Produktbild: Ruth Blaue - Die Axtmörderin mit dem Madonnengesicht

Ruth Blaue - Die Axtmörderin mit dem Madonnengesicht True Crime

Aus der Reihe True crime
7

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2024

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,4/12,5/2,4 cm

Gewicht

245 g

Auflage

2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-0725-3

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.09.2024

Verlag

Gmeiner-Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

20,4/12,5/2,4 cm

Gewicht

245 g

Auflage

2024

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8392-0725-3

Herstelleradresse

Gmeiner
Im Ehnried 5
88605 Meßkirch
DE
info@gmeiner-verlag.de

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  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    09.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Nach einem wahren Kriminalfall

    Autorin Kathrin Hanke, die bereits mehrere True-Crime-Krimis über Frauen, die gemordet haben, geschrieben hat, entführt ihre Leser nach Schleswig-Holstein und erzählt die Lebensgeschichte von Ruth Blaue, die als „Axtmörderin mit dem Madonnengesicht“ in die Kriminalgeschichte eingeht. Ruth wird als ältestes von drei Kindern des Ehepaares Heine 1914 in Breslau geboren. Ab 1930 macht sie in der Klinik von Eppendorf eine Ausbildung zur Laborantin, wo sie den charismatischen Assistenzarzt Wolfgang Trautmann kennen und lieben lernt. Der sieht in der naiven Ruth, ein willfähriges Opfer für seine eigenen Pläne, zumal er eine hohe Mitgift erwartet. Kurz nach der Heirat entdeckt er, dass Ruth sich einer Urkundenfälschung und Unterschlagung schuldig gemacht hat und lässt die (für Ruth toxische) Ehe annullieren. Von einander los kommen sie aber nicht, weil Ruth ihrem nunmehrigen Ex-Mann nach wie vor hörig ist und der sie nach Strich und Faden ausnützt. Sie kommt mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt. Ihr zweiter Ehemann, der Marineleutnant John Blaue ist ebenfalls ein Reinfall, denn der gründet während seiner Dienstzeit eine Zweit-Familie in Norwegen. Als er dann letztlich nach Kriegsende nach Deutschland zurückkehrt, hat Ruth längst mit dem bildenden Künstler Horst Buchholz einen anderen Lebenspartner. Eine Zeitlang geht die Menage à trois, man lebt wegen der Wohnungsnot in einem Haus zusammen, gut. Dann beschließt Ruth, dass ihre Ehemann verschwinden muss. Was sich genau an jenem 14. November 1946 abspielt, wird letzten Endes nie restlos geklärt werden. Ob Ruth selbst die Axt geschwungen hat oder doch Horst, der als Bildhauer im Gebrauch dieses Werkzeuges geübt war. In einem Aufsehen erregenden Prozess wird Ruth Blaue 1955 des gemeinschaftlichen Mordes an ihrem Ehemann schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Buchholz hat kurz vor Prozessbeginn trotz aller Sicherungsmaßnahmen in seiner Zelle Selbstmord begangen. Meine Meinung: Anhand der noch vorhandenen Gerichtsakten versucht Kathrin Hanke die Ereignisse, die zu diesem brutalen Mord geführt haben, nachzuzeichnen. Es scheint, dass Ruth eine psychisch beeinträchtige Person gewesen sein könnte, die sich in einer Traumwelt geflüchtet hat. Es gibt, um sie wegen der Urkundenfälschung und Unterschlagung vor dem Gefängnis zu bewahren, von den Eltern in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten. Ob die ausschließlich Gefälligkeitsgutachten waren oder doch eine psychische Störung diagnostiziert haben, ist nicht mehr zu klären. Sicherlich hat die toxische Beziehung zu Wolfgang Trautmann einen Bruch in ihrem Leben hinterlassen. Die Autorin erzählt die Lebensgeschichte der Ruth Blaue detailliert ohne jedoch voyeuristisch zu wirken. Dafür hat sie, wie schon in ihren anderen Büchern, eine Menge Recherchearbeit geleistet. Fazit: Gerne gebe ich diesem sehr gut recherchierten Roman, der bis zur letzten Seite fesselt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Bewertung

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    07.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein Buch, das bewegt

    Er ließ ihn nicht los. Dieser Horst Buchholz, auf den er ein Auge haben soll. Jeden Abend geht Kahle durch „sein“ Gefängnis und vergewissert sich, dass Horst noch lebt. Und trotzdem hat dieser es geschafft, sich zu töten. Wie? Das steht in den Sternen. Niemand kann nachvollziehen, wie die Splitter einer Rasierklinge in den Rachen des Gefangenen gelangten. Horst wurde doch vor der Nachtruhe ans Bett gefesselt. Konnte sich nicht bewegen. Welch ein Schlag ins Gesicht für den langjährigen Mitarbeiter der Haftanstalt. Es war Liebe auf den ersten Blick für die junge Ruth. Sie sah den attraktiven Arzt zum ersten Mal und wusste sofort, „den oder keinen“. Ruth Heine und Wolfgang Trautmann heirateten bald nach ihrem Kennenlernen. Nein, von seiner Seite wohl nicht aus Liebe. Ruth stahl für ihn und nahm es mit der Wahrheit ebenfalls nicht so genau. Dass sie schwanger war, verschwieg sie ihrem Angebeteten. Für sie war es eine toxische Beziehung und es stellt sich die Frage, ob ihr weiterer Lebensweg eine Folge dieser Verbindung war. „Ruth Blaue Die Axtmörderin mit dem Madonnengesicht“ liest sich wie ein Schauerroman. Dabei ist das, was hier geschrieben steht, die harte Wirklichkeit. Die Autorin zeigt auf, in welcher Weise Ruth von ihrem ersten Ehemann abhängig war. Und auch der zweite Mann gab ihr nicht den nötigen Rückhalt nach der Enttäuschung. Aber war es wirklich Horst, der sie bedingungslos liebte und nie an ihre Vergangenheit dachte? Ja, das Buch fesselte mich. Es zeigt auf, wie schnell eine junge Frau, die sich nach Liebe und Anerkennung sehnt, in eine krankhafte Abhängigkeit geraten kann. Mir stellt sich nach dem Lesen die Frage, ob Ruth auch heute zur lebenslangen Haft verurteilt worden wäre. Hätten die Geschworenen nicht viel mehr berücksichtigt, dass sie ausgenutzt wurde? Wie wäre das Urteil ausgefallen, wenn die Geschworenenbank aus Frauen u n d Männern zusammengesetzt gewesen wäre? Diese Fragen sind zwar erlaubt, helfen der Verurteilten aber nicht mehr. Sie starb am 27.12.1972 in Lübeck. Die Autorin schreibt im Anhang sehr genau, welche Erkenntnisse es zum Fall gab. Ebenfalls gibt es Hinweise zu Quellen, die als Grundlage für dieses Buch dienten.

  • Roland's Bücherblog

    aus München

    5/5

    23.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Liebe, Nachkriegszeit und ein grausamer Mord!

    "Ruth Blaue - Die Axtmörderin mit dem Madonnengesicht" ist ein True Crime Roman von Kathrin Hanke. Es ist das Jahr 1933 als die 19-jährige Ruth Heine den Assistenzarzt Wolfgang Trautmann heiratet, den sie davor in ihrer Ausbildung zur Laborantin kennen- und lieben lernte. Obwohl dieser neben ihr weitere Liebschaften pflegt und sehr materiell eingestellt ist, gibt sie sich voller Liebe und Naivität diesem Mann hin, begeht sogar Unterschlagungen um dessen Lebensstil zu finanzieren. Dies bringt ihr erste Berührungen mit dem Gericht, aber dank ihrer Eltern können größere Strafen abgewendet werden. Doch die Ehe zerbricht und Ruth steht vor einem Scherbenhaufen aus begangenen Delikten und einer erlittenen Fehlgeburt. Drei Jahre später lernt sie John Blaue kennen, er wird ihr zweiter Ehemann, doch auch dieser sollte sich im Laufe der Zeit als Fehlgriff entwickeln. Ruth Blaue gründet im Sommer 1945 eine Leihbücherei, in der sie ihren jungen Liebhaber Horst Buchholz kennenlernt. Erst bei ihm spürt sie wieder all die Liebe. Doch deren Verhältnis leidet unter der Rückkehr von ihrem Ehemann nach dem Krieg. Das Verhängnis nimmt seinen weiteren Lauf. Kathrin Hanke beschreibt in diesem True Crime Roman den Lebensweg einer jungen Frau, die geblendet von Liebe auf ihren ersten Mann hereinfällt und dabei ihr eigenes fast zerstört. Als Leser staunt man über deren Naivität und Gutgläubigkeit. Verlust des Kindes, ein zweiter Ehemann der es mit der Treue ebenfalls nicht wörtlich nimmt, all dies wirkt wie weitere Stufen in den Abgrund. Mit dem zehn Jahre jüngeren Horst Buchholz scheint sie ihr Glück endlich zu finden. Aber unter den gegebenen Umständen, auch die der damaligen Zeit, kann dies nicht gut gehen. Ihr Vorgehen sich ihres Glückes nicht mehr berauben zu lassen durch ihre Ehe mit John Blaue, ist dann nur von Berechnung, vielleicht aber auch Verzweiflung und tiefer psychischer Wunden zu begründen. Letztendlich mündet es in einem kaltblütigen Tötungsdelikt, dass erst als ungelöster Vermisstenfall zu den Akten gelegt wird, später aber dann doch seine Aufklärung und sein Urteil im Jahr 1955 findet. Die Autorin rollt diesen Fall um die Axtmörderin hervorragend auf. Die Einblicke, die man dabei über Ruth Blaue erhält, sind sehr gut aufbereitet und lassen einen tief in den Werdegang der Frau eintauchen. Für mich ein spannender und aufschlussreicher True Crime Roman, bei dem man Einblicke in einen der spektakulärsten Mordfälle der Nachkriegszeit erfährt. Das Buch ist am Ende auch durch ein Personenverzeichnis ergänzt, was diesen Roman auch nochmal sehr gut abrundet.

  • Bewertung

    5/5

    09.09.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Gutes True Crime Buch

    Ruth Blaue heiratete Horst Buchholz, leider war sie schon verheiratet. Als ihr Mann aus englischer Gefangenschaft zurück kan, hatte sie plötzlich zwei Männer in der kleinen Wohnung. Das ging nicht lange gut, und Ehemann Nr 1 verschwand, in die DDR erzählte sie den fragenden Leuten. Es kam keine Nachricht von ihm, also gab sie eine Vermisstanzeige auf. Kinder fanden eine nackte Männerleiche in einem Sack. Lange später wurde die Blaue nach einem Geständnis verurteilt Ein gut geschriebenes True Crime Buch, das ich gern gelesen han. Es ist sehr spannend

  • hasirasi2

    aus Dresden

    4/5

    22.10.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Eher biographischer Roman als Krimi

    Am 18.11.1955 wird die 41jährige Ruth Blaue wegen dem Mord an ihrem Mann John zu lebenslanger Haft verurteilt, dabei steht gar nicht fest, dass sie es auch gewesen ist. Ihr langjähriger Geliebter Horst Buchholz hatte die Schuld auf sich genommen, bevor er im Gefängnis Selbstmord begangen hat. Wie es dazu kam, erzählt Kathrin Hanke sehr ausführlich in diesem Buch. Ruth verliebte sich mit 19 in einen deutlich älteren Mann und hängte sich sklavisch an ihn. Sie log und betrog, um ihn halten zu können, und konnte nicht von ihm lassen, obwohl sie schnell kapierte, dass er nur auf ihr Geld aus war (sie stammte aus einem wohlhabenden Elternhaus). Wegen ihm wurde sie verurteilt und landete in der Gosse, aus der ihre Eltern sie wieder aufklaubten. Erst, als sie John kennenlernte, konnte sie von ihrem ersten Geliebten lassen. John war ganz anders, ein eher schlichtes Gemüt, aber er betete sie an und sie bauten zusammen eine erfolgreiche Firma auf. Als dann der Krieg ausbrach und er an die Front musste, heirateten sie, um sich regelmäßig besuchen zu können. Doch nach dem Krieg kam ihr Mann verändert zurück und Ruth war längst in Horst verliebt, mit dem sie körperlich und geistig auf einer Ebene war. Kathrin Hanke zeichnet das Bild einer Frau, die einerseits sehr intelligent zu sein schien, andererseits aber bewundernd zu Männern aufschauen und ihnen dienen wollte. Sie hat sich ihnen bis zur völligen Selbstaufgabe unterworfen und alle eigenen Bedürfnisse hintenangestellt. Ihr genügten winzige „Gegenleistungen“ in Form von Aufmerksamkeit, schon ein Nicken oder Zwinkern hat gereicht, ein Lob war die absolute Krönung für sie. Dass sie die neue Art ihres Mannes nicht hinnehmen konnte, hat sie nie bestritten, wohl aber den Mord. Doch da Buchholz nicht mehr zur Rechenschaft gezogen werden oder für sie aussagen konnte und sie zumindest beim Entsorgen der Leiche geholfen haben musste, wurde sie letzten Endes wegen Mordes verurteilt. Ihre Geschichte ist wirklich interessant, aber ich hatte mir mehr Spannung als Biographie erhofft, die es in meinen Augen letztendlich war. Der Kriminalfall wird nämlich nur in groben Zügen im letzten Drittel behandelt.

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