Es sollte der perfekte Urlaub werden ... Einst waren Tilda und die beiden ungleichen Schwestern Imogen und Beck unzertrennlich, 20 Jahre später haben sie sich auseinandergelebt. Nachdem Imogen einen traumatischen Angriff überlebt hat, schlägt Beck vor, gemeinsam den Grand Canyon zu durchwandern, um wieder zueinanderzufinden. Eine Woche in der Einsamkeit der Natur ist genau das, was sie brauchen. Doch bald kommt es zu Spannungen: Ihre gemeinsame Vergangenheit ist nicht vergessen. Als Vorräte verschwinden, wird klar, dass alte Geheimnisse nicht das Einzige sind, von dem sie verfolgt werden. Die drei Frauen müssen ums Überleben kämpfen - gegen etwas Unbeschreibliches, das ihnen auf den Fersen ist. Ein neuer anspruchsvoller Thriller der gefeierten Autorin des Bestsellers BABY TEETH. Publishers Weekly: »Bis zur letzten Zeile traut sich der Leser nicht zu blinzeln.« Entertainment Weekly: »Erschreckend ... Zoje Stage ist eine Meisterin der psychologischen Spannung.« BookPage: »Ein wirklich teuflischer Thriller.«
Zoje Stage (ZOH-yuh) ist Filmemacherin und liebt das Unheimliche. BABY TEETH, ihr erster Roman, wurde ein internationaler Bestseller und für den Bram Stoker Award nominiert. Die New York Times nannte sie »eine Autorin mit einer Begabung für das Lyrische und Beängstigende«. Zoje lebt mit ihren Katzen in Pittsburgh, Pennsylvania. https://zojestage.blogspot.com/
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Die Wildnis ist gefährlich...
Blaxy87 aus Hannover am 28.04.2024
Bewertungsnummer: 2189011
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Ich tue mich ja hier und da mal schwer mit Büchern, in denen das Hauptaugenmerk auf Frauen ausgelegt ist. Nicht selten rollte ich mit meinen Augen, empfand die Protagonistin schlichtweg als dumpf und voller Klischees.
"Get Away" bietet nun gleich drei Frauen an der Front - ich war mir unsicher, ob ich das verkraften würde, zumal mich Zoje Stages gefeiertes Erstlingswerk "Unschuldsengel" wenig begeistert hatte..
Aber ☝️ Aber die Geschichte von Imogen, ihrer Schwester Beck und deren gemeinsame Freundin Tilda zieht gut an.
Schon der Prolog catchte mich - der Klappentext versprach ein traumatisches Erlebnis, welches Imogen verarbeiten muss. Und damn ja - nicht nur, dass man quasi mitten ins Geschehen reingeworfen wird, die Autorin nutzt hier wenig Worte um Gefühle aufflammen zu lassen. Es baut sich eine Bindung auf.
Dann ein Zeitsprung: Imogen hat das Geschehene noch immer nicht verarbeitet, ihre Schwester drängt sie mehr oder weniger zu einer Wanderung durch den Grand Canyon wie in längst vergangenen Zeiten. Diesmal dabei die Jugendfreundin der beiden - auch in dieser Beziehung gibt Baustellen, die eine Aufarbeitung gebrauchen können.
Stage macht deutlich, dass die drei Frauen einst eine starke Bindung hatten und sich auch heute noch nahe stehen möchten. Es wird viel Wert darauf gelegt dies zu verdeutlichen - immer aus Imogens Sicht, so dass man schnell merkt: "Die junge Frau hat das Herz am rechten Fleck".
Dann geht es tatsächlich in den Canyon. Ich habe zwar weder "Der große Trip - Wild" gelesen oder gesehen, durch dessen Hype aber viel von der Heilsamkeit einer Wanderung durch die Wildnis gehört. Auch diese Thematik wird hier sehr intensiv beschrieben.
Mir wurden die Beschreibungen der Landschaft und das medidative Wandern fast zu viel - aber da wendet sich das Blatt: Das Trio ist nicht allein in der abgelegenen Wildnis.. Und die Person, die dort lauert, hat nicht die besten Absichten..
Wer den Weg der knapp 200 Seiten geduldig gewandert ist, der wird nun belohnt: Die Spannungskurve steigt steil nach oben, man muss einfach wissen, wie es weiter geht.. Vorhersehbar? Nein! Bis zum Schluss verfolgt man Nägel kauend das Geschehen!
Gut gemacht, Miss Stage!
Das Ende war dann leider nicht mehr ganz so stark für mich. Warum? Das kann ich nicht sagen, ohne zu viel zu sagen. Man muss es also selbst herausfinden - vielleicht sind andere ja mehr überzeugt.
Dennoch ist "Get Away" auf jeden Fall lesenswert und sticht mit Spannung und einem originellem Plot hervor.
Mir hat es so gut gefallen, dass ich sogar der Fortsetzung von "Unschuldsengel", die wohl im Laufe des kommenden Jahres erscheint, noch eine Chance geben werde.
Thrillerhandlung in atemberaubender Kulisse
NiWa am 26.11.2024
Bewertungsnummer: 2350748
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Drei Freundinnen planen eine Wanderung im Grand Canyon, um wieder zueinander zu finden. Die atemberaubende Landschaft und gemeinsame Anstrengung in der Natur ist genau, was sie brauchen.
Aber plötzlich häufen sich Merkwürdigkeiten. Vorräte verschwinden, Geheimnisse kommen ans Licht und die Frauen kämpfen um ihr Überleben.
Sobald ich ein Buch von Zoje Stage lese, sind bei mir gewisse Erwartungen geweckt. Denn mit „Unschuldsengel“ hat mich die Autorin dermaßen verstört, dass sie mich sofort als Fangirl hatte. Seither halte ich Ausschau, ob ein weiterer Titel aus ihrer Feder erscheint. In letzter Zeit hatte ich gleich zweimal Glück. Denn kurz nach „Wonderland“ ist nun auch „Get away“ erhältlich.
Gleich am Anfang gibt es einen knallharten Einstieg in das Geschehen. Eine der Freundinnen, Imogen, hat ein gewalttätiges, traumatisches Erlebnis, welches von der Autorin exzellent beschrieben wird. Zuerst freut man sich mit Imogen über Freundlich- und Gutmütigkeit, um im nächsten Moment mitten in einem blutigen Massaker zu stehen.
Damit war ich sofort in der Geschichte drin und an Imogens Seite. Ich hoffte sehr, dass der weitere Verlauf des Thrillers auf der Strecke durch den Grand Canyon dementsprechend weitergeht.
Gemeinsam mit ihrer Schwester Beck und ehemals besten Freundin Tilda soll es auf Wanderung gehen, unter anderem, um das traumatische Erlebnis eingangs zu verarbeiten.
Von Beginn an merkt man, dass etwas zwischen den Freundinnen steht. Diese „Sache“ wird lange Zeit nicht angesprochen und als vergangener Einschnitt in die Freundschaft empfunden. Immer wieder gibt es Andeutungen und es wird deutlich, dass zwischen Imogen und Tilda schon lange keine Verbundenheit, sondern eine tiefe Schlucht aus verwachsener Feindseligkeit besteht.
Dennoch ist es Beck ein Anliegen, gemeinsam den Grand Canyon zu erleben, wobei sie und ihre Schwester Imogen über ausreichend Erfahrung verfügen, um die anspruchsvolle Strecke zu bewältigen.
Rasch sind die drei Freundinnen im Angesicht der Schönheit der Natur gefangen. Selbst nach wiederholten Besuchen des Terrains, kommt man niemals aus dem Staunen heraus.
Die körperliche Anstrengung und die Belohnung durch die grandiose Kulisse hat die Autorin ausgezeichnet eingefangen. Sie beschreibt Emotionen und Eindrücke der Wanderinnen, wie eingeschüchtert sie von diesem Meisterwerk der Natur sind, und wie sehr der Anblick die Seele streichelt, tröstet und heilt. Einsamkeit sowie Abgeschiedenheit werden wahrgenommen, aber doch als wohltuende und entschleunigende Pause vom alltäglichen Trubel empfunden.
„An manchen Orten offenbarte einem das Universum seine Seele.“ (S. 29, eBook)
Die Waden schmerzen, manches Hindernis wurde überwunden und das imposante Antlitz der Natur bestaunt, als es zu Zwischenfällen kommt. Ein Teil des Proviants ist weg, das Gefühl, beobachtet zu werden häuft sich, und Imogen weiß nicht, ob sie dies auf ihr Trauma oder die Realität schieben soll.
Als die ersten Merkwürdigkeiten auffielen, war ich von der Geschichte hin- und weg. Es ist alles sehr gut, bildgewaltig und eindrucksvoll beschrieben. Die Landschaft, die Freundinnen, die zwischenmenschlichen Konflikte – man fühlt sich mitten im Grand Canyon mit den drei Frauen auf Wanderschaft. Es wird spannend, die Handlung zieht an und wird von einer – meiner Meinung nach – viel zu frühen Auflösung ausgebremst. Danach geht es gedämpft weiter und die Autorin konzentriert sich meinem Geschmack nach zu sehr auf die Traumata und Lebenserfahrungen der Frauen. Vergangenes wird aufgearbeitet, obwohl die Realität sehr viel Spannung und Grauen zu bieten hätte.
Selbstverständlich habe ich Mutmaßungen angestellt und mitgefiebert, ob die die Frauen jemals wieder wohlbehalten aus dem Canyon kommen. Dies war leider der einzige Punkt, der mich gut bei der Stange hielt.
Wenig überzeugend empfand ich das große Finale. Es kommt zu einer überraschenden Wende, die allerdings nicht mehr Spannung als die bisherige Geschichte zu bieten hat. Teilweise wirkte es logisch, aber nicht vollständig ausgereift auf mich. Für einen Thriller von Zoje Stage hätte ich mir einen brutaleren und gewiefteren Zugang gewünscht.
Anfangs hat mir der Roman ausgezeichnet gefallen und ich bin an den Seiten geklebt. Als die subtile Spannung nachgelassen hat, war die Luft raus. In „Get away“ steckt sehr viel Potential, doch die Spannungskurve hat kaum ausgeschlagen. Die Autorin hat die tragenden Themen der Handlung zu keinem Zeitpunkt ausgeschöpft. Als Spannungsroman in atemberaubender Landschaft ist es eine gute Lektüre, doch wer Thrill- und Gänsehaut sucht, wird nicht vollständig überzeugt werden.
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