Eine Umweltaktivistin, die allein auf einer abgelegenen Insel lebt. Eine Schwimmerin, die als erste Frau den Ärmelkanal durchquert. Eine Freibeuterin, die sich am König rächt. Auch wenn Epochen und Kontinente zwischen den Leben von Zoe Lucas, Trudy Ederle und Jeanne de Clisson liegen, verbindet sie doch eines: das Meer.In 16 packenden Kapiteln porträtiert Kerstin Ehmer »Heldinnen der Meere« aus Wissenschaft, Kunst, Sport, Kultur und Mythologie – darunter bekannte Namen wie Virginia Woolf und Elisabeth Mann Borgese, aber auch die bislang wenig wahrgenommenen Biografien der Amerikanerin Marie Tharp, die die ersten präzisen Karten des Meeresbodens zeichnete, oder der Isländerin Thurídur Einarsdóttir, die im 19. Jahrhundert als unerschrockener »Vormann« mehrerer Fischerboote ausfuhr und mit ihren Mannschaften Rekordfänge an Land brachte.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
aus Leipzig
5/5
13.06.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Starke Frauen und das Meer
Starke Frauen und das Meer
Es zieht mich im Urlaub immer ans Wasser. Egal ob Meer, See oder ein Fluss. Wenn Wasser in der Nähe ist, fühle ich mich direkt zu Hause. Daher hat mich das Buch direkt angesprochen und ich wollte es lesen.
Das Buch ist eine kleine Liebeserklärung an das Meer und an die Frauen, die ihr Leben mit und/oder darin verbracht haben. In sechzehn Porträts stellt Kerstin Ehmer Frauen aus ganz unterschiedlichen Zeiten und Lebensbereichen vor. Darunter finden sich Forscherinnen, Künstlerinnen, Schwimmerinnen, Aktivistinnen und sogar Figuren aus der Mythologie.
Besonders toll ist die Vielfalt der ausgewählten Persönlichkeiten. Einige Namen waren mir bekannt, viele andere nicht. Gerade diese neuen Entdeckungen haben das Lesen für mich so spannend gemacht. Jede Frau bringt ihre eigene Geschichte mit und zeigt eine andere Verbindung zum Meer.
Das Buch ist in vier Abschnitte gegliedert, die vom Strand bis hinunter zum Meeresgrund führen. Diese Struktur gefällt gut und schafft einen roten Faden. Die einzelnen Texte vermitteln viel Wissen und machen neugierig darauf, sich näher mit den porträtierten Frauen zu beschäftigen.
Auch optisch ist das Buch ein echtes Highlight. Die Illustrationen, die hochwertige Gestaltung und die maritime Atmosphäre machen es zu einem besonderen Schmuckstück im Regal. Man merkt, wie viel Liebe in der Gestaltung steckt.
Der Schreibstil ist sachlich,informativ und kurzweilig. Manchmal wirkt er etwas anspruchsvoll und die längeren Textpassagen verlangen Aufmerksamkeit. Dennoch kann man auch ohne die Frauen zu kennen, allem sehr gut folgen. Es ist nur eben kein Buch für nebenbei. Doch dafür kann man sich die einzelnen Kapitel nach und nach vornehmen.
Besonders beeindruckt hat mich, wie das Meer hier nicht nur als Kulisse dient, sondern als verbindendes Element zwischen den Frauen. Gleichzeitig regt das Buch dazu an, über Umweltschutz, Entdeckergeist und die oft übersehenen Leistungen von Frauen nachzudenken.
ISBN: 978-3866487468
Autorin: Kerstin Ehmer
Verlag: mare
ET: 24.03.26
Umfang: 224 Seiten
Karina
aus Wiesbaden
5/5
18.04.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Frauen und das Meer
Dies ist mit Abstand das schönste Buch in meinem Regal - eine absolute Augenweide und dazu noch unglaublich hochwertig verarbeitet. Ich habe es tatsächlich mehrmals einfach nur in den Händen gehalten und bewundert.
Doch nicht nur optisch überzeugt das Buch: Auch inhaltlich kann sich die Sammlung von Erzählungen über insgesamt 16 beeindruckende Frauen mehr als sehen lassen. 'Heldinnen der Meere' von Kerstin Ehmer, illustriert von Astrid und Robert Nippoldt, ist in vier Abschnitte gegliedert - "Am Strand", "Nah der Küste", "Auf hoher See" und "Am Meeresgrund" - und vereint darin ebenso vielfältige wie faszinierende Geschichten.
Nur wenige der porträtierten Frauen waren mir zuvor bekannt, und gerade das machte die Lektüre so spannend. Die Auswahl der Persönlichkeiten ist außergewöhnlich: von Göttinnen über Künstlerinnen bis hin zu Schwimmerinnen, Schriftstellerinnen und vielen mehr.
Besonders in Erinnerung geblieben sind mir Pat de Groot, die sich nie um Konventionen scherte, Zoe Lucas, die unermüdlich Müll aus dem Meer katalogisierte, Thurídur Einarsdottir, die sich in einer von Männern dominierten Welt behauptete, sowie Gertrude Ederle, die als erste Frau den Ärmelkanal durchschwamm. Aber eigentlich - wenn ich ehrlich bin - haben mich fast alle Geschichten begeistert.
'Heldinnen der Meere' ist ein unterhaltsames, lehrreiches und zugleich wichtiges Buch - und dabei auch noch außergewöhnlich schön gestaltet. Eine klare Empfehlung für dieses Schmuckstück aus dem Mare Verlag. Und für alle, die das Meer lieben, ist es eigentlich ein absolutes Muss.
Europeantravelgirl
4/5
19.05.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bleiwüste am Meeresboden
Der mare Verlag verwöhnt uns regelmäßig mit Geschichten, deren heimlicher Hauptdarsteller immer das Meer ist. Viele Romane habe ich gelesen und wirklich geliebt.
Diese Sammlung nun widmet sich gleich sechzehn Frauen der Meere und dem sie bestimmenden Element – und das ist bemerkenswert, drehen sich Abenteuergeschichten und Heldensagen, Erfolgsbiographien und Berichte doch oft in erster Linie oder sogar ausschließlich um Männer.
Die für den Band ausgewählten Frauen decken eine große Bandbreite ab von Aphrodite, der schönen Meerschaumgeborenen, über bekannte Persönlichkeiten wie Virginia Woolf. Genauso wird der Fokus aber auch gelenkt auf mir bisher unbekannte Frauen wie die Geologin Marie Tharp, die den Boden der Weltmeere kartographierte.
Im Buch befinden sich vor jedem Abschnitt zarte, aber aussagekräftige Zeichnungen, die ich als sehr bereichernd empfunden habe. Vor allem weil es sich bei den sechzehn Texten nicht um spannend wiedergegebene Inhalte handelt. Vielmehr lesen wir sachlich gehaltene Biographien, die leider in einer Art Bleiwüste abgedruckt sind. Mit diesem Begriff haben wir während meiner Tätigkeit in der Zeitungsredaktion große Strecken von Text bezeichnet. Tatsächlich erwartet uns auch hier seitenweise Text ohne auflockernde Gliederung, der auf mich auf den ersten Blick ehrlich gesagt recht unattraktiv wirkt, was vom Ton des Inhalts noch unterstützt wird. Man könnte in Anlehnung an das Sprichwort sagen: Das Auge liest mit.
Die Sammlung ist damit sehr informativ und interessant zu lesen, aber aufgrund des nüchternen Schreibstils und des Gesamtbildes eher ein lehrreiches Sachbuch als entspannte Unterhaltung.
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