Das Russland-Netzwerk Wie ich zur Russland-Versteherin wurde und warum ich es heute nicht mehr sein kann
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
15.10.2024
Verlag
Frankfurter Allgemeine BuchSeitenzahl
288
Maße (L/B/H)
19,1/12,8/2,8 cm
Gewicht
385 g
Farbe
Weiß / Koralle
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-96251-204-0
Russlands Informationskrieg
Nach dem Zerfall der Sowjetunion näherten sich Ost und West an – euphorisch und überzeugt, bestehende Unterschiede durch vermeintlich gemeinsame Ziele ausgleichen zu können. Deutsche Regierungen versuchten, diese Annäherung durch Dialog und Kooperation zu erreichen und betonten die Zuverlässigkeit Russlands. Obwohl sich diese Einschätzung als Illusion herausgestellt hat und ein Regime herrscht, das Kriege führt und Oppositionelle in Gefängnisse sperrt, halten sich in weiten Teilen Deutschlands das Verständnis für Russland und die Narrative von der russischen Seele hartnäckig. Trotz Russlands hybriden Krieg, der sich aus verschiedenen Elementen wie Hackerangriffen, Spionage und Informationskampagnen zusammensetzt und seit spätestens 2014 geführt wird, scheint das Problem von den Deutschen immer noch nicht ausreichend ernst genommen zu werden
Wie russische Medien Einfluss auf die politische Debatte in Deutschland nehmen
Susanne Spahn zeigt anhand konkreter Beispiele aus der Berichterstattung, wie der Sender RT und das Nachrichtenportal Sputnik mithilfe von Fake News die Realität verzerren, um die öffentliche Meinung in ihrem Sinne zu beeinflussen. Sie ist überzeugt: Der Erfolg der russischen Propaganda beruht nicht nur auf dem rasanten Aufstieg von RT DE zum Alternativsender für Millionen von Nutzern. Russland hat über Jahre hinweg ein Netzwerk in Deutschland aufgebaut: Journalisten, Politiker und andere Aktivisten vom extrem rechten bis zum linken Spektrum, Verschwörungsideologen, bis weit hinein in die etablierten Medien, Parteien und Wirtschaft. Diesem Netzwerk ist es zu verdanken, dass das Verständnis für Russland und die Putin-Führung in Deutschland so weit gediehen ist, dass ihr lange alles nachgesehen wurde: der Georgien-Krieg, die Annexion der Krim, die Intervention im Donbas, die Militärhilfe für den syrischen Diktator Assad, die Ermordung politischer Gegner wie etwa im Berliner Tiergarten.
Die Autorin setzt sich kritisch mit ihrem eigenen Lebensweg auseinander und erklärt, wie sich ihr eigenes Bild von Russland gewandelt hat.
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