Alle zehn Jahre finden die Mitglieder der Großfamilie Swift zusammen, um auf ihrem alten, verwinkelten Anwesen nach einem verschollenen Familienschatz zu suchen. Doch diesmal läuft bei der Zusammenkunft
alles aus dem Ruder. Tante Schadenfreude wird bewusstlos am Fuß der Treppe aufgefunden und Schelmerei und ihren Schwestern ist sofort klar: Das war ein Mordversuch! Alle Verwandten sind äußerst verdächtig
- nur wer steckt wirklich dahinter? Den Kindern läuft bei ihren Ermittlungen die Zeit davon, denn dieses tragische Ereignis war erst der Anfang. Schon bald reihen sich die Unglücksfälle aneinander wie Perlen auf einer
Schnur - und so manches gut gehütete Familiengeheimnis kommt ans Licht.
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Spannende Lesestunden mit den Swifts
Bewertung am 07.06.2024
Bewertungsnummer: 2218220
Bewertet: eBook (ePUB)
Die Swifts sind keine normale Familie - schließlich wurde jeder von ihnen bei der Geburt mithilfe eines Wörterbuches benannt. Aber als dann bei der Suche nach dem verschollenen Familienschatz auch noch Tante Schadenfreude knapp einem Mordanschlag entgeht, ist das Chaos komplett. Ein schräger, urkomischer Kinderkrimi für detektivische Schmökerstunden.
Detektivabenteuer mit herrlich schrägen und liebenswerten Charakteren. Mit Wortwitz und Charme erzählt und mit Herz illustriert.
Fernweh_nach_Zamonien aus Buchhaim am 23.05.2024
Bewertungsnummer: 2207561
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Zum großen Familientreffen versammeln sich alle zehn Jahre die Swifts auf ihrem alten und verwinkelten Anwesen.
Doch dieses Mal geht Einiges nicht mit rechten Dingen zu.
Dass Tante Schadenfreude die Treppe hinunter stürzt und von den Familienmitgliedern bewusstlos aufgefunden wird, ist nur der Anfang einer Reihe mysteriöser Ereignisse.
Schelmerei und ihren Schwestern sind sich sicher: Das war versuchter Mord!
Gemeinsam ermitteln die Kinder, decken dabei gut gehütete Familiengeheimnisse auf und kommen einem Schatz immer näher ...
Altersempfehlung:
ab 12 Jahren
Illustrationen:
Den Buchvorsatz ziert jeweils ein Grundriss des Herrenhauses.
Der Beginn der Kapitel wird von detaillierten, schwarz-weißenVignetten eingeleitet, um die kommenden Ereignisse aufzugreifen.
Zusätzlich finden sich neben kleinen Zeichnungen auch halb- bis ganzseitige Illustrationen.
Die vielfältige Gestaltung der Charaktere gefällt sehr. Besonders deren Mimik ist ein Hingucker.
Für die Altersempfehlung des Verlags (ab 10 Jahre) ist das Bild-Text-Verhältnis ungewöhnlich hoch.
Mein Eindruck:
Dass die Swifts eine unkonventionelle Familie sind, wird bereits nach wenigen Seiten klar:
Im ersten Kapitel wird (wie jeden) Monat die Beerdigung der Matriarchin geübt. Tante Schadenfreude geht auf Nummer sicher, was ihr letztes Geleit betrifft.
Die Namensgebung ist herrlich unterhaltsam:
Früher wurde nahezu jeglicher Nachwuchs Mary oder John getauft, was verständlicherweise zu Verwirrungen führt.
Irgendwann ist man dazu übergegangen, die Namen per Zufall mit Hilfe des Familienwörterbuches zu bestimmen.
So gibt es in der Familie Swift neben Tante Schadenfreude auch die Tanten Etepetete und Schaudervoll, die Zwillinge Fauna und Flora, die Ahnen Fatal und Zinnober und natürlich die kleine Schelmerei, ein quirliges und aufgewecktes Mädchen mit detektivischem Spürsinn.
"Mich nannte es Erbschaft, weil es wusste, dass ich mich der Familienchronik annehmen würde. Deinen Onkel nannte es Mahlstrom, weil es in ihm den künftigen Seemann erkannte. Und dich nannte es Schelmerei, denn du bist eine geborene Unruhestifterin."
(Tante Erbschaft, vgl. S. 30)
Die Charaktere gefallen sehr. Die Mitglieder der Swift Familie sind - nicht nur aufgrund der unkonventionellen Namen - herrlich skurril und erfrischend anders. Es sind aber so viele (Verdächtige), dass man konzentriert bleiben muss, um nicht den Faden zu verlieren.
Die Liebe zur Sprache zeigt sich zudem in traditionellen Aktivitäten, z. B. Scrabble spielen. Hier werden viele weitere "altmodische" Wörter (frohgemut, scharwenzeln, verdünnisieren) oder andere - für die Geschichte irrelevante - Fachbegriffe (Mitochondrien) gestreut.
Auch das atmosphärische Setting, der etwas marode, total verwinkelte Familiensitz und der geheimnisvolle Schatz machen aus diesem Detektivabenteuer eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Geschichte; auch wenn es sehr lange gedauert hat, bis sie nach Vorstellung und Einführung der Familie endlich losgeht.
Sie vermittelt aber auch wichtige Werte und thematisiert Familienzusammenhalt und Identitätsfindung, denn nicht unsere Namen definieren unseren Charakter, sondern wir selbst bestimmen, wer wir sind/sein wollen. Mit Rain gibt es in der Geschichte nicht nur eine Figur, die ihren Namen frei gewählt hat, sondern auch eine nicht binäre Person.
Insgesamt ein solides Debüt im Doppelpack! Schelmereis erster Fall und zugleich das erste Buch der Autorin.
Fazit:
Ein unterhaltsamer und ungewöhnlicher Kinderkrimi, der punktet mit einem atmosphärischen Setting und vielseitigen, schräg-charmanten Charakteren.
Detailreiche schwarz-weiß Illustrationen ergänzen die Handlung perfekt.
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Rezensiertes Buch "Die Swifts - Ein vorzügliches Verbrechen" aus dem Jahr 2024
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