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Wie meine Familie das Sprechen lernte Roman | Debüt | Ein Familienepos mit literarischer Strahlkraft

8

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.10.2024

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,1/12,4/3,1 cm

Gewicht

368 g

Farbe

Seidengrau / Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-312-01334-0

Beschreibung

Rezension

»Der Roman füllt viele dieser Lücken. Fordert aber auch dazu auf, selbst zu recherchieren – und sich zu erinnern.« ("Aachener Zeitung")
»In Anbetracht der rasanten Geschwindigkeit, mit der in der Türkei Geschichte über- und neu geschrieben wird, ist dieser präzise erzählte Familienroman auch politisch hochaktuell.« ("SWR2 lesenswert")
»Was für eine Befreiung dieser Roman, toll geschrieben, holt ihn euch bitte!« ("Radio Bremen Cosmo")
»Leyla Bektaș begibt sich in die Leerstellen, die Fragen, den Schmerz und die Rätsel. Ihre Sprache ist klar [...], eine Geschichte, die erzählt werden muss.« ("rosalux")
»Leyla Bektaş erzählt die Familiengeschichte zwischen Köln, Istanbul und Ankara nicht chronologisch und damit umso spannender mehrperspektivisch.« ("Buchkultur")
»Sie erzählt eindringlich, formuliert klare, manchmal protokollarisch anmutende Sätze, die oft von einer feinen Melancholie durchdrungen sind.« ("Weser Kurier")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.10.2024

Verlag

Nagel & Kimche

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,1/12,4/3,1 cm

Gewicht

368 g

Farbe

Seidengrau / Bordeaux

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-312-01334-0

Herstelleradresse

Nagel & Kimche
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

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  • Marielle_liest

    5/5

    21.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Schweigen und dem unbändigen Wunsch, zu verstehen

    Die Hauptfigur Alev nimmt uns mit auf eine Reise durch Generationen. Es ist die Geschichte ihrer alevitischen Familie, die sich über Länder, Sprachen und Schweigen hinweg verbinden muss. Ein Schweigen, das nicht nur aus persönlichen Ängsten, sondern aus historischen Wunden geboren wurde. Was ich in diesem Buch gelernt habe: In der Türkei waren die Aleviten gezwungen, sich zu verstecken – ihre Identität, ihre Religion, ihre reine Existenz. Das Schweigen wurde mehr und mehr zur Überlebensstrategie. Zu sprechen bedeutete Gefahr: Ausgrenzung, Unterdrückung, manchmal sogar T0d. Dieses Schweigen hat sich in die Seelen ganzer Generationen eingebrannt, auch in jene, die längst in einem anderen Land lebten. Warum ich das nicht mehr vergessen werde: Die Autorin schafft Verständnis und erzählt die bedeutungsvollen geschichtlichen Ereignisse in verschiedenen Zeitebenen so bewegend und fesselnd aus den Augen von Alev und ihrer Familie, dass ich es beim Lesen mitfühlen und miterleben kann. Alevs Vater ist ein Mann, der seine Worte bewacht wie einen Schatz, den er nicht verlieren will. Und Alev selbst wächst mit deutscher Mutter und türkischem Vater zwischen den Welten auf – zwischen Schweigen und dem unbändigen Wunsch, zu verstehen. Alev zeigt uns, wie sich dieses Schweigen anfühlt: schwer, drückend, oft unüberwindbar. Doch sie zeigt auch, wie es durchbrochen werden kann – durch Menschen, die fragen. Durch Antworten, die heilen - einfach nur, weil sie Bewusstsein schaffen. Durch Geschichten, die erzählt werden müssen, damit sie nicht verloren gehen. Große Leseempfehlung für alle, die verstehen wollen, wie sich Schweigen anfühlt – und wie befreiend es sein kann, die Wahrheit auszusprechen. Für alle, die überzeugt werden möchten, dass wir uns nur durch das Erinnern verändern können, dass es immer einen Grund gibt für Migration oder Flucht und dass nur Aufarbeitung und Toleranz Gerechtigkeit bringen. Ich bin so dankbar für diese wertvolle und spannende Buch!

  • Bewertung

    5/5

    16.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, das tief berührt

    Dieses Buch hat mich tief berührt und ich hatte mehrmals Gänsehaut. Besonders bei den Abschnitten über die Massaker von Sivas und Maraş konnte ich die Tränen kaum zurückhalten. Es freut mich besonders, dass mein Sohn das Buch ebenfalls liest. Es gibt ihm die Möglichkeit, einen tiefen Einblick in die alewitische Geschichte zu gewinnen – ein Thema, das oft im Schatten steht, aber so wichtig ist, um die eigene Identität und Geschichte zu verstehen. Dieses Buch ist nicht nur ein Werk der Erinnerung, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Weitergabe unserer Geschichte an die nächste Generation. Absolut empfehlenswert!

  • Bewertung

    5/5

    10.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Alewitische Geschichte

    Dieses Buch hat mich sehr berührt. Onkel Cem liegt im Sterben und Alev setzt sich mit ihrer Familiengeschichte auseinander, noch kann sie fragen Sie traut sich endlich Fragen zu stellen. Früher hat sie jeden Sommer ihre türkische Familie besuchte, Sie fragt, warum ihr Vater nach Deutschland ausgewandert ist. Sie lernt langsam mehr über die Lage der Aleviten in der Türkei. Vor allem lernt sie über die politische Lage nach dem Putsch von 2016. Dieses Buch zeigt, zu was der Diktator der Türkei bereit ist zu tun, ganze Volksgruppen ermorden.

  • Bewertung

    5/5

    06.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    großartiges Buch voller wichtiger Einblicke in die türkische und alevitische Geschichte

    „Behalte für dich, was du gesehen hast, und sprich nicht über Dinge, die du nicht gesehen hast“ – dieses alevitische Sprichwort zieht sich wie ein roter Faden durch Leyla Bektaş' berührendes Debüt. Die Geschichte beginnt mit Alevs Onkel Cem, der 2017 im Krankenhaus in Istanbul im Sterben liegt. Diese dramatische Situation zwingt Alev dazu, sich mit ihrer (alevitischen) Familiengeschichte auseinanderzusetzen und Fragen zu stellen, die lange im Dunkeln geblieben sind. Alev, die in Köln lebt und jeden Sommer ihre türkische Familie besucht hat, begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit. Sie fragt sich z.B., warum ihr Vater als linksaktivistischer Student in den siebziger Jahren nach Deutschland emigrierte. Während sie Antworten auf ihre Fragen sucht, spitzt sich gleichzeitig die politische Lage in der Türkei nach dem gescheiterten Putschversuch 2016 zu. Die Autorin verwebt geschickt die Geschichte dieser Familie mit der politischen Geschichte eines Landes und beleuchtet dabei den Umgang mit religiösen und politischen Minderheiten. Alevs innere Konflikte spiegeln sich wider: Sie fühlt sich oft nicht eng mit der türkischen Kultur verbunden, spricht die Sprache nicht fließend und kämpft mit ihrem Identitätsgefühl als Deutsch-Türkin. Es ist ein ständiges Ringen um Zugehörigkeit – einerseits ist sie stolz auf ihre Wurzeln, andererseits wird sie oft auf ihr Türkischsein reduziert. Besonders beeindruckt hat mich, wie Alev Stück für Stück lernt, zuzuhören und das Schweigen ihrer Familie zu brechen. Mithat, ihr Vater, hat nie offen über seine Erfahrungen gesprochen – ähnlich wie viele Angehörige der Kriegsgeneration. Alev lernt nicht nur von ihren Verwandten, sondern auch über sich selbst. Die Erzählweise ist einfühlsam und vermittelt historische Zusammenhänge in kleinen Häppchen. So entsteht ein vielschichtiges Bild der türkischen Geschichte. Das Buch hat mir viele neue Perspektiven eröffnet und mich oft betroffen gemacht. Ich habe festgestellt, wie wenig ich über die Situation der Aleviten wusste und wie stark Diskriminierung ganze Menschengruppen betreffen kann, ohne dass man es selbst so extrem wahrnimmt. Auch Alevs Erfahrungen in Deutschland sind mir bekann und ich kenne den Druck, eine Meinung zu aktuellen politischen Entwicklungen zu haben. Der Roman zeigt auch nochmal, dass nicht nur "klassische Gastarbeiter*innen" nach Deutschland kamen. In vielen Momenten wünschte ich mir, ich hätte meinem eigenen Vater besser zugehört und seine Geschichten aufgeschrieben – so wie es Leyla Bektaş mit ihrer Protagonistin tut. „Wie meine Familie das Sprechen lernte“ ist ein großartiges Buch voller wichtiger Einblicke in die türkische und alevitische Geschichte. Es hat mich dazu angeregt, mehr über meine eigene Herkunft nachzudenken und zeigt eindrucksvoll, wie bedeutend es ist, Geschichten zu erzählen. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!

  • ancla_books4life

    aus Schwerte

    4/5

    01.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Genau so!

    **** Worum geht es? **** Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen: in den 1970er Jahren zur Zeit der Einwanderung und in der Gegenwart, im Jahr 2017. Im Mittelpunkt steht die politische Verfolgung, die einen Teil der Familie nach Deutschland brachte, wo sie das Gefühl der Freiheit erlebten. Der andere Teil der Familie blieb in der Heimat und war Diskriminierungen ausgesetzt. Die heutige Generation lebt in Deutschland und befindet sich in einem Zwiespalt, da sie sich weder ganz mit der deutschen Gesellschaft noch mit ihrer Herkunft identifizieren kann. **** Mein Eindruck **** Das Buch gab tiefe Einblicke in die Kultur und Entwicklung von eingewanderten Deutsch-Türken und förderte das Verständnis für ihre Erfahrungen. Der Einstieg fiel aufgrund der vielen Charaktere und Namen anfangs schwer, aber es lohnte sich, dranzubleiben. Ein versteckter Stammbaum am Ende half, die Verbindungen besser zu verstehen. Der Wechsel der Erzählerperspektiven fügte der Erzählung eine interessante Dynamik hinzu. Während die Geschichte meist aus der Perspektive wechselnder Charaktere erzählt wurde, gab es auch Schlüsselszenen aus der Ich-Perspektive. Das Ende war stimmig und bot beiden Generationen ein Happy End. Der Erzählstil wirkte stellenweise sprunghaft, aber das beeinträchtigte nicht die Tiefe der Geschichte. Der Schreibstil war flüssig, und die Entwicklung der Familie über mehrere Generationen hinweg war fesselnd. Besonders gelungen war die "Own-Voice"-Erzählweise, die den Charakteren Authentizität verlieh und die Geschichte lebendig machte. **** Empfehlung? **** Ein fesselndes Buch für alle, die sich für Einwanderungsgeschichte, kulturelle Identität und Generationenkonflikte interessieren.

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