Eine jugendliche Heldin, ein Schwarzwald-Sommer voller magischer Abenteuer, die erste Liebe und ein tragisches Familiengeheimnis: In "Hier könnte es Drachen geben" überwindet Linda die Drachen, die die Geheimnisse ihrer Familie hüten - buchstäblich und im übertragenen Sinn. Ein tiefgründiger Coming-of-Age-Roman voller Romantik und Magie.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Dirk Heinemann
aus Hohe Börde
5/5
25.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein magisches Abenteuer im Schwarzwald
In Katrin S. Knopps Jugendroman „Hier könnte es Drachen geben ... !“ begleiten wir die 16-jährige Linda auf eine Reise, die ihr Leben verändert. Statt mit ihrer Klasse auf Klassenfahrt zu fahren, verbringt sie einige Zeit bei ihrem Onkel Hagen im abgelegenen Schwarzwald – ruhig, zurückgezogen und ein wenig geheimnisvoll. Der Grund für seine Zurückgezogenheit liegt in einem tragischen Ereignis: Lindas Tante kam vor Jahren bei einem Feuer ums Leben – am selben Tag, an dem auch ihr Vater bei einem Motorradunfall auf dem Weg zu eben dieser Tante tödlich verunglückte. Linda verlor damals gleich zwei geliebte Menschen.
Auch ihr Alltag ist von Herausforderungen geprägt. Linda besucht eine Schule, an der vor allem reiche und verwöhnte Jugendliche lernen – ein Umfeld, in dem sie sich als Außenseiterin fühlt. Ihre Mutter kommt mit ihr und ihrem kleinen Bruder Mattis finanziell gerade so über die Runden. Linda übernimmt viel Verantwortung zu Hause und kümmert sich häufig um Mattis – ein Rollenwechsel, der sie reifen ließ, aber auch belastet.
Die Zeit bei Onkel Hagen wird zu einer besonderen Erfahrung. Im Schwarzwald trifft Linda auf Frieder, einen Freund aus Kindertagen. Obwohl sich beide über die Jahre verändert haben, knüpfen sie schnell wieder an ihre frühere Verbindung an. Gemeinsam erkunden sie das alte Haus und den verwunschenen Garten – und stoßen dabei auf einen alten Brunnen, der ihnen den Weg in eine magische Welt eröffnet.
Dort begegnen sie faszinierenden Wesen: einer sprechenden Kröte mit Humor und Verstand, der geheimnisvollen Hüterin des Gartens, einer verführerischen Sirene – und schließlich auch einem Drachen. Katrin S. Knopp verbindet die Magie kindlicher Fantasie mit Themen wie Verlust, Freundschaft, Verantwortung und dem Erwachsenwerden. Ganz behutsam entwickelt sich aus der Vertrautheit zwischen Linda und Frieder eine zarte erste Liebe.
Die Geschichte liest sich flüssig und ist wunderbar kurzweilig. Die fantasievollen Elemente fügen sich harmonisch in die Rahmenhandlung ein und machen das Buch zu einem echten Leseerlebnis für Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene. Unterstützt wird der Text von den stimmungsvollen Illustrationen von Aileen J. Graf, die der Geschichte noch mehr Tiefe und Ausdruck verleihen.
Ein liebevoll erzählter, magischer Jugendroman, der berührt, verzaubert und gleichzeitig von der Realität nicht zu weit abdriftet. Besonders gelungen finde ich, wie feinfühlig Katrin S. Knopp ernste Themen mit fantastischen Elementen verbindet. Ein Buch zum Eintauchen, Mitfühlen und Träumen – nicht nur für Jugendliche.
Maily
4/5
19.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Magischer Coming-of-Age-Roman
„Hier könnte es Drachen geben...!“ ist ein magischer Coming-of-Age-Roman von Katrin S. Knopp.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der 16-jährigen Schülerin Linda erzählt. Diese hat ein großes Päckchen zu tragen und hat es nicht immer leicht im Alltag. Sie hat mit Schicksalsschlägen zu kämpfen und versucht ihren Platz in der Welt zu finden. Als Protagonistin fand ich Linda absolut sympathisch und konnte mit ihr mitfühlen.
Während ihrem Aufenthalt bei ihrem Onkel im Schwarzwald erlebt Linda so einiges mit ihrem Freund aus ihrer Kindheit. Ihre Erlebnisse im Schwarzwald werden hierbei im Rückblick erzählt.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft. Ich hatte die einzelnen Szenen direkt vor Augen und konnte mir alles wahrhaftig vorstellen. Auch die Atmosphäre im Buch hat mir sehr gefallen und ich fand die Geschichte insgesamt wirklich sehr schön erzählt.
Zu Beginn hat sich die Geschichte ein wenig gezogen. Auch fand ich einige Dinge etwas zu schnell abgehandelt und hätte mich gefreut, wenn hier näher darauf eingegangen wäre. Das Ende fand ich sehr gelungen.
Im Buch wird auch auf ernste Themen wie Armut, soziale Ungleichheiten, Mobbing und weitere Punkte eingegangen. Hierbei wird alles nachvollziehbar und sensibel erklärt. Eine Triggerwarnung hierzu befindet sich hinten im Buch.
Wunderschöne farbige als auch schwarz-weiß Illustrationen von Aileen J. Graf, die liebevoll gestaltet sind und mit denen man sich die Dinge noch viel besser vorstellen kann, vervollständigen das Buch.
Mit „Hier könnte es Drachen geben...!“ von Katrin S. Knopp habe ich wunderschöne Lesestunden verbracht. Besonders jüngere Lesende werden sicherlich große Freude mit dem Buch haben.
Bewertung: 4/5 Sterne
Maily
4/5
19.05.2024
Buch (Taschenbuch)
„Hier könnte es Drachen…
„Hier könnte es Drachen geben...!“ ist ein magischer Coming-of-Age-Roman von Katrin S. Knopp. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der 16-jährigen Schülerin Linda erzählt. Diese hat ein großes Päckchen zu tragen und hat es nicht immer leicht im Alltag. Sie hat mit Schicksalsschlägen zu kämpfen und versucht ihren Platz in der Welt zu finden. Als Protagonistin fand ich Linda absolut sympathisch und konnte mit ihr mitfühlen. Während ihrem Aufenthalt bei ihrem Onkel im Schwarzwald erlebt Linda so einiges mit ihrem Freund aus ihrer Kindheit. Ihre Erlebnisse im Schwarzwald werden hierbei im Rückblick erzählt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildhaft. Ich hatte die einzelnen Szenen direkt vor Augen und konnte mir alles wahrhaftig vorstellen. Auch die Atmosphäre im Buch hat mir sehr gefallen und ich fand die Geschichte insgesamt wirklich sehr schön erzählt. Zu Beginn hat sich die Geschichte ein wenig gezogen. Auch fand ich einige Dinge etwas zu schnell abgehandelt und hätte mich gefreut, wenn hier näher darauf eingegangen wäre. Das Ende fand ich sehr gelungen. Im Buch wird auch auf ernste Themen wie Armut, soziale Ungleichheiten, Mobbing und weitere Punkte eingegangen. Hierbei wird alles nachvollziehbar und sensibel erklärt. Eine Triggerwarnung hierzu befindet sich hinten im Buch. Wunderschöne farbige als auch schwarz-weiß Illustrationen von Aileen J. Graf, die liebevoll gestaltet sind und mit denen man sich die Dinge noch viel besser vorstellen kann, vervollständigen das Buch. Mit „Hier könnte es Drachen geben...!“ von Katrin S. Knopp habe ich wunderschöne Lesestunden verbracht. Besonders jüngere Lesende werden sicherlich große Freude mit dem Buch haben. Bewertung: 4/5 ⭐️
Nicole
aus Nürnberg
4/5
01.05.2024
Buch (Taschenbuch)
Vielschichtig
Meine Meinung zum Jugendbuch:
Hier könnte es Drachen geben...!
Inhalt in meinen Worten:
Linda hat es nicht leicht, nach der Schule muss sie sich um ihren jüngeren Bruder kümmern, da ihre Mutter Alleinerziehende ist. Linda ist auch Außenseiterin und als es um die Klassenfahrt geht, entscheidet sie, das sie dort nicht mitfahren möchte sondern kommt in der Zeit zu ihrem Onkel. Was sie dort erlebt ist fantastisch und zeitgleich auch eine tiefe Erschütterung ihres Glaubenslebens. Denn sie erfährt Wahrheiten die alles andere als einfach sind. Doch sie stellt sich.
Wie ich das Gelesene empfinde:
Die Geschichte, das wird gerade am Ende klar, ist ein Rückblick in die schwersten Tage und Jahre von Linda. Als sie kurz vor der Geburt ihres jüngeren Bruders ihren Papa verliert und in der Nacht noch ihre Tante, ist alles auf dem Kopf und nichts mehr so wie es eine Jugendliche in ihrem Alter bräuchte. Dabei hat sie es wirklich dank der Schule zusätzlich nicht einfach. Als sie dann im Rückblick erzählt wie es ihr ging, was mir im ersten drittel der Geschichte nicht so recht bewusst war, außer das die Seiten wunderschön gezeichnet waren und auch farbige Bilder im Buch stecken, kam ich in das zweite Drittel der Geschichte die mich in die fantastische Welt von Drachen, Nymphen und anderen Wesen führte, doch das war nicht alles. Linda lernt ihren Onkel auf eine ganz harte Weise neu kennen, nachdem einige Zeit kein Kontakt mehr war. Dann im letzten Drittel geht es um die Zukunft von Linda, bzw. ihre jetzige Zeit und wie sie sich entwickeln konnte und sie erzählt im Rückblick was ihr passiert ist und das sie manches nicht verstand und vieles noch viele Fragezeichen sind, doch sie erkannte, das Trauer über die man nicht spricht, ganz viele Probleme mit sich bringen kann und auch das unerfüllte Wünsche manchmal zu einem riesigen Fehler führen können sowie das ein Unglück manchmal weitere Unglücke mit sich bringen. Letztlich muss Linda ihren Weg finden, ob sie diesen Weg finden wird, das solltet ihr selbst entdecken. Natürlich ist Mobbing, sowie die Autorin das am Ende darstellt nicht so einfach durchbrechen, doch manchmal hilft es auch, sich einfach einem weiteren Menschen anzuvertrauen und aus alten Verhaltensmustern auszubrechen.
Der Schreibstil:
Es ist im Rückblick erzählt und die Autorin hat an der ein oder anderen Stelle statt Nachttisch Nachtisch geschrieben, was aber nicht tragisch ist, denn mich bremste es nicht weiter aus im Lesen. Ich stolperte höchstens kurz mal darüber. Zudem fand ich es interessant wie ein super schweres Thema bzw. Themen in dieser Geschichte verpackt wurden und zeigten, das es immer noch Auswege gibt, selbst wenn es nicht danach aussieht.
Die Spannung:
Das Buch war im ersten Drittel ein wenig langatmig, dafür im zweiten Teil etwas zu schnell und am Ende war es ein sehr rundes Ende, so das ich Linda gut in ihrer Buchwelt lassen darf, ohne zu fragen wie es mit ihr weiter geht, nicht weil es mich nicht interessieren würde, sondern weil Linda einfach ihren Weg finden durfte.
Die Illustrationen:
Ich fand die Illustrationen genial und stark sowie authentisch zum Buch, ein liebstes Bild ist der kleine Drache in der Teekanne. Das hat mich wirklich am meisten berührt, sowie auch das die ersten Seiten deutlich nach einem Tagebuch aussahen, das nach und nach verblasste dafür mehr intensivere Bilder gab.
So ist das Lesen leichter gefallen, und ich konnte mir recht gut vorstellen wo ich mich befinde, jedoch fand ich manchmal Linda etwas zu erwachsen gezeichnet.
Die Charaktere:
Linda ist die Hauptprotagonistin die auch zeigt, wie ihre Welt aussieht, wo ihre Schmerzen und Schwierigkeiten zu finden sind, sowie auch das sie ihren Weg gehen muss und sich öffnen muss um wieder Hoffnung, Halt, Vertrauen in sich und die Charaktere die sie begleiteten zu fassen.
Ein starkes Mädchen, das zu schnell erwachsen werden musste.
Themen:
Die Themen können triggern, wenn man selbst gerade an bestimmten Punkten steht, wie unter anderem Posttraumatische Belastungsstörungen oder einfach auch an Depressionen, weil Herzenswünsche nicht wahr werden können, doch hier gibt die Autorin auch bewusst am Ende Hinweise und zeigt auch am Ende des Buches auf, warum sie sich bewusst für diese Geschichte entschied.
Bewertung:
Ich gebe der Geschichte vier Sterne. Sie war gut, sie war intensiv, gerade am Anfang etwas zu langatmig dafür ist die fantastische Welt ein wenig zu schnell durchgelaufen, und hier hätte ich mir gewünscht noch ein wenig mehr abtauchen zu dürfen, zu den Drachen und anderen mystischen Figuren. Am Ende reißt die Autorin dann die Geschichte in ein rundes Ende, so das ich beruhigt aus der Welt des Buches wieder auftauchen darf.
Bewertung
4/5
19.04.2024
Buch (Taschenbuch)
Märchenhafte Atmosphäre!
Hier könnte es Drachen geben…!“ ist Urban Fantasy, in der uns Linda mit in eine fabelhafte Anderswelt nimmt!
Zunächst beschreibt sie aber sehr einfühlsam die reale Welt, in der sie lebt: eine 16-Jährige, die einen traumatischen Verlust erlebt hat, ihrer alleinerziehenden Mutter zur Seite stehen muss, aber am liebsten in Geschichten und Büchern versinkt. Dazu kommen die typischen Probleme mit Gleichaltrigen, die besonders dann entstehen, wenn man nirgends so richtig reinzupassen scheint. Um eine Abgrenzung zwischen Linda und den anderen darzustellen, wird sich leider ein paar Klischees bedient, die es meiner Meinung nach nicht gebraucht hätte.
Als Linda nach 6 Jahren nochmal ihren Onkel im Schwarzwald besucht, trifft sie dort auch auf Frieder, ihren abenteuerlustigen Freund aus Kindertagen und es ist, als wären sie nie getrennt gewesen.
Katrin S. Knopps Schreibstil ist sehr atmosphärisch, ein wenig verträumt und märchenhaft. Bzgl. der fantastischen Elemente wurde mir aber zu viel auf einmal gewollt: Innerhalb von ca. 100 S. werden wir mit so vielen verschiedenen Fabelwesen, Ungeheuern, Fähigkeiten und Gegenständen bekannt gemacht, dass ich mich gar nicht richtig vertiefen konnte. Eigentlich hätte jedes dieser Wesen eine eigene Geschichte verdient - besonders der Babydrache!
Zwischenzeitlich kam mir Linda recht naiv vor und ich konnte die Plottwists recht schnell voraussehen. Dementsprechend ist das Buch aber auch was für Jüngere. :) Geknutscht wird nämlich auch erst ab S. 235. Apropos knutschen: die Romanze im Buch ist vermutlich der Inbegriff von Slow-Burn, bittersüß und echt schön.
Metathemen im Buch sind z. B. Armut und ungleiche Bildungschancen. Außerdem werden sich Fans von Rockmusik-Klassikern sehr freuen.
Trotz der kleinen Kritikpunkte sammelt das Buch bei mir zusätzlich Pluspunkte für die Illustrationen von Aileen J. Graf! Wunderwunderschön fangen sie die Atmosphäre perfekt ein!
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