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Noch wach? Roman

41

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19467

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.10.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,6 cm

Gewicht

355 g

Farbe

Schwarz / Avocado

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00700-8

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

19467

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.10.2024

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

21,3/13,4/2,6 cm

Gewicht

355 g

Farbe

Schwarz / Avocado

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00700-8

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

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  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    09.12.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    großes Lesevergnügen

    „Dann müssen sich die Frauen auch nicht wundern…“ ist eine der beliebtesten Floskeln, die man Frauen anhängt, sollten sie es wagen sich öffentlich gegen männlichen Machtmissbrauch zu wehren. Begonnen hat alles in den USA, bevor die Me Too Kampagne nach Europa überschwappt. Benjamín Stuckrad-Barre pendelt zwischen Los Angeles und Europa. Da wie dort beobachtet er zunehmend genauer, wie es Frauen ergeht, wenn sie einen erlittenen Missbrauch öffentlich zur Anzeige bringen. Als er Sophia aus der Selbsthilfegruppe besser kennenlernt, gerät er näher an einen Missbrauchsskandal als ihm lieb ist. Sein bester Freund ist Besitzer eines TV Senders und ausgerechnet sein Chefredakteur wird schwer beschuldigt.

  • Max

    aus Hamburg

    5/5

    17.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein unglaubliches Buch.

    Ich habe noch nie ein Buch so schnell durchgelesen. Es bringt den Leser zum Nachdenken und fesselt mit einer Geschichte, die so absurd klingt, dass man teilweise nicht glauben möchte, wie real sie ist.

  • Bewertung

    5/5

    18.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Reflexion über Machtmissbracuh und Freundschaft

    Benjamin Stuckrad-Barres Roman »Noch wach« hat bereits viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die Geschichte, die auf realen Ereignissen von Machtmissbrauch, Lügen, Täuschung, Angst und Wut basiert, geht jedoch weit über eine weitere MeToo-Erzählung hinaus und genau deshalb werde ich mich nicht den real zugrunde liegenden Ereignissen widmen. Im Roman wird die Geschichte des Chefredakteurs eines Fernsehsenders erzählt, der seine Macht missbraucht, um Affären mit überwiegend jungen Frauen ausleben zu können. Stuckrad-Barre gelingt es hier deutlich, die perfiden Methoden, das Klima von Manipulation und Angst aufzuzeigen, die der Chefredakteur anwendet. Der Autor gibt den Frauen in beeindruckender Weise eine eigene Stimme. Das ist bewegend, emotional und gibt tiefe Einblicke. So kommt man nicht umhin, über das Thema nachzudenken, ist es ja nicht nur auf die Chefetagen großer Konzerne beschränkt. Doch wer diesen Roman nur unter den Aspekten von Machtmissbrauch und übergriffigem Verhalten betrachtet, dem entgeht die ergreifende Geschichte einer tiefen Männerfreundschaft zwischen dem Ich-Erzähler und seinem Freund, dem Besitzer des Senders. Die Verbindung zwischen den beiden Männern wirkt an vielen Stellen liebevoll, und der Autor findet berührende Worte, um sie zu beschreiben. Zitat: »Wir wussten beide nicht, ob wir uns jetzt umarmen sollten, merkten wir, als wir uns bereits ungelenk ineinander verschränkten und einander mit verklemmter Herzlichkeit auf die Ohren küssten. Menschsein, es ist und bleibt die groteskeste Komödie überhaupt.« Noch wach – Benjamin von Stuckrad-Barre Dieser Nachsatz im Zitat hat sein müssen, trifft er doch so genau männliche Gefühlswelten. Vermutlich bestünde diese Freundschaft noch, wäre da nicht der bereits erwähnte übergriffige Chefredakteur, der als Antagonist agiert. Stück für Stück schiebt er sich mit seinem Verhalten und seinen Ansichten zwischen die beiden. Eine klare Positionierung des Freundes bleibt aus. Schließlich kommt es zum Showdown der drei Männer, der das Ende der jahrelangen Freundschaft besiegelt. Verwebt sind diesen beiden Geschichten durch die Darstellung von Auswüchsen der Medienwelt und die Allmachtsfantasien einflussreicher Firmenbosse in der Medienwelt und außerhalb. Fast grotesk und zugleich erschreckend real ist es etwa, wenn ein Ministerpräsident demütig vor Elon Musk buckelt. An anderer Stelle stellt man sich fast zwangsläufig die Frage der moralischen Schuld, als durch die Berichterstattung eine junge Frau in den Tod getrieben wird. Es scheint, als sei »Noch wach« ein Buch, das aus Wut und Empörung, aber auch aus Schmerz und Wehmut geschrieben wurde. Wut und Empörung darüber, wie einige Männer Frauen behandeln, wie sie ungestraft davonkommen; Schmerz und Wehmut über das Zerbrechen der erwähnten Freundschaft. Literarisch mag der Roman nicht immer tiefgründig sein, doch wird dies durch die kraftvollen Emotionen und die sprachliche Originalität mehr als ausgeglichen. Die Figur des Ich-Erzählers erscheint mir manchmal etwas zu korrekt, fast erhaben über den Dreck der Welt. Gelegentlich hatte ich den Eindruck, dass das Buch auch eine Rechtfertigung ist. Doch diese Aspekte mindern keinesfalls die Gewaltigkeit des Romans und sind völlig legitim. Der Schreibstil von Benjamin von Stuckrad-Barre ist eine explosive Mischung aus autobiografischer Hingabe, sprachlicher Wucht und provokanter Radikalität. Der Text ist wie eine dynamische Klangcollage, die mich mit ihrer wilden Sprachakrobatik und scharfzüngiger Ironie durch eine Welt voller Emotionen schleuderte. Wieder einmal präsentiert sich Stuckrad-Barre als ein literarischer Störenfried, der mit seiner ungestümen, mitunter auch verstörenden Erzählweise die Grenzen des Erzählens auslotet. Neue, ungewöhnliche Wortschöpfungen, unorthodoxe Ausdrucksweisen und befremdliche Schreibweisen (viele Worte in Großbuchstaben, was ich absolut passend fand) lassen das ganze Werk rebellisch wirken. In jedem Fall wirkt der Roman sehr intensiv, teils aber auch poetisch. Fazit: »Noch wach« ist eine eindringliche Reflexion über Machtmissbrauch und Freundschaft, die mit einer Prise Kapitalismuskritik gewürzt wurde. Die Emotionalität und sprachliche Originalität des Autors machen den Roman zu einem intensiven Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt. Für mich ist das Buch ein echtes Highlight.

  • Jennifer

    5/5

    15.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Bildskandal literarisch verarbeitet

    Seit seinem grandiosen autobiografischen Werk "Panikherz" beschäftige ich mich mit dem deutschen Popliteraten Benjamin von Stuckrad-Barre. In seinem neuesten Buch "Noch wach?" setzt er sich mit dem BILD-Skandal um den Ex-Chefredakteur Julian Reichelt auseinander, der weibliche Kolleginnen sexuell belästigt haben soll. Das Ganze ist insofern brisant, als dass Stuckrad-Barre einst selbst für den Springer-Verlag gearbeitet hat und gut mit dem Springer-Chef Mathias Döpfner befreundet ist. In "Noch wach?" agiert Stuckrad-Barre unverkennbar als Erzähler und wird ungewollt zum Vorkämpfer für #MeToo in der deutschen Medienlandschaft. Durch Kontakt zu einer jungen BILD-TV-Journalistin lernt er die perfiden männlichen Machtstrukturen im Hause Springer kennen. Infolge melden sich immer mehr weibliche Opfer des Chefredakteurs und verbinden sich zur sog. Bonobo-Gruppe. Aufstieg und Fall waren eng an körperliche Gefälligkeiten gebunden. Mithilfe des Transatlantik-Verlags wird der Skandal dann erstmals publik gemacht, doch die Macht der Medienanwälte scheint größer zu sein. Währenddessen hält sich der Autor bzw. Erzähler immer wieder im legendären Hollywood-Hotel Chateau Marmont auf, in dem er gleichzeitig mit der Weinstein-Affäre konfrontiert wird. So gerät er zwischen die Fronten, verliert seinen Freund und zeichnet zugleich den Fortgang des BILD-Skandals minutiös nach. Mit seinen typischem nonchalanten Sprachstil vermochte mich Stuckrad-Barre mal wieder ab der ersten Zeile abzuholen. Die Versalienschreibweise mancher Begriffe hat mich nicht gestört, dient sie doch dazu, den Fokus bewusst auf manche Aussagen zu lenken und ist ein Stilmerkmal der Popliteratur. Mit seinen Neologismen wie "Gemeinseligkeit" oder "antiintelligent" traf er stets den richtigen Ton. Stuckrad-Barres Darstellung - eine Mischung aus Fiktion und Realität - zeigt eindrücklich, wie auch heute noch im Journalismus Frauen durch Mansplaining bewusst auf ihr Äußeres reduziert werden und Machtmissbrauch vor aller Augen stattfindet. Es ist beschämend und wichtig zugleich, solch ein hochaktuelles Thema belletristisch zu verarbeiten. Gleichwohl die Lektüre mir nicht immer leicht fiel, auch weil sich einiges im Verlauf wiederholte, habe ich sie bis zum Ende als aufschlussreich empfunden.

  • J

    5/5

    10.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Guter Stil, gute Geschichte

    Ein Mann mit ausgeprägtem moralischen Kompass bekommt die Missbrauchsstrukturen im „TV-Sender“ seines besten Freundes mit, ist aber zu konfliktscheu und loyal, um ihn offen und ernsthaft zu konfrontieren. Der Stil des Buches zog mich in den Bann. Außerdem wird das Innenleben des Protagonisten gut nachvollziehbar geschildert. Ich fand den Roman richtig gut und finde es schon auch okay, wenn ein fiktiver Charakter keine Mary Sue ist…

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