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Herzen ohne Mauer Wie Christen die DDR, die Friedliche Revolution und die Zeit danach erlebten

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23,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.12.2024

Verlag

Hänssler

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/2,7 cm

Gewicht

398 g

Farbe

Cool Grey / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7751-6135-0

Beschreibung

Rezension

»Ist es nicht so: oft hören wir nur das, was wir verstehen oder hören wollen. Dieses Buch ist die Einladung, neu hinzuhören, um besser zu verstehen. Wer die Prägungen und Lebensgeschichten eines Menschen kennt und versteht, kann Brücken sehen, wo sonst oft Gräben das Miteinander unmöglich machten.« Pastor i. R. JOHANNES HOLMER

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.12.2024

Verlag

Hänssler

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/2,7 cm

Gewicht

398 g

Farbe

Cool Grey / Grau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7751-6135-0

Herstelleradresse

SCM Hänssler
Max-Eyth-Str. 41
71088 Holzgerlingen
DE

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  • Bewertung

    5/5

    14.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Fenster in die Zeit von Christen in der DDR

    Das Buch „Herzen ohne Mauer“ hat mir ein Fenster geöffnet für das Leben der Christen in der Zeit der DDR, der friedlichen Revolution und danach. Die Autorin Viola Ramsden zeichnet ganz liebevoll ein eindrückliches Zeitzeugnis, indem sie neun Menschen porträtiert und die ganz persönlichen Erlebnisse schildert. Durch die Bandbreite der Menschen gelingt es ihr auf interessante Weise, ganz verschiedene Blickwinkel auf diese Zeit zu werfen. Natürlich gibt es immer wieder auch Parallelen der Erfahrungen, aber auch unterschiedliche Wahrnehmungen dieser Zeit. Mich hat besonders berührt, zu lesen, wie häufig Christen in der DDR die Entfaltungsmöglichkeiten genommen worden sind, wenn sie sich klar zu Jesus und dem christlichen Glauben bekannt haben. Der Glaube hatte seinen Preis – und gerade in beruflicher Hinsicht sind viele einen anderen Weg, als vielleicht zunächst erhofft, gegangen. Gleichzeitig hat es mich total ermutigt, zu hören, wie Gott ganz neue Wege geebnet hat und Christen manchmal zunächst als Plan B die Theologie gewählt haben und damit Gottes Wort verkündet worden ist. Der Autorin gelingt es, ein differenziertes Bild dieser Zeit zu zeichnen. Sie schafft es, einen neuen Blick auf den „sogenannten Osten“ zu werfen und unterstreicht, wo Dinge nicht gut gelaufen sind. Die Lebensbilder sensibilisieren für die anspruchsvolle Versöhnung dieser zwei Teile Deutschlands, sie erzählen von der Hoffnung und von dem Schmerz. Beides ist Teil vieler ostdeutscher Biografien. Beim Lesen hatte ich immer wieder Tränen in den Augen, weil mich diese Geschichten berührt und bewegt haben. Besonders die Menschen, die voller Liebe zu Jesus diese Zeit durchlebt und erlebt haben und Wege und Möglichkeiten gefunden haben, Jesus in dieser Zeit zu verkünden. So herausfordernd Zeiten im Leben sein können, so hell ist doch die Hoffnung, die Christen in Jesus haben. Ich empfehle das Buch von Herzen weiter!

  • Bewertung

    aus Lotte

    5/5

    04.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesehighlight und ein wertvoller Beitrag zur Ost-West-Verständigung in Deutschland

    Ich bin ganz geflasht von diesem tollen Buch! Als "Wessi" habe ich einfach so wenig Ahnung (gehabt) vom Leben der ostdeutschen Christen. „Herzen ohne Mauer“ schließt für mich eine wichtige Lücke! Ich empfehle es wärmstens jedem Christen, der im Westen aufgewachsen ist und ostdeutsche Christen verstehen will. Es liefert nicht nur spannende Lebenszeugnisse, sondern vermittelt auch viel historisches Wissen über die deutsch-deutsche Geschichte und immer wieder Einordnungen in die großen geschichtlichen Zusammenhänge. In 9 Kapiteln und Lebenszeugnissen geht Viola Ramsden dem Lebensgefühl der Christen in der DDR, während der Friedlichen Revolution und danach auf die Spur. Die Autorin ist selbst in der DDR aufgewachsen, aber hat viele Jahre im Ausland gelebt und bringt daher eine gute Distanz zum Thema mit. Ihre eigene Geschichte beschreibt sie in der Einleitung. Die Lebensberichte sind vielfältig und von unterschiedlichen Generationen beigesteuert. Darunter sind Handwerker, Lehrer, Unternehmer, Pfarrer, „Nachwendekinder“. Für mich war „Herzen ohne Mauer“ ein echtes Lesehighlight. Ich habe dadurch besser verstanden, wie die Lebensbedingungen waren, was es Menschen in der DDR kostete, ihren Glauben zu leben, und wie es sich anfühlte, als die Wende endlich da war. Am liebsten würde ich das Buch jedem zwischen 15 und 50 in die Hand drücken, der in Deutschland Gemeinde bauen und/oder das gesellschaftliche Miteinander positiv prägen möchte. Es hat uns allen so viel zu sagen!

  • Bewertung

    4/5

    09.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Stück deutsche Zeitgeschichte

    Die Autorin, selbst in Ostdeutschland geboren und bei der Wende 13 Jahre alt gewesen, erzählt in diesem Buch die Geschichten von zehn Christinnen und Christen, von den acht die DDR bewusst als Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene erlebt haben (hinzu kommen ein „Dazugezogener" und ein "Wendekind"). Dabei sie direkt und indirekt aus ihren Interviews mit den Gesprächspartner*innen, liefert historische & psychologische Hintergrundinformationen, lässt eigene Geschichten und Erfahrungen miteinfließen und beschreibt emphatisch ihre Eindrücke und Gedanken während der Interviews und Empfindungen bezüglich des Erzählten. Ich habe viel Neues (auch generell über das Leben in der DDR) gelernt, besonders über die Schulbildung und Ausbildung, die Wohnsituationen, den Wehrdienst und natürlich die christliche Prägung. Besonders spannend fand ich hier, dass es pietistische Gebiete gab (wie das Erzgebirge) und dass liberale und bibeltreue Christen durch die Diskriminierung stärker zusammengearbeitet haben. Über die Verteilung (wo es geografisch viele und weniger viele Christ*innen gab, wie diese geprägt waren usw.) hätte ich gerne noch mehr gelesen. Als Stärke des Buches habe ich die verschiedenen Perspektiven empfunden: Es kamen sehr unterschiedliche Personen zu Wort. Auch wenn man mit einer Geschichte weniger anfangen konnte, konnte es sein, dass die nächste Geschichte einen stärker catcht. Und selbst wenn einem eine Geschichte mal weniger inspiriert - sie bildet eine ostdeutsche, christliche Realität ab & war in der Hinsicht einfach schon interessant. Besonders stark fand ich die verschiedenen Generationen, die zu Wort kamen: Wie nachgezeichnet wurde, was sie besonders geprägt hat und wie auch innerhalb der Generationen verschiedene Umgänge & Erfahrungen mit den Umständen nachgezeichnet wurden. Die persönlichen geistlichen Erfahrungen der Protagonist*innen waren weniger zentral als ich erwartet hätte. Es gab durchaus geistliche Momente die beschrieben wurden, es ging aber auch viel um das Leben als Christ*in und die Diskriminierungen und Erfahrungen, die damit verbunden waren (aber durchaus spannend). Manchmal hat die Autorin dann im Stil von „Manches kann man nicht verstehen. Das ist das Wirken des heiligen Geistes.“ kommentiert (zum Beispiel, warum es an bestimmten Orten mehr "Erweckung" gab). Da merke ich, dass ich denke: „Vielleicht könnte man es schon erklären, wenn man die Informationen hätte und man kann es auch trotzdem heiligen Geist nennen.“ Es hat mich aber nicht weiter gestört. Ich habe das Gefühl durch das Buch ostdeutsche Mentalitäten und die christliche Landschaft ein wenig besser zu verstehen und fühle mich sehr bereichert.

  • Bewertung

    aus Attenhofen

    4/5

    15.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verfolgung vor der Haustür

    Kann man das, was Christen in der ehemaligen DDR erlebt haben, als Verfolgung bezeichnen? Berichte über Menschen, die weltweit wegen ihrem Glauben eingesperrt, gefoltert oder zwangsverheiratet werden, gibt es viele. Wer in der DDR zu seinen Überzeugungen stand, musste so etwas normalerweise nicht erleben. Doch die Repressalien waren trotzdem sehr schmerzhaft. Junge Christen durften nicht studieren, selbst wenn sie Klassenbeste waren. In einem einfachen Beruf würden sie wohl weniger Einfluss ausüben können, war wohl die Überlegung, die hinter dieser Einschränkung stand. Wer aus Gewissensgründen nicht bei den Pionieren war, oder bei anderen sozialistischen Aktivitäten nicht normkonform handelte, wurde ausgelacht und verspottet. Verfolgung light. In diesem Buch spricht Viola Ramsden mit insgesamt elf Personen, die eine Geschichte zu erzählen haben. Viele beschreiben einfach das alltägliche Leben in ihrer Kindheit und Jugend. Es ist sehr viel über lebendige Jugendarbeit zu lesen. Es scheint, dass junge Menschen hier einen Platz gefunden haben, an dem sie Zugehörigkeit erleben konnten. Doch nicht nur Menschen, die vor der Wende jung waren, erzählen hier. Auch die Erfahrungen eines Pfarrers, eines Politikers und einer Lehrerin sind aufschlussreich. Die Interviewpartner kommen aus verschiedenen Generationen, was die Spannbreite ihrer Erlebnisse vergrößert. Für mich persönlich war vor allem interessant zu erfahren, wie schwer es für alle im Osten nach der Wende war. Am Anfang fällt es wegen der Schreibweise ein wenig schwer hineinzukommen. Die Gespräche sind nicht als Interviews abgedruckt. Stattdessen beschreibt die Autorin ihre Begegnungen mit den Erzählern, zitiert sehr viel aus den Gesprächen, und fügt erklärende Hinweise hinzu. Schnell werden die Stärken dieser Erzählweise deutlich. Die Ergänzungen helfen Hintergründe zu verstehen und geben durch Beispiele aus dem Leben der Autorin ein reichhaltigeres Bild von der Situation. Eine große Stärke dieses Buches ist, dass nicht nur Situationen beschreiben, sondern die Gefühle und Kämpfe der betroffenen Personen deutlich gemacht werden. Fazit: Eine interessante Beschreibung der Situation im Osten Deutschlands, vor, während und nach der Wende, mit einem besonderen Blick auf das Leben der Christen. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die sich für Geschichte und für menschliche Schicksale interessieren!

  • Bewertung

    4/5

    10.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührend, kritisch und inspirierend

    Mit großem Interesse habe ich die Veröffentlichung des Buches von Viola Ramsden verfolgt und das Buch dann förmlich verschlungen. Das Thema „Christentum in der DDR“ findet in der Öffentlichkeit meinem Empfinden nach bisher wenig Beachtung. Umso gespannter war ich auf die verschiedenen Berichte von Christ:innen in der DDR – und meine Erwartungen wurden keineswegs enttäuscht! Schon die Auswahl der Interviewpartner:innen ist gelungen, da eine große Bandbreite abgedeckt wird. Frau Ramsden interviewt z.B. eine Lehrerin, aber auch einen Pfarrer und einen Unternehmer. Alle haben ihre eigenen (teilweise sehr schmerzhaften) Erfahrungen wegen ihrer Glaubensüberzeugungen mit der Staatsgewalt machen müssen. Besonders gelungen fand ich es auch, die Perspektive eines Zugezogenen sowie eines „Nachwendekindes“ am Ende mit einzubauen. Ich mochte sehr, dass es keine bloßen Frage-Antwort-Interviews sind, sondern das Gesagte als Fließtext zusammengefasst wurde, das macht das Lesen angenehmer und die Zeitzeugenberichte insgesamt lebhafter. Das Buch hinterließ mich mit ganz unterschiedlichen Gedanken und Gefühlen: zunächst war ich tief berührt von dem, was viele Zeitzeug:innen über sich ergehen lassen mussten, dann war ich aber auch sehr inspiriert und beeindruckt von dem Mut, den alle Personen aufbrachten, konsequent für ihren Glauben und ihre Überzeugungen einzustehen, selbst im Angesicht unangenehmer Konsequenzen. Bleibt zu hoffen, dass solch düstere Zeiten für religiöse Menschen nie wieder kommen mögen und falls doch, dass es wir uns als Christ:innen ein Beispiel an diesen mutigen Vorbildern nehmen und standhaft bleiben.

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