Produktbild: Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens

Aus guter Familie. Leidensgeschichte eines Mädchens Roman | Reclams Klassikerinnen

25

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

19.07.2024

Verlag

Reclam Verlag

Seitenzahl

270 (Printausgabe)

Dateigröße

1573 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783159622958

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

19.07.2024

Verlag

Reclam Verlag

Seitenzahl

270 (Printausgabe)

Dateigröße

1573 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783159622958

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  • Gosulino

    aus Wiesbaden

    4/5

    20.07.2024

    eBook (ePUB 3)

    Das Leid eines Mädchens

    Agathe Heidling lebt in einer gutbürgerlichen, aber emotional eher kalten Familie Ende des 19. Jahrhunderts. Ihre Eltern legen sehr viel Wert auf Anstand und gesellschaftliche Konventionen. Agathe versucht verzweifelt, ihren eigenen Weg zu finden, was aber immer wieder durch die Erwartungen und Anforderungen von Familie, Freunde und Gesellschaft zunichte gemacht wird. Agathe wird regelrecht innerlich zerrieben, was natürlich psychische Auswirkungen hat. Gabriele Reuter schreibt eher nüchtern und in der aus heutiger Sicht eher altümlichen Sprache, was aber die negative Atmosphäre des Romans noch verdeutlicht. Agathe steht als Beispiel für viele Frauen der damaligen Zeit, deren Lebensbedingungen schwierig bis zum Teil hoffnungslos waren. Obwohl ich selbst mit Agathe nicht wirklich warm werden konnte, hat der Roman trotzdem gefesselt, was nicht zuletzt auch an der schriftstellerischen Leistung der Autorin liegt und Agathes innere und äußere Konflikte sehr eindringlich dargestellt hat. Auch wenn ich mich durch einige Passagen nicht so locker und leicht durchlesen konnte, empfehle ich den Roman dennoch weiter, denn abbechen konnte ich zu keinem Zeitpunkt, obwohl mir der Gedanke ab und an durch den Kopf gegangen ist. Aber Gabriele Reuter hat es geschafft, dass ich an dem Buch drangeblieben bin, was ich hinterher tatsächlich nicht bereut habe.

  • kuddel

    4/5

    19.07.2024

    eBook (ePUB 3)

    Agathes Leidensgeschichte

    Gabriele Reuter schildert in "Aus guter Familie" den Lebensweg von Agathe Heidling. Sie ist eine Tochter aus guter Familie. Ende des 19. Jahrhd. ist der Lebensweg damit fest und in engen Bahnen vorbestimmt. Sie soll heiraten und Kinder bekommen, Bestimmen und Mitentscheiden ist unerwünscht. Die Geschichte beginnt mit Agathes Konfirmation. Das Fest wird detailliert beschrieben. Für mich war der Einstieg etwas schwer. Auf einen Klassiker mit der Ausdrucksweise seiner Zeit hatte ich mich eingestellt, aber an die rührseligen Gedanken und das devote Verhalten Agathes musste ich mich erst gewöhnen. Agathe versucht es allen recht zu machen und scheitert. Durch ihre Freundin Eugenie wird der erfolgreiche Part als Gegensatz zu Agathe sichtbar, wobei Eugenies "Erfolge" u.a. auch zu Lasten Agathes gehen, somit ist es eine fragwürdige Freundschaft. Die Hilfe, die Agathe in dieser Zeit zu Teil wurde, ist schwerlich als solche einzustufen. Tragisch. Reuter schildert Agathes Lebensweg und es ist aus heutiger Sicht schwer zu ertragen, wie es ihr erging. Man erhält bei der Lektüre einen guten Einblick in die Zeit, die Anschauungen und Lebensumstände. Frauen hatten damals nichts zu melden, heute ist dies immer noch verbesserungswürdig, aber deutlich besser. Agathe zerbricht letztlich an den Umständen, das ist schmerzhaft. Obwohl sie mir nicht sympathisch war, habe ich gerne an ihrer Geschichte teilgenommen und mit ihr gehadert. Für die Zeit sicherlich kein untypisches Schicksal. Der Reclam Verlag hat mit diesem Buch einen vergessenen Klassiker wiederbelebt. Das Buch erschien 1895 erstmals und machte die Autorin damals berühmt. Schön, dass sie nun wiederentdeckt werden kann. Ein lesenswertes Zeitzeugnis, das die Rolle der Frau in der wilhelminischen Zeit gut darstellt.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    22.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vom Sein, wie sie nicht ist

    „Aus guter Familie “ von Gabriele Reuter:  Anmerkung zur Inhaltsangabe: „Die besten Einsichten in das Wesen und die Entstehung der Neurosen.“                                                                                              Sigmund Freud   Meine Meinung: Ich durfte dieses Buch “Aus guter Familie“ mit der Leserunde von BookCircle mitlesen und bedanke mich nochmals herzlich dafür. Gabriele Reuter erzählt in ihrem Klassiker „Aus guter Familie“, den sie sprachlich herausragend und einfühlsam geschrieben hat, eine ergreifende und emotionale Geschichte über den Leidensweg eines Mädchens bis hin zu einer nicht ganz 40-jährigen Frau im späten 19. Jahrhundert. Agathe droht an dem von der Gesellschaft erwartenden Rollenbild einer Frau zu zerbrechen. Zu Beginn empfand ich das Buch aufgrund des altmodischen Schreibstils etwas schwierig zu lesen, was sich aber nach und nach legte. Für mich war das Buch ein absolutes Lese-Erlebnis und ich würde dieses Buch jedem weiterempfehlen.

  • Bewertung

    5/5

    22.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein zeitloser Klassiker

    Cover: Das Cover hat mich gleich angesprochen und neugierig gemacht und ich mag es, dass es so minimalistisch gehalten ist. Inhalt: Das Buch spielt Ende des 19. Jahrhundert und es geht um die junge Agathe. Agathe wächst in einen großbürgerlichen Haushalt auf und wird streng christlich erzogen. Auch möchte sie es in der konservativen Gesellschaft des jungen Kaiserreich allem recht machen, doch dabei rücken ihre eigenen Träume und Ziele immer mehr in den Hintergrund. Auch kann Agatha nicht mit anderen jungen Mädchen anfangen, die von Liebe träumen. Meinung: Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Wie bei vielen Klassiker musste ich mich zuerst an den Schreibstill gewöhnen, aber ich bin schnell mit ihm warm geworden. Agathe war eine interessante Protagonistin Und es war spannend zu sehen wie sie sich immer wieder gesellschaftlichen Zwängen gebeugt hat, obwohl sie etwas anderes wollte. Dabei war Agathe nicht aktiv sich für ihre Wünsche einzusetzen. Auch war es interessant und erschreckend zu gleich zu sehen, wie Frauen damals von Männern unterdrückt wurden und von ihnen abhängig waren. Auch war es spannend, dass Agathe aus großbürgerlichen Hause kam.

  • liesmal

    aus Wilhelmshaven

    5/5

    20.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur die Sehnsucht bleibt

    Ich beginne mal mit dem Ende: Das Nachwort von Tobias Schwartz mit vielen Zusatzinformationen nicht nur zu Gabriele Reuter, sondern auch zu anderen Autor*innen und über das Leben in der Zeit kurz vor Beginn des 19. Jahrhunderts war für mich äußerst interessant und wissenswert. Besonders beeindruckt hat mich hier das, was Schwartz erwähnt zu Reuters späterem Romann „Das Tränenhaus“, in dem sie die Zustände in einer „Gebäranstalt“ beschreibt. Welch ein gruseliges Wort! „Aus guter Familie“ ist die junge Agathe, die so gern ein selbstbestimmtes Leben führen möchte. Sie hat es nicht einfach und kann sich gar nicht persönlich entfalten, weil von allen Seiten Vorschriften und Auflagen eingehalten und Pflichten erfüllt werden müssen. Dabei ist ihr Freiheitsdrang so groß und ebenso der Wunsch nach Liebe und Zuneigung. Das Buch wurde herausgegeben unter dem Label „Reclams Klassikerinnen“. Die Autorin Gabriele Reuter erzählt Agathes Geschichte eindringlich und beschreibt ihre Gefühle sehr authentisch. Der Schreibstil passt so gar nicht in die heutige Zeit, ist darum eher etwas befremdlich für mich, aber dennoch sehr fesselnd. Ich habe mich mitnehmen lassen in die Vergangenheit und konnte Agathe voller Mitgefühl begleiten. Und auch, wenn die Buchbeschreibung bereits stichwortartig das gesamte Leben Agathes erzählt, so ist ihre Geschichte doch so dramatisch geschrieben und lässt mehr als einen Hauch von dem zurück, welche Bedeutung das Leben in der damaligen Zeit nicht nur für Agathe hatte.

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