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Muskeln aus Plastik

5

23,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

22485

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.10.2024

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/2,5 cm

Gewicht

332 g

Farbe

Aubergine

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28003-8

Beschreibung

Rezension

„Matter findet für diese Erfahrungen eine trockene, beeindruckend präzise Sprache. … Lakonischer Humor macht das Buch unerwartet lustig. … Der Text macht Solidarität vorstellbar. Eine Solidarität, die selten harmonisch und nie reibungslos ist.“ Bettina Dyttrich, WOZ - Die Wochenzeitung, 9.1.25
„Der Mix aus tagebuchartiger Erzählung und informativem Text ist unkonventionell und voller feinfühligem Humor. Ein außergewöhnliches Leseerlebnis.“ Magnus-Phinix Vollmar, Siegessäule, Januar 2025
„Muskeln aus Plastik zu lesen bewegt. … Sprachlich wie inhaltlich mitten in der queeren Szene verortet und mit viel queerer Creip-Theorie gespickt, löst dieses Buch tiefen Schmerz, aber auch schöne Schmetterlinge im Bauch aus. Eine große Empfehlung.“ Verena Kettner, an.schläge, Dezember 24
„Selma Kay Matter kriegt es hin über die Themen mit so viel Zugänglichkeit, Zugewandtheit, Empathie zu schreiben und diese Themen zu verbinden, dass man das auch als nicht von chronischer Krankheit betroffene Cis-Person richtig verschlingt…. Susan Sontag fällt mir vielleicht als Vergleich ein, aus Illness as Metaphor übernimmt Matter auch viele Gedanken.“ Steffen Greiner, Deutschlandfunk Kultur, 7.11.24
„Das Buch liefert eine breitgefächerte Einführung in Literatur und Aktivismus der ‚Disability Justice‘-Bewegung und liefert dabei eine grundsätzliche Einordnung von Transness, Behinderung und Sorgearbeit… Mit Muskeln aus Plastik füllt Selma Kay Matter eine Leerstelle in der deutschprachigen Literaturlandschaft mit einem persönlichen und informativen Buch zu Post-Covid aus queerer Perspektive.“ Ilo Toerkell, die tageszeitung, 11.12.12
„Muskeln aus Plastik ist sehr, sehr hotte Literatur.“ Helene Proißl, Der Standard, 16.11.24
„Das erste deutschsprachige Chronic-Illness-Memoir, das sich mit Post Covid auseinandersetzt. Und nicht nur deshalb unbedingt lesenswert!" Marie Minkov, Missy Magazine, 09.09.24
„Ein vielschichtiges, kluges und zärtliches Plädoyer für mehr Care und Community." Philine Erni, Keystone, 26.09.24
„Gelungen ist der aus der Schweiz stammenden nichtbinären Person etwas Großartiges, nämlich ein Essay über die fragile Balance zwischen Gelingen und Misslingen eines herausfordernden Lebens. ...
Doch Matter macht mit bissigem Humor das Leiden glaubwürdig und zeigt Ausschlussprozesse auf, wenn etwa öffentliches Gesundheitswesen und medizinischer Apparat falsche Bedingungen setzen.“ René Zipperlein, Badische Zeitung, 22.10.24
„Das Buch benennt Leid, ohne wehleidig zu wimmern. … All das bindet Matter gekonnt zusammen in einer Form, die sich der Gefahr der glitschigen Nabelschau entzieht. … ‚Muskeln aus Plastik‘ ist damit ein prickelndes Sachbuch und theoretisch fundiert Erzählung zugleich. Und eine Einladung zum Verständnis. … Nun, jenseits solcher Argumente verdient ‚Muskeln aus Plastik‘ Beachtung schlicht deshalb, weil das Buch berührt, neue Zusammenhänge erschliesst und die Empathie seines Publikums trainiert – also tut, was gute Literatur eben tut.“ Thomas Stauder, Luzerner Zeitung, 5.10.24

Produktdetails

Verkaufsrang

22485

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.10.2024

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,8/12,9/2,5 cm

Gewicht

332 g

Farbe

Aubergine

Auflage

3

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28003-8

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

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  • Zauberberggast

    aus München

    5/5

    11.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Worte finden für den Schmerz

    “Ich hätte lieber Schmerzen gehabt, die positive Aufmerksamkeit brachten; einen Knochenbruch, eine Platzwunde; stattdessen wurde ich früh mit den Stigmata langsamer Erkrankungen versehen; Neurodermitis, Depression, Migräne, Allergien.” (S. 99) Wenn ein junger Mensch von einer nach außen nicht sichtbaren, chronischen Krankheit betroffen ist, dann wohnt dieser Tatsache eine besondere Tragik inne, die abgekoppelt existiert von der allgemeinen Tragik, die jede schwere Krankheit mit sich bringt. Selma Kay Matter (1998 geboren), Autor*in von “Muskeln aus Plastik”, ist von vielen solcher Krankheiten betroffen, die deren Leben bestimmen. Matter ist seit Kindheit chronisch krank, das Buch beginnt als dey nach einer Corona-Erkrankung auf das "Fatigue-Syndrom" und/oder auf Long Covid untersucht wird. “Muskeln aus Plastik” ist ein hoch intellektueller Text, gespickt mit Zitaten und Querverweisen, voller Fußnoten, Quellenangaben und spezieller Begrifflichkeiten, von denen ich viele erstmal nachschlagen musste. Die Kapitel haben unterschiedliche Schwerpunkte, manche sind surreal, manche sehr intellektuell-wissenschaftlich, oft erkennt man in den dialogisch geprägten Abschnitten deren Profession als Dramatiker*in. Der autobiografische Fokus: Das Aufwachsen in privilegierten Verhältnissen in der Schweiz, die Weiterentwicklung hin zu einem unabhängigen Leben in Berlin, das Bedürfnis nach Care und körperlicher Zuwendung, Transidentität. Ist es ein autofiktional-literarisches Sachbuch? Vielleicht am ehesten. Der Text inspiriert jedenfalls, er animiert mich dazu, weiter zu denken: Der Körper als Gefängnis, Schillers Aussage: “Es ist der Geist, der sich den Körper baut.” Dey setzt sich zum Beispiel mit dem Wesen des Schmerzes auseinander: "Alles ist im Verhältnis zum Schmerz” (S. 93). Selma Kay Matter macht sich komplett nackt vor uns Lesenden. Dey verhüllt sich selbst nicht, indem dey sich in eine literarische Persona zurückzieht und lediglich den Anschein eines autofiktionalen Einflusses geltend macht. Nein, dieses Buch ist - so nennt dey es in den Fußnoten - kein Roman, sondern ein “Essay”. Ich würde sagen, es ist ein experimenteller schriftstellender Versuch, sich die eigene Krankheit, die deren ganzes Wesen bestimmt, komplett zu erklären. Dey sagt zum Beispiel: “Seit ich Schmerz empfinde, sehne ich mich nach einer Sprache dafür.” (S. 94) Matter schreibt über die Einsamkeit des Schmerzes, über die Dramen, die sich im eigenen Inneren einer kranken Person abspielen. Dey schreibt über den Wunsch, sich mitzuteilen und die Unmöglichkeit, dies jemals komplett zu erreichen. Schmerzempfinden ist sprachlos. Und dennoch ist das vorliegende Buch ein Versuch, den Schmerz zu teilen, ihn sichtbar zu machen. Auch ist es eine Möglichkeit der Verweigerung des eigenen Daseins in der Schriftlichkeit, schließlich hadert Selma Kay an mehreren Stellen im Buch mit der eigenen Vergänglichkeit: “Vielleicht ist das auch, warum ich schreibe: um das Geschehen zu zwingen, bleibende Spuren zu hinterlassen, anstatt spurlos in der Ewigkeit zu verschwinden.” (S. 51) Natürlich sind Geschlechtsidentität und Sexualität auch immer auf den Körper bezogen und wichtige Themen in “Muskeln aus Plastik”. Matter bezeichnet sich selbst als “nicht binäre trans* Person” (S. 202) und wir dürfen dey etwas auf deren körperlicher Transformation begleiten. Auch deren trans*Freund*innen Aron und Ilay lernen wir kennen und die warmherzige Solidarität, die zwischen diesen Menschen herrscht. Das Konzept von “Care-Arbeit” und überhaupt Care als existenziell bedeutsamer Faktor, der gesucht und so selten in seiner Vollkommenheit gefunden wird, von denen, die der Care bedürfen. Das Buch hat einen großen Mehrwert und die lesende Person geht mit Sicherheit klüger raus als am Anfang. Ein philosophisches Buch mit schweren Themen, das dennoch eine gewisse Leichtigkeit ausstrahlt. Eine Empfehlung für alle, die sich mit der Dichotomie von Krankheit und Gesundheit sowie dem Wesen des Schmerzes näher auseinandersetzen möchten.

  • Emilie

    aus Münster

    4/5

    12.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ikea-Filiale ohne Ausgang

    Selma Kay Matters schreibt mit einer beeindruckenden Ehrlichkeit über chronische Krankheit, Post-Covid, Transness und queere Lust, die eine*n sofort in den Bann zieht. Ich war total begeistert!

  • Bewertung

    4/5

    29.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Identitätsgedanken

    ein Text voller Texte. So real und aktuell wie kaum etwas anderes. Selma Kay Matter steht auf der Schwelle von Sachbuch und autokfitionalem Roman und erzählt vom Leben als chronisch kranke trans Person, von Identität und Schmerz und der Vermischung von beidem.

  • Bewertung

    aus Freiberg

    2/5

    09.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Meinen großen wortlosen Schmerz...." - Heftiges Thema, Umsetzung konnte mich leider nicht berühren

    In „Muskeln aus Plastik“ von Selma Kay Matter geht es um Kay. Kay kämpft mit den Folgen von Long Covid, in der Kindheit gab es auch schon andere Krankheiten, unter anderem Magersucht, was auch bis jetzt noch das Leben beeinflusst. Außerdem ist Kay trans und queer. Und hat Schmerzen, fast schon das ganze Leben lang. “Ich hätte lieber Schmerzen gehabt, die positive Aufmerksamkeit brachten; einen Knochenbruch, eine Platzwunde; stattdessen wurde ich früh mit den Stigmata langsamer Erkrankungen versehen; Neurodermitis, Depression, Migräne, Allergien.” Das Buch beschäftigt sich mit chronischer Erkrankung und mit Transness/Queerness, und es geht auch um dier Art und Weise, wie unsere Gesellschaft über „gesunde“ Körper nachdenkt und spricht. "Ich frage, ob es überhaupt etwas anderes gibt als die bloße Abwesenheit von Schmerzen. Ich meine eine Art Nicht-Schmerz, der mehr ist als ein Negativ." Ich finde es einigermaßen schwer dieses Buch zu bewerten, da es offensichtlich autofiktional bzw. (großteils) autobiografisch ist. Das Thema an sich ist heftig und das Buch sehr persönlich. Die Umsetzung konnte mich jedoch leider nicht wirklich begeistern. Ich fand das Buch sehr, sehr anstrengend zu lesen. Schon der Schreibstil an sich ist nicht einfach, dazu störte für mein persönliches Empfinden die Tatsache, dass ständig zwischen Deutsch und Englisch gewechselt wird, zwar meist mit Übersetzung; aber fast jede Seite enthielt zudem zahlreiche Fußnoten, die das Lesen sehr anstrengend machten. Ich hatte mir das Buch wahrscheinlich anders vorgestellt bzw etwas anderes erwartet. So bleibt zu sagen, dass das eine heftige persönliche Lebensgeschichte ist, die mich als Roman jedoch nicht wirklich überzeugen konnte. Vielleicht ist es auch mehr als Essay zu betrachten. So oder so fiel es mir leider sehr schwer, Sympathien bzw. Nähe zur*zum Autor*in herzustellen. Dennoch meine Hochachtung, dass trotz einer chronischen Erkrankung die Umsetzung dieses Buches möglich war. "Dieser Text beziehungsweise der Umstand, dass er noch nicht fertig ist, gehört definitiv zu den Dingen, die mich in den besonders aussichtslosen Phasen meiner Erkrankung davon abgehalten haben, die Hoffnung komplett aufzugeben. Darauf, dass ich nicht doomed bin. Darauf, dass es irgendwo für mich eine Zukunft gibt, in der mein Leben okay ist."

  • CK

    aus Raum Stuttgart

    2/5

    09.03.2025

    eBook (ePUB)

    "Meinen großen wortlosen…

    "Meinen großen wortlosen Schmerz...." - Heftiges Thema, Umsetzung konnte mich leider nicht berühren In „Muskeln aus Plastik“ von Selma Kay Matter geht es um Kay. Kay kämpft mit den Folgen von Long Covid, in der Kindheit gab es auch schon andere Krankheiten, unter anderem Magersucht, was auch bis jetzt noch das Leben beeinflusst. Außerdem ist Kay trans und queer. Und hat Schmerzen, fast schon das ganze Leben lang. “Ich hätte lieber Schmerzen gehabt, die positive Aufmerksamkeit brachten; einen Knochenbruch, eine Platzwunde; stattdessen wurde ich früh mit den Stigmata langsamer Erkrankungen versehen; Neurodermitis, Depression, Migräne, Allergien.” Das Buch beschäftigt sich mit chronischer Erkrankung und mit Transness/Queerness, und es geht auch um dier Art und Weise, wie unsere Gesellschaft über „gesunde“ Körper nachdenkt und spricht. "Ich frage, ob es überhaupt etwas anderes gibt als die bloße Abwesenheit von Schmerzen. Ich meine eine Art Nicht-Schmerz, der mehr ist als ein Negativ." Ich finde es einigermaßen schwer dieses Buch zu bewerten, da es offensichtlich autofiktional bzw. (großteils) autobiografisch ist. Das Thema an sich ist heftig und das Buch sehr persönlich. Die Umsetzung konnte mich jedoch leider nicht wirklich begeistern. Ich fand das Buch sehr, sehr anstrengend zu lesen. Schon der Schreibstil an sich ist nicht einfach, dazu störte für mein persönliches Empfinden die Tatsache, dass ständig zwischen Deutsch und Englisch gewechselt wird, zwar meist mit Übersetzung; aber fast jede Seite enthielt zudem zahlreiche Fußnoten, die das Lesen sehr anstrengend machten. Ich hatte mir das Buch wahrscheinlich anders vorgestellt bzw etwas anderes erwartet. So bleibt zu sagen, dass das eine heftige persönliche Lebensgeschichte ist, die mich als Roman jedoch nicht wirklich überzeugen konnte. Vielleicht ist es auch mehr als Essay zu betrachten. So oder so fiel es mir leider sehr schwer, Sympathien bzw. Nähe zur*zum Autor*in herzustellen. Dennoch meine Hochachtung, dass trotz einer chronischen Erkrankung die Umsetzung dieses Buches möglich war. "Dieser Text beziehungsweise der Umstand, dass er noch nicht fertig ist, gehört definitiv zu den Dingen, die mich in den besonders aussichtslosen Phasen meiner Erkrankung davon abgehalten haben, die Hoffnung komplett aufzugeben. Darauf, dass ich nicht doomed bin. Darauf, dass es irgendwo für mich eine Zukunft gibt, in der mein Leben okay ist."

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