Zum 500. Todestag feiert der Band Vittore Carpaccio (um 1460/65 –1525/26) als einen der bedeutendsten Renaissancemaler Venedigs. Als Meistererzähler mit dem Pinsel besticht er durch farbenprächtige und detailreich ausgeschmückte Bildgeschichten, liebevoll inszeniert vor der prächtigen Kulisse der Lagunenstadt oder schillernden Landschaften des Nahen Ostens.Carpaccio gehörte um 1500 zweifellos zu Venedigs erfolgreichsten Malern und arbeitete in großem Stil für die mächtigen Scuole. Was machte ihn so beliebt und wie gelang es ihm, sich neben Konkurrenten wie Giovanni Bellini zu behaupten? Die Gegenüberstellung beider Künstler zeigt, wie sich Carpaccio von Bellini inspirieren ließ; aber auch, wie er experimentierfreudig nach eigenen, innovativen Kompositionen suchte. Eindrucksvoll zeigt der Band Carpaccios Originalität und seine wunderbare Gabe, Betrachter:innen ins Handlungsgeschehen hineinzuziehen.
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MaWiOr
aus Halle
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28.11.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Frührenaissance begann im…
Die Frührenaissance begann im 14. Jahrhundert in Italien. Sie war geprägt von einer Rückbesinnung auf die Antike und einer Hinwendung zu klassischer Schönheit, Harmonie und Vernunft. Zentren waren vor allem Florenz und Venedig. Die Staatsgalerie Stuttgart präsentiert vom 15. November 2024 bis zum 2. März 2025 die Große Sonderausstellung „Carpaccio, Bellini und die Frührenaissance in Venedig“. Vittore Carpaccio (um 1460/65–1525/26) zählte zu den bedeutendsten Maler der Frührenaissance in Venedig. Mit fünfzig Werken ist er in der Ausstellung vertreten, die durch Werke seines berühmten venezianischen Konkurrenten Giovanni Bellini (1430-1516) ergänzt wird. Im Hirmer Verlag ist der Begleitkatalog zu dieser bemerkenswerten Ausstellung erschienen, die anlässlich des 500. Todestages von Carpaccio zusammengestellt wurde. In zehn informativen Essays beleuchten renommierte Kunstwissenschaftler*innen die Venezianische Malerei im Zeitalter von Giovanni Bellini und Vittore Carpaccio oder widmen sich der Gegenüberstellung beider Künstler, die zeigt, wie sich Carpaccio trotz aller Eigenständigkeit von Bellini inspirieren ließ. Auch einzelne Werke wie Carpaccios „Geburt Mariens“ oder „Martyrium des heiligen Stephanus“ und ihre Restaurierung werden näher betrachtet. Alle ausgestellten Werke werden mit ganzseitigen Abbildungen (teilweise mit Detailaufnahmen) präsentiert. Auch der Katalogteil wird durch ausführliche Texte ergänzt. Im Anhang findet man schließlich eine umfangreiche Bibliographie zu dem Thema. Fazit: Ausstellung und Katalog werfen einen erhellenden Blick auf die Frührenaissance in Venedig.
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