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  • Produktbild: Textiles of China and Central Asia
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Textiles of China and Central Asia

1

69,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.10.2025

Abbildungen

200 farbige Abbildungen

Verlag

Prestel

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

34,9/26,6/4,1 cm

Gewicht

2787 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Englisch

ISBN

978-3-7913-7754-4

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Erscheinungsdatum

15.10.2025

Abbildungen

200 farbige Abbildungen

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Prestel

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

34,9/26,6/4,1 cm

Gewicht

2787 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Englisch

ISBN

978-3-7913-7754-4

Herstelleradresse

Prestel Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Frühe Textilien sind seltene…

VolkerM am 06.11.2025

Bewertungsnummer: 3017507

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frühe Textilien sind seltene Überlebende, die nur unter besonderen klimatischen Bedingungen erhalten blieben. Nur wenige Sammlungen weltweit sind auf dem Gebiet spezialisiert, auch die Zahl der Experten ist eher übersichtlich, insofern ist es ein Glücksfall, dass mit „Textiles of China and Central Asia“ eine herausragende Privatsammlung publiziert wird. Die Identität des Sammlers bleibt zwar ungenannt, man darf aber annehmen, dass er eine Nähe zur Londoner Kunsthändlerin Jaqueline Simcox besitzt, die auf zentralasiatische und chinesische Textilen spezialisiert ist. Es sind Objekte von größter Seltenheit und höchster Qualität, entstanden im genannten Kulturraum zwischen dem 6. und 18. Jahrhundert. Die beitragenden Autoren sind auf die Kulturen der Seidenstraße spezialisiert und bewerten die Artefakte insbesondere vor diesem Hintergrund, als Zeugnis eines regen kulturellen und materiellen Austauschs. Schon früh wurden wertvolle Textilien über weite Strecken gehandelt und auch in Europa finden sich in Kirchenschätzen zahlreiche Beispiele mittelalterlicher chinesischer und orientalischer Stoffe. Die Einzelbeiträge stellen das jeweilige Objekt in einen kunsthistorischen Kontext und ziehen Parallelen zu gut dokumentierten und erforschten Vergleichsstücken in renommierten Sammlungen aus aller Welt. Ebenfalls dokumentiert sind textiltechnologische Untersuchungen zur Webtechnik und den eingesetzten Metallfäden in Brokatgeweben. Aus meiner Sicht kritisch ist das weitgehende Fehlen von Provenienzangaben, was den wissenschaftlichen Gehalt zwar nicht grundsätzlich entwertet, aber bestimmte Schlussfolgerungen zumindest mit einem Fragezeichen versieht. Einige Stücke stammen nachweislich aus tibetischen Klöstern, wo sie in rituellem Kontext verwendet wurden, zu den meisten fehlen aber Informationen. Die herangezogenen Vergleichsstücke mindern den Mangel fehlender Provenienz, allerdings wird in keinem Fall das jeweilige Referenzstück auch abgebildet. Das erschwert es dem Leser, die Argumentation nachzuvollziehen. Ein weiterer Punkt ist die fehlende materialchemischer Expertise. Solche Untersuchungen wären eine wertvolle Ergänzung zu den ausführlich diskutierten kunsthistorischen Aspekten. So können radiochemische Datierung und chemische Analyse Alter, Färbemittel und geografische Herkunft klären. Die fotografische Dokumentation ist hervorragend, mit zahlreichen Detailfotos, die teilweise auch Rückschlüsse auf Herstellverfahren zulassen und die herausragende handwerkliche und ästhetische Qualität der Objekte belegen. Die kunstwissenschaftliche Diskussion ist ausführlich und da es zum Thema zentralasiatische Textilien relativ wenig zusammenfassende Literatur gibt, kann man die Monografie durchaus als wertvolle Referenz heranziehen. Eine Anmerkung zum Vorwort von Prof. Feng Zhao, Direktor des Nationalen Seidenmuseums in Hangzhou, muss erlaubt sein. Zhao bedauert mit unüberhörbar nationalistischem Unterton sehr, dass sich diese wertvolle Sammlung „im Ausland“ befindet. Kein Bedauern empfindet der Professor dafür, dass im Zuge der Besetzung Tibets durch China gezielt die meisten textilen Schätze zusammen mit der tibetischen Kultur vernichtet wurden. Tibet war einmal ein bedeutendes Reservoir für mittelalterliche Textilen aus China und Zentralasien, bedingt durch das trocken-kalte Klima und eine über Jahrhunderte unveränderte rituelle Praxis. Wären Teile davon nicht von Exiltibetern nach Indien verbracht worden, gäbe es noch viel weniger davon. Das hat aber nicht „das Ausland“ zu verantworten, sondern alleine China.

Frühe Textilien sind seltene…

VolkerM am 06.11.2025
Bewertungsnummer: 3017507
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Frühe Textilien sind seltene Überlebende, die nur unter besonderen klimatischen Bedingungen erhalten blieben. Nur wenige Sammlungen weltweit sind auf dem Gebiet spezialisiert, auch die Zahl der Experten ist eher übersichtlich, insofern ist es ein Glücksfall, dass mit „Textiles of China and Central Asia“ eine herausragende Privatsammlung publiziert wird. Die Identität des Sammlers bleibt zwar ungenannt, man darf aber annehmen, dass er eine Nähe zur Londoner Kunsthändlerin Jaqueline Simcox besitzt, die auf zentralasiatische und chinesische Textilen spezialisiert ist. Es sind Objekte von größter Seltenheit und höchster Qualität, entstanden im genannten Kulturraum zwischen dem 6. und 18. Jahrhundert. Die beitragenden Autoren sind auf die Kulturen der Seidenstraße spezialisiert und bewerten die Artefakte insbesondere vor diesem Hintergrund, als Zeugnis eines regen kulturellen und materiellen Austauschs. Schon früh wurden wertvolle Textilien über weite Strecken gehandelt und auch in Europa finden sich in Kirchenschätzen zahlreiche Beispiele mittelalterlicher chinesischer und orientalischer Stoffe. Die Einzelbeiträge stellen das jeweilige Objekt in einen kunsthistorischen Kontext und ziehen Parallelen zu gut dokumentierten und erforschten Vergleichsstücken in renommierten Sammlungen aus aller Welt. Ebenfalls dokumentiert sind textiltechnologische Untersuchungen zur Webtechnik und den eingesetzten Metallfäden in Brokatgeweben. Aus meiner Sicht kritisch ist das weitgehende Fehlen von Provenienzangaben, was den wissenschaftlichen Gehalt zwar nicht grundsätzlich entwertet, aber bestimmte Schlussfolgerungen zumindest mit einem Fragezeichen versieht. Einige Stücke stammen nachweislich aus tibetischen Klöstern, wo sie in rituellem Kontext verwendet wurden, zu den meisten fehlen aber Informationen. Die herangezogenen Vergleichsstücke mindern den Mangel fehlender Provenienz, allerdings wird in keinem Fall das jeweilige Referenzstück auch abgebildet. Das erschwert es dem Leser, die Argumentation nachzuvollziehen. Ein weiterer Punkt ist die fehlende materialchemischer Expertise. Solche Untersuchungen wären eine wertvolle Ergänzung zu den ausführlich diskutierten kunsthistorischen Aspekten. So können radiochemische Datierung und chemische Analyse Alter, Färbemittel und geografische Herkunft klären. Die fotografische Dokumentation ist hervorragend, mit zahlreichen Detailfotos, die teilweise auch Rückschlüsse auf Herstellverfahren zulassen und die herausragende handwerkliche und ästhetische Qualität der Objekte belegen. Die kunstwissenschaftliche Diskussion ist ausführlich und da es zum Thema zentralasiatische Textilien relativ wenig zusammenfassende Literatur gibt, kann man die Monografie durchaus als wertvolle Referenz heranziehen. Eine Anmerkung zum Vorwort von Prof. Feng Zhao, Direktor des Nationalen Seidenmuseums in Hangzhou, muss erlaubt sein. Zhao bedauert mit unüberhörbar nationalistischem Unterton sehr, dass sich diese wertvolle Sammlung „im Ausland“ befindet. Kein Bedauern empfindet der Professor dafür, dass im Zuge der Besetzung Tibets durch China gezielt die meisten textilen Schätze zusammen mit der tibetischen Kultur vernichtet wurden. Tibet war einmal ein bedeutendes Reservoir für mittelalterliche Textilen aus China und Zentralasien, bedingt durch das trocken-kalte Klima und eine über Jahrhunderte unveränderte rituelle Praxis. Wären Teile davon nicht von Exiltibetern nach Indien verbracht worden, gäbe es noch viel weniger davon. Das hat aber nicht „das Ausland“ zu verantworten, sondern alleine China.

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Textiles of China and Central Asia

von Mariachiara Gasparini, Amy Heller, Eiren Shea, Jacqueline Simcox

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