Produktbild: Eine liebe Frau

Eine liebe Frau Roman | Ein Roman über ein bewegendes Frauenleben

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21,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

65316

Erscheinungsdatum

27.06.2024

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

3006 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783989410152

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ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Verkaufsrang

65316

Erscheinungsdatum

27.06.2024

Verlag

Gutkind Verlag

Seitenzahl

160 (Printausgabe)

Dateigröße

3006 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783989410152

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  • Jürg K.

    5/5

    10.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr Gefühlsvolle Geschichte

    Im Jahr 1963 lässt Marianne in London ihr Leben und ihre Entscheidungen Revue passieren. Sie wollte in jungen Jahren Pianistin werden. Zusammen mit ihrer Freundin Lotte hatte sie grosse Pläne. Lotte hat es geschafft, für Marianne kam alles anders. Man liest ist eine ergreifende Auseinandersetzung mit dem Leben einer Frau und den gesellschaftlichen Erwartungen, die an sie gestellt werden. In diesem Buch werden Themen wie Selbstermächtigung, der transformativen Kraft von Kunst und Literatur und den gesellschaftlichen Rollen, die Frauen vorgeschrieben werden behandelt. Für mich einen wunderbar verdichteten und sprach mächtigen Roman. Dieses Buch hat mich gut unterhalten und ich habe einiges gelernt daraus. Ein Buch das ich empfehlen kann.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    27.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Erwartung der Gesellschaft an die Frau, eingepackt in einen gefühlvollen Roman.

    Sprachlich brillant, einfühlsam und dennoch manchmal sehr direkt, verpackt hier Laetitia Lenel die Geschichte von Generationen, die Sehnsüchte von Frauen und die Macht der Kunst in nicht mal 160 Seiten. S.128: „Was uns erstickt, ist das, was wir nicht tun dürfen. Nicht denken, nicht studieren, nicht reisen, nicht träumen. Nicht frei sein.“ Mariannes einziger Lebenssinn schien darin zu bestehen, zu funktionieren. Als Frau. Für ihren Mann, ihre Familien, Gesellschaft, Vaterland. Sie hatte Pflichten, eigene Bedürfnisse mussten zurückgestellt werden. Das war für sie immer schon so. Wie gerne hätte sie als Mädchen mehr am Flügel geübt, ihr Klavierspiel, für das sie großes Talent hatte, zu intensivieren. Aber das Leben bestand nur aus Kompromissen. Ihre Freundin Lotte war da anders, sie lebte ihre Kunst als Malerin aus. S.37: „Und wehe, man wage es, Gefühle und Ambitionen zu entwickeln, die nicht von den Eltern vorgesehen seien!“ S.38: „Wir haben so gut gelernt, unsere eigenen Gefühle zu unterdrücken! Aber ob nicht auch Frauen das Recht hätten, zu leben und das Leben in der Kunst noch einmal zu schöpfen, intensiver, lebendiger vielleicht als zuvor.“ S. 39: „Lotte ließ nichts davon gelten. Ehe und Kunst schlössen einander aus, das wisse Marianne so gut wie sie.“ Während Marianne im Alter durch London schlendert, auf der Flucht vor unliebsamen Konversationen und auf der Suche nach sich selbst, erzählt die Autorin Mariannes Leben in Rückblicken. Sie streift ihre Kindheit, erzählt ausdrücklich von ihrer Ehe mit Paul. Paul ging in den Ersten Weltkrieg voller Überzeugung. Es entwickelte sich ein Briefverkehr zwischen den beiden, der, je länger der Krieg dauerte, keinen Hehl daran ließ, welche Prioritäten Paul setzte. Der Kampf ums deutsche Vaterland war im wichtiger als alles andere. Er fiel, kurz bevor der Wahnsinn sein Ende hatte. Marianne durchtauchte die Zeit. Die Nationalsozialisten erstarkten, als Halbjüdin hatte sie es schwer. Aber sie überlebte auch diesen zweiten großen Wahnsinn, kümmerte sich um ihre Mutter und den Vater ihres verstorbenen Ehemanns. Sie samt ihren Wünschen und Begehren bleibt auf der Strecke. Erst im Alter entdeckt sie noch einen Anflug zum Mut der eigenen Selbstermächtigung. Laetitia Lenel zeichnet mit ihrem Debütroman ein starkes Bild der Erwartungen an Frauen über einen großen Zeitraum. Als Basis für diesen wirklich sehr eindringlichen Roman dienten ihr der Briefwechsel ihrer Urgroßeltern. Sehr gekonnt setzt sie ihre Protagonistin in den Strudel der Zeit. Politische Details dürfen da genauso wenig fehlen wie der Blick auf die Kunst. Sie beschäftigt sich mit dem Thema der sogenannten Entnazifizierung, die nie wirklich stattfand. Plausible Erklärungen, warum nie darüber gesprochen wurde, sind nur ein kleines Detail dieses Buches, aber man merkt, dass es der Autorin ein Bedürfnis war, dies einzuflechten. Zu recht, wie ich anmerken möchte. Dennoch, im Mittelpunkt steht das Thema Frau und ihre erwartete, zugedachte Rolle in der Gesellschaft. Marianne und Lotte bilden hier die beiden Pole. S.125: „Sie [Anm.:Marianne] war eine liebe Frau. Das würde man sagen. Eine liebe Frau. Mehr würde von alldem nicht bleiben.“ Ich bin sehr begeistert von diesem Buch, dem ich sehr viele LeserInnen wünsche. Ganz große Leseempfehlung und ich hoffe, in Zukunft noch viele Bücher der Autorin lesen zu dürfen.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    27.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Erwartung der Gesellschaft…

    Die Erwartung der Gesellschaft an die Frau, eingepackt in einen gefühlvollen Roman. Sprachlich brillant, einfühlsam und dennoch manchmal sehr direkt, verpackt hier Laetitia Lenel die Geschichte von Generationen, die Sehnsüchte von Frauen und die Macht der Kunst in nicht mal 160 Seiten. S.128: „Was uns erstickt, ist das, was wir nicht tun dürfen. Nicht denken, nicht studieren, nicht reisen, nicht träumen. Nicht frei sein.“ Mariannes einziger Lebenssinn schien darin zu bestehen, zu funktionieren. Als Frau. Für ihren Mann, ihre Familien, Gesellschaft, Vaterland. Sie hatte Pflichten, eigene Bedürfnisse mussten zurückgestellt werden. Das war für sie immer schon so. Wie gerne hätte sie als Mädchen mehr am Flügel geübt, ihr Klavierspiel, für das sie großes Talent hatte, zu intensivieren. Aber das Leben bestand nur aus Kompromissen. Ihre Freundin Lotte war da anders, sie lebte ihre Kunst als Malerin aus. S.37: „Und wehe, man wage es, Gefühle und Ambitionen zu entwickeln, die nicht von den Eltern vorgesehen seien!“ S.38: „Wir haben so gut gelernt, unsere eigenen Gefühle zu unterdrücken! Aber ob nicht auch Frauen das Recht hätten, zu leben und das Leben in der Kunst noch einmal zu schöpfen, intensiver, lebendiger vielleicht als zuvor.“ S. 39: „Lotte ließ nichts davon gelten. Ehe und Kunst schlössen einander aus, das wisse Marianne so gut wie sie.“ Während Marianne im Alter durch London schlendert, auf der Flucht vor unliebsamen Konversationen und auf der Suche nach sich selbst, erzählt die Autorin Mariannes Leben in Rückblicken. Sie streift ihre Kindheit, erzählt ausdrücklich von ihrer Ehe mit Paul. Paul ging in den Ersten Weltkrieg voller Überzeugung. Es entwickelte sich ein Briefverkehr zwischen den beiden, der, je länger der Krieg dauerte, keinen Hehl daran ließ, welche Prioritäten Paul setzte. Der Kampf ums deutsche Vaterland war im wichtiger als alles andere. Er fiel, kurz bevor der Wahnsinn sein Ende hatte. Marianne durchtauchte die Zeit. Die Nationalsozialisten erstarkten, als Halbjüdin hatte sie es schwer. Aber sie überlebte auch diesen zweiten großen Wahnsinn, kümmerte sich um ihre Mutter und den Vater ihres verstorbenen Ehemanns. Sie samt ihren Wünschen und Begehren bleibt auf der Strecke. Erst im Alter entdeckt sie noch einen Anflug zum Mut der eigenen Selbstermächtigung. Laetitia Lenel zeichnet mit ihrem Debütroman ein starkes Bild der Erwartungen an Frauen über einen großen Zeitraum. Als Basis für diesen wirklich sehr eindringlichen Roman dienten ihr der Briefwechsel ihrer Urgroßeltern. Sehr gekonnt setzt sie ihre Protagonistin in den Strudel der Zeit. Politische Details dürfen da genauso wenig fehlen wie der Blick auf die Kunst. Sie beschäftigt sich mit dem Thema der sogenannten Entnazifizierung, die nie wirklich stattfand. Plausible Erklärungen, warum nie darüber gesprochen wurde, sind nur ein kleines Detail dieses Buches, aber man merkt, dass es der Autorin ein Bedürfnis war, dies einzuflechten. Zu recht, wie ich anmerken möchte. Dennoch, im Mittelpunkt steht das Thema Frau und ihre erwartete, zugedachte Rolle in der Gesellschaft. Marianne und Lotte bilden hier die beiden Pole. S.125: „Sie [Anm.:Marianne] war eine liebe Frau. Das würde man sagen. Eine liebe Frau. Mehr würde von alldem nicht bleiben.“ Ich bin sehr begeistert von diesem Buch, dem ich sehr viele LeserInnen wünsche. Ganz große Leseempfehlung und ich hoffe, in Zukunft noch viele Bücher der Autorin lesen zu dürfen.

  • Bewertung

    4/5

    02.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Feinfühliger Roman

    In dem Roman von Laetitia Lenel begleiten wir die Protagonistin Marianne, die in den 1960er Jahren auf ihr Leben zurückblickt und zeitgleich die gesellschaftlichen Erwartungen und Zwänge reflektiert, mit denen Frauen zur damaligen Zeit konfrontiert waren. Marianne und ihre Kindheitsfreundin Lotte hatten einst von einem freien Leben fernab der damaligen Rollenbilder geträumt. Doch während Lotte ein selbstbestimmtes Leben als Künstlerin lebte, tauschte Marianne ihren Traum, Pianistin zu werden, für ein Leben als Ehefrau, baldige Kriegswitwe und Mutter von zwei Kindern ein. Marianne fragt sich, was bleibt. War sie bloß "eine liebe Frau", die es allen recht machte? Es ist ein feministisches Buch, das die Frage aufwirft, welchen Lebensweg Frauen gehen können und wie stark sie letztlich von gesellschaftlichen Erwartungen geprägt und beeinflusst sind. Trotz der Tatsache, dass das Buch in den 60er Jahren spielt, haben die feministischen Kernthemen wenig an Aktualität eingebüßt. Es handelt sich um einen ruhigen und feinfühligen Roman, aus dem ich inhaltlich trotz seiner Kürze viel mitnehmen konnte und der mich an vielen Stellen nachdenklich stimmte. Auch sprachlich überzeugte Laetitia Lenel auf ganzer Linie. Ich empfehle das Buch gerne weiter!

  • Lesemanege

    4/5

    02.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wollen oder wollen sollen?

    1963: Marianne ist zu Besuch in London und Lotte ist gestorben. Zeit für Marianne, sich dem eigenen Leben zu stellen und sich zu fragen, war das alles so richtig? Habe ich das wirklich so gewollt? Lenels Debüt ist kein lauter Roman, eher ein ruhiges Resümee des Lebens der Hauptprotagonistin. Die Autorin erzählt von Hoffnungen und Träumen und der Illusion, als Frau alles haben zu können: die Karriere und die Familie. Sie spricht von einem Frauenbild, das die Verantwortung für Kinder und Familie voll und ganz den Frauen zuschreibt, dass es ihnen von klein auf eingetrichtert wird und so Frauen daran hindert oder es zumindest erschwert, selbst (kreativ) zu wirken, das eigene Potential auszuschöpfen. Aktueller könnte die Autorin mit ihrem Thema wohl kaum sein. Lenel ist sprachmächtig und schaffte ein einfühlsames Buch in dem mitgetrauert werden kann um das nicht Erreichte und sich ebenso gefreut werden kann über das, was es stattdessen gab. Dennoch zeigt die vor allem bei Frauen sozialisierte Zurückhaltung, dass sich das Zufriedengeben, sich den Umständen beugen, nicht aufbegehren, nichts für sich selbst fordern einen Menschen klein werden lassen, ein Teil von ihm verschütt geht, sodass eben irgendwann nicht mehr klar ist, ob man denn dieses Leben wirklich gewollt hat oder es wollen sollte.

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