles in sich zusammenfällt?
Dem Protagonisten dem Scheitern zuzusehen tat schon beinahe körperlich weh. Scheinbar unaufhaltsam bricht das Gerüst seines Lebens auseinander und steuert unwillkürlich auf die totale Katastrophe zu. Für mich als Leser barg das ganze natürlich eine gewisse unwillkürliche Komik, dieses nach außen hin so strahlende Leben wie plötzlich dermaßen erschüttert zu sehen- wie ein Kartenhaus vor dem Einsturz.
Neben diesen katastrophalen Alltagsszenen fand ich vor allem die Rückblicke in die Vergangenheit ganz wunderbar unterhaltsam und mit Freude habe ich die letzten Kapitel gelesen, die Alexanders Weggefährten zusammenbringen auf der Bühne seines Lebens.
Eine ganz wunderbare Geschichte darüber, wie die eigene Existenz plötzlich ganz klein und unwichtig wirkt, verglichen mit dem, was wirklich wichtig ist.
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