Grau ist eine Farbe.Grau ist eine Lebensform.Und keine Stadt versteht grau so schön wie Hamburg. Das erfährt Jan schon sein halbes Leben. Wie kann es sein, dass in einer Stadt, die ihre Kulturszene feiert, Schicksale wie sein eigenes zugrunde gehen? Bier ist sein engster Freund, während er die Veränderungen um sich herum mit ungesunder Skepsis beobachtet. Es ist ein einsames Leben, aber er liebt die rohe Realität darin. Wenn nicht eines Tages drei Begegnungen ihn aus seiner vertrauten Umgebung reißen und in neue Welten abtauchen ließen. Wie viel kann ein Künstler aushalten, bevor sich fremde Farben in sein Leben mischen?
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
07.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Kurzweiliger Lesegenuss
Das Buch habe ich in kurzer Zeit gelesen.
Die Geschichte fängt schnell an und man befindet sich unmittelbar im Grossstadtleben Hamburgs, zwischen der Zerrissenheit und Lebenserfahrung junger Menschen. Diese Ambivalenz kann ich gut nachvollziehen. Die Story bleibt spannend bis zum Schluss. Bleibt zu hoffen bald mehr von der Newcomerin zu lesen
Bewertung
5/5
24.04.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Seele einer Stadt zwischen Buchseiten eingefangen
Grau ist eine Farbe ist das erste Story.one Buch, das ich gelesen habe. Und der stolze Preis für die wenigen Seiten ist in diesem Fall völlig gerechtfertigt. Marie Herwegh schafft es, mit wenigen Worten die Seele einer Stadt einzufangen, die Zerrissenheit zwischen Kunst, Freiheit und (finanziell) Überleben darzustellen, die in Hamburgs Gegensätzen augenscheinlich wird.
Wir folgen Jan, einem desillusionierten Maler/Fotografen irgendwo zwischen Absturz und romantisiertem Künstlerdasein, der sich mit Veränderungen auseinander setzen muss, die sich ergeben. Die Charaktere werden auf wenigen Seiten lebendig, sind unvollkommen wie im echten Leben und alle auf ihre Art zwischen Zerbrochenheit, Hoffnung und Fehlern unterwegs. Jan ist nicht unbedingt sympathisch, er ist teilweise selbstgerecht, teilweise selbstmitleidig aber einfach so ECHT, dass ich mir sofort vorstellen könnte, dass er wirklich zu früher Morgenstunde in einer Bar neben mir sitzt und ein Astra in der Hand kreisen lässt. Und genau deshalb fiebert man mit ihm mit und lernt, grau ist eine Farbe und grau ist alles von trostlos bis hoffnungsvoll.
Das Buch ist beim Thalia Storyteller Award bei den Local Stories Hamburg unter den Gewinnern und das für mich vollkommen zurecht.
Danke Marie für den Lesegenuss, das Hamburg to go Feeling. Ich freue mich auf alles, was da noch kommen mag. Von meinem iPhone gesendet
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