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Clara Törnvall

1. Die Autistinnen

Die Autistinnen

Gesprochen von
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23,90 €

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Lisa Rauen

Spieldauer

7 Stunden und 46 Minuten

Erscheinungsdatum

13.02.2024

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Verlag

Hierax Medien

Übersetzt von

Hanna Granz

Sprache

Deutsch

EAN

9783863526511

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Lisa Rauen

Spieldauer

7 Stunden und 46 Minuten

Erscheinungsdatum

13.02.2024

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Verlag

Hierax Medien

Übersetzt von

Hanna Granz

Sprache

Deutsch

EAN

9783863526511

Herstelleradresse

Kohfeldt
Luise-Uhlhorn-Str. 7|26188|Friedrichsfehn|DE
info@hierax.de

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  • Loreley

    5/5

    19.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    absolute Leseempfehlung zum Thema weiblicher Autismus

    Ungefähr 1 - 1,5% der Weltbevölkerung hat Autismus. Das Spektrum ist dabei sehr groß. Es gibt Autist:innen, die nicht sprechen und nicht arbeiten können und dann gibt es die sogenannten hochfunktionalen Autist:innen. Als solche wird die Autorin Clara Törnvall mit 41 Jahren nach einem langen Leidensweg diagnostiziert. In dem Buch "Die Autistinnen" widmet sie sich der weiblichen Form des Autismus, der insofern besonders ist, dass die Frauen und Mädchen über einen hohen sozialen Anpassungsmechanismus verfügen. Durch Beobachtung und Imitation bleiben sie unauffällig, jedoch kommt die Interaktion nicht spontan und sogenannter smalltalk talk ist für sie nicht nur sinnlos, sondern teilweise sogar unmöglich, da sie weder die Bedeutung noch den Nutzen dessen verstehen. Weitere Merkmale sind eine Hypersensibilität gegenüber bestimmter Sinneseindrücke, ein Spezialinteresse (z.B. das leidenschaftliche Sammeln von Gegenständen oder ein Themengebiet, über das man sich alles erliest), das zwanghafte Festhalten an Routinen oder bestimmten Abläufen sowie Schwierigkeiten mit sozialer Interaktion. Damit geht oft eine Überforderung einher, denn weibliche Autisten werden oft nicht diagnostiziert und falsch behandelt. Der Autismus ist aber eine seelische Behinderung, die nicht therapierbar ist. Was bei neurologischen Nenschen ganz automatisch abläuft, muss der Autist sich mühsam aneignen. Körpersprache oder Gesichtsmimik zu deuten erfolgt also nicht intuitiv, sondern muss permanent übersetzt werden, was zu einer schnellen Erschöpfung führen kann. Clara Törnvall schildert ihre eigenen Schwierigkeiten, die Herausforderungen, die der Alltag mit sich bringt. Busfahren ist eine immense Überanstrengung, selbst das Zähneputzen ist nichts, was von alleine kommt, sondern dessen Ausführung von ihr vorab durchdacht werden muss. Dadurch, so ist sie der Auffassung, hat ihre besondere Wahrnehmung Kapazitäten, Musik, Kunst und Schriftstellerei auf besondere Weise wahrzunehmen. Das Buch ist autobiographisch, stützt sich aber geschichtlichr Aspekte und Interviews mit weiteren Autistinnen. Es ist leicht zugänglich und unbedingt zu empfehlen für jeden, der sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Ich habe schon einiges zum Thema gelesen und kann dieses Buch zu 100% empfehlen, besonders weil es mit den Klischees aufräumt, denen man in Filmen und Unterhaltungsromanen sonst noch so begegnet.

  • MarieOn

    3/5

    07.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was bedeutet Neurodiversität

    Die Autorin beginnt ihren Essay mit einem kurzen persönlichen Blick auf ihren eigenen Autismus. Ich erfahre, dass ihr Sätze im Kopf hängen bleiben und sich wiederholen. Sie bewegt sich unsicher in der Welt, weil ihr nicht klar ist, welche Erwartungen ihre Umwelt an sie richtet. Ihre empfundene Unzulänglichkeit, lässt sie permanent angespannt sein. Sie ist von einer tiefen Trauer erfüllt, die sie nicht greifen kann. Nachts wird sie von Alpträumen heimgesucht.. Seit ihrem achtzehnten Lebensjahr befindet sie sich in Therapie. Jetzt als sie uns an ihrem “Sosein” teilhaben lässt, ist sie gerade aus der Psychiatrie entlassen worden und bei einem kompetenten Neurologen, der sie erstmalig, mit Erfolg, auf eine Autismus – Spektrum – Störung testet. Die Autorin begibt sich mit ihrem hochfunktionalen Autismus in die Öffentlichkeit, weil sie glaubt, dass diese Beeinträchtigung gerade bei jungen Mädchen und Frauen zu selten diagnostiziert wird. Introvertierte anpassungsfähige Mädchen werden als normal erachtet und fallen aus dem Raster, weil sie keine Probleme machen. Eine autistische Frau, die eine Doktorarbeit in theoretischer Philosophie schreiben kann, aber immer wieder neu überlegen muss, wie man eigentlich eine Scheibe Brot abschneidet, ist dagagen eine seltene Figur im kollektiven Bewusstsein. S. 19 Die Autorin zeigt welche sieben Kriterien erfüllt sein müssen, damit man von einer autistischen Spektrumstörung sprechen kann. Sie hat tief in der Geschichte berühmter Frauen recherchiert, die von ihrem Umfeld als eigenbrötlerisch, unsozial, menschenfeindlich und zurückgezogen beschrieben wurden, die, so vermutet die Autorin, einfach nur neurodivers waren. Fazit: Das war jetzt gar nicht meins. Die melancholische Stimmung, die sich durch das gesamte Buch zog, hat es mir nicht leicht gemacht bis zum Ende zu lesen. Diese Melancholie ist mir bei skandinavischen Schriftstellerinnen schon häufiger begegnet. Die Mutmaßungen über autistische Künstlerinnen waren mir zu abstrakt. Es entspricht nicht meiner Erfahrung, dass Neurodiversität noch immer stiefmütterlich behandelt würde. Wenn ich das Internet öffne begenen mir viele Seitenhinweise zum Thema, darunter auch einige Selbsttests, die erste Hinweise auf die Möglichkeit einer Neurodiversität geben. Das einzige was ich dem Buch und der Intention der Autorin Zugute halten mag ist, dass es in der belletristischen Literatur (nahezu) keine Geschichten über neurodiverse Frauen gibt.

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