Kiki ist nun sechzehn Jahre alt. Zum vierten Mal kehrt in Koriko der Frühling ein, seit sie sich in der Stadt niederließ. Als eines Tages aus heiterem Himmel die zwölfjährige Keke auftaucht, wird Kikis Leben ordentlich durcheinandergewirbelt. Das freigeistige und schelmische Mädchen, das wundersame Kräfte zu besitzen scheint, schürt in Kiki viele Zweifel an sich und ihrem Dasein als Hexe. Um diese Krise zu überstehen und über sich hinauszuwachsen, muss Kiki zu sich selbst zurückfinden und lernen, was für sie wirklich wichtig ist.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
medienwoelfin
5/5
07.07.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bezaubernde Geschichte für…
Bezaubernde Geschichte für Jung und Alt Kiki und ihr kleiner Lieferservice sind vielen wohl schon durch den Anime bekannt. Aber auch ohne diese Vorkenntnisse ist das Buch absolut lesenswert. Die Handlung begleitet die kleine Hexe Kiki und ihre schwarze Katze Jiji im ersten Jahr in ihrer neuen Stadt, nachdem sie ihr Elternhaus verlassen haben. Kiki lernt, auf eigenen Beinen zu stehen, mit Schwierigkeiten umzugehen, findet Freunde und Unterstützer und wird Stück für Stück erwachsener. Sprache und Stil sind einfach gehalten, sodass das Buch auch für Kinder ideal zu verstehen ist. Kleine Illustrationen (aber wirklich nur wenige) lockern den Text zusätzlich auf. Auch die Thematiken (z.B. selbstständig werden, erste zarte Gefühle), die hier angeschnitten werden, sind kindgerecht und gut in die Handlung eingebaut. Die einzelnen Abschnitte innerhalb der Kapitel werden dabei mit der Zeichnung der schwarzen Katze unterteilt. Ein bezauberndes Buch mit vielen süßen Details, ohne künstliche Längen, das Lust auf mehr von Kiki, Jiji und ihren Abenteuern macht.
Mine_B
4/5
17.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Kinderbuch „Kikis und die…
Das Kinderbuch „Kikis und die andere Hexe“ stammt aus der Feder von Eiko Kadono und wurde damals schon als Literaturverfilmung/ Anime bekannt. Nun wurde es als Buch neu aufgelegt. Dies ist bereits der dritte Band der Reihe rund um die kleine Hexe Kiki und ihre schwarze Katze Jiji. Es lässt sich jedoch auch ohne Probleme ohne Vorkenntnisse lesen. Auch dieses Mal fällt die Gestaltung positiv ins Auge. Innerhalb der Kapitel sind ein paar liebevolle schwarz- weiß Illustrationen beigefügt worden. Diese ergänzen den Inhalt des Buches ganz gut, runden es ab. Sie stellen einen kleinen Blickfang innerhalb des Kinderbuches dar und sind ansprechend. Der Schreibstil ist, wie ich es bereits aus den vorherigen Büchern rund um Kiki und Jiji gewohnt war, leicht und einfach gehalten – entsprechend einem Kinderbuch ist die Schriftgröße auch größer gewählt. Auch dieses Mal schwingt wieder ein gewisser Humor mit – all dies führt dazu, dass sich das Buch wieder zügig und angenehm lesen lässt. Bei mir haben die Bücher über Kiki den Effekt, dass ich den Alltag vergessen kann und ich habe mich auf die zauberhaften und unterhaltsamen Abenteuer der kleinen Hexe mit ihrem schwarzen Kater Jiji gefreut. Auch der dritte Band der Reihe ist kurzweilig und perfekt für einen gemütlichen Abend geeignet. Es hat eine angenehm leichte Grundstimmung, welches sich für eine cozy Stimmung eignet. Man fliegt hier quasi mit Besentempo durch die Seiten und begleitet die kleine Hexe Kiki bei ihren Aufgaben. Auch in „Kiki und die andere Hexe“ muss sich die kleine Hexe Kiki neuen Aufgaben stellen und die ein oder andere Hürde meistern. Mittlerweile ist Kiki sechzehn Jahre alt und ist im Vergleich zu den vorherigen Bänden reifer und erwachsener geworden. Ein wichtiges Thema ist in diesem Band der Weg zur Selbstfindung. Kiki muss ihren Weg gehen und ist stellenweise recht nachdenklich. Die junge Hexe hat sich auf jeden Fall deutlich weiter entwickelt und ist nicht mehr so naiv wie zu Beginn der Buchreihe. Aber auch der Kater Jiji wirkt gereift und ist oftmals mit seinen Gedanken bei für ihn wichtigen Themen. Die beiden gehen ihren Gedankengängen nach und da ist es nicht verwunderlich, dass die beiden auch mal einen Konflikt austragen. Sie sind nicht immer einer Meinung und diskutieren dies aus. Doch dieses Mal geht Jiji für kurze Zeit seinen eigenen Weg und macht dabei seine eigenen Erfahrungen, was für ihn ebenso wichtig ist wie auch für Kiki. So lernen sie, dass sie den anderen in solchen Situationen vermissen. Ein zentrales Thema ist auch die Eifersucht, welche Kiki für die andere Hexe Keke entwickelt. In ihrer Stadt scheint sich eine andere Hexe angesiedelt zu haben und Kiki muss feststellen, dass sie eifersüchtig ist. Ihr gefällt es nicht, wie sich Keke in die Stadt einfügt und sich mit den Stadtbewohnern anfreundet. Besonders, dass sie sich mit dem Aeronautik- Klub anfreundet und dort zu einem wichtigen Bestandteil wird, ärgert Kiki. Keke scheint sich mit Tombo anzufreunden und sie hilft ihm bei einem Problem, was natürlich Eindruck schindet. Kiki ist eifersüchtig auf Keke und dies bietet einiges an Konfliktpotential. Man merkt dem Kinderbuch „Kiki und die andere Hexe“ deutlich an, dass die Kiki an ihren Aufgaben gewachsen ist und nicht immer alles nur positiv sieht, sie wirkt nachdenklicher. Im Vergleich zu den ersten beiden Bänden ist dieser Folgeband auf jeden Fall melancholischer in seiner Grundstimmung. Aber dennoch bleibt der positive Grundgedanke erhalten, eine cozy Stimmung ist dennoch spürbar. Dieser ernstere Unterton nimmt in diesem Kinderbuch keine Überhand, er wirkt nicht zu dominant. Ich finde, dass die Autorin Kadono auch dieses Mal eine gelungene Balance gefunden hat. Die andere Hexe Keke ist größtenteils unsympathisch dargestellt, was dazu führt, dass man mit Kiki mitleidet. Sie provoziert Kiki ganz bewusst, sowohl mit ihren Worten als auch mit ihren Taten. Die ist vorlaut und unfreundlich gegenüber Kiki. Zu den restlichen Stadtbewohnern ist sie überfreundlich. Die Freundlichkeit von Kiki wird aber ausgenutzt und ihren persönlichen Raum ignoriert sie, übertritt gewisse Grenzen. Die Auflösung am Ende, was es mit Keke auf sich hat, wo sie herkommt, fand ich persönlich nicht zu hundertprozentig zufriedenstellend, aber dies ist natürlich Geschmackssache. Interessant fand ich, dass man auch dieses Mal wieder Einblicke in den Alltag der anderen Stadtbewohner bekommen hat. Man erfährt, was sie beschäftigt und was ihnen wichtig ist, hat als Leser Anteil an dem Leben der Bewohner von Koriko. Insgesamt konnte mich die Autorin Eiko Kadono auch mit dem dritten Band „Kiki und die andere Hexe“ wieder gut unterhalten, es war so ein herzerwärmendes Buch. Die Geschichte und auch Kiki und Jiji sind reifer geworden. Ich möchte für dieses Buch 4 Sterne vergeben. Und ich bin schon gespannt, welche Abenteuer Kiki und ihr Lieferdienst noch bestreiten werden.
CorniHolmes
4/5
14.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine weitere bezaubernde Fortsetzung!
Es sind drei Jahre vergangen, seit die kleine Halbhexe Kiki ihr Zuhause verlassen und gemeinsam mit ihrem Kater Jiji ein neues Leben in der Küstenstadt Koriko begonnen hat. Kiki ist inzwischen sechzehn Jahre alt und hat sich mit ihrem Lieferservice einen Namen gemacht. Ihr friedliches Leben wird jedoch gehörig auf den Kopf gestellt, als plötzlich die zwölfjährige Keke in der Stadt auftaucht. Wer ist dieses geheimnisvolle Mädchen, das eine faszinierende Mischung aus unverschämt und freigeistig ist und behauptet, ebenfalls eine Hexe zu sein? Und sich kurzerhand einfach so bei Kiki einquartiert? Ständig mischt sich diese Keke in alles ein und gewinnt die Herzen aller Stadtbewohner*innen und die von Kikis Freund*innen. Und von Tombo...Kiki beginnt immer mehr an sich selbst und ihrem Dasein als Hexe zu zweifeln. Ob es ihr wohl gelingen wird, zu sich selbst zurückzufinden?
Hierbei handelt es sich um den dritten Band des modernen Klassikers „Kikis kleiner Lieferservice“. Da alles Relevante kurz erklärt wird, lässt sich das Buch auch ohne Vorkenntnisse lesen, allerdings macht es erheblich mehr Freude, wenn man die chronologische Reihenfolge einhält.
Ich bin dem Crocu Verlag nach wie vor richtig dankbar dafür, dass er die mehrteilige Reihe rund um die junge Kurierhexe Kiki endlich auch zu uns nach Deutschland holt. Der gleichnamige Studio Ghibli-Zeichentrickfilm gehört zu meinen liebsten Animes und nachdem mich auch die Romanvorlage sowie dessen Fortsetzung begeistert haben, konnte ich es kaum erwarten weiterzulesen. Schon das Cover ist wieder sehr hübsch gestaltet und macht direkt Lust aufs Aufschlagen und Losschmökern. Im Inneren geht es genauso einladend weiter.
Von den ersten Seiten an herrscht die vertraute freundlich-warme Atmosphäre, die diese Reihe auszeichnet. Mit viel Herz, Charme und einer Prise Magie entführt Eiko Kadono ihre Leserschaft erneut in die bezaubernde Welt von Halbhexe Kiki. In 12 Kapiteln erzählt sie von ihrer jungen Protagonistin, die mittlerweile sechzehn Jahre alt ist. Man merkt, dass Kiki nicht mehr das kleine Mädchen von früher ist. Sie ist spürbar gereift und an ihren Herausforderungen gewachsen, lässt sich aber immer noch schnell verunsichern, wie sich an dem Auftauchen der zwölfjährigen Keke zeigt.
Der Autorin gelingt es einmal mehr, wichtige Themen aufzugreifen und in eine unterhaltsame Wohlfühlgeschichte zu verpacken. Kikis starke Selbstzweifel und Unsicherheiten werden sehr einfühlsam beschrieben und es fällt leicht, mit ihr mitzufühlen. Kiki ist und bleibt eine überaus sympathische Protagonistin, Keke dagegen ist die meiste Zeit über ziemlich dreist, frech und unausstehlich, was aber sicherlich auch beabsichtigt war. Ihr Eindringen in Kikis Leben regt einen stellenweise richtig auf, zugleich verleiht es der Geschichte aber auch etwas Herzerfrischendes und regt zum Nachdenken an.
Es macht einfach wieder Spaß, nach Koriko zurückzukehren und Kiki auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten. Neben neuen kuriosen Lieferaufträgen und neuen Gesichtern kommt man auch in den Genuss von einem Hauch Romantik und trifft auf einige alte Bekannte aus den Vorgängern. Sogar mit Kikis schwarzen Kater Jiji erlebt man dieses Mal ein kleines Abenteuer, was dem Ganzen einen zusätzlichen Pfiff gibt.
Als einziger kleiner Wehmutstropfen bleibt die spärliche Bebilderung. Von Yuta Onodas schönen schwarz-weiß Illustrationen hätte es liebend gerne noch ein paar mehr geben können. Dies ist jedoch meckern auf hohem Niveau und schmälert das Lesevergnügen, wenn überhaupt, nur geringfügig.
Fazit: „Kiki und die andere Hexe“ ist eine charmante, unterhaltsame und magische Coming-of-Age-Geschichte über die Suche nach der eigenen Identität und dem richtigen Platz im Leben. Ein richtig schöner cozy Wohlfühlroman für Jung und Alt. Ich persönlich fand diesen Band ein klein wenig schwächer als die zwei vorherigen Bände, hatte aber dennoch sehr viel Spaß beim Lesen. Auf den vierten Teil, der voraussichtlich im Juni diesen Jahres erscheinen wird, freue ich mich schon sehr. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!
Fallendreams
Thalia Book Circle Community
3/5
10.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kiki und Keke
Ich denke, dass ich vielen damit aus der Seele spreche: Keke ging mir ein paar mal so sehr gegen den Zeiger!
Keke war ein sehr eckiger Charakter und ich konnte lange nichts wirklich mit ihr anfangen. Seitens Kiki hätte ich mir ein wenig mehr Interaktion mit Keke gewünscht.
Etwas bitter finde ich, wie Kiki mit Jiji umgeht. Teilweise tritt sie ihn wortwörtlich mit Füßen und großartig entschuldigen tut sie sich nicht.
Da es ein Kinderbuch ist, würde ich mir sehr wünschen, dass man auf einen guten Umgang mit seinem Haustier appeliert. Für mich bisher der schwächste Band in der Reihe.
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