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Steffen Mau

1. Ungleich vereint

Ungleich vereint Warum der Osten anders bleibt

Gesprochen von
15

13,39 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Heiko Grauel

Spieldauer

4 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

17.06.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

105

Verlag

Lagato Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783955672591

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Heiko Grauel

Spieldauer

4 Stunden und 32 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

17.06.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

105

Verlag

Lagato Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783955672591

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Die BRD und die DDR

Kaffeeelse am 26.01.2025

Bewertungsnummer: 2396140

Bewertet: Hörbuch-Download

Ungleich vereint. Ja. Klarer Fall. Dies ist genau das Empfinden, das man als ehemalige DDR-Bürgerin hat. Wir DDR-Bürger sind die ewigen Nörgler, die chronisch Unzufriedenen und eigentlich sollte man am besten die Mauer wieder aufbauen. Das klingt schlimm. Leider oft genug gehört und gelesen. Da wird sofort die AfD-Keule geschwungen und man wird kollektiv in eine Schublade gesteckt. Das nervt mich ungemein. Denn der ehemalige DDR-Bürger ist nicht einheitlich. Jede politische Richtung ist vertreten, jedwede Eigenschaft ist da, jeder denkbare Charakter. Doch die Meisten von uns empfinden die deutsche Einheit nicht als Vereinigung, sondern eher als Übernahme, als eine Art feindliche Übernahme. Klingt schlimm. Ich weiß. Es ist aber auch nicht schön immer noch ein Bürger zweiter Klasse zu sein. Schließlich sind sehr viele Jahre vergangen. Und dieses Denken über die ehemaligen DDR-Bürger ist meiner Meinung nach auch ein Grund für das Erstarken der AfD in unseren fünf neuen Bundesländern, eigentlich 5,5, denn Ost-Berlin kommt ja auch noch dazu. Steffen Mau, ein 1968 geborener Soziologe und Professor am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Uni von Berlin. Gleichzeitig sitzt er im Sachverständigenrat für Integration und Migration. Er kennt sich also aus. Integration. Ja, genau dies hatte mit uns zu passieren. Und jetzt ist man erstaunt darüber, dass genau das eben nicht passiert. Logischerweise sind natürlich nur wir selbst da schuld. Klar, wenn man anders darüber urteilen sollte, müsste man ja ans Eingemachte. Ist unbequem, weil anstrengend und deswegen immer schön mit dem Finger auf Andere zeigen. Nun, Steffen Mau macht genau dies nicht. Er recherchiert genau, warum der Osten ist, was er ist. Dieses Buch macht Spaß, es ist irre interessant und es zeigt recht differenziert das Warum! Mein Fazit: Ein sehr gutes Buch, welches jeder in Deutschland lesen sollte, jeder im Osten und jeder im Westen. Denn es wird wirklich langsam Zeit, dass dieses Ost- und Westding langsam verschwindet. Das schließt allerdings ein, dass Ost- und Westdeutsche endlich gleichberechtigt sind. 1990 war die Wiedervereinigung, jetzt haben wir 2025, 35 Jahre sind vergangen, es wird langsam Zeit denke ich. Und noch was, die AfD ist ein gesamtdeutsches Problem. Bei uns rennen denen nur etwas mehr hinterher. Doch die Polemik hat eindeutig ein leichteres Spiel bei Menschen, die sich als Menschen zweiter Klasse empfinden. Wenn dies nicht so wäre. … Wunderbar gelesen von Heiko Grauel.

Die BRD und die DDR

Kaffeeelse am 26.01.2025
Bewertungsnummer: 2396140
Bewertet: Hörbuch-Download

Ungleich vereint. Ja. Klarer Fall. Dies ist genau das Empfinden, das man als ehemalige DDR-Bürgerin hat. Wir DDR-Bürger sind die ewigen Nörgler, die chronisch Unzufriedenen und eigentlich sollte man am besten die Mauer wieder aufbauen. Das klingt schlimm. Leider oft genug gehört und gelesen. Da wird sofort die AfD-Keule geschwungen und man wird kollektiv in eine Schublade gesteckt. Das nervt mich ungemein. Denn der ehemalige DDR-Bürger ist nicht einheitlich. Jede politische Richtung ist vertreten, jedwede Eigenschaft ist da, jeder denkbare Charakter. Doch die Meisten von uns empfinden die deutsche Einheit nicht als Vereinigung, sondern eher als Übernahme, als eine Art feindliche Übernahme. Klingt schlimm. Ich weiß. Es ist aber auch nicht schön immer noch ein Bürger zweiter Klasse zu sein. Schließlich sind sehr viele Jahre vergangen. Und dieses Denken über die ehemaligen DDR-Bürger ist meiner Meinung nach auch ein Grund für das Erstarken der AfD in unseren fünf neuen Bundesländern, eigentlich 5,5, denn Ost-Berlin kommt ja auch noch dazu. Steffen Mau, ein 1968 geborener Soziologe und Professor am Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Uni von Berlin. Gleichzeitig sitzt er im Sachverständigenrat für Integration und Migration. Er kennt sich also aus. Integration. Ja, genau dies hatte mit uns zu passieren. Und jetzt ist man erstaunt darüber, dass genau das eben nicht passiert. Logischerweise sind natürlich nur wir selbst da schuld. Klar, wenn man anders darüber urteilen sollte, müsste man ja ans Eingemachte. Ist unbequem, weil anstrengend und deswegen immer schön mit dem Finger auf Andere zeigen. Nun, Steffen Mau macht genau dies nicht. Er recherchiert genau, warum der Osten ist, was er ist. Dieses Buch macht Spaß, es ist irre interessant und es zeigt recht differenziert das Warum! Mein Fazit: Ein sehr gutes Buch, welches jeder in Deutschland lesen sollte, jeder im Osten und jeder im Westen. Denn es wird wirklich langsam Zeit, dass dieses Ost- und Westding langsam verschwindet. Das schließt allerdings ein, dass Ost- und Westdeutsche endlich gleichberechtigt sind. 1990 war die Wiedervereinigung, jetzt haben wir 2025, 35 Jahre sind vergangen, es wird langsam Zeit denke ich. Und noch was, die AfD ist ein gesamtdeutsches Problem. Bei uns rennen denen nur etwas mehr hinterher. Doch die Polemik hat eindeutig ein leichteres Spiel bei Menschen, die sich als Menschen zweiter Klasse empfinden. Wenn dies nicht so wäre. … Wunderbar gelesen von Heiko Grauel.

Hochaktuell

LG am 17.06.2024

Bewertungsnummer: 2224492

Bewertet: Hörbuch-Download

In „Ungleich vereint“ nimmt sich Steffen Mau einem der Dauerbrennerthemen der deutschen Gegenwart an: dem Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschland. Zum 35. Jahrestag des Mauerfalls analysiert Mau, warum die Debatte über die deutsch-deutsche Einheit so oft in Vorwürfen und Gegenvorwürfen feststeckt und selten zu neuen Einsichten führt. Typisch Mau argumentiert er dabei mit Fakten und auf Basis sozialwissenschaftlicher Daten statt die Debatte auf Basis von bloßen Vermutungen zu polarisieren, wie es andere tun. Mau widerspricht auf diese Weise fundiert einerseits der oft gehörten Angleichungsthese, wonach Ostdeutschland im Laufe der Zeit dem Westen ähnlicher werde. Andererseits zeigt er anhand von Daten auf, dass Ostdeutschland spezifische Probleme hat und nicht, wie kürzlich in einem Bestseller behauptet, „vom Westen erfunden“ wurde. Besonders interessant ist dann Maus Vorschlag, alternative Formen der Demokratie auszuprobieren. Angesichts der schwachen Verankerung traditioneller Parteien in Ostdeutschland plädiert er für die stärkere Einbindung der Bürger:innen durch Bürgerräte. Das Hörbuch, gelesen von Heiko Grauel, überzeugt durch seine angenehme und verständliche Vortragsweise. Grauel gelingt es, auch komplexe Passagen klar und fesselnd zu vermitteln, sodass das Zuhören niemals langweilig wird. Seine Stimme trägt entscheidend dazu bei, dass die vielschichtigen Analysen und Argumente von Mau gut aufgenommen und verstanden werden können. „Ungleich vereint“ ist damit ein Hörbuch, das nicht nur für Diskussionsstoff sorgt, sondern auch konkrete Auswege aus den festgefahrenen Debatten über Ost und West bietet. Insgesamt ist zwar nicht alles unbedingt neu und überraschend, aber so kompakt zusammengestellt, ist das Hörbuch sicher eine gute Basis für die Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Geschichte.

Hochaktuell

LG am 17.06.2024
Bewertungsnummer: 2224492
Bewertet: Hörbuch-Download

In „Ungleich vereint“ nimmt sich Steffen Mau einem der Dauerbrennerthemen der deutschen Gegenwart an: dem Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschland. Zum 35. Jahrestag des Mauerfalls analysiert Mau, warum die Debatte über die deutsch-deutsche Einheit so oft in Vorwürfen und Gegenvorwürfen feststeckt und selten zu neuen Einsichten führt. Typisch Mau argumentiert er dabei mit Fakten und auf Basis sozialwissenschaftlicher Daten statt die Debatte auf Basis von bloßen Vermutungen zu polarisieren, wie es andere tun. Mau widerspricht auf diese Weise fundiert einerseits der oft gehörten Angleichungsthese, wonach Ostdeutschland im Laufe der Zeit dem Westen ähnlicher werde. Andererseits zeigt er anhand von Daten auf, dass Ostdeutschland spezifische Probleme hat und nicht, wie kürzlich in einem Bestseller behauptet, „vom Westen erfunden“ wurde. Besonders interessant ist dann Maus Vorschlag, alternative Formen der Demokratie auszuprobieren. Angesichts der schwachen Verankerung traditioneller Parteien in Ostdeutschland plädiert er für die stärkere Einbindung der Bürger:innen durch Bürgerräte. Das Hörbuch, gelesen von Heiko Grauel, überzeugt durch seine angenehme und verständliche Vortragsweise. Grauel gelingt es, auch komplexe Passagen klar und fesselnd zu vermitteln, sodass das Zuhören niemals langweilig wird. Seine Stimme trägt entscheidend dazu bei, dass die vielschichtigen Analysen und Argumente von Mau gut aufgenommen und verstanden werden können. „Ungleich vereint“ ist damit ein Hörbuch, das nicht nur für Diskussionsstoff sorgt, sondern auch konkrete Auswege aus den festgefahrenen Debatten über Ost und West bietet. Insgesamt ist zwar nicht alles unbedingt neu und überraschend, aber so kompakt zusammengestellt, ist das Hörbuch sicher eine gute Basis für die Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Geschichte.

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