Nach langer Zeit ist Elias der erste Mann, den Clara wirklich näher kennenlernen will. Und Elias stellt erstaunt fest, dass er sich bei Clara nicht ständig an einen anderen Ort wünscht. Sie genießen die ersten gemeinsamen Wochen in vollen Zügen. Stück um Stück erfahren sie mehr voneinander. Alles scheint zu passen, auch die vorherigen Leben. Dennoch macht der Altersunterschied der älteren Clara Angst. Elias wiederum weiß nicht so recht, wie man im Leben zu etwas steht, denn als Schauspieler versteht er es, sich immer wieder aus der Wirklichkeit ins Spiel zu retten. Als Clara ein Jobangebot in einer anderen Stadt annimmt, kommt es zum ersten Konflikt, denn sie will auf keinen Fall eine Fernbeziehung führen. Elias kann sich nicht sofort entscheiden, mit ihr zu gehen. Voller Wut trennt sie sich kurzerhand von ihm. Eine voreilige Entscheidung, wie sie bald feststellt, denn als Elias‘ Ex-Freundin sich mit Nachrichten von ihm meldet, gerät ihr ganzes Leben ins Wanken …
»Ewald Arenz ist erneut ein wunderbares Buch gelungen. Feinfühlig erzählt er in ›Die Liebe an miesen Tagen‹ von großen, wilden Gefühlen.« ANDREA GERK, NDR KULTUR
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Pfitzipfei
aus Niederbayern
5/5
19.09.2025
Buch (Taschenbuch)
"Mut zum Jetzt: Eine behutsame Liebesgeschichte im Wandel"
nhaltsangabe (spoilerfrei)
Clara und Elias begegnen sich und spüren sofort eine tiefe Nähe. Doch ihr Weg ist von realen Konflikten geprägt: bestehende Bezüge, vergangene Verletzungen und die Frage, wie viel Nähe zwei Menschen zulassen können, wenn das Leben weiterzieht. Gemeinsam navigieren sie durch Zweifel, Krisen und stille Momente der Nähe, entdecken, wie Liebe auch in späteren Jahren wachsen kann, wenn man den Mut hat, ehrlich zu sich selbst und zum anderen zu stehen.
Warum lesen?
Arenz’ feine Menschenkenntnis und empathische Sprache ziehen den Leser hinein in eine Welt, in der Liebe mehr bedeutet als Herzklopfen. Der Roman behandelt Lebensfragen jenseits der Jugendliebe: Mut zum Neuanfang, der Umgang mit Verlusten, das Älterwerden – und dass Nähe manchmal das Einfachste ist, wenn man ehrlich bleibt. Er macht Mut, ohne zu überfordern, und bleibt lange im Gedächtnis.
Für wen geeignet?
Für alle, die ruhige, ehrliche Liebesgeschichten schätzen, die das Leben in all seinen Farben zeigen: Midlife, Veränderungen, Hoffnung, Abschiedsschmerz und der Moment, in dem Nähe wieder Wärme schenkt.
Autor/Verlag
Autor: Ewald Arenz
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG
Mein persönliches Abschluss-Resume
Dieses Buch hat mich tief gepackt: Es zeigt, wie leise Geschichten laut werden, wenn Herz und Alltag sich begegnen. Wenn du Lust auf eine Stadt der Gefühle hast – ehrlich, nahbar und ohne Schnickschnack – dann ist dieser Arenz genau richtig für Dich.
BarbaraM
5/5
05.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Meisterwerk voller Gefühl…
Ein Meisterwerk voller Gefühl Als begeisterter Leser von Ewald Arenz war ich gespannt auf seinen Roman Die Liebe an miesen Tagen. Der Autor, bekannt für seine einfühlsamen Erzählungen, hat erneut eine Geschichte geschaffen, die tief berührt. Arenz gelingt es meisterhaft, die leisen Töne des Lebens einzufangen und in Worte zu fassen. Sein Schreibstil ist einfühlsam, präzise und dennoch poetisch – eine Kombination, die mich in jedem seiner Bücher aufs Neue fasziniert. In diesem Roman erzählt Arenz die Geschichte von Clara und Elias, zwei Menschen in der Lebensmitte, die sich in einem Wochenendhaus begegnen. Clara, eine Fotografin, kümmert sich um ihre demente Mutter, während Elias als Schauspieler lebt und mit den Herausforderungen des Älterwerdens ringt. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, getragen von gegenseitigem Respekt und einer tiefen emotionalen Verbindung. Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Authentizität der Charaktere. Arenz gelingt es, ihre inneren Konflikte und Wünsche so darzustellen, dass sie für mich als Leserin nachvollziehbar und berührend waren. Die Dialoge zwischen Clara und Elias sind lebendig und oft von einem feinen Humor durchzogen, der die Schwere der Themen auflockert. Ein weiterer Höhepunkt des Romans sind die Nebenfiguren. Claras demente Mutter, ihr Bruder Jan und Elias’ Tochter – sie alle tragen zur Tiefe der Geschichte bei und zeigen, wie das Leben in all seinen Facetten erzählt werden kann. Für mich ist Die Liebe an miesen Tagen ein weiteres gelungenes Werk von Ewald Arenz, das zeigt, warum ich seine Bücher so schätze. Es ist ein Roman über Liebe, Verlust und die kleinen Momente des Glücks – und das alles erzählt mit der gewohnten Feinfühligkeit des Autors.
Bewertung
5/5
17.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Mitten im Leben
Diesmal nimmt uns Ewald Arenz mit in das Leben zweier Menschen, die mitten im Leben stehen, beide schon Beziehungen hatten und doch merken, diesmal ist es anders.
Doch das Leben kommt auch hier dazwischen. Beide haben Familie, Eltern, die alt werden, Kinder und Partner aus früheren Beziehungen, Verletzungen und Vorstellungen wie es zu sein hat, wie eine Beziehung funktionieren kann.
Der Schreibstil war sehr schön. Man spürt wie sehr der Autor mit seiner unmittelbaren Heimat verbunden ist.
Azyria Sun
5/5
24.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Philosophisch, emotional,…
Philosophisch, emotional, unterhaltsam Worum geht’s? Clara ist Witwe und lebt in ihrer eigenen Welt. Sie hat kaum Freunde und nach dem Tod ihres Mannes auch kein Interesse an neuen Männerbekanntschaften. Bis Elias in ihrem Leben auftaucht. Alles scheint perfekt, doch dann kommen der Alltag und mit ihm seine Herausforderungen. Meine Meinung: Von Ewald Arenz habe ich wirklich schon viel gehört und wollte daher schon lange einen seiner Romane lesen. „Die Liebe an miesen Tagen“ war schließlich das Buch meiner Wahl und ja, ich kann mich den positiven Stimmen nur anschließen! Das Buch war einfach wundervoll. Schon allein sein Sprachniveau und wie er mit Worten, Bildern und Emotionen gespielt hat, ist wirklich außergewöhnlich. Und natürlich seine Charaktere, allen voran Clara und Elias. Er hat es geschafft, innerhalb kürzester Zeit Menschen zum Leben zu erwecken, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind. Jede Person ein absolutes Individuum. Als wären sie von unterschiedlichen Autoren geschrieben worden. Aber es war nur einer, der es geschafft hat, so vielseitige Charaktere entstehen zu lassen, mit ihren ganz eigenen Ecken und Kanten, positiven und negativen Zügen und man musste sie alle einfach ins Herz schließen. Ganz toll fand ich auch Elias Tochter Jule, ein ganz außergewöhnliches Mädchen! Natürlich haben wir das komplette Spiel an Emotionen einer großen Liebe vom ersten Kennenlernen bis über die ersten Alltagsherausforderungen hinaus. Aber beeindruckend war auch, wie der Autor daneben von Claras dementer Mutter geschrieben hat. Ich gebe zu, die Sätze, die sie von sich gibt, haben mich mit den Protagonisten lachen lassen, so traurig es auch ist, die fortschreitende Demenz mitzuerleben. Ich weiß gar nicht, was ich viel sagen kann, ohne irgendetwas vorwegzunehmen. Das Buch ist einfach ein wundervoller Wohlfühlroman, der viele philosophische Diskussionen hat. Ein Buch, das mich immer wieder nachdenklich gemacht hab. Ein Buch von großen Gefühlen, der positiven wie negativen. Und ein Roman, der das alles so intensiv transportiert hat, dass es mir wirklich beim Lesen unter die Haut ging! So kurzweilig und unterhaltsam die Lektüre war, so nachhaltig ist das Buch doch noch immer in mir am Arbeiten. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung und ich möchte unbedingt mehr von Herrn Arenz lesen! Fazit: Dieser Roman hat es wirklich in sich. In „Die Liebe an miesen Tagen“ hat es der Autor geschafft, nicht nur absolut außergewöhnliche und einzigartige Charaktere zu erschaffen, sondern er hat mir das Buch richtiggehend unter die Haut geschrieben. So intensiv waren die Eindrücke und Emotionen, die aus den Worten und zwischen den Zeilen hervorkamen. Die Demenz von Claras Mutter, die Liebe und die Probleme zwischen ihr und Elias. Der Alltag, die Gefühle, Freude, Leid, alles war da. Alles war intensiv. 5 Sterne von mir – das Buch ist einfach genial und ein absolutes Lese-Muss!
Bewertung
4/5
09.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Problempaar mit Potential
„Ich will eine richtige Liebe,
keine Affäre
und keine Quality Time
alle vier Wochen mal.“
So faucht es aus Clara heraus. Mitten in der Geschichte. Sie spricht Klartext. Immer. Als wäre sie dies ihrem Namen schuldig: „Klar sein.“
Sie hat soeben mit Elias gebrochen. Da ist ihre frische Liebe gerade mal sechs, sieben Wochen alt. Nach Rissen in beider Beziehungsbiografien. Eine Herzensallianz, so resümiert Elias‘ Tochter Jule, die bei ihrer Mutter lebt, „wie zwei gebrochene Hälften, die jemand wieder zusammenfügt, und dann sieht man die Risse fast nicht mehr, so genau passen sie zusammen.“
Clara und Elias
Sie Ende vierzig, "attraktiv. Auf eine herbe, verschlossene Weise." Er noch keine vierzig, "sehr charmant", "sehnig", "alle Muskeln wie zum Gebrauch, nicht zum Herzeigen." Ein ungleiches Paar, wie Clara anfangs befürchtet. Wie weggefegt, ihr gefühlter Altersunterschied, als sich aus dem „Prickeln der Fremdheit“ zu Beginn ihrer Geschichte sehr bald „eine Spannung zwischen ihren Körpern“ entwickelt, „die nach Entladung verlangt“, bis beide „in Liebe fallen“. Falling in love. Clara hält’s mit der englischen Version. Auf Deutsch klingt "sich verlieben" für sie zu gefährlich - wegen der destruktiven Vorsilbe ver-. Verfall, Verrat, Verdammnis. Also gilt für sie: „Nichts Halbes“. „So eine Liebe oder keine.“ Die Leichtigkeit ihres Anfangs erhält dosierte Würze durch die witzige Ironie ihrer Dialoge.
Das Bett ist nicht das Ende der Geschichte.
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