Produktbild: Regen

Regen

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.09.2024

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/2,6 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Anthrazit / Camel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00321-0

Beschreibung

Rezension

»Dies ist mal ein schöner Krimi der nicht so blutrünstigen Art. Wie sich dieses Katz-und-Maus-Spiel entwickelt und wer am Ende gewinnt und was das mit dem neuen Leben wird, das erzählt Claire Beyer aufreizend langsam, spannend und sehr vergnüglich! Gut erzählt und witzig aufgebaut hat es mich sehr gepackt und gut unterhalten. Ich habe es an drei Regentagen gelesen und war sehr vergnügt damit.« Elke Heidenreich, WDR4
»Einen Emanzipations- und Schelminnenroman hat die 1947 geborene Autorin geschrieben, über eine Frau, die plötzlich andere Möglichkeiten sieht als Nachsicht gegenüber einem trinkenden und zockenden Ehemann. […] Stimmungsvoll, aber auch lakonisch erzählt Claire Beyer.«

Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau
»Regen ist eine magische Coming-of-age-Geschichte zwischen Revolution und Poesie. Und es ist ein Buch, in dem ganz viel Claire Beyer steckt […], die als Lyrikerin den Worten bewundernswerte Intensität abzuringen versteht, die zauberhafte, fast schon märchenhafte Erzählungen zu schreiben weiß. Von dieser einzigartigen Mischung lebt dieser Text.« Silke Arning, SWR Kultur

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.09.2024

Verlag

Frankfurter Verlagsanstalt

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,8/13,1/2,6 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Anthrazit / Camel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-627-00321-0

Herstelleradresse

Frankfurter Verlags-Anst.
Arndtstraße 11
60325 Frankfurt
DE

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  • Bewertung

    5/5

    29.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte zum versinken

    Sprachlich kompakt und bunt, spannender Plot bis zum Schluss, aus dem Leben und auch wieder nicht, bis zum Schluss. Endlich mal wieder eine Geschichte zum versinken und nicht mehr aufhören wollen.

  • Bewertung

    aus Oberursel

    5/5

    25.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    greift zum Popcorn und geniesst den Film!

    Der Klappentext klingt irgendwie cool: wir haben Starkregen, und Elisabeth sitzt in ihrem Auto auf dem Supermarktparkplatz. Neben ihr stellt jemand 2 Taschen draußen ab. Mehr oder weniger spontan schnappt sich Elisabeth die Taschen, und fährt nach hause. Allein – ihr Zuhause gibt es nicht mehr. Die Wassermassen haben das alte Gemäuer zur Hälfte weggerissen. Was tut Frau in solch einem Moment: Sie geht geradewegs wieder zum Auto und fährt weiter. Verlässt ihr altes Leben, Haus und ungeliebten Ehemann, und macht sich auf den Weg in den Süden. Kann man machen, vor allem, wenn in den beiden dubiosen Tüten haufenweise Bargeld und Preziosen stecken.... Elisabeth kommt in ihrem alten Heimatdorf unter, verbringt den Sommer auf einer Alp als Hilfskraft, und organisiert ihr Leben komplett neu. Allerdings, man kann es sich als Leser natürlich denken, wird das Geld natürlich vermisst, und so sind ihr ein paar Bösewichte alsbald auf den Fersen. Untertauchen will gelernt sein :-) Ich fand diese Ausgangssituation ein interessantes Gedankenspiel. Das Büchlein ist auch relativ kurz, das eBook hat etwas über 200 Seiten, und ich war gespannt. Bei einem solch kurzem Buch kann man auch nicht viel mehr zum Inhalt sagen, ohne zu spoilern. Natürlich gibt es ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Elisabeth und ihren Verfolgern, wir haben hier auch einen Erzählstrang, der sich mit ihrem verlassenem Gatten und dessen bedauernswertem Schicksal befasst (wobei, das wird hier noch echt skurril mit dem Göttergatten :-)), soviel will ich denn doch verraten!), und tendenziell gibt es auch noch eine Lovestory (die ebenfalls recht bizarre Züge annehmen soll). Also für 200 Seiten gibt es recht viel Inhalt und Action, und damit gibt es zwangsweise relativ wenig Gelegenheit für ausführliche Personenbeschreibungen und Charakterisierungen. Der Erzählstil ist flüssig, oftmals etwas ironisch, recht vergnüglich ob der teilweise irrwitzigen Situationen, in denen sich Elisabeth und vor allem auch ihre Verfolger regelmäßig wiederfinden, aber wie gesagt, detaillierte Charakterstudien braucht man hier nicht zu erwarten. Oder langwierige Überlegungen moralischer Art und Weise. Das hat mich anfangs tatsächlich etwas irritiert, da fand ich das alles ein wenig oberflächlich erzählt, aber die Story nimmt ziemlich rasch an Fahrt auf, und dann hatte das Ganze – für mich zumindest – Charakter einer schwarzen Comedy und Actionmovies. Da erwarte ich dann keine tiefgründigen Dinge oder Dialoge mehr, da heißt es: Leute, greift euch Popcorn und genießt den Film :-) Also ja: hat mich abgeholt und sehr gut unterhalten! ….und Mädels, wer abtauchen will, baue auf Frauenpower und Unterstützung von anderen Frauen. Kleiner Tipp der Autorin :-)

  • wal.li

    4/5

    29.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Alpe

    Als Folge einer großen Überschwemmung wird das Haus von Elisabeths Großmutter zur Hälfte davongetragen. Elisabeth ist der sehr froh, dass ihre Oma das nicht mehr miterleben musste. Als Versicherungsangestellte würde Elisabeth von sich erwarten, dass sich ein Plan auftut. Aber ihr Mann, ein Musiker, ist sonst wo unterwegs. Den Regen hat sie auf dem Parkplatz eines Supermarktes erlebt und überlebt. Während Elisabeth wartet, beobachtet sie, wie Männer zwei Taschen neben einem Auto abstellen und davonfahren. Lange beobachtet Elisabeth den Platz; die Taschen werden nicht abgeholt. Die ganzen aufwühlenden Ereignisse bringen Elisabeth Stiller-Henley dazu, ihrem Leben als Versicherungsangestellte den Rücken zu kehren. Was empfindet Elisabeth als ihre Erinnerungen an ihre so wichtige, so innig geliebte Großmutter davon geschwommen sind. Sie ist sehr traurig, aber sie sieht auch die Chance, ihr Leben zu verändern. Ihren Mann wird sie nicht übermäßig vermissen, er wartet schon seit Jahren auf den Flügel. Ist sie nun auf der Flucht? Schließlich muss das Fehlen der Taschen doch irgendwann bemerkt worden sein. Mit dem roten Kater, der während des Regens in ihrem Auto breit gemacht hat, findet Elisabeth Zuflucht auf einer der alltäglichen Zivilisation fernen Alpe. Dort will sie ihren Gedanken nachhängen und ihre weiteren Ziele überdenken. Regen kann manchmal etwas melancholisch stimmen, besonders, wenn er überhaupt nicht aufhören will. Eine gewisse Tristesse in Elisabeths Leben ist da schon nachvollziehbar. Die Spontanität, mit der sich Elisabeth auf den Weg macht, ist dann überraschend und vermittelt das Gefühl von Aufbruch. Doch kann das gut gehen? Fremdes Eigentum, einfach ins Auto packen und losfahren? Man ist beeindruckt, wie sich Elisabeth auf den Weg macht letztlich ohne zurückzuschauen. Elisabeth packt das Leben beim Schopf und sie erlebt in der Folge ganz erstaunliche Dinge, sie lernt neue Menschen kennen, die Einfluss nehmen, sie es manchmal weniger positiv, sei es manchmal sehr positiv. Obwohl manche Beschreibungen vielleicht etwas ausführlich geraten, wird man doch von Elisabeths Persönlichkeit gepackt und freut sich über ihre Geradlinigkeit, die sie letztlich etwas schaffen lässt, mit zu Beginn nicht zu rechnen war. Ein Roman, in dem erzählende Elemente mit solchen des Kriminalromans sehr ansprechend vermischt werden.

  • dracoma

    aus LANDAU

    3/5

    23.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Ein Krimi der nicht so…

    „Ein Krimi der nicht so blutrünstigen Art“, das verspricht Elke Heidenreich auf dem Aufkleber. Wer also Verfolgungsjagden, Grausamkeiten, Leichenberge und einen spannenden Show-down mag, wird nicht zu diesem Krimi greifen. Wobei man sich darüber streiten kann, ob der Roman zum Genre Krimi gehört. Elisabeth, die Protagonistin, ist eine Versicherungsangestellte und wohnt mit ihrem Mann im kleinen Haus ihrer verstorbenen Großmutter. Und dieses kleinbürgerliche Leben ändert sich schlagartig durch zwei Ereignisse. Das eine ist der Regen, der in einen heftigen Starkregen umschlägt und Elisabeth in ihrem PKW auf dem Parkplatz festhält. Hier beobachtet sie, dass ein Mann vor ihrem Wagen zwei Taschen abstellt und dann wegfährt. Elisabeth entscheidet sich, die Taschen an sich zu nehmen. Das zweite Ereignis ist die Tatsache, dass der Starkregen eine Überschwemmung ausgelöst hat, die ihr Häuschen zur Hälfte mitgerissen hat. Mit ihrem Mann darin? Elisabeth ist es egal. Inzwischen weiß sie, dass die Taschen voller Geld und Diebesgut stecken. Sie entschließt sich, ihrem Leben eine radikale Wendung zu geben: sie fährt in den Süden und will sich neu erfinden. Jeder Romananfang ist natürlich ein Konstrukt, aber hier fragt man sich doch, wieso der ominöse Mann zwei Taschen mit so kostbarem Inhalt im Regen stehen lässt? Vertrieb ihn das Martinshorn, das in weiter Ferne zu hören ist? Und Elisabeth wird nun selber zur Diebin? In der Tradition eines Schelmenromans wird Elisabeths Flucht in ein anderes Leben erzählt. Da reihen sich einige Merkwürdigkeiten aneinander. Ein roter Kater wird ihr Begleiter und freundet sich innig mit der Kuh Emma an, während Elisabeth Magddienste auf einer idyllischen Alm verrichtet. Immer wieder wird sie verfolgt von zwei Männern in schwarzen Anzügen und handgenähten Schuhen aus Italien, eine neue Liebe bahnt sich an, der Weg führt zusammen weiter in den Süden Italiens, und dazwischen erscheint ihr immer wieder ein alter Mann, dessen Gesicht die „Falten einer Wüstenrose“ hat und von einer „geheimnisvollen Tiefe“ und von „exotischer Schönheit“ ist, „männlich und sinnlich“. Was mag es mit diesem Mann auf sich haben? Die Sprache der Autorin hat durchaus poetische Züge, aber schrammt immer wieder an der Trivialität vorbei, was mir den Zugang zur Handlung zusätzlich erschwerte. Dennoch: der Roman wird seine Liebhaber finden, die Freude an schön erzählten Situationen haben und Elisabeths Weg in ein neues Leben gerne verfolgen. 3

  • clematis

    3/5

    17.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwei Taschen

    Endlich kann sich Elisabeth dazu aufraffen, zum Supermarkt zu fahren, als - soeben dort angekommen - heftiger Regen einsetzt. Aus dem Auto vor ihr steigt ein telefonierender Mann aus und deponiert zwei Taschen am Boden, ehe er wieder wegfährt. Nach langem Zögern, was zu tun sei, nimmt Elisabeth die beiden Taschen an sich und fährt nach Hause, aber das existiert nur mehr zur Hälfte, die andere Hälfte hat der tosende Bach mit sich gerissen. Sich selbst zerrissen fühlend, fährt sie ziellos Richtung Süden und landet auf einer süddeutschen Alpe, wo sie sich schließlich vor ihrem Ehemann und zwei Herren in schwarzen Anzügen versteckt. Sowohl Titelbild als auch Klappentext wecken Neugierde auf diesen außergewöhnlichen Roman, dem auch etwas Kriminalistisches anhaftet. Und tatsächlich wird man erst einmal nicht enttäuscht, denn die melodievolle Sprache Claire Beyers nimmt einen sofort gefangen. Auch die Handlung beginnt spannend, wie Elisabeth so nachdenklich im Auto sitzt. Der prasselnde Regen lässt Melancholie aufkommen, das davongerissene Haus einen Entschluss fassen, die wohlerzogene Versicherungsangestellte bricht aus ihrem bisherigen Leben aus. Was nun folgt, ist zuweilen langatmig, an anderer Stelle phantasiebehaftet und schließlich wenig glaubhaft. Dennoch ist ihre Welt, in welche sich Elisabeth zurückzieht, bildhaft geschildert und lässt den Leser teilhaben an ihrer Flucht aus vormals engen Fesseln. Regen – ein Roman, der sich deutlich vom Durchschnitt abhebt, mich aber trotz allem nicht zu berühren vermag. Elisabeth bleibt mir über all die gemeinsamen Stationen bis in den Süden Italiens hin fremd. Ich bin aber überzeugt, dass andere Leser ganz anders empfinden und auf die Fortsetzung gespannt sind.

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